Nach einem leckeren Frühstück starten wir bei herrlichem Sonnenschein Richtung Schlösser. Wenigstens einen Blick will ich auf die Märchen Schlösser werfen. Die Zeit reicht nicht, um Hohenschwangau zu besichtigen. Neuschwanstein haben wir bereits vor vielen Jahren schon besucht. Damals hatte ich noch lange dunkelbraune Haare. 🙂 also, lang lang ist’s her.


Kaum 1 km weiter liegt Neuschwanstein auf einem Hügel. Von dort kann man das nahe, tiefer gelegene Hohenschwangau gut sehen. Luftlinie vielleicht 500 Meter voneinander entfernt. Natürlich sind schon einige Busse mit Reisegruppen u.a. aus Japan unterwegs. Es ist jedoch herrlich wenig Verkehr. Offensichtlich eine gute Reisezeit. (Direkt nach den Osterferien)


Nach den kurzen Stopp‘s ging es dann aber los. Wir fuhren an der mit unglaublich leuchtend grünem, grauem, blauem Wasser führenden Inn entlang. Das intensive Grün habe ich noch nie gesehen. Wunderschön! Vignette kann man online kaufen (23,90 €). Das Cabrio auf – über den Brenner, über die Fernpaßstrasse, durch das bergige Trentino ins flache Venetien. Hier fühlten wir uns in Italien. Kleine Hügel, schlanke Bäume, helle Backsteingebäude finden sich rechts und links der Auto-Strada. Auch hier werden wir zur Kasse gebeten. Maut (ca 35,- € für die Strecke). Mit geschlossenem Dach geht es dann über die AB in ca 6 h nach Venedig in das Parkhaus Tronchetto. Ein Mitarbeiter begrüßte uns auf’s freundlichste und wies in das Parkhaus ein und erklärte den Weg per Vaporetto zum Hotel! Wir kaufen online das Vaporetto-Busticket. (95,- Euro für 3 Tage) Gut, dass wir die 10 Euro Kurtaxe für Venedig nicht zahlen müssen, da wir im Ort wohnen. Bei herrlichem Sonnenschein sitzen wir im “Bus“ 2 und tuckern hin und her von einer Haltestelle zur anderen bis „Zaccharia“, Nähe ‚San Marco‘.

Dann rollen wir mit den Koffern noch ca 300 Meter über die großen Kopfsteinpflaster zum Hotel. Auffällig ist, dass über die großen Brücken inzwischen Rampen gebaut wurden um Barriere freie Wege zu schaffen. Klasse! Die kleinen Brücken im Inneren von Venedig muss man noch immer laufen, d.h. Kinderwagen / Rollatoren tragen.

Wir sind sehr herzlich empfangen worden und haben natürlich sofort die alten Bilder im Kopf gehabt von vor 20 Jahren. Die Eingangshalle wurde renoviert und sieht sehr ordentlich und schick aus.

Dann ging es über einen roten Teppich in den wunderschönen Raum mit den alten venezianischen Möbeln und den ausgesprochen detaillierten Stuck arbeiten anwenden und Decken. Hier hat sich nichts verändert. Es war genauso wunderschön wie in unserer Erinnerung.

Unser Zimmer liegt diesmal im ersten Geschoss zum Campo hin mit der Nummer 215. Eine ganz kleine Enttäuschung macht er sich bei mir breit, weil der Muranoleuchter fehlte. Beim zweiten hinsehen jedoch war viel Murano. Auch die Einrichtung sehr italienisch. Von Hand bemalte Türen mit floralen Mustern. Diese Dekorationen finden sich auf allen Möbelstücken wie Bett und Schränken wieder.

Nachdem wir dann grob ausgepackt haben, begaben wir uns in die engen Gässchen der Stadt. Gefühlt haben die Italiener die hier leben, Strohhüte auf und tragen geringelte T-Shirts. Nein ist natürlich Quatsch.

Es sind schon unfassbar viele Touristen unterwegs, wenn auch weniger als zu der Hauptsaison. Wir schlendern gemütlich durch die schmalen Gläschen immer nach den Gläsern Ausschau haltend, die wir neu erwerben möchten, da unsere in den neun Jahren, in denen wir nicht hier waren, zerbrochen sind. Es ist ca 18:30 Uhr als wir versuchen, mit der Hilfe von TripAdvisor ein Lokal zu finden, welches gut bewertet wird. Und welches einen guten Eindruck auf uns macht. Und tatsächlich finden wir ein sehr schönes an einem ganz kleinen Kanal gelegenes Lokal, gegenüber dem vier Sterne Hotel Palazzo Priuli. Typisch venezianisch fahren viele Gondolas mit Gästen herum.
Was mir auffällt ist, dass gefühlt wenige Menschen italienisch sprechen. Die meist gehörte und gesprochene Sprache ist Englisch. Auch sind die Kellner, Mitarbeiter in den Geschäften offensichtlich italienisch. Auch hier fand ein großer Wandel statt und ähnlich wie bei uns sieht man Mitarbeiter aller Kulturen in der Stadt. Hier spiegelt sich möglicherweise auch die bunte Vielfalt der jahrhundertealten Seefahrerstadt wieder.

Wir sind der Meinung es sind immer nur die 80 € Gäste, die wir damals auch waren, um wenigstens eine kleine Tour zu machen. Zum Teil kommen auch welche aus einer anderen Richtung. Wir stellen Vermutungen an und denken, das sind bestimmt die teuren Touren. Die du d länger als 20 Minuten in der Gondel.
Das Essen ist sehr lecker. Neben typischen Bruschetta bestellt Rolli einen Polpo Salat. Hmmm. Primi Piatti bestelle ich Linguini mit Venusmuscheln. Gute Wahl! Sie sind vorzüglich und der Abend ist wunderbar warm. Da schmeckt das kühle Glas Weißwein doppelt gut. Auf Secondi und Dolce verzichten wir. Unterwegs gibt es noch ein Glace.

Das Licht ist zauberhaft. In der Abendstimmung gehen wir noch mal auf den Markusplatz. Wir schauen am Campanile hoch,

lassen uns ein bisschen berieseln von der Musik auf dem Markusplatz

und schlendern gemütlich durch die kleinen engen Gäßlein wieder zurück über Mini Brücken und wir treffen kaum Menschen. Der „schiefe Turm“ ist oft in unserem Blickfeld.

Plötzlich ist die Rialto Brücke da. Dann müssen wir dich nochmal schauen. Gina und Fabi haben sich hier verlobt!


Die pittoreske Optik der Jahrhunderte alten Gebäude, „Gammel Optik“ ist hier erwünscht und märchenhaft. Abgeplatzte, bunte Fassaden erscheinen im Abendlicht auf eine wunderbare Art und Weise romantisch.

Gegen 22:00 Uhr kommen wir ins Hotel zurück und werden von einem sehr netten Nacht Bediensteten begrüßt und gehen dann zu Bett, um zu träumen , was der morgige Tag bringt.