12.3.20 – Riederalp – wir schützen uns vor Corona

Annette und ich sind wieder unterwegs. Seit ca 12/13 Jahren genießen wir die Riederalp, mal allein mal mit Freundinnen.

Dieses Jahr sind wir allein unterwegs. Bahnverbindungen sind pünktlich. So können wir wie gehabt in Brig bei Seilers, Suite und Bayard schauen und shoppen. Immer wieder finde ich hier wunderschöne Lieblingsstücke.

Dann geht es rauf zum Chalet Walker. Es hat viel geschneit, so können wir es kaum erwarten auf die Piste zu kommen.

Viel Schnee ❄️ auf der Alp.
Ein wunderschöner Sonnenuntergang verwöhnt uns.

Dann essen wir zuhause. Leckeres Rösti mit Nüssli-Salat. Dessert haben wir auch: Mövenpick Sorbet und Schoggi. Hmmmmm

Frisches Rösti mit Spiegelei und Salat – hmmmm

Wir haben sehr schöne Tage. Auch wenn es zum Teil sehr nebelig ist. Annette fährt täglich. Ich schone mein im Dezember operiertes Knie. TTrotzdem Schmerzpullen Kochbeutel wenig.

Annette zaubert einen Schnee-Engel mit den herzlichsten Grüßen an unsere Lieben im Himmel und auf Erden. 😘

Annette fährt täglich. Ich versuche es tatsächlich auch. Dich zickt das im Dezember 19 operierte Knie manchmal. So schone ich und erfreue mich an der Wohnung und schneide eine Radiosendung, bzw sortiere mal die Fotos. Auch gut.

Wir genießen die Sonne, die Abfahrten durch unberührte Natur und die Schneefiguren am Wegesrand. Am Abend gönne ich mir im Tonis ein Käse-Fondue. Hmmmmm – man kann es förmlich riechen.

Wir sind am Abend im Tonis, bei Danys und zuhause. Gekniffelt wird auch. so sind die schönen Tage wieder ruckzuck vorbei.

Annette reist allein ab – ich bleibe noch zwei Tage. Sammle Kraft für die vor mir liegenden Fastenwochen . Es schneit unglaublich viel.
Massen an Schnee!

Annette ist weg und es ist soooo neblig. Erst gegen 15 Uhr reist es etwas auf gege15 15etwas auf.

Das Matterhorn trotz Nebel und Schnee im Sonnenlicht. Wolkenfrei! Sieht man nicht oft.

Es ist soooo nebelig. Erst gegen 15 Uhr reißt es auf und ich quäle mich durch den schweren, stoppenden Schnee zur Apotheke auf die Bettmeralp. So bin ich wirklich froh, als ich nach 1,5 h gut wieder in der Wohnung ankomme.

Erst um 9 dann im 13 Uhr – keine Sicht aber Schneefall!

Heute Morgen habe ich noch eine außergewöhnliche Naturerfahrung gemacht.

6:30 h werde ich wach und sehe den Vollmond im Westen über den Bäumen untergehen. Zeitgleich geht im Osten die Sonne auf. Der Himmel färbt sich langsam orange. Es sieht unglaublich aus. Ich weiß gar nicht wohin ich sehen soll.

Oben der untergehende Mond und unten die aufgehende Sonne.

Ich stehe dann auch auf und beobachte die Sonne, die sich den blauen, fast wolkenlosen Himmel erobert.

Die Sonne – endlich wieder nach den trüben Tagen / guten Morgen !

Ein weiteres Phänomen habe ich heute auf der Piste kennengelernt. Es hat gestern getaut. Der unberührte, an sich frische Schnee ist „alt“ geworden. Er hat viele Falten bekommen.

Der Schnee hat „Falten“
Die Natur malt interessante Bilder in die Berglandschaft.
An der Bähnli-Bar auf dem Bettmerhorn wird fleißig gebaut.
Im Hintergrund der Gletscher mit Konkordiaplatz.

Ich war spazieren, als das Wetter nicht so doll war. In unserer kleinen Kapelle habe ich Lichter angezündet und den ruhigen Moment sehr genossen.

Für unsere Lieben, die uns so früh verlassen mussten. Aber auch für alle, die uns auf unserem Weg begleiten.
Der kleine Engel der Riederalp-Kapelle achtet bestimmt auf uns.
Die kleine Hütte habe ich auf dem
Panorama-Weg noch nie gesehen. Ich vermute, dass an Weihnachten hier eine Krippe ihren Platz gefunden hat.

Nach einem sehr sonnigen Skitag neigt sich meine Erholungszeit auch dem Ende.

Voller Kraft starte ich in die Fastenwochen, die ich begleite. Gleichwohl freue ich mich auf zuhause, auf Lelia vor allem aber auch meine Familie :/) und die Freunde, die ich länger nicht gesehen habe. In der Gewissheit bald wieder hier sein zu können fällt das Adieu nicht so schwer.

Und tschüss bis Ostern

Eines noch: CORONA

Ich weiß, keiner kann es noch hören. Status heute: die USA verbieten die Einreise aus dem Schengen/Europa Raum, CH inkl, GB darf noch.

Österreich: schließt alle Geschäfte, Ausreise nur bedingt möglich (Dani betrifft es gerade, da Conni, die Mitarbeiterin aus Österreich zuhause ist für einige Tage) Lebensmittel und Krankenhäuser dürfen weiterhin geöffnet bleiben

Schweiz: Großveranstaltungen werden gestrichen, Einreise Italien nicht möglich.

Italien grenzt sich gerade auch komplett ab. Hier sind auch sehr viele Fälle zu verzeichnen

Deutschland: Fußballspiele ohne Zuschauer, Großveranstaltungen über 1000 Menschen werden abgesagt/verschoben.

Messen werden abgesagt (Wire, Creativa usw) auch Peter Naust hatte eine Großveranstaltung von VW. Dort wurden auch viele „ausgeladen, vor allem die Chinesen. Per Web konnten dann Teilnehmer teilnehmen.

Bislang bin ich noch nicht betroffen von den Einschränkungen bei den Seminaren.

Ich bin sehr gespannt wo das alles noch hingeht. Ich habe gerade ein Buch gelesen: „Der Wal und das Ende der Welt“. In diesem Buch geht es genau um diese Situation. Zusammenbruch der Welt durch einen Grippevirus. Sehr zu empfehlen!

Zuletzt noch etwas positives:-)))
Meine Lieblingshits passt wieder. Da trägt die Fastenzeit hoffentlich noch für etwas mehr Luft im Bund bei. Wir werden sehen: Ostern 🙂

3.11.19 – Capetown – vielleicht Jo‘burg :-))) – FFM

5 Uhr – ich werd verrückt. Bis 7 hätte ich locker schlafen können. Ich werde geweckt von wirklich guter, sehr lauter Musik. Bevor ich reagiere und meinen „Sound Hound“ anwerfen kann, dreht der Hörer leider. Schade. Die tiefe Stimme, vermutlich von einem schwarzen Sänger, verstummt. Doch ich bin wach. Na dann egal.

Mein Blick um 5:30 h – Capetown erwacht. Die Sonne kämpft sich bereits durch die Wolken.

Dann packe ich mein Chaos mal ordentlich ein, koche mir in unserer Küche einen Nespresso und einen Tee.

Schick ist unser Service Appartement. Schade, dass wir es gar nicht genutzt haben.

Sandra erzählte gestern, dass wir sogar einen beheizten Pool auf einer Dachterrasse hätten. Son Mist- wusste ich nicht. Heute lohnt es auch nicht mehr, da wir nochmal zur Waterfront wollen.

Abreisetag! Schade und schön.

Schade, dass ich mich von meiner liebenswerten Reisebegleitung trennen muss. Dankbar, dass ich ich einen neuen Kontinent bereisen durfte und viele gute Erinnerungen in meiner Reiseschublade verwahren darf. Schön, dass ich meine Familie, vor allem meinen ganz kleinen, ganz großen Schatz Lelia an mich kuscheln kann (wenn die Mama nicht dabei ist :-)). Vor allem muss ich schon wieder für zwei Wochen winke winke machen, da die drei nach Spanien in die Sonne fliegen.

Aber gut. Im Moment leben ist die Devise. Gepackt ist alles. Nun wird gefrühstückt und zuletzt freuen wir uns auf die letzten Stunden unter der Sonne Südafrikas.

Zunächst muss ich doch den Pool und die Dachterrasse erkunden, möglicherweise habe ich etwas verpasst.

Der Pool, sogar beheizt entpuppt sich als etwas größer Whirlpool. Die Terrasse ist schön gemacht und bietet sowohl den Blick auf den Ozean als auch auf den Tafelberg.

Nun aber Frühstück und auf in den nahen Bezirk Bo-Kaap – bunte Häuser schauen. Schnell sind wir dort und tatsächlich haben die Bewohner kräftig in die Farbtöpfe gegriffen. Eine Bonbonwelt der Farben macht sich auf. Offenbar ist das ein Bezirk, der von Farbigen bewohnt wird, da uns sonst nur Touristen begegnen.

Diese Farbwelt spricht mich an. Vermittelt Sie mir Lebenslust und Leichtigkeit.

Sogar Müllers sind hier 🙂

Mondrian lässt grüßen.

Kunst in vielfältiger Form. In den Höfen, an den Häusern. Hier würde ich das nächste mal eine Führung buchen wollen.

Ein afrikanisches Café lockt mit frischem Angebot.

Nein, das Plastic Sandwich finde ich an einen nahen Hauswand. Doch ist der original Tierkopf im Fenster des Cafés befremdlich und wir schauen zweimal.

Ich möchte gern in der St. Georges Cathedral. Gerade ist ein Gottesdienst und wir nehmen am Rand Platz und lauschen den Worten des Priesters, hören den Chor, der mir eine Gänsehaut verschafft. Ungewöhnlich ist die Liturgie.

So viel Zeit haben wir nicht, so gehen wir mit einer Spende unseres Weges.

Der Kreis schließt sich in vielfältiger Hinsicht. Zu Beginn unserer Reise sahen wir viele von diesen wunderschönen blau blühenden Jacaranda-Bäumen. Von hier aus ist es ein sehr kurzer Weg in den „Company’s Garden“.

Zunächst sehe ich die „Taubentante“. Es gibt sie immer wieder, zumeist Frauen, die die Tauben füttern und einen Riesenschwarm um sich herum versammeln.

Auch sind die Eichhörnchen sehr zutraulich. Farbige verkaufen am Parkeingang Futter. Da ist es kein Wunder, dass sich in dem kleinen Park so viele Tiere aufhalten. Das Paradies für die Vögel und Vierbeiner.

Schon in dem Malls hält Weihnachten Einzug. Da ist es kein Wunder, dass wir auf den Weihnachtsstern treffen.

Im Gemüsegarten finde ich einen blühende Holunder. Ich könnte Blüten mitnehmenden frischen Sirup aufsetzen.

Der Gemüsegarten war enttäuschend. Es war nichts darin zu finden.

Eine Hecke blühte mit dieser Frucht, die die Mitarbeiter nicht benennen konnten. Maracuja (Passionsfrucht) ist es nicht.

Diesen Spielplatz fand ich besonders. Einmal waren keine Kinder dort am Sonntag morgen, zum anderen war es Natur belassen, mit Geräten und Materialien aus der Natur. Auf der anderen Seite hängt noch ein Kokon. Da müssen wir doch mal anfangen aus Weide zu flechten.

Dieses Bild gab es häufig. Farbige liegen einfach auf den Wiesen, am Straßenrand, z.T. in Arbeitskleidung und schlafen. Die Entenfamilie lässt das kalt.

Das läuft uns noch ein Ibis Hagedash vor die Kamera. Ganz schön groß.

Auf dem Weg zum 6-District Museum sind schon viele Stände mit der südafrikanischen Spezialität „Biltong“ aufgebaut.

Die Stände bieten die getrockneten Fleischstreifen offen an. Berg, checken und Ostrach (Strauß) finden wir und … lassen es liegen.

Am Museum angekommen müssen wir feststellen, dass es am Sonntag geschlossen hat.

Schade. Alle Museen der Welt haben Montags geschlossen. Geht’s noch???

Dieses schöne Bild finde ich noch bevor unser „Uber“ kommt und uns zur Waterfront bringt.

Nochmal Ozean schauen. Blöderweise vergesse ich in diesem Moment die 10 Rand/Cent herauszuholen um die ins Wasser zu werfen mit dem Wunsch um ein Wiedersehen. Doch klappt das möglicherweise auch ohne Glückssymbole. Sandra ist sich sehr sicher.

Nun in die Waterkant-Mall um die allerletzten Einkäufe zu tätigen und das Postamt zu finden, damit wir unsere Postkarten einzuwerfen. Letzter gelingt sehr schnell im 2. Stock der Mall. Postkarten werden zwar noch immer verkauft, doch Briefkästen gibt es immer weniger. Ich glaube doch daran, dass demnächst gebeamt wird. Erst Postkarten, dann Menschen.

Das Willoughby in der Mall wurde mehrfach unterwegs empfohlen, auch im LP. Doch war es immer so voll, so dass die Gäste in langer Line auf einen Platz warteten.

Heute könnten wir direkt etwas essen. Haben jedoch keinen Hunger und keine Zeit. Das Lokal mag gute Qualität bieten, doch ist es IN der Mall. Laut und schlechte Luft. Also bewusste Entscheidung für uns dagegen.

Ein letzter Blick auf den Tafelberg, der heute wieder wolkenlos vor uns liegt.

Überall stehen unterschiedlichen bunte Rhinos.

Heute spielt hier eine afrikanische Band auf Trommeln und Marimbaphones.

So schöne Musik und so fröhliche Menschen, denen man den Spaß an der Musik ansieht.

Sandra braucht noch Zucker. Gestern haben wir hier in der Food-Mall leckere Muffins gekauft. Die sollen es heute auch werden. Einer wird sofort genussvoll verspeist. Lemon-Tarte, hmmm. Der zweite ist Reiseverpflegung.

In diesen beiden kleinen Hallen direkt an der Waterkant werden traditionelle Speisen und Produkte aus kleinen Werkstätten angeboten. So wir hier, schön bedruckte Taschen, Tücher und Wimpel. Am

Besten gefällt mir:

Sag ich doch! Siehe meine Küche!!!

Gestärkt suchen wir ein Uber, welches Bistum letzten Mal auf den Berg bringt.

Wir fahren wieder an der Autobahn ins „nichts“ vorbei. Verrückt!!! Und das mitten in der City.

12 Uhr! Nun aber Gepäck ins Auto und ab auf die N2, die uns so lange begleitet hat auf der Garden Route, Richtung Airport.

Ein letzter Blick auf das Township. Neben ganz hübschen, bunt bemalten Häuschen aber wieder viele, viele Blechhütten.

noch einen Blick zurück auf den Tafelberg, bevor wir nach dem tanken ca 13 km bis zum Flughafen fahren und unseren total verschmutzten Toyota abstellen.

Ca 1500 km hat uns dieses Fahrzeug gut über die Strassen, Pisten, durchs Wasser und über die Fähre begleitet. Doch Sandras Lieblingsauto wird es nicht, trotz Car Plays.

Navi noch abgeben dann in die Abflughalle. Eine Riesen-Schlange am Check-In. Na do viel Zeit bleibt uns nun nicht mehr. 14:10 h ist Abflug. Ich drängle mich zum Priority Schalter und der Mitarbeiter kann mich/uns nicht finden! What???? Ich beorder Sandra zu mir, sie erntet unverständliche Blicke. Das ist uns in diesem Moment herzlich egal :-).

Doch, Sandra ist gebucht. Ich nicht!!! Was ich nicht begriffen habe bei den Reisevorbereitungen ist, dass Teil 1 von einem Reisebüro gebucht war, inkl Inlandflug. Teil 2 jedoch individuell von Sandra. Diese Flüge mussten individuell von UNS jeweils gebucht werden. Fuck! Was nun???

Der Mitarbeiter war sooo freundlich. Sandra hat sich Richtung Gate bewegt. Was sollen wir beide nicht ankommen, während ich mich um einen anderen Flug Richtung Jo’burg kümmere. Die fliegen ja gefühlt 1/4 stündlich. Wir treffen uns dort. Zeit genug habe ich noch.

Zum Last-Minute Schalter. Keine Schlange. Es war immer mein Wunsch mal zum Flughafen zu fahren und einen last-Minute Flug zu buchen, egal wohin. Wieder falsch gewünscht:-))) So war das nicht auf dem Plan. Aber ich habe wieder sooooo viel Glück. Erfolgreich werde ich tatsächlich noch auf den Flug um 14:10 h gebucht obwohl Schalter schon geschlossen sind. Nun wechsel ich von Priority zum Platin-Check-In. Ist nicht anders als beim Economy, bis auf den roten Fußabtreter vor dem Schalter. Auch die Mitarbeiterin wieder super freundlich und zugewandt. Diese Erfahrung haben wir so so oft gemacht. Dienstleistungsorientiert, so wie wir es uns wünschen aber selten erleben.

Dann Beine in die Hände zum Sicherheit-Check und gleich zum Gate. Sandra ist freudig überrascht das alles so gut geklappt hat. Auch der Preis ist mehr als oK. Ca 150,- Euro. Mehr hat Sandra auch nicht bezahlt. In einer ganz neuen großen Maschine schaukeln wir wie auf dem Meer in der Luft kn knapp 2 h nach Jo’burg. Die Landung ist glücklicherweise ganz ruhig.

Sandra pickt ihr Gepäck auf, meins wurde nach Frankfurt durchgecheckt und dann checken wir gemeinsam ein und verbringen die letzten Stunden gemeinsam.

Hier noch Erdmännchen, weihnachtlich dekoriert. Die fehlen in meinen Wildbeobachtungen.

Erst Magnete und anderen Kleinkram kaufen. Die letzten Rand werden auf den Kopf gehauen. Dann, natürlich… etwas essen. Es ist schließlich 17 Uhr. Snack-Time. Hier lassen wir die schöne Zeit ein wenig Revue passieren. Zum Vergleich zeigt mir Sandra noch Kenia-Fotos von ihrem ersten Surf-Trip nach Afrika, inklusive Safari. Viel mehr Tiere gab es dort.

Gab es: das schönste? Nein!

Die Eindrücke sind es, die wir im Herzen bewahren. Fotos können mit eigenen Erlebnissen verknüpft werden. Der Geruch der Zebra-Gehege im Zoo ist doch anders als der Geruch der Steppe bei Morgengrauen. Die Freundlichkeit der Bewohner Afrikas hat uns berührt. Das Essen war wirklich bissig ganz wenige Ausnahmen einfach nur großartig. Der frische Line-Fish, die Muscheln in Wein-Sauce, das Straußen-Steak und die vielen Desserts.

Frühstück eher englisch und immer frisch zubereitet ist eher nicht unser Ding, doch kann man damit leben. Ich leide nächste Woche bestimmt an Eier-Entzug.

Der Ozean, die vielen Tiere in der Natur und nicht zu vergessen die Wal-Sichtungen.

Herzlichen Dank Sandra für die tolle Reisebegleitung, den Privatfahrer-Dienst und die gute Planung (bis auf den einen Rückflug :-)))) ).

Es hat alles so gut geklappt, die gemeinsamen Unterkünfte, die Zeitpläne, die Wünsche u.v.m. Auch individuelle Wünsche konnten erfüllt werden, für spontane Aktivitäten war Zeit und Gelegenheit. Schon bei unserer New York Tour vor 3 Jahren habe ich diesen Eindruck gewonnen und bin so gern mitgereist um neues kennen zu lernen.

Danke für die schöne Zeit und immer wieder gern, egal wohin.

Dann heisst es wirklich Abschied nehmen. Mein Lufthansa Flug startet pünktlich mit einem lauten Krachen um 19:40 h.

Wenn man genau hinsieht, erkennt man den Tafelberg.

Der Flug war verhältnismäßig ruhig. Doch nach dem vorzüglichen Service in Südafrika überall kann ich die Gäste verstehen, die behaupten, dass die Deutschen eher ruppig sind. Freundliche Worte aber die Mimik und Gestik sprechen anderes. Schade.

Meine Sitznachbarn kommen aus Göttingen, der Freund wohnt in Johannesburg und rechts ein junger 29 jährige Doktorand aus Ithaka Staat New York, an den Finger Lakes. Er ist Mykologe und beschäftigt sich neben den Pilzen mit: NEIN m, das Horrortier in der BRD dem Borkenkäfer! Auch die Reise nach Südafrika beschäftige er sich nur mit diesen possierlichen Ambrosiakäfern und Holznagern. Was es alles gibt. Ich habe wieder dazu gelernt.

Dann wird geschlafen, die Nacht wird kurz.

Die Träume werden bestimmt von den Erlebnissen der letzten beiden Wochen.

2.11.19 – Capetown – Kirstenbosch Garden – Camps Bay

5:30 h – ich werde mit der Sonne wach. Die Afrika Reise neigt sich dem Ende zu. Morgen fliegen wir zurück nach Deutschland, in die Schweiz.

Ungewöhnlich war die helle Nacht der Stadt (neudeutsch: Lichtverschmutzung) und der laute Morgen. Zwei Wochen lang hatten wir klaren, für uns ungewöhnlichen, Sternenhimmel und Dunkelheit. Auch die Stille mochte ich sehr. Zivilisation hat ihren Preis.

Für heute haben wir den Hop on-Hop off Bus geplant. Eine Runde, um die Stadt näher kennen zu lernen.

Wir wohnen südlich von der Waterfront auf dem Berg im Stadtteil Waterkant, können das Meer aus dem Zimmer jedoch nicht sehen. Doch sind wir in dem Bezirk der fröhlichen, bunten Häuser.

Im Zimmer sind etliche Kleinigkeiten, die mir auffallen und gefallen:

Die Kleiderhaken aus Holzstiften, der Porzellan Nachttisch in Form eines Fasses und die Ersatz-Klorolle im „Emergency“ Stoffbeutel. Dieses Appartement ist sehr geschmackvoll und liebevoll eingerichtet.

Sandra hat tatsächlich für alle Destinationen sehr schöne Unterkünfte gewählt. Herzlichen Dank für die Auswahl der schönen Aufenthaltsorte.

Frühstück wurde sehr gut bewertet, doch aus meiner Sicht überbewertet.

Hier liebe ich tatsächlich den Gang in die Umgebung um die Menschen zu erleben, die um mich herum leben. Zu speisen, was auf den heimischen Karten zu finden ist. Vorteil des Hotel Frühstücks ist ganz eindeutig die Schnelligkeit und das unkomplizierte Prozedere um den Tag schnell zu beginnen und den Tagesplan abzuarbeiten.

Es gibt frisches Obst, Müsli, leckeres Brot, Aufschnitt, Käse Englisches Frühstück, also alles gut. Freundlicher Service. Die Menschen um uns herum sind mit sich beschäftigt und keiner schaute nach rechts und links. Schade.

Dann „ubern“ wir ein Taxi zum botanischen Garten Kirstenbosch.

https://www.kapstadt-guide.de/kirstenbosch-botanischer-garten.html

Besonders hinweisen möchte ich auf:

Ein besonderes Erlebnis ist das Kirstenbosch Summer Sunset Concert: jeden Sonntag von 17:30 bis 18:30 Uhr gibt es in den Monaten Dezember bis März Live Musik mit der „Cape Town Philharmonie“ oder nationale Marimba-Musik. Hierbei kann man auf dem Rasen picknicken, die phantastischen Ausblicke genießen und dabei Live-Musik hören.

Diesen Tipp gab uns die Park-Führerin während der kostenfreien 1 h Führung durch den Park.

Auf unseren Reisen haben wir schon viele Parks besucht. Doch in dieser Form noch nie. Außergewöhnliche Pflanzen, klein und groß. Yellowtrees, wilde Mandeln und viele Proteas um einen Mikroeindruck zu geben. qAm Fuße des Tafelbergs liegt der Garten oft im Schatten, bzw. bekommt viel Regen mit.

Allein diese schöne Allee ist besonders. Rechts eine Palme die eine Blüte hat, die ich auch noch nie gesehen habe.

31.10.19 – Fräcke und Blicke … Pinguine und Tafelberg

Heute geht es früh raus. Ich bin schon um 5 Uhr wach. Die Sonne geht unspektakulär am Horizont vor mir im Osten auf. Ich setze mich auf unsere kleine Terrasse und warte, dass ich einen Cappuccino ordern kann.

So soll es sein. Frühstück um acht Uhr. Pünktlich um 8:30 h sitzen wir im Auto und es geht über die N2 Richtung Betty’s Bay. Hier finden wir Schilder, die uns zum Strand lenken, auf welchem wir die afrikanischen Pinguine finden.

Kaum sind wir aus dem Auto stehen wir bereits vor dem ersten befrackten kleinen lustigen Gesellen.

Ein schmaler Steg führt uns entlang der kleinen Kolonie.

Es ist mal wieder richtig windig.

Der kleine Kerl sitzt am Wegesrand und schaut uns groß an.

witzig. Der Steg ist schmal und gefühlt 300 / 500 Meter lang.

Wir haben Vergnügen daran zu beobachten wie sie eher unelegant über den Strand hoppeln. Dann hüpfen sie wie Vögel auf beiden Füßen. Es sind lustige Gesellen und so unaufgeregt. Sie stehen dort, andere picken sich, zwei schnäbeln, aber ich entdecke keinen, der baden geht. Zu kalt??? Dafür sind unter dem Holzpfad etliche, die sich vor dem Wind schützen.

Die Kinder bringen Bilder mit, oder malen ihre Lieblingstiere. Schön, Fassbier Bilder hier aufgehängt werden.

Das erste Bild mit uns und den Pinguinen.

Dann geht es weiter. Die Landschaft ist so wechselhaft bis wir in Muizenberg ankommen.

Es ist noch früh als wir im Gong House einchecken. Die Vermieterin ist super freundlich und sehr kommunikativ.

Empfehlung von ihr ist, erst auf den Tafelberg zu fahren und nicht wie geplant zum Cape of Hope. Sandra bemerkte während unserer Fahrt auch schon, dass das Wetter super ist für den Tafelberg. Klar und ruhig. Also Planänderung und los geht’s.

12:30 h stehen wir in der Line. Nach 1,5 h sind wir an dem Schild:

Links – ohne Ticket und rechts mit Ticket. Wir haben noch keine, um uns herum jedoch alle. Der Guide hat mich doch zu Anfang and Ende der Schlange verwiesen. Scheiss Organisation kann ich da nur sagen!!! Also bleibe ich wo ich bin und Sandra stellt sich in die andere Schlange.

So ziehe ich dann an ihr vorbei Richtung Bahn. Nach ca 30 Minuten hat sie die Tickets und „darf“ zu mir. Nach weiteren 20 Minuten sind wir dann endlich auf dem Weg nach oben.

Die Kapsel innen dreht sich. So sieht man einmal 360 Grad. Cool.

Oben angekommen laufen wir über den ca 1100 Meter flachen Berg. Schöne Vegetation und von Hand gemachte Betonwege führen über den Berg.

Wieder sind hier Daissies und Echsen zu sehen.

Sandra trifft zwei Kollegen aus der Klinik :-)))

Die Welt ist klein!!!! So verrückt.

Die sportliche Gruppe ist heraufgelaufen. 2 h benötigt man für einen Weg der wohl auch ausgeschrieben ist. Sandra hat im LP gelesen, dass der Weg sehr steil sei und, dass man sich leicht verlaufen würde. Daher hatte die sich dagegen entschieden. Für mich wäre das dies Jahr eh nix gewesen, mit meinem Sch… Knie. Obwohl es gut geht in düsen Wochen. Der Schmerz lässt nach :-).

Zur Stärkung nehmen wir im Café eine Suppe und Käsekuchen, trinken einen Cappuccino und stellen uns in die Schlange nach unten.

Weitere 1,5 h. Puh! Zum Glück ist das Wetter gut, Sonne, kaum Wind. Wir sind zufrieden und warten einfach ab bis wir dran sind. Ca 60 Gäste fahren in den Gondeln.

In der Abendsonne fahren wir in die Kloofs Street und bekommen nah dem Restaurant einen Parkplatz. In Capetown ein Geschenk.

Tolles Ambiente, hier könnte Jo, unser Freund gewirkt haben. Ein super Tipp von Sandras Freundin.

Endlich gibt es Strauß. Köstlich, zart mit einer passenden Soße serviert lassen wir uns diesen Genuss munden. Hmmmm

Einfach toll dieses Restaurant. Man kann so viel entdecken und bestaunen. Ein dekoratives Wimmelbild.

1.11.19 – Buntes Muizenberg – Cape of good Hope – Ankunft Capetown

6 Uhr – im Zimmer wird es hell. 12 qm hat dieser Raum. Das kleinste Zimmer welches wir auf der Reise hatten. Es hat den Charakter eines Geschwisterzimmers. Kuschelig, gemütlich, in zarten Pastellfarben.

Direkt nebenan das kleine Bad.

Heute wird Sandra auch sehr früh wach und äußert den Wunsch zum Strand zu gehen. Sehr gern! Ich bin schon fertig und so starten wir vor 7 Uhr zur aufgehenden Sonne zum Strand. Im Vorgarten blüht der Hibiskus. Wunderschöne große Blüten in mehreren Farben erfreuen das Auge in der simste her tristen Sandlandschaft.

Zum Vergleich meine Hand. Denn so große Blüten habe ich noch nie gesehen. Sandra schließt ab. Zum 3. mal – unser Zimmer, die Haustür und nun das Eingangstor vom Gong House.

Da sind wir beim Thema Sicherheit. Ich freue mich auf Deutschland! Sicher können wir uns zu jeder Tages- und Nachtzeit frei bewegen. Schließen unsere Wohnungen, Häuser ab und gut ist. Hier wird alles verrammelt und verriegelt, zum Teil haben wir es erlebt, dass um die Grundstücke Mauern, Zäune und Stromsicherungen angebracht wurden. Z.B. in Hermanus. So wollte ich nicht leben. Eingeschlossen immer mit der Angst im Nacken.

Aber heute morgen freuen wir uns auf Strandspaziergang und Sonne.

Ist doch ein Traum! Die bunten Umkleidekabine und der Sonnenaufgang. Wow!

Das Meer liegt so ruhig wie selten vor uns. Surfer sind in diesem, in die Jahre gekommenen Örtchen noch nicht im Wasser. Später sehen wir zwei Autos mit Surfbrettern vor dem Strand parken.

Wir gehen über den festen Strand und begegnen die ersten Jogger.

Blaue Jelly-Fishs, Meeresalgen so groß und fest wie kleine Bäume liegen am Strand sowie Muscheln. Die ersten Schwimmer sind im Wasser. Erfrischend! Ein Café ist bereits geöffnet und wir nehmen den frühen Cappuccino mit Blick auf das griech. gestaltete Badehaus und natürlich Meerblick.

Eine Karte der afrikanischen Surf-Points weckt Sandras Interesse. Wo man überall neben Kenia, dort war sie schon, und Südafrika noch ihrem großen Hobby, Kite-surfen nachgehen kann. Es gibt etliche Destinationen auf dem schwarzen Kontinent.

Dann auf zum Frühstück ins Gong House. Denn heute wollen wir früh los, da wir ein langes Tagesprogramm geplant haben.

28.10.19 – Windy Day – Mossel Bay – Game Drive – Botlierskop

Das Licht ist außergewöhnlich. Um 6:30 h sitze ich auf der Terrasse eingepackt wie im Winter. Vamos, der freundliche Mitarbeiter rennt überrascht an mir vorbei. Die frische Luft tut gut.

Frühstück um 8 Uhr nehmen wir heute wegen des Wetters inside!

Was ist der Plan für heute?

Mal sehen: Knysna, Wilderness, Strandspaziergang, Wanderung? Wohin der Wind uns weht.

Sandra findet diesen kleinen Vogel mit den großen Augen. Sie hat eine so gute Beobachtungsgabe. Sie ist mein Fernglas auf zwei Beinen. Bei mir müssen die Tiere auf den Schoß springen, bevor ich etwas merke.

Der erste Stopp ist in Knysna am Head mit Blick auf Lagune und Stadt. Die Farben sind beeindruckend. Die schmale Hafeneinfahrt möchte ich auf der rauhen See nicht fahren. Wir sehen kein einziges Schiff. Aber auch keinen einzigen Wal. Ab hier müssten die Wale langsam von Land aus gesichtet werden. Da ich mich sehr auf die Walbeobachtung freue, bin ich gespannt ob wir zu diesem Naturerlebnis kommen.

Nach diesem Halt besteht die Möglichkeit einen Walk entlang der Küste bis nach Knysna zu machen. Doch der Wind bläst und direkt weiter nach Wilderness.

https://de.m.wikipedia.org/wiki/Bahnstrecke_George–Knysna

Am Kaiimans River halten wir um die Eisenbahnbrücke zu sehen, die bei Hochwasser komplett im Wasser steht. Viele interessante Informationen nachzulesen für die Dampflok-Fans auf der o.g. Webseite.

Dieses Graffiti entdecke ich an dem Betonpfeiler.

In Wilderness steige ich am Strand noch nicht mal aus, da es so stark windet. Es handelt sich wohl um ein Touristenort mit mehr oder weniger großen Hotels, direkt am Strand. Sandra ist bei diesem Sturm nicht amused, und möchte lieber nach Mossel-Bay. Den im Lonley Planet beschriebenen Park finden wir etwas später. So fahren wir hin. Doch auch hier fällt eine negative Entscheidung.

In Mossel-Bay lese ich groß „Nestle“ und bin stinkig. Daher lenke ich Sandra gleich zweimal in die falsche Richtung – Sorry. Der Laden macht weltweit so viel kaputt. Macht mich echt sauer. Wirbt dann noch mit einem Vogelnest. Ne, geht gar nicht!

Dann kommen wir nach einem weiteren Verfahrer in unserer Unterkunft an. „Highview“. 10 Punkte bei Booking.com. Preis: 95 Euro 2 Traumzimmer, in einer so künstlerischen, tollen Wohnung. Uns verschlägt es die Sprache. Der Besitzer André weist uns ein und empfiehlt gleich Lokale, was wir bei dem Wind machen können und verspricht am Abend die Restroute mit uns durchzugehen.

Mein Zimmer und Bad, selbstverständlich mit Blick auf den Ozean!

So beseelt nehmen wir André’s Vorschlag an und machen noch mal einen Game Drive in einer ca 16 km privaten Lodge. Wir erhoffen uns den Blickfang Löwen und Nashörner.

Auf dem Weg erleben wir die menschliche Ampel. Wir können nicht mehr. Eine Straßenarbeiterin steht mit Walki Talki und schiebt eine gelbe Kunststoff Schranke hin und her.

Auf der Rückfahrt erleben wir das ganze dann noch mal.

Unterwegs treffen wir mal wieder auf ein Fahrzeug, in welchem der Mitarbeiter auf der Ladefläche hockt. Bei uns in Deutschland werden Sitzplätze im Auto total überbewertet. Zum Teil hängen die Menschen in den Fahrzeugen ab und schlafen.

Nun aber auf, um 15 Uhr fährt der Jeep los.

botlierskop.co.za/guided-game-drives/

Wir kommen pünktlich in der schicken Botlierskap – Lodge an und fahren mit Gästen aus Irland, England, Köln und der Schweiz in das Camp. Etwas befremdlich für mich, da ich nur das offene und weitläufige Naturschutzgebiet im Krüger kenne. Hier bestimmen Zäune wo sich welche Tiere aufhalten. Ich bin in „Juressic Park“ gefangen.

Strom überall. So fahren wir durch mehrere Tore die unter Strom stehen um ins Gelände zu kommen in welchem Löwen, Impalas und vier Elefanten leben.

Löwen sehen wir nicht. Doch die kleine Elefantenherde ist uns gnädig und wir stehen sehr nah bei Ihnen.

Wir machen eine kleine Pause, vertreten uns die Beine und kommen mit den anderen Gästen gut ins Gespräch. Unsere Guides, Silas und Na…. sind sehr offen und lachen viel. Sie können Wissenswertes zu den Tieren vermitteln und so entwickelt sich diese 3-stündige Fahrt zu einer Biologie Stunde am lebenden Objekt.

Hübsche kleine Blümchen stehen am Wegesrand. Auch ist die weiche Landschaft sehr schön. Grüne Hügel und Bergketten am Horizont. Der Wind peitscht den roten Sand oft in unseren Jeep.

Elegant und grazil steht eine Giraffenfamilie vor uns. Hier verweilen wir länger weil es schön ist die drei zu beobachten.

Dann geht es auch schon wieder zurück, ohne Löwen, Leoparden und Nashörner. Zuletzt peitscht uns der Regen auch noch in das Fahrzeug. Schnell in die Lodge. Hier bekommen wir ein warmes Getränk und heiße Waschlappen.

Es hängen Tiere an den Wänden, die hier im Park verstorben sind. Das Nashorn ist extrem groß!

Das Schild beim verlassen des Parks bringt uns zum Lachen :-))

Auf dem Rückweg, es hat aufgehört zu regnen, sehe ich am Parkrand: Nashörner!

So halten wir und beobachten diese Riesen noch eine ganzes Weile.

Lustig sind auch weitere Schilder.

Heute waren keine Schildkröten zu sichten. Das Schild hätte in den Krüger gepasst.

Der Wind und ein traumhafter Sonnenuntergang begleiten unsere Rückfahrt.

Ein bisschen Eyres Rock. Die Bergspitze in der Sonne.

Afrikanische Steppe.

Umgefallene Bäume auf der Straße. Den Baum können wir glücklicherweise umfahren und müssen nicht erst auf eine Motorsäge warten. Also sollte Rolli seine Motorsäge demnächst immer im Gepäck haben. Andere nehmen Golf Equipment mit, wir die Motorsäge. Man weiß ja nie.

Wir genießen an verschiedensten Stellen den Abendhimmel und entdecken neben vielen bunten Kühen zwei Pfauenmännchen. Leider stellen Sie den bunten Federkranz nicht auf.

Ein erfüllter Tag neigt sich dem Ende.

Wir sind im Gannet essen. Diesmal überzeugt uns die Empfehlung nicht. Nach so außergewöhnlichen Restaurants ist dies hier höchstens Mittel. Essen oK, service oK, preis-Leistung oK.

Es sind zwei große Busgruppen mit im Raum. Eine japanische und eine europäische. Die Lautstärke ist enorm.

Aber egal.

Revue passierend muss ich sagen, dass ich den Krüger schöner und beeindruckender fand. Ich verzichte auf Sichtung der big Five und komme in den Genuss von Natur pur, ohne Gitter. Heute fühlte ich schon ein wenig wie in einem riesigen Zoo. Ja, es wird mit natürlicher Umgebung gearbeitet und die Tiere müssen sich selbst ums fressen kümmern, doch gibt es nur eine von Mensch gewählte Auswahl. Auch die überall sichtbaren Zäune sind für mich befremdlich.

Dennoch ein schönes Erlebnis.

Mit den schönen Tierbildern und der Erinnerung an den Sonnenuntergang telefoniere ich mit Rolli, versuche zu lesen. Schlafe dann abermals über meinem Buch eingewickelt in eine flauschige Decke ein.

29.10.19 – Mosselbaaii – Self- Bridge – Te Hoop – Wale – Massage im Auto

Guten Morgen liebe Welt. Ich liege im Bett und denke wieder: was für eine geile Wohnung. Hier würde ich einfach einziehen! Die Kreativität der Inhaberin springt über. Will auch!!!!

So unendlich viele schöne Dinge umgeben mich hier. Bilder, Stoffe, Quilting und Keramik.

André versorgt uns noch mit letzten Tipps für die weitere Reise und verabschiedet sich von uns wie von alten Freunden. Es kommt mir auch bald so vor.

Da André und Minda in eine Künstlerstadt ziehen möchten, ist die Frage ob dieses außergewöhnliche Domizil noch lange zu buchen ist.

High-View, Mossel-Bay

Der neue Ort ist: Grayton – da sollte ich dann mal hinfahren, wenn ich mal wieder nach Südafrika kommen sollte.

https://www.google.de/search%3Fq=grayton,+S%C3%BCdafrika&ie=UTF-8&oe=UTF-8&hl=de-de&client=safari%23dest_bgc=4285F4&dest_mid=/m/09g125&fpstate=trfpi&tcfs=EhYKCS9tLzA5ZzEyNRIHR3JleXRvbigJ&trifp=cxt%253Do%2526t%253Do

Nun heißt es Abschied nehmen und frühstücken bei Carrol-Ann.

Hier treffen wir wieder auf Mindas Kunst.

Außergewöhnliche Speisen sind im Angebot. Köstlich. Ich wähle Granola, Double Cream und Fruits. Habe jedoch nicht mit der unten abgebildeten Tarte gerechnet. Toll und lecker. Müsli mal anders. Sandra nimmt Ei und Brot und Smoothie. Später noch einen Schokomuffin. So gestärkt finden wir auch einen ATM bevor wir in den Nature Park Te Hoop fahren. Heute sitzen wir viel im Auto.

Wir verlassen Mossel-Baaii. Entlang der Townships geht es zunächst wieder auf die Garden-Route, N2

Also los. Ich bin wieder das Navi. NAVIRIS heiße ich inzwischen. Sandra fährt zügig zu den von mir genannten Punkten. Es geht über Schotterpiste Richtung MALGAS. Dort gibt es eine von Hand betriebene Fähre. Sandra ist aufgeregt und etwas besorgt. Sie äußert Bedenken, dass die Überfahrt klappt, und das die Fährleute rudern müssen. Entschuldige bitte Sandra … ich bekomme bald einen Lachflash. Doch hat sie eine Erfahrung in Peru auf einem Holzbrett ähnlichem Fährgerät gemacht und ist nun in Sorge.

Die Landschaften, die wir durchfahren sind so unterschiedlich und schön, so dass wir uns kaum satt sehen.

Verfahren????? Wir stehen in Heidelberg! Wo ist bitte das Schloss? Der Necker? Bismarck-Platz, die Uni?

Schon witzig, all die deutschen, holländischen und englischen Ortsnamen. Später kommen wir noch durch Stanfort. Wieder so eine große Universitätsklinik-Stadt, wie Heidelberg. Doch nix zu sehen von Studenten.

Nach einiger Zeit sind wir dann auch an der Fähre. Wenige Häuser stehen am Breede River. Ein kleines verschlafenes Örtchen liegt vor uns.

Dann geht es rauf ins Abenteuer. Ich liebe es! Gibt es was zu erzählen 🙂

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Natürlich schafft das Holzfloss einiges. Drei Fahrzeuge fasst die Fähre. LKW’s bis 10 to ! werden transportiert.

Für die Sicherheit wird gesorgt: eine Schwimmweste, die schon etwas in die Jahre gekommen ist, und etliche Rettungsringe hängen an der Bordwand.

Ein Mechaniker ist an Bord. Drei Mitarbeiter ziehen die Fähre geschickt an einem Stahlseil über den Fluss.

Für 100 Rand (die wir freiwillig gezahlt haben) war das ein unvergessliches Erlebnis.

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Am anderen Ufer sicher angekommen sehen wir, vermutlich, die neue Fähre liegen. Orange und groß. Schade, dass es dieses Erlebnis bald in der Form nicht mehr gibt. Wieder Arbeitsplätze wegrationalisiert.

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Nach diesem abwechslungsreichen Abenteuer geht es über die Piste, die Sandra großartig meistert, „schwimmen“ wir bei 80 km/h nach Ouplass in den Nature Park: Te Hoop.

Eine Anmerkung für spätere Planungen: Ouplass mittig gesehen…

Westlich ist der Eingang nach Koppie Allen!

Östlich befinden sich die Eingänge von Vaalkranz, Lekkerwater und Hamerkop.

Eine Piste führt ca 15 km zur Riesendüne und dem Strand. Wir fahren nach Koppie Allen. Nicht weil wir wollen, sondern, weil wir es nicht besser wissen.

1/4 Tankfüllung ist noch drin und wir sind noch der Meinung, dass man alle Orte von hier erreichen kann. Tanken: hier KEINE Option. Das hätten wir in Ouplas erledigen müssen. Wird schon gut gehen.

So liegen wir entspannt in unseren komfortablen Autositzen und bekommen eine weitere kostenfreie Massage über die ausgefahrenen Schotterpisten.

Wir sind wieder auf Safari. Denn auch hier sehen wir Tiere.

Bonteboks kreuzen unseren Weg

Und mehrere Rudel Anubis-Paviane :'(ich denke, dass es die Rasse ist)

Ich bin mal wieder begeistert, dass wir überall auf Tiere in der Natur stoßen.

Bevor ich es vergesse, auf der gesamten Fahrt sehen wir riesige Herden Schafe, Kühe auch Pferde und Strauße.

Was uns erstaunt ist, dass die großen Herden in dieser kargen Landschaft überhaupt Futter finden. Es ist alles grau/gelb von der sandigen Erde und dem Stroh!! was wächst. Grüne, saftige Weiden suchen wir vergeblich.

Auf der Fahrt durch das Gelände, Eintritt muss man selbstverständlich auch zahlen, sehen wir in der Ferne die Riesendüne, die nicht betreten werden darf.

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Also, auf dem Foto, das ist nicht der Ozean, sondern Sand!

Wir kommen zum Parkplatz. Dieser ist gut gefüllt, obwohl wir auf dem Weg nur einem LKW begegnet sind. Bepackt mit Wasserflasche und Fernglas gehen wir zum Strand und wandern eine Weile, setzen uns und beobachten die Wellen. Immer in der Hoffnung Wale zu entdecken. Tatsächlich sehe ich schwarze Schatten auf und nieder. Doch nicht wirklich.

die Weite ist einfach faszinierend. Die Wellen brechen so laut, dass man kaum das eigene Wort versteht. So wandern wir durch die Landschaft und entdecken hübsche Blumen am Wegesrand und Muscheln über Muscheln. Hier wird neuer Sand produziert von den Mächten des Meeres.

Dann endlich sehen wir SIE. Die Wale! Vier zählen wir. Zwei ganz gemütliche, Riesen Baumstämme im Wasser, blasen aus, kommen und verschwinden. Weitere zwei spielen scheinbar, toben, haben ihren Spass. Oft sehen wir die Schwanzflossen aufklatschen. Es ist eine Freude. Neben uns stehen vier weitere Personen mit Fernglas und Fotoapparat auf dem Felsvorsprung und sind wie erstarrt. Es ist ein Wunder!

Ein Eindruck von dem Meer, in welchem wir die Wale ausfindig gemacht haben. Doch leider schafft das Handy es nicht, den Wal einzufangen. Aber egal – im Herzen bewahren wir diese beeindruckenden Bilder.

Irgendwann heißt es dann aber auch wieder Abschied nehmen. Das Hochwasser ist inzwischen da, so dass wir den Strandweg nicht nehmen können. Sandra wollte schon viel eher umkehren weil sie Sorge hatte, dass wir nicht zurück kommen. Doch gibt es einen Weg durch die Düne.

Beseelt kehren wir dieser phantastischen Landschaft den Rücken und fahren zum letzten Tagespunkt. L’Agulhas – dem südlichsten Punkt Afrikas.

Aber vorher müssen wir tanken. Also nach Ouplas in die Tankstelle. Drei Straßen! Und wir verfahren uns 🙂 und stehen vor der Schule. Fairerweise muss ich sagen, dass man die Tankstelle nicht direkt erkennt. Wir sind hier schließlich im Outback. Doch dann stehen wir an der Tanzsäule. Ein farbiger Mitarbeiter betankt unseren Toyota und Ei gehen diesmal mit zur Kasse, da wir noch eine Flasche Wasser kaufen möchten. Ein Laden wie im wilden Westen. Hier gibt es alles. Sprit, Öl Zigaretten. Chips, Fleisch, Getränke und Werkzeug sowie Ersatzteile für den Trecker. Während wir warten, das ein Kunde seine 50 Rollen Klopapier bezahlt unterhält sich ein weiterer mit Riesenkeilriemen über der Schulter mit einem Kumpel. Unser Tankwart rechnet über Zähler Rand genau ab.

Schade, dass ich do beeindruckt war von der Szenerie, dass ich verpasst habe ein Foto zu schießen. Wild West lässt grüßen.

Mit guten Gedanken und einem witzigen Erlebnis immGepäck geht es zurück auf die Massage-Strecke.

Wieder haben wir ein so schönes Spät-Nachmittag-Licht. Das ist hier in Afrika auch ganz besonders. Wir erreichen das Cape L’Agulas. Den südlichsten Zipfel Afrikas.

Wir kommen an und betreten die Schwelle vom indischen zum Atlantischen Ozean.

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Sandra hüpft von einem in den anderen Ozean.

Mir fliegen fast die Haare weg, so windig ist es noch immer.

Dann entdecken wir nochmals große Afrika Symbol mit den vier Himmelsrichtungen.

Die Sonne wird bald unter gehen. 80 km liegen noch vor uns. Da es nicht so toll ist im dunklen zu fahren, machen wir uns auf den Weg. Noch ein Foto vom Leuchtturm und ab die Post.

Sandra wird angestrahlt von der untergehenden Sonne während wir mal wieder 35 km Schotterpiste Richtung Elim vor uns haben.

Irgendwo regnet es mal wieder. Ein schöner Regenbogen bildet sich über der Steppe Afrikas. Es ist sogar ein Doppelbogen.

Wir fahren mit der Sonne Richtung Hermanus.

Ein hübsches Dorf durchfahren wir. Reetgedeckte Häuser, alles sauber und ordentlich. Farbige sitzen vor den Türen und grüßen uns.

Nun geht es mit den letzten Sonnenstrahlen nach Hermanus.

Wir beziehen das Zimmer im One Marine Boutique Hotel mit Blick auf den Ozean.

Sehr klein und hübsch mit liebevollen Details, wie z.B. Die Wale auf dem Bett.

Den Abschluss machen wir im Lemon Butta. Es gibt Line Fish. Von Hand geangelter Fisch nach Tagesfang. Sehr frisch und köstlich. In Hermanus dürfen wir endlich wieder zum Essen laufen. Es ist eine hübsche kleine Stadt mit netten Geschäften. So bekommen wir noch unseren Abendspaziergang. Das tut gut nach der langen Autofahrt.

Angeschmiegt an den Kuschel-Wal träumen wir uns in die Welt der Wale.

27.10.19 – Wasser marsch zum II. Storms River Kajak

Guten Morgen – Guten Morgen, guten Morgen Sonnenschein klingt es in meinen Ohren als ich mich um 6 Uhr auf unsere Terrasse setze und den Tag begrüße. Es ist noch kühl, doch die Sonne kommt. Der Blick auf die glänzende, Weite des Ozeans ist unglaublich. Es ist Ebbe. Auf der Lagune sind große Sandbänke auf denen die ersten Menschen, auch mit Hunden spazieren gehen.

Urlaub ist herrlich. 🙂

8:30 h Frühstück wie noch nie. Wir sitzen auf der schönen Terrasse mit Blick auf den Ozean- traumhaft die Berge rechts als Abgrenzung.

Fertige Müslis mit Obst, Obstteller, köstliches Roggen-Brot mit kräftiger Rinde, Gipfeli wie selten. Fest und buttrig! Dazu eine schöne Auswahl an Käse. Na dann – guten Appetit.

Gemütlich machen wir uns fertig und sind um 10:30 h auf dem Weg zum „Storms River Mouth Rest Camp.

Es ist ein Naturpark, der natürlich wieder Eintritt kostet. Mit 250 Rand pP sind wir dabei. Wir fahren hinunter zur Küste und sind geflasht von der Schönheit der taugen Küste. Die Wellen brechen über schwarze Felsen. Die Steilküste liegt direkt vor uns. Wir lauschen dem Tosen und Brausen dieser Naturgewalten.

Da ich gerade erst Irlands Westküste kennengelernt habe, erinnert mich tatsächlich vieles an die rauhe Landschaft von Moher.

Wir haben um 12 eine Kajak Tour gebucht. Der Preis für die Tour beträgt 1250 Rand pP.

Sandra ärgert sich über die Keyless Technik unseres Toyotas während ich kleine Tiere beobachte, die Ähnlichkeit mit unseren Schweizer Murmeltieren haben. Zu drollig die kleinen.

später sehen wir noch viel mehr von den Daisy’s (Klippschliefer) Ihnen.

https://de.m.wikipedia.org/wiki/Klippschliefer

Auch wachsen hier etliche Calla. Ansonsten würde ich sagen sind wir hier im Regenwald. Unendlich viele Grüntöne kann man ausmachen. Die Farbpalette in Grün ist unendlich.

Das erwartet uns bald:

Nachdem wir angekleidet werden mit Wet-Suit (ganz schön eklig, sich in einen nassen, von tausend anderen getragenen Anzug zu quetschen) (Kosten: 90 Rand, Schuhe 50 Rand) starten wir jedoch mit einer Fahrt über das offene Meer.

Da wird einen schon etwas unheimlich. Wir finden nach anfänglichen Schwierigkeiten die Linie der anderen Boote und erfreuen uns an der kostenfreien Rollercoaster Tour auf den Wellen des Ozeans, bis wir im ruhigen Bereichs des Storms sind. Schon bald sind wir unter der 9 Meter über und schwebenden und 77 Meter langen Hängebrücke.

https://de.m.wikivoyage.org/wiki/Tsitsikamma_National_Park

Im Fluss angekommen können wir tun und lassen was wir möchten, gleiten in eine Höhle und gelangen an einen Punkt an welchem wir Luftmatratzen bekommen.

Der Canyon ist atemberaubend schön. Steil über uns ragende Felsen, grün bewachsen lassen kaum Tageslicht in die Schlucht.

Das Meerwasser trifft hier auf das Süßwasser. Es ist nicht kalt. Gefühlt! Wir sind ja auch gut bepackt in den Anzügen.

Auf den Luftmatratzen geht es bis zu einer felsigen Engstelle. Manche probieren sich im Stand-Up und haben Spaß. Andere springen von ca 7 Meter hohen Felsen ins Wasser. So mutig sind Sandra und ich heute nicht. Die Haare sollen nicht nass werden – :-))))))

Dann geht es schon wieder zurück. Unser Schwimmtraining haben wir für heute gut absolviert.

An der Hängebrücke steigen wir aus den Booten nachdem wir uns gerade eingegroovt haben. Son Mist! Mit den Paddeln geht es 900 Meter durch den Urwald über einen angelegten Holzweg zurück zum Camp. Viele Stufen müßig überwinden. Warum wir nicht den kurzen Abstecher auf die Brücke machen kann ich nicht verstehen. Nach 3 Stunden Wasser- und Naturerlebnissen kommen wir wieder am Camp an.

Ich verzichte darauf den Weg ein zweites Mal zu gehen. Mein Knie macht da gewiss Theater. Aber Sandra läuft grazil wie ein Impala in 15 Minuten die Strecke und erlebt natürlich noch ein kleines Abenteuer.

Hilfsbereit wie Sie ist, macht Sandra für Touristen Fotos. Ihr Handy und die Kamera legt sie beiseite. Doch unversehens machen sich die beiden heiligen Gegenstände selbstständig und flutschen durch die Gitter hinunter. Neeeeeeiiiiiiinnnnnnnn. Fuck!!! Ins Wasser frage ich direkt entsetzt?? Nein, zum Glück steht sie noch über Felsgebiet.

Was nun? Glück im Unglück – sie liegen, wie sich später herausstellt unversehrt drei Meter auf den Felsen. So macht Sandra noch eine ungeplante Klettertour mit Unterstützung der soeben fotografierten Touris. Unversehrt kommt alles wieder auf der Brücke an. Die jungen Leute kann man auch nicht allein los schicken. :-))

Puh, das war eine große Aufregung. Diese Brücke wird Sandra niemals vergessen.

Auf diesen Schreck genehmigen wir uns erst mal einen …. Tee. :-), genießen die höher werdenden Wellen der Flut und den Sonnenschein.

Einen Mini Simba-Königsfelsen können wir direkt vor uns erkennen. Die Natur zaubert außergewöhnliche Rot- Brauntöne in die Felsen.

Dann heißt es Abschied nehmen. Doch unterwegs ist das Abend-Licht besonders. Ein kurzer Stopp ist notwendig um dies festzuhalten. Im Herzen aber auch auf der SD.

Die Blautöne der sich auf den schwarzen Felsen brechenden Wellen sind unbeschreiblich. Hier entstehen fast Tunnelwellen, so hoch sind diese.

Beseelt von den Erlebnissen des Tages fahren wir zurück ins Hotel.

Dort angekommen, wird geduscht und der Gestank der ollen Wetsuits abgewaschen. Danach gönne ich mir den Welcome Drink, Gin & pink Tonic. So lässt es sich leben.

Auf Empfehlung von Sandras Freundin speisen wir heute im Zinzi. 8km über die N2, dann noch 2 km über eine Schotterpiste (sind wir von der Safari ja gewohnt) gelangen wir zum Restaurant.

Sehr schick. Schade, dass wir es nur im Dunkeln erleben. Man soll einen traumhaften Blick von hier haben zum Meer.

liebevoll eingedeckt genießen wir die Tagesempfehlung Château Briand nachdem wir Brot mit Salsa als Vorspeise gegessen haben.

Zum Château gibt es anders als bei uns 3!!!!! Möhrchen. Das ist befremdlich. :-))) für mich, die es gewohnt ist hierzu VIEL Gemüse zu bekommen. Das Fleisch. Perfekt, zart einfach großartig!

Ein Dessert essen wir auch. Nochmal Malven-Dessert. Wenn er uns hier nicht mündet wo sonst? Es ist schon 1. klasse Gastronomie hier. Toller Service und frische Zutaten, liebevoll zubereitet.

Doch der Dessert ist ubs grundsätzlich zu süß. Überzeugt uns nicht.

Dann geht es im Regen zurück.

Satt und zufrieden löschen wir das Licht! Lassen den schönen Tag Revue passieren und ich schlafe direkt wieder über meinem Buch ein.

26.10.2019 – Wasser marsch I … Wanderung Big Tree – Nature Valley – Plettenberg Bay

5:30 h Guten Morgen Surfers Welt in JB. Ich schaue mir den traumhaften Sonnenaufgang an.

Dann erst geht der Blick zum den Surfern. Wirklich sind die ersten Surfer bereits im Wasser. Unglaublich! Ich gehe zurück ins Bett.

Wieder ist packen angesagt. Plettenberg Bay heißt unser heutiges Ziel.

Beim Frühstück erhalten wir von Kurt noch eine wirklich schöne Danke WhatsApp

Ein köstliches Frühstück im Tasty Table mit Blick auf Strand und Surfer.

Ich bleibe bei meiner Bowl mit warmen Müsli. Sandra wählt wieder Egg, Bacon und Brown Toast. Die superleckeren Torten in der Vitrine locken. So gibt es zur Tagesstärkung noch ein Stück fluffigen Möhrenkuchen.

Am Nebentisch wird gefeiert. Zur Feier des Tages gibt es eine Glitzer-Schoko-Torte. Der Wahnsinn, aber bildschön.

Zurück zum Auto tauschen wir uns noch mit Surf-Lehrer und Inhaber des Waveschule Matthew aus Essex aus.

Der Tagesablauf könnte so klingen:

6 Uhr auf der Welle reiten. Wahrscheinlich ist er einer derjenigen, die vor unserem Appartement gesehen werden. Dann duschen und 7:30 h die ersten Schüler/innen begrüßten. Von da an spielt er auf seiner Bank sitzend mit den vorbeigehenden Menschen. Heute ist es das alte Hüpfspiel auf dem Boden. Gestern war es eine Gummischlange die für Aufregung gesorgt hat. Schade, dass wir seine Idee morgen nicht mehr mitbekommen. So fängt er seine Kunden. Wie der Tag weiter verläuft weiß ich nicht. Essen – sitzen – surfen – feiern? Zum surfen beschreibt er eine Destination in Indonesien (heute Malaysia). Auch diskutieren wir kurz über den Brexit. Doch er ist weit weg aus seinem Heimatland.

Wir fahren die Garden Route N2 Richtung Westen. Wolkenverhangene Berge, alles grau in grau, die Scheibenwischer arbeiten fleißig. Die Landschaft ist hügelig und sehr grün. Wieder sind Kiefernplantagen rechts und links der N2. Zum Teil abgeholzt. So weit das Auge reicht Baumstümpfe. Diese geraden Baumstämme würden sich für den Bau von Holzhäusern eignen, so gerade sind sie. Was damit gemacht wird wissen wir nicht. Papierindustrie?

Der erste Stopp ist der „Big Tree“

https://de.m.wikivoyage.org/wiki/Tsitsikamma_National_Park

Höhe 37 Meter – 800 Jahre alt ist dieser Yellowwood Baum. Mich beeindruckt immer wieder wie alt Bäume werden können. Was sich in ihrem Leben alles ereignet hat an Weltgeschichte. USA wurde besiedelt, Apartheid in Afrika, Kriege und so vieles mehr.

Das erste mal, dass wir etliche Busse antreffen. Bus wird ausgekippt, Touris aus …. Deutschland / Sachsen … überschwemmen den Holzsteg bis zum Baum. So wandern wir zunächst durch den Regenwald. Zum Glück hat es aufgehört zu regnen. Es tröpfelt nur aus dem Blätterdach. Eine laute Kakophonie umgibt uns. Auch hier stehen alte Yellowwood Trees. Vielleicht keine 800 Jahre alt, doch auch wunderschön anzusehen. Wir üben uns im „Waldbaden“ . Ist ja gerade total angesagt in der Entspannungs Szene. Umarmen Bäume

Und haben Freude an der Natur und dem Spaziergang über die nassen Wurzeln und genießen die natürliche Ruhe. Die Farben sind kräftig und die Pilze sprießen. Die frischen, samtigen Blätter der Bäume sehen für mich aus wie Engelflügel. Sandra sieht Tänzerinnen in Ihnen.

Nach 1,5 h sind wir die 4 km lange gelbe Route gelaufen. Alle Busse sind wieder unterwegs und wir sind allein am Baum.

Im Anschluss fahren wir noch mal 1 km zurück. Die Brücke über den Storms River bietet einen beeindruckenden Blick in den tiefen Canyon. Sandra traut sich kaum hinunter zu sehen. Hier wachsen weiße große Calla. Wunderschön. Hier entdeckt Sandra die ersten F.C. Hansa Aufkleber. Sie hatte sie schon vermisst.

Canyoning müsste hier auch Spaß machen.

Weiter geht es. Denn wir wollen ja eine 22 km lange Radtour machen.

So fahren wir ins nahe Storms River und suchen in dem Kaff das vom lonely planet beschriebene Backpacker mit Rad-Verleihstation. Wir werden auch fündig. Doch überzeugt uns das Ganze gar nicht mehr. Zum einen das Naturschutzgebiet zum andern ist auch das Material nicht zu empfehlen.

Die Blue Lilies stehen hier überall. Auch die zarten Mini-Orchideen begeistern mich.

Dann fahren wir lieber weiter ins Nature Valley.

Zum zweiten Mal treffen wir auf wild lebende Affen. Bonobos? Kleine Familien laufen am Strassenrand vorbei. Die Babies auf dem Rücken.

Eine kleine Straße schlängelt sich dann hinunter zum Ocean Richtung Nature’s Valley. Links die Lagune, rechts Felsen und der Ozean , wild und blau vor uns. Die Wellen rauschen nur so auf den leeren Strand. Wir passieren eine mit Wasser überflutete Stelle. Links Lagune, rechts See. Na, ob das gut geht? Sandra fährt langsam durch und wir kommen mit Unterbodenwäsche am Strandparkplatz an und sind restlos begeistert. Traumhafte Landschaft. Die Wellen rollen mit lautem Grollen zum Strand, wo sie sanft brechen.

Wir gehen zum Ende der Lagune. Hier hat eine Vater mit seinen drei Kindern viel Spaß im einlaufenden Wasser. Einlaufendes Wasser????? Hey – gleich ist unsere Passage durch das Wasser evtl. gefährdet. Lass uns lieber noch mal in den „Ort“ fahren und von dort aus auf den Strand.

Ein Vogelschutzgebiet wird ausgewiesen. Auf dem Strand sind kleine Holzhäuschen aufgestellt mit der Bitte die Vogelbrut hier zu schützen.

Auch wachsen Pflanzen, die gelbe Blüten haben auf dem Strand. Die 5-tägige Otter-Wanderroute endet hier laut Karte offensichtlich.

Ich bin mit meiner Krücke gut unterwegs 10.000 Schritte habe ich heute schon geschafft!

Da komm ich mit meinem dritten Bein :-))

Dann machen wir uns auf den Rückweg. Sandra sitzt am Lagunenufer und reinigt die Füße.

Dieses Bild könnte auch an einem Schweizer Bergsee entstanden sein.

Nun sind wir sehr gespannt, wie die Rücktour durchs Wasser gelingt.

Doch wir lassen erst Wanderer vorbei. Fußgänger haben den Vortritt, im wahrsten Sinne des Wortes.

Wir warten das hereinfahrende Fahrzeug ab, bevor wir die Durchfahrt wagen.

Wir lachen uns kaputt! Fastet is better than slowly :-))) Das hörten wir schon auf der Safari beim durchfahren der Ramblers.

Nun hat das Auto eine Komplettwäsche erhalten.

Wir durchfahren diese Geisterstadt. Von dem Sitznachbar im Flieger erfuhren wir bereits, dass hier Ähnlichkeit mit der Riederalp-CH besteht. 50 Sesshafte und 30.000 Feriengäste die das Örtchen dann in der Saison überspülen. Wir halten Ausschau nach einem Café und werden am anderen Ende des Örtchens fündig.

Witzig ist zunächst der Baum, in welchem die Otter-Wanderer ein Souvenir hinterlassen. Neben Tellern, durchgelaufenen Nikes finde ich die gelbe Unterhose am ausgefallensten.

Hier fühle ich mich wohl. Hier habe ich den Eindruck, dass die Welt stimmt. Der Laden wird von farbigen geführt. Es ist einfach und freundlich. Wir sind willkommen und alle lächeln.

Ich bestelle Hake mit Chips. Fish and Chips hatten wir doch gerade in Irland. Lecker. Ganz frisch und gegrillt hat es mir sehr gut gemundet.

Dann gehen wir noch mal zum Strand. Hier angeln die Männer während die Frauen zusehen.

Satt sehen können wir uns nicht. Doch ist es Zeit weiter zu reisen.

Doch auf der Rückfahrt erleben wir so eine schöne, urwaldähnliche Landschaft, so dass wir anhalten.

Wir sind echt baff. So viele alte Bäume, den Ozean im Hintergrund – wow!

Leider kommt die Schönheit dieses Ortes nicht annähernd auf Fotos zu ihrem Recht. Für alle, die das mögen: hinfahren und selber schauen!

Wir trennen uns und sind bald in Plettenberg Bay. Kommen an einer Ziegelei vorbei und kreuzen noch etliche River mit Ausblicken, die atemberaubende Aussichten bieten.

Dieser Ausblick gehört für zwei Tage uns! Wir nächtigen im La Vista hoch über dem Ozean. Plettenberg Bay ist eine sehr moderne Stadt und besteht offensichtlich aus vielen Bergen und Hügeln. Es ist sehr grün und sauber. Schicke Häuser, Villen um uns herum.

Ein tolles Zimmer hat Sandra ausgewählt.

Auch das Bad lässt keine Wünsche offen. 2 Duschköpfe, so dass man ggf gemeinsam duschen könnte. Zimmer No 5 ist das unsere.

Wir kommen an und ein freundlicher Mitarbeiter erklärt uns in epischer Breite das Haus, die Nutzung aller Einrichtungen und gibt Empfehlungen für das Abendessen. „The FAT Fish“ haben wir schon mehrfach empfohlen bekommen. Also zur Harbour-Kante zum speisen.

Wir entscheiden uns für eine Fisch-Platte zu zweit. Richtige Entscheidung.

Muscheln in Weißwein Sauce. Großartig! Line Fish, Prawns und Mini-Calamari. Dazu Reis, Gemüse, Garlic Sauce und zuletzt eine schärfere Cocktail-Sauce.

An sich waren wir platt. Doch wer uns kennt weiß: Nachtisch Karte ist wichtig.

Ich entscheide mich für Eis mit Karamell, Espresso und Cones. Sandra wählt Rosa Merengue mit Cream, Eis und Obst und erhält einen “ Pilates“ Berg. :-))

Das Essen ist unvergleichlich. Top Qualität und top Service. Preis auch oK. Mit Wein 900 Rand (65,- Euro)

Der Parkplatzwächter nimmt noch seine 2 Rand und will uns beim ausparken auf dem leeren Parkplatz unterstützen. Wir schaffen das allein.

So gut gesättigt fahren wir durch die inzwischen wie ausgestorben daliegende Stadt auf unseren Berg.

Den Blick in die unter uns liegende Bucht genießen wir noch einen Moment und fallen dann mit guten Träumen in das weiche Bett.

Mein Traum dreht sich gewiss um die schönen Landschaften heute. Auch die Natürlichkeit im Nature’s Valley (wie vor 35 Jahren in Puerto Rico, Gran Canaria). Es wäre sehr schön, wenn dieser Ort noch länger seine Beschaulichkeit erhalten würde. Bislang war es mein Highlight Tag.

25.10.19 – Jeffreys Bay – surfen and more – Kabeljous – Paradies Beach

6 Uhr – Safari Time. Ich habe sehr gut geschlafen. Die Sonne weckt mich und der Blick aus dem Fenster ist berauschend.

Ich kann es nicht glauben. Liege in den weichen Federn den indischen Ozean direkt vor der Nase. Awesome!!!

Nachdem ich mich aus dem Plümmo herausgeschält habe, schaue ich aus dem Fenster und sehe keinen Fliegenschiss auf der Scheibe sondern tatsächlich schon die ersten Surfer IM Wasser. Einer geht mit seinem Board die Straße zum Ocean hinunter.

Ich höre es klappern. Auch Sandra ist schon wach. Sie setzt sich direkt auf die Terrasse und schaut den Surfern zu, wie sie die Wellen reiten.

Unser Mitbewohner Bruce sitzt auch wenig später bereits mit Fernglas in der Pergola und grüßt freundlich. Er ist ein „alter Hippi-Surfer“. Grauer Bart bis auf die Brust, Hut auf, orangefarbene Leinenpumphose, Flip-Flops! Witziger Typ.

Dann geht es unter die Dusche. Hurra. Wasser fließt normal, heiß aus dem ordentlichen Duschkopf. Hier gibt es „Hansgrohe“ Armaturen. Derweil habe ich hier unten schon sehr viel „Grohe“ entdeckt. Immer wieder ein Stück Heimat in der Ferne.

Nachdem wir so frisch und schick sind, fahren wir zum Frühstück ins Tasty Table Café. Endlich Müsli Frühstück und perfekter Cappuccino. Hmmmmm

So viele liebevolle Details umgeben uns hier, so dass wir uns nicht satt sehen können doch satt essen schaffen wir.

Allein der Weg ins Café ist mit Herzen bemalt. Sandra freut sich sehr über das freundliche „Grüezi“ über der Theke.

Mich begeistern die vielen unterschiedlichen Girlanden. Mit alten Bücherblättern, gehäkelte Ketten, z.B. mit Herzmotiven oder kleine „Topflappen“ mit Herzen. Ganz zu schweigen von den netten Texten an den Wänden.

Während ich hier sitze und gleich zu Sandra an den Strand gehe, wo sie zum ersten Mal surft

steht plötzlich und total unerwartet jemand vor mir:

Steffi iiiiiiiiii – was machst du denn hier?????

Awesome!!!!!!!

Was für ein Zufall. Ich zahle und treffe die vier draußen. Sie frühstücken hier und wohnen Nähe Port Elisabeth bei Freunden aus Iserlohn die sich dort niedergelassen haben.

Wolfgang, Leonie, Steffi, Lennart und ich! Echt verrückt! Die Welt ist mal wieder Mega klein.

Während Sandra ihre ersten Versuche auf dem Surfbrett startet,

quatsche ich mit den vieren und wir tauschen uns über unsere bisherigen Erlebnisse aus. Steffi und Co reisen morgen wieder Richtung Heimat.

Wir verabschieden uns – auf Wiedersehen in Iserlohn – und nun endlich gehe ich ins Wasser und sehe Sandra zu, welche Erfolge sie inzwischen erzielt hat.

Voller Stolz kommt sie nach zwei Stunden aus dem Wasser und ist erschöpft von der muskelzehrenden sportlichen Betätigung.

Wir sind übrigens am Dolphins Beach. Total hübscher Badeort, ein wenig freeky. Es laufen oder sitzen schon verrückte Typen unterwegs herum.

Nach der Dusche machen wir uns erst auf den Weg ins Surf Village. Alle namhaften Bekleidungshersteller sind hier vertreten. Billabong, Rip Curl und etliche mehr haben hier schöne Shops. Wir probieren Bikinis und Badeanzüge, werden jedoch nicht fündig.

Nach den Anstrengungen brauchen wir ein kleines Dinner. Es ist auch schon 14 Uhr.

Fündig werden wir in einer Kaffee-Rösterei. Eine tolle Tomatensuppe wird uns von einer sehr sehr freundlichen und bildhübschen Mitarbeiterin serviert. Heute ist für mich fleischfrei und ich esse Falafel-Waffle mit Avocado. Natürlich mit einem sehr guten Cappuccino.

In der Stadt begeistern mich mal wieder die vielen, liebevoll gestalteten Graffiti. Überall begegnen uns in der sauberen Staft für Wandbilder. Ganze Gebäude sind bemalt.

Gesättigt und voller Tatendrang fahren wir zum anderen Ende von JB zur Lagune nach Kabeljous.

Kaum eine Menschenseele am Strand. Unglaublich! Im Wasser niemand, am Strand treffen sich die Angler.

Mit kleinen Wagen fahren sie zum Strand. Kühlbox und Angelbox im Gepäck. Riesig lange Angeln stehen gespannt in Metallzylindern und warten auf reichen Fang.

Die Weite dieser Sandbank macht Lust auf witzige Fotos.

Auf der Suche nach einem von Kurt empfohlenen Wasserfall. Doch auch auf dem Bild des Naturschutzparks ist kein Wasserfall eingezeichnet. Dort soll man sich von einer Liane in einen Pool stürzen können.

Was nun – zurück über die Straße am Beach zum anderen Ende zum Paradies Beach.

Auf dem Weg dorthin philosophieren wir über die schwarzen Bewohner JBs. Wo die wohl wohnen? Denn in den Gebieten, in welchen wir bislang waren, sieht man nur Weiße. Sowohl im Service (ausgenommen Kaffee-Rösterei) als auch in den Geschäften. Auf der Straße verrichten die Farbigen Kehrdienste, Reinigungsarbeiten in Läden und darum herum. In Bauarbeiterkleidung oder Sicherheitskleidung finden wir auch viele. Etliche stehen in Gruppen oder sitzen in Gruppen herum. Was ist das?

Wir fahren bis zum Ende der Strandstrasse und sind plötzlich im Township.

Geteerte Straßen werden zu Schotterpisten.

Das kann’s doch nicht sein. Keine 500 Meter und andere Welt. Dreck überall! Der Müll fliegt umher, die Plastiktüten fliegen herum. Menschen und Kinder sind auf den Straßen reden und spielen miteinander. Wohngebiet. Hier findet man Häuschen und das Gebiet wird ausgebaut. Weitere kleine Steinhäuser sind im Bau. Ich erinnere mich an die kleinen, einfachen Häuser in Sri Lanka von Lutz Malaschöwski.

Wir sind entsetzt. Zwei Welten so dicht beieinander.

Mit fiesen Gedanken erreichen wir einen Ort, der scheinbar überwiegend als Wochenend Domizil genutzt wird. Kein Mensch auf der Straße, Häuser groß, schick derzeit scheinbar leer.

Zum Paradies Beach fährt man über eine Brücke über die Lagune. Rechts die kleinen weißen Flamingos und Berge im Hintergrund und links der Ozean. Der Strand ist naturbelassen. Stöckchen und Muscheln findet man hier. Wie wir später hören, ist dies auch Surf-Revier. Die Häuser sind bis an den Strand gebaut. Traumhafter Blick! Sandra sichtet ein Schild am Ausgang mit dem Hinweis, dass sich hier wohl ein Naturschutzgebiet befindet, in welchem man auch etliche Wildtiere sieht.

Zurück über die Brücke, rechts weiter an der Küstenstraße entlang. Autos stehen am Strand. Wir fahren auch drauf.

Hier machen wir noch lustige Sprungfotos. Ich bin raus – Knie :-)))

Auf der weiteren Fahrt finden wir noch ein Restaurant am Ende einer Sackgasse direkt am Strand. Leider sind wir weder durstig noch hungrig. Es sieht toll aus. Auf dem Weg dorthin säumt eine Palmenallee den Weg.

Nun zurück ins Surf View.

Auf der linken Seite fahren wir über die mit Türmchen gestalteten Brücke. Eingezäunt liegt die luxuriöse Marina Martinique rechts. Vor uns direkt angrenzend das Township mit Wellblechhütten. Krasser geht’s nimmer.

In der Marina kein Mensch zu sehen, außer Zaun, verrammelte Tore und Sicherheitskräfte. Im Township Menschen, die hin und her wuseln, Kinder die spielen, mit Gocarts fahren und Spaß haben.

In was für einer Welt sind wir.

Gedankenverloren fahren wir für wenigen Kilometern zum Surf View und genießen den Blick aufs Meer und den Sundowner mit den unermüdlichen Surfern.

Die Wellen werden geritten bis die Sonne versinkt.

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von Kurt bekommen wir noch eine Papaya geschenkt und lassen uns diese schmecken.

Vor unserer Haustür reifen noch mehr.

Dann werden wir von Marcel aus Zürich (seit 7 Jahren in JB surfend und mit eigenem kleinen Business hier lebend) abgeholt. So können wir beruhigt ein Glas Wein trinken. Wir essen wieder im Kitchens Window und werden wie alte Stammgäste sehr freundlich begrüßt. (PS sich hier nur weiße, Personal und Gäste, seltsam. Doch später sehe ich drei farbige)

Wir speisen wieder vorzüglich. Wir teilen uns einen köstlichen Gemüsesalat und Foccaccia, dann gibt es ein kleines „Matterhorn“ und ich habe Mini- Calamari asiatisch mit Ingwer. Zuletzt Cheescake with Cream. So gesättigt werden wir von Marcel mit anderen deutschen Gästen aus Münster und Berlin zur Wohnung gefahren. Toller Service vom Restaurant.

Dann heißt es gute Nacht und schlaf gut.