21.09.2021 Paris / Christo Tag 2 / Monet

Früh auf ist nicht das Problem. Tee kochen, duschen, Rucksack für den Tag packen und endlich geht es los. 8:15 h bin ich unterwegs. Die Sonne steht schon am Himmel und taucht das Kunstwerk in Gold. Es ist traumhaft.

Christo verhüllt heute in Gold

Das ist genau das, was ich so an den Christos Kunstwerken liebe. Zu jeder Tageszeit, Wetter abhängig reflektiert der Stoff und taucht die Installation in andere Farben. Im Verlauf meines Besuchs wirkt es erst Gold, dann reinweiss an vielen Stellen bläulich. Nicht zu vergessen das ROT der 7000 Meter Tauwerk. Auch heute bin ich so beeindruckt von dem Kunstwerk. Ich laufe drumherum, mache wieder gefühlt 300 Fotos und quatsche mit Volunteers und Besuchern.

Hier mal reinweiss
Das klare Rot der Taue
Das blau möchte ich nicht vorenthalten
Und am Abend mit Beleuchtung

Heute sprachen mich drei außergewöhnliche, junge Volunteers an. Eine Kolumbianerin, die auf dem Goethe Institut deutsch gelernt hat, ein junger Mann aus Lübeck, der in der Abschlussphase des Aufbaus noch auf dem Dach !!! den rein silberfarbenen Stoff zusammen genäht hat. Der Stoff hat auf dem Dach andere Bedürfnisse, da man darauf laufen kann. Der junge Mann kennt die Inhaber des Stoffhersteller / Näher (geo- Die Luftwerker) aus Lübeck und hat schon den Nähprozess verfolgen können. Die beiden Volunteers sind die ganze Zeit der Verhüllung mit dabei. Dienstbeginn in der Morgenschicht ab 6:30 h. Eine dritte, Pariserin sprach mich dann auch noch an. Kalt ist es den jungen Leuten in den Kleidungsstücken, welche von Issey Miyake designed worden sind. Schwarze Hose, Oberteile in blau/tot oder weiß/ (ah. Französische Flagge) Jacke, mit dem Arc de Triomphe und natürlich mit Tasche für die Stoffstückchen. Schick! http://www.2121designsight.jp/en/program/candj/index.html Die Guides sind sehr stolz auf ihre Tätigkeit.

Ein Guide im Issey Miyake Outfit

Auch zu anderen Besuchern habe ich einen guten Draht. Wir fotografieren uns gegenseitig. Kindergruppen sind hier, Künstler, die auf dem Boden hocken und zeichnen. Es ist so spannend. Es wird Yoga praktiziert, Fotografen sind in den unterschiedlichsten Stellungen am Objekt, Selfies und alle mit einem Happy smile auf den Lippen. Ich kann nur immer wieder sagen, eine außergewöhnliche und elektrisierende Stimmung.

Junge Künstler in Action
Yoga Übung vor dem Kunstwerk

Nun Frühstück. Ich gehe in die Brasserie Cristal. Humane Preise UND Blick auf den Triumphbogen.

Frühstück im Cristal – typisch, köstliches Baguette und frischer buttriger Croissant und immer den Blick auf den Triumphbogen

Der Tag muss ja auch noch geplant werden. Monet steht noch auf dem Plan. Suchen – schauen – online buchen. Etwas Zeit bleibt noch. Ich überlege dass ich laufe um noch etwas von Paris zu sehen. Im Stadtplan sehe ich die Ave Foch mit breiten Grünstreifen. Park? Weit gefehlt. Hundekackwiese, Trampelpfad. Keine gute Idee. Ich bin froh als ich am Musée Marmottan Monet ankomme. Der Weg ist nicht empfehlenswert. Hurra, ich habe ein online Ticket. Vorbei an der langen Schlange, Impfpass zeigen, Maske, Band abgerissen. Diese shit Dinger! Muß neue haben. Dann auf in das reizvolle alte, barocke Gebäude.

Musée Marmottan Monet
Parc Foch – lohnt GAR nicht – für Hunde oK / sonst Brrrrr

Im Museum findet man neben den wunderschönen Monet Bilder auch eine Dauerausstellung. Hier begeisterte mich die Frau von Eugene Manet: Berthe Morisot. Auch von der künstlerisch begabten Tochter hängen Bilder. Hurra Frauen!!!! https://de.m.wikipedia.org/wiki/Berthe_Morisot

Eine weitere junge Künstlerin versucht sich erfolgreich in „Monet vs Vicky Colombet“. sehr abstrakt, daher nicht mein Geschmack.

https://www.vickycolombet.com/mybio
Miniauswahl der Monet Bilder

https://de.m.wikipedia.org/wiki/Peder_Severin_Kr%C3%B8yer Die mich kennen, wissen, dass ich reale Kunst (bis auf Christo 🙂 Graffitis und Bildhauer) sehr schätze. So haben mich die Bilder des dänische Künstlers Peder Severin Kroyder wirklich begeistert. Diese Farben sind vergleichbar mit Casper David Friedrich und die realitätsnähe von Gerhard Richter. Die Bilder haben mich sehr berührt.

Diese Szene strahlt soviel Ruhe und Gelassenheit aus.
So wirklichkeitsnah! Ich hätte am Strand mitlaufen können.

Nach zwei Stunden war ich übervoll mit gemalten Werken und Kunstgegenständen. Ich nehme neben einem Seerosenbild die beiden Damen am Strand von Kroyder „mit“. Da man sich unmöglich alles behalten kann, habe ich mir angewöhnt nur ein max. zwei Bilder im Gedächtnis zu behalten um mich an die Ausstellung erinnern zu können. Klappt ganz gut.

Monet – Die zarten rose und gelben Seerosen / Kroyder Sommerabend am Skagener Südstrand

So erfüllt gehe ich in den Park und setze mich auf eine Bank und sehe Kindern zu, welche mit großer Freude auf einem alten, schrammeligen Pferde-Karussell ihre Runden drehen. Es muss nicht immer das Neueste sein. Die Betreiber sind sehr freundlich zu den Kindern und auch zu den Erwachsenen. Immer ein Wort zu den Besuchern. Witzig fand ich das. Nachdem ich mich ein wenig ausgeruht habe wollte ich doch unbedingt noch die Seine sehen. Also auf!

Oldtimer – Karussell

Der Arc de Triomphe & Christo

Mal checken woher der Hase läuft. Ich gehe durch ein hübsches Viertel und lande an der Seine. Doch was ist das? Freiheitsstatue auf der Seine Insel??? wie ich in Erfahrung bringen kann war DIE Freiheitsstatue „Miss Liberty“ ein Geschenk der Franzosen 1886 an die Amerikaner (La Liberté éclairant le monde) . Das Original stammt von Frédéric-Auguste Bartholdi. Daher befanden sich die Original Abgußformen noch in Frankreich. So wurde die Statue 1986 an dieser Stelle auf der Seine Insel in kleinerer Form aufgestellt.

Freiheitsstatue in Paris

Endlich etwas Ruhe, keine Autos und viele Schiffe. Ich sehe Hausboote. Ja bin ich in Holland? Mit Blümchen und netter Deko. Vielleicht günstiger zu wohnen als in der City.

Hausboote auf der Seine wie in Holland

Meine Wanderung führt über den Tour de Eiffel Anleger über Trocadero rauf zum Arc de Triumphe. Meine Füße schmerzen als ich oben ankomme. Nun habe ich mein Glas Wein und das Abendessen echt verdient!

Da reiten wir im Galopp zum Tour de Eiffel
Instagram lässt grüßen
Vom Sonnenuntergang bis zum Dessert

Erschöpft, mit über 21000 Schritten auf dem Zähler falle ich ins Bett und freue mich auf morgen.

22.09.2021 Paris Tag 3 – Christo und Local Guide Ellen (Paris-Greeter)

Früh aufstehen, einen Tee trinken, die Zeitung online lesen, so starte ich gern in den Tag. Dann juckt es mich wieder. Um ca. 7:30 h geht die Sonne auf. Also auf in den Tag. Was steht an? Christo – natürlich :-)) Um 11:15 h treffe ich Ellen Berger von den Paris-Greeters. Dann sehe ich weiter.

Sonnenaufgang, keine Wolke, Spaß

So quatsche ich wieder mit den Volunteers. Sie erfüllen meine Fotowünsche. Ich bin mal wieder überrascht mit welcher Begeisterung sie bei der Sache sind. Super!!! Nachdem ich diese Stimmung in mir aufgesogen habe, zieht es mich wie ein Magnet zum Café Le Cristal. Dort ist wieder ein Platz in der Sonne mit Blick auf den Triumphbogen frei. Wie bestellt. :-))

Das ist life / live plus plus 🙂

Da ich pünktlich vor Ort sein möchte, fahre ich mit der Metro Richtung Eiffelturm. Es ist sehr zeitig und so gönne ich mir noch einen Café au lait für 5,20 Euro. Die spinnen, die Pariser. Mein Papa dreht sich im Grab um bei den Preisen. Ich stelle mir als Knigge Trainerin die Frage (Schubladendenken): wie sieht eine Ellen Berger aus? Alt, jung, warum lebt sie Paris, wie lange? Viele Fragen. Wir winken uns über die Straße zu. Sie ist eher klein, Mitte 70 (wie ich später erfahre) und Pariserin. Der Name Berger (Übersetzung: Schäfer) ist hier häufig. Sie hat als Übersetzerin – deutsch / englisch / französisch – freiberuflich u.a. drei Jahre in Hamburg gearbeitet. Eine sehr nette flotte Dame. Sie zeigt mir ihr 7. Arrondissement rund um (nicht auf) den Eiffelturm. Für mich ist alles ganz neu und ich freue mich. Start ist die Miltitärschule, dann geht es kreuz und quer durch das typisch französische Viertel. Wir kaufen Brot, köstlich aussehende Törtchen mit Himbeeren und Feigen, verschiedene Käsesorten hat Ellen mitgebracht. So wandern wir durch kleine Parks, wunderschönen, architektonisch interessanten Häusern. Hier eine kleine Info: die Häuser wurden um 1900 erbaut. Der Krieg hat hier wenig Schaden angerichtet. Bis auf die Einschusslöcher, die man auch während der Restaurierung erhalten hat, sieht man Kleintiere im Stein. Muscheln, Schnecken usw. die Architekten und Steinmetze haben sich meist mit Baujahr auf den Fassaden verewigt.

Militärschule in Sichtachse zum Eiffelturm
Einschusslöcher aus dem Weltkrieg und kleine Einschlüsse von Muscheln / Schnecken.

Anders als in England-London / Berlin gibt es hier keine Minigärtchen hinter dem Haus. Auch nur wenige Parks, Gärten finde ich. Für Kinder eine Katastrophe. Oftmals sehen wir Nannys vorwiegend mit dunkler Hautfarbe, die mit Klein-Kindern durch die Straßen fahren. Sie treffen sich auf den Spielplätzen. Mir erscheint Paris in den Ecken, wo ich aufhalte sauber. Doch da widerspricht Ellen kategorisch.

Heller Stein aus der Gegend und französische kleine Balkone wohin der Blick auch geht.

Wir gehen an ihrem Zuhause vorbei und landen zum Picknick im Garten des Museums für „indigene Kunst“. Museum Quai Branly, Jaques Chirac – 37 quai Branly, 75007 Paris Frankreich Ein unglaublich interessantes, kubisches, mit Grün bewachsenen Wänden. Vor allem aber: endlich ein zauberhafter, kleiner Garten mit Sitzmöglichkeiten und einem Brunnen mit Trinkwasser. Der Mitarbeiter im Café war sehr stoffelig. Zur Toilette durften wir NICHT! Aber wir haben diese Auszeit mit den Köstlichkeiten sehr genossen. Himbeertörtchen, Baguette, Käse, Schinken – hmmmmm

Genuss im Museumsgarten mit Ellen Berger. Um uns herum ganz viele Gräser und Bambus

Abschließend waren wir am Invalidendom (Eintritt 15-20,- Euro). Reingegangen sind wir nicht. Der Dom ist zweigeteilt. Vom Exerzierplatz, an welchem heute gefühlt Hundertschaften Polizei mit MPs im Anschlag marschieren. Wir gehen vorsichtig vorbei in den dort liegenden Domteil – kostenfrei!

Napoleon Bonaparte lassen wir in Ruhe in seiner Gruft ruhen. Wir werfen einen Blick in den für uns nicht zugänglichen Domteil (da nicht bezahlt) und setzen uns in die Sonne und lassen den Tag nochmal Revue passieren. Ich bedanke mich für die außergewöhnliche Gastfreundschaft und Führung mit den vielen Eindrücken. Markt mit Köstlichkeiten aus der Region, Architektur mit den unterschiedlichen Stilen Art Deco, Jugendstil, Architekt Haussmann. Man nannte die Zeit: Belle Epoche. Warum gibt es keine Graffitis hier frage ich noch. Das wünschen die Bewohner nicht. Häh?? Komische Antwort. Aber tatsächlich ist hier nichts!!!! beschmiert. Zum einen wird es hoch bestraft Wände zu besudeln und zum anderen gibt es Arrondissements wo sich niemand dran stört. Da sieht man dann mehr. Ich habe in diesem Revier nur etwas an einem Bauzaun gesehen.

Bauzaun Graffiti
Strassenpoesie – Love it

Wir sagen schon mal tschüss und danke für die Zeit. Denn nun fahren wir mit dem Bus zurück. Heißt, wenn einer kommt. Tatsächlich wandern wir von Station zu Station, da wir nicht im Wartehäuschen bleiben wollen und zu guter letzt ist Ellen zuhause angekommen und ich hechte in den Bus. So konnten wir uns nur noch zuwinken. Den Spaziergang mit einer Bewohnerin kann ich nur empfehlen. https://greeters.paris/en/. Ich komme geschafft – wieder über 20000 Schritte :-))) wieder am Arc de Triomphe an und gehe natürlich nochmal zum Platz, wandere ein wenig umher und kehre in mein „Stammlokal“ „Le Cristal“ ein. Christo am Abend ist zauberhaft. Das Wetter so mild, dass man wunderbar die Luft draußen genießen kann. Der Kellner kennt mich schon :-))) . Ein Glas Sancerre bitte. Mein Nachbarn bekommen ein Enten Gericht serviert, welches mir das Wasser im Mund zusammen laufen lässt. Das bestelle ich auch. In Wein und Gewürzen eingelegte Entenkeule (Mini) und Kartoffelecken dazu. Sehr lecker. Der Tag war so ausgefüllt, so dass ich gut gesättigt, etwas strubbelig im Kopf Zähne putze uns ins Bett plumpse. Bon nuit Paris.

Am Abend in pink
Le Cristal in Sonnenuntergang
Ave le grand Armee am Abend

20.09.2021 – Christo in Paris – Arc de Triomphe

https://www.zdf.de/nachrichten/panorama/paris-triumphbogen-christo-verhuellung-100.html

Ich bin soooo aufgeregt. Mein Lieblings Künstler und seine letzte Verhüllung des großartigen Bauwerkes. Nichts war ihm zu klein oder zu groß! nach Oberhausen – New York – Iseo See – London nun PARIS. Frisch gebucht ist bald gefahren. So geht es am Montag, 20.09.21 mit dem Thalys ab Köln über Brüssel nach Paris zum Gare Du Nord.

Doch der Reihe nach. Unser Bau steht kurz vor Vollbesetzung, Einzüge, Reklamationen, Aussperrung (Rolli 3 x :-)), Putzaktionen und und und. Thilo und Kendra ziehen mit Eméa nach Letmathe, Ginas und Fabis Baby macht sich auf den Weg. Da denke ich: nix wie weg hier. Erstmal ohmmmmmmm.

Hier ein kleines Ohm- erst mal erden und Kraft sammeln.

Früh fahre ich mit Doro und Putzeimer nach Letmathe, Einweisung. Zuhause berichtet Rolli, dass die Maler noch etwas brauchen. Also die letzten Sachen in den Rucksack geschmissen und auf. Handwerker erledigt, bringt er mich sehr zeitig zum Zug nach Hagen. Zum Glück!!!! Denn mein gebuchter Zug fällt aus, obwohl der Streik vorbei ist. Es fährt noch eine R-Linie – jetzt sofort. Nehm ich.

Pünktlich lande ich in Köln und kann noch einen Espresso trinken, bevor ich in den Zug nach Paris steige. Der Thalys ist sehr komfortabel. Weiche, weinrote Polster-Sitze lassen die 3 stündige Fahrt schnell vergehen. Angekommen am Bahnhof kaufe ich als erstes für die Woche eine Navigo Decouverte (Wochenkarte, 5 Euro für die Karte, ein Passfoto – Kosten: 22,80 Euro für die Woche). Erst geht es mit der Metro 4 eine Station dann no 2 Richtung Triumphbogen.

Mein allererster Blick auf das Christo Kunstwerk.

Nachdem ich den ersten Kunst Hunger gestillt habe und ein wenig um das Bauwerk aus Entfernung geschlendert bin, mein erstes Stück Stoff in Silber und blau geschenkt bekommen habe, ziehe ich in mein Appartement, gebucht bei AirB&B. Ganz nah am Triumphbogen.

Zwei hintereinander liegende Türen mit separaten Codes müssen geöffnet werden, einen Briefkasten Schlüssel aus dem Briefschlitz angeln. Diesen wiederum brauche ich um den Schlüsselkasten im Briefkasten zu öffnen: Nach dem „Escape-Room“ Feeling – Enttäuschung. Zimmer (9 qm) im EG. Fenster kann man nach außen nicht öffnen. Den Innenflügel schon. Nach draußen alles verrammelt und verriegelt. Ich sehe den Himmel nicht!!! Geräusche höre ich vielfältig. Denn ich wohne direkt auf einer Hauptstraße 🙂 . Aber hier wird nicht gemeckert. Doch mein Plan, gemütlich zu sitzen und zu schreiben, ggf mit Blick auf den Triumphbogen geht bedauerlicherweise nicht auf. Die Bilder im Netz täuschen leider. Das Wetter ist gut, ich gehe raus. Dafür ist Paris wie geschaffen.

Hallo Paris – Christo der Triumphbogen ist wichtig, nicht das Zimmer:-))

Auspacken, dann noch mal raus. Auf dem Platz war ich in null komma nichts. Es sind keine wartenden Gäste. Impfbuch-Check / Taschen-Check und schon stehe ich auf dem Platz mit vielen anderen begeisterten Kunstfreunden, Neugierigen, Fotografen und verrückten.

Der Eingang

Nachdem ich mir den ersten Eindruck verschafft habe, wollte ich rauf. 50 Meter hoch ist der Bogen. Eintritt war flugs online gebucht und statt Tagesschau sehe ich mir Paris um 20:15 h von oben an. Eine Wendeltreppe führt in den Himmel. Mir wird schon ganz schwindelig. Weit oben ist noch eine kleine Ausstellung.

Wendeltreppe zur kleinen Ausstellung im Arc de Triompfe

Eine kleine Video Biografie von Christo sehe ich mir noch an, bevor ich auf das Dach klettere. Es ist überwältigend. Die Nacht, die Lichter, der Eiffelturm, Sacre Coeur und nicht zuletzt die vollen sternförmigen Straßen, die sich alle auf den Place Charles de Gaulle ergießen um auf anderen Straßen wieder ausgespuckt zu werden. Der Verkehr ist verrückt. Auch hier oben spürt man die pulsierende Stadt. Der Stoff ist nur silbern auf dem wir laufen. Der gesamte Bereich ist verpackt. Viele deutsche Stimmen sind zu hören. Jede volle Stunde blinkt der Eiffelturm wie in Disney-World. Kitsch pur.

Stoff silbern/grau – Tour de Eiffel

Hin und her bin ich gelaufen, Lichter geschaut, Verkehrsgeräusche gelauscht, die herabsenkende Nacht beobachtet. Die Temperatur ist angenehm frisch aber nicht kalt. Mich fröstelte eher die Atmosphäre. Vor allem als sich der Vollmond noch durch die Wolkendecke voll und rund schiebt. A Magic Moment!

Ein magischer Moment – mit dem Vollmond im Hintergrund.
Kitsch pur – Eiffelturm blinkt wie im Disney Land

Nun habe ich genug erlebt für heute. Müde falle ich gegen 23 Uhr ins Bett bis mich Rolli noch anruft. kommt das Baby? Nein, Thilo hat gerade mit einigen Helferlein den LKW ausgeladen und nun kommen die beiden bei einer Dose Bier auch zum Feierabend. Bon nuit.

01.08.2021 – Schweizer Nationalfeiertag in Hamburg mit Bettina

Frisch geduscht, munter starten wir mit Müsli und Schale Kaffee in den Tag. Heute ist der Nationalfeiertag in der Schweiz.

Schoggi – rot weiß

Mit dem Schweizer Verein in Hamburg starten wir heute zu einer Führung durch den Ohlsdorfer Parkfriedhof. gut, dass ich meinen Regenmantel dabei habe, diesen habe ich heute öfter kurz gebraucht. Zwei Gruppen laufen durch einen Mini kleinen Teil des alten Cordes Parkfriedhof. Ich kann nicht beschreiben, wie sehr mich dieser Besuch berührt. Ganz anders als alles was ich je gesehen habe. Auf einer Tafel, die ich am Abend noch entdecke wird in wenigen Worten gesagt, was gesagt werden muss.

… ein Ozean aus Frischluft …. Grüne Unendlichkeit ….. himmlischer Frieden

Die Verbindungen von der Erde zum Himmel sind überall spürbar. Wir laufen kreuz und quer gefühlt über die Rasenflächen, hin zu Grabstätten, zu bekannten und unbekannten Persönlichkeiten Hamburgs. Senatoren, Handwerker, Feuerwehr und Polizei. Viele Berufsgruppen werden besonders geehrt. Auch etliche Kriegsgräberstätten von ungeahnter Größe können wir besuchen.

https://www.friedhof-hamburg.de/die-friedhoefe/ohlsdorf/

Mainzer Sandstein – Rosen für die Ewigkeit und Anemonen für die Vergänglichkeit findet man überall

Nach zweieinhalb Stunden beenden wir die äußerst interessante Tour durch den Park mit vielen Senatoren, Bürgermeistern und dem einen oder anderen bekannten Namen im Kopf. Monica Bleibtreu in ihrem schlichten Grab, Herrn Ohnesorg klein und unscheinbar, der aufmüpfige Autor und Schauspieler Harry Rowolth (Sagen was man denkt. Und vorher was gedacht haben.) Malerin Anita Ree ist auch hier beigesetzt. Sie hat als Frau viel in der Kunst erreicht und hat sich für damalige Verhältnisse emanzipiert.

https://de.m.wikipedia.org/wiki/Anita_R%C3%A9e.

Von mir gibt es mal wieder ein Torfoto. Diesmal im Bogen des Werdens und Vergehens. Dieses Tor steht vor dem anonymen Gräberfeld vor dem Riedemann Mausoleum.

https://fredriks.de/ohlsdorf/s06.php?f=14

Klaus Bösselmann gestaltete den Rundbogen mit dem symbolisierten Lebensthema „Werden, Sein, Vergehen“
Wie nah mir dieses Thema gerade ist!
Schweizer bekennen sich sogar an den Fahrzeugen.

Wir treffen uns bei einem Mitglied des Schweizer Vereins zum feiern im Garten. Natürlich alles im Schweizer Rot-Weiß geschmückt. Hier gibt es traditionelle Küche. Cervelat, Salate, Wein aus der Schweizer Region und natürlich Schoggi. Wir verbringen einen vergnügten Nachmittag mit interessanten Gesprächen rund um die Schweiz und Hamburg.

Nach dem guten Essen und erfrischenden Gesprächen fühl ich mich wie genudelt. Die Sonne scheint und Bettina sucht eine Bahnverbindung in die City. Da wir uns jedoch an einem Eingang des Ohlsdorfer Friedhof befinden äußere ich den Wunsch über den Park zurück zur Bahn zu gehen. Diesem Wunsch wird entsprochen. wir starten und wandern wieder kreuz und quer. Auf der Google Maps Karte finden wir zufällig Begräbnis Stätten von uns bekannten Persönlichkeiten. Da diese auf unserem Weg liegen besuchen wir: Loki und Helmut Schmidt, Jan Fedder, Inge Meysel und weitere. Wir schlagen uns durchs Gebüsch unter Rhododendren und sind oft erstaunt über die Wahl der Orte. Manche sind total zugewuchert, manche alte Grabstätten sehr gepflegt.

Diverse Grabstätten

Berührt hat uns das große Kriegsgräberfeld der gefallenen russischen Soldaten. Ein fast unüberschaubares Feld. Zum Teil mit Blumen geschmückt, zum Teil nur die Grabsteine. Mir war nicht bewusst das so viele russische Soldaten in der Kriegsgefangenschaft gestorben sind. Millionen !!!!! Unfassbar, noch heute. Welche Gräueltaten, Tränen und Trauer Kriege mit sich bringen.

Gräberfeld zur Erinnerung an russische Gefangene

Ich bin auf der Suche nach Engeln. Von den 220 Engeln, die in Statistiken genannt werden hier ein paar, die auf unserem Weg liegen. Sie geben mir Ruhe und Gute Gedanken. Das Bild meine Lieben im Himmel, in der Unendlichkeit zu wissen bekommt durch den Engel nochmal eine wohltuende Bedeutung.

220 Engel soll man auf dem Parkfriedhof finden.

Es geht gegen 20:15 Uhr als wir den Rosengarten erreichen und lassen uns auf einer Bank von der untergehende, wärmenden Sonne verwöhnen. Die letzten Sonnenstrahlen finden den Weg durch den Blätterwald in den Rosengarten. Ein schöner Moment, der den Tag abrundet und wohlige Gefühle an unsere Lieben hinterlässt, die schon alle vor uns gegangen sind.

9 km sind wir durch den Weltweit größten Parkfriedhof gelaufen. 389 Hektar groß. Ein vielfaches an Fläche des Vatikans und auch des Central Parks in New York. wir haben einen kleinen Teil erlaufen und fallen am Abend mit einer Gesamtschrittzahl von 14.128 Schritten wohlig kaputt ins Bett.

Hier unsere Wanderstrecke Teil 1 und 2 durch den Parkfriedhof Ohlsdorf.

11.07.2021 – Zürich – Gerhard Richter

Frühstück mit Blick auf das Grossmünster amLimmat

Heute Nacht stieg vor meiner Tür eine Party. Gegen 6 Uhr tobten die jungen Leute noch immer durch die Straßen und feierten was das Zeug hält. Gut, dass ich einen so tiefen Schlaf habe. Bettina Etique kommt aus Biel um mit mir die Gerhard Richter Ausstellung im Kunsthaus zu besuchen. Die Freude ist groß, dass wir uns mal wieder in der Schweiz sehen und etwas gemeinsam erleben. Sie geht schon früh auf die Bahn und wir treffen uns im Hotel, da sie direkt bei mir eincheckt. Perfekt, dass das „Upgrade“ unverhofft geklappt hat. Nachdem wir uns in dem kleinen Hotelzimmer eingerichtet haben starten wir in den sonnigen Tag mit dem Wunsch auf einer Außenterrasse frühstücken zu gehen. Wünsche werden so schnell erfüllt wenn man richtig wünscht. Kurze Zeit später sitzen wir am Limmat mit Blick auf das gegenüberliegende Ufer mit Grossmünster im Hintergrund und blauem Himmel.

Nach ein – zwei Schalen Kaffee und frischen buttrig duftenden Gipfelis starten wir zum Kunsthaus über die Brücke zum Großmünster in die kleinen Gässchen und landen schneller als wir denken im ….

Ja, gibt es denn so etwas? Wer hätte das gedacht! So schnell landet man im Paradies. 🙂 Wie wir auf einer Plakette lesen können, stammt das Gassen- und Kernhaus aus dem 13./14. Jahrhundert. Die heutige Fassade erhielt es im 16. Jahrhundert. Der barocke Erker folgte in der 2. Hälfte des 17. Jahrhundert. 1450 wurden für den damaligen Bewohner Rudolf Netstaler Wandmalereien (Männergelage und Monatszyklen) im 1. Geschoss gemalt. Das Gebäude steht seit 1983 unter Denkmalschutz.

Wir lassen uns ein wenig treiben. Bestaunen die alten Gemäuer und Geschäfte. Eine kleine Bücherstube erweckt unsere Aufmerksamkeit. Zum einen der Herr der davor die Auslage studiert, da er sehr speziell gekleidet ist. Zum anderen steht in der Auslage eine Struwwelpeter Ausgabe „neu frisiert“. Zum Struwwelpeter fällt Bettina gleich eine Ausgabe ein, welche sie in Hamburg in einer kleiner alten Buchhandlung gesehen hat mit einer Karikatur von Hitler. Anm: tatsächlich sehe ich drei Wochen später diese Ausgabe in der Auslage in einem Hamburger Antiquariat. Siehe hierzu den Blog-Eintrag vom 31.07.2021 Hamburg.

Weiter steigen wir den Berg hinauf. Ich bin wieder erstaunt, das Zürich sooooo hügelig ist. Vorbei an etlichen Brunnen und wunderschönen, mit Efeu bewachsenen Häusern geht es den Berg wieder hinunter zum Kunsthaus Zürich. Die Karten haben wir selbstverständlich online vorher erworben, um auch wirklich in die Ausstellung zu kommen. Das Wetter ist wunderschön, die Menschen sitzen entspannt im Museumscafe und genießen den sonnigen Tag. Wir starten mit der großen Richter Ausstellung. Im Eingang wird der Blick direkt auf ein großformatiges Bild auf eines seiner „Seestück – See-See“ Bilder aus den 1970iger gelenkt. Dieses dürfen wir nicht fotografieren, macht nichts, da in der Ausstellung weitere hängen, die genauso beeindruckend sind. Denn genau dieses Bild hat mich in einer früheren Ausstellung so fasziniert. Ich bin wieder hin und weg über die wirklichkeitsgetreue Darstellung des aufgewühlten Meeres. Wie schafft der Künstler es, die Stimmung am Meer so einzufangen, so dass ich das Gefühl habe an der Nordsee zu stehen. Es fehlt nur noch die Geräuschkulisse, das Kreischen der Möwen, der Wellenschlag, der Sand unter den Füßen, so dass ich Eindruck habe am Meer zu stehen. Aber das ist ja erst der Anfang. Was erwartet uns noch?

Seestück bewölkt 1969 Öl aus einer Privat Sammlung über neues Museum Nürnberg

Ich werde jetzt nicht alle Kunstwerke benennen. Ganz neu für mich waren jedoch die Originalfotos, die Gerhard Richter durch Farbe gezogen hat und somit kleine, neue Kunstwerke geschaffen hat. Auch haben mich die Landschaftsfotos berührt.

Originalfotos mit Öl

Natürlich gefallen uns die Berg Impressionen. Das hier gezeigte Bild erinnert mich stark an die Riederalp.

Erinnerungen an die Riederalp
Ruhrtalbrücke 1969

https://www.monopol-magazin.de/gerhard-richters-bruecke

Neben den vielfältigen Bildern, unterschiedlichen Kunstwerken „nehme“ ich diesmal die Ruhrbrücke mit. Aus meiner Heimat, so oft hinübergefahren beeindruckte mich der 25 minütige Film des Filmemacher Hannes Reinhardt über die Entstehung des Kunstwerks.

https://www.gerhard-richter.com/de/art/paintings/photo-paintings/landscapes-14/ruhrtal-bridge-5663

Nach der beeindruckenden Ausstellung setzen auch wir uns in das Café unter einen Sonnenschirm mit Kaffee und lassen die Kunst auf uns wirken. Wir haben noch nicht genug. Also auf in die Dauerausstellung auf der Suche nach Boys finden wir Seerosenbilder von Monet, grafische Muster, einen eingerichtetenSalon u.v.m. ich bin müde und will nicht mehr. Wieder zurück ins centrum verspüren wir den kleinen Hunger. Es sind noch Plätze frei im Schweizer Restaurant und ich bestelle Senffondue. Dies kennt Bettina nicht. Haha! Da komme ich Touri-Tussi und erkläre Köstlichkeiten, die wir bereits seit 20 Jahren aus dem Wallis kennen. Hmmmm

Ein Dessert muss natürlich auch sein. Die süße Versuchung trifft auf Merengue mit Eis. So gestärkt wollen wir noch einen Abendspaziergang machen als ich den Anruf bekomme, dass mein Papa unverhofft ins Krankenhaus musste. Nun habe ich keine Ruhe mehr. Statt meiner geplanten Rückreise am Montag morgen suche ich eine Nachtverbindung mit dem Zug und sitze bereits eine Stunde später um 21:30 h im Zug über Basel nach Iserlohn.

Natürlich kann ich nicht schlafen, telefoniere noch mit der Familie und bekomme dann gegen Mitternacht den Anruf, das unser geliebter Papa mit 88 Jahren die Augen für immer geschlossen hat. Ich bin so entspannt nach Zürich gereist, keinerlei Anzeichen auf eine Krankheit von den Eltern. Also bestätigt sich die Aussage: lebe den Moment, verabschiede dich immer so, als ob es das letzte mal ist, dass man sich sieht. Ich bin sehr dankbar dafür, dass ich mit den beiden am Freitag morgen noch unterwegs war und, dass wir einen Kaffee beim Hellweg getrunken haben. Wir hatten noch viel Spaß, Papa hat noch Lotto-Lose gerubbelt. Als wir zuhause waren habe ich so gelacht als Papa mich in der Garage ein einparken eingesperrt hatte. So schnell kann das Leben vorbei sein. Lasst uns dankbar sein, für jeden Tag den wir auf Erden weilen mit Familie und Freunden. Genießt das Leben in jedem Moment.

RIP lieber Papa

10.07.2021 – Badi in Zürich

Wie immer war ich früh auf und bin dann durch die aufwachende Stadt gegangen. Die Sonne kommt hervor und ich genieße den Morgen in der Stadt mit den grauen Sandsteinen. Am Abend waren viele feierlustige Menschen unterwegs. Corona scheint hier in der Schweiz weit weg zu sein. Erstaunlich, wie sich in den beiden Nachbarländer die Corona-Bedingungen unterscheiden. Hier sieht man kaum Masken, die Menschen stehen beieinander. Die Restaurants sind voll, draußen und innen. Mir ist ein wenig flau. Bin es seit vielen Monaten nicht gewohnt. Hoffentlich gewöhn ich mich bald wieder an diese „Normalität“. Die jungen Leute gestern Abend waren ausgelassen, laut, fröhlich. Es fühlte sich seltsam an, doch kann ich so gut verstehen, dass gerade diese Altersgruppe wieder raus möchte, feiern will und die Gemeinschaft lebt. Ich setzte mich zu einem ersten Cappuccino in ein Café, welches sich gerade bereit für die Morgengäste macht. Um die Ecke – ein schönes vegetarisch/Veganes Angebot, sehr nett eingerichtet. Als Sandra mich aufliest ist sie erstaunt und meint, ah ein neues Lokal. Wir gehen zum Limmat. Er scheint momentan viel Wasser zu führen. Entlang des Limmats Richtung See finden wir ein sehr schönes Lokal und suchen einen Platz draußen. Das Angebot ist gut und so töttern wir noch eine zweite Runde Kaffen und Tee bis es wärmer wird und der Wunsch nach einem Ortswechsel größer wird.

So ein köstliches Frühstück mit einer „Schale“ Kaffee. Nett serviert auf der Etagere. „Ich liebe Etageren“ 🙂

Weiter den Limmat hinunter. Am Seeufer liegt schon ein sichtbar älteres weißes Holzgebäude, das UTOQUAI Badehaus, in welches wir hineingehen.

Klicke, um auf Zuercher_Baederkultur.pdf zuzugreifen

Wir nehmen uns ein Kärtchen aus der Box. Drei Farben liegen bereit: Herren, Damen und gemischt. Aha denke ich – alles klar geregelt. Warum nimmt Sandra gemischt? Ach so: Die Bereiche sind getrennt. Es gibt einen Herren-Badebereich, einen Damen-Badebereich und eben Mann/Frau/Kind/Divers – alle durcheinander. Nun verstehe ich Tante Dete 🙂 Man muß ja mal aufgeklärt werden. Das Gebäude ist sehr breit, so dass für alle genug Raum zur Verfügung steht. Viele Badegäste liegen bereits auf Hammam-Tüchern auf den Holzplanken und genießen die Sonne. Wir steigen treppauf und treppab und suchen uns ein schönes, freies Plätzchen. Tja – schwierig. Denn es ist doch schon gut gefüllt. So landen wir zunächst mittendrin. Wie sich jedoch später herausstellt, ist ein ständiges kommen und gehen und es gelingt uns nach einiger Zeit die Plätze an den Wänden zu besetzen.

Sandra hat sogar für Essen gesorgt.

Ein traumhaft schöner Tag. Wir haben einen Lazy Day – einen Nothing Day. Sandra hat einen strengen Beruf und genießt die Stunden hier sehr. Auch ich finde es wunderbar. Es ist schon sehr lange her, dass ich so viele Stunden an einem Badeort verbracht habe. Erst recht im Liegen auf einer harten Holzplanke. Wir haben uns immer wieder mit Sonnenschutzmittel eingecremt. Trotzdem hat uns die Sonne dann voll erwischt und der gerötete Rücken hat uns noch längere Zeit an das Badeerlebnis erinnert. Das Seewasser ist wunderbar. Weich, warm. Ich genieße es so sehr und bin gefühlt sechs bis zehn Mal am Tag im See baden. Ich schwimme zügig meine 1000 Meter, ich lasse mich treiben, ich finde es wunderbar mich im chlorfreien Wasser bewegen zu können. Es ist heiß, richtig heiß. So tut die Abkühlung sehr gut. Boote gleiten an unserem Liegeplatz vorbei. Die Menschen sind gelöst und vergnügt. Es wird viel geplaudert, gespielt, gelesen. Die „Jungs“ springen von ihrem Bereich von einem 1 bzw 3-Meter Brett. Ich kann die schönsten Bauchklatscher, versuchte Salti und Arschbomben aus demWasser beobachten. Die Damen liegen sonnenbadend auf den Planken und beobachten die Wasserromantik des Sees.

Vom Damendeck auf den Züri-See

Am späten Nachmittag kommen noch sehr gute Freunde aus Chur von Sandra. Drei drei haben am folgenden Tag eine Wanderung auf den Pilatus Berg geplant. Gemeinsam baden wir, plaudern, tauschen uns aus. Schön, dass ich in der jungen Runde so toll aufgenommen werde. Aber irgendwann ist auch der schönste Tag vorbei und wir packen unsere sieben Sachen zusammen und fahren gemeinsam in Sandras kleines Domizil. Obwohl nur ca 30/40 qm groß (bei den Zürcher Mietpreisen kann man sich nichts größeres leisten – hier schon über 1000 CHFr) ist es eine heimelige Heimstatt. Mit Terrasse und einem kleinen Rasenstück vor dem Haus. Wir zaubern gemeinsam eine Pizza mit Salat und haben uns so viel zu erzählen. Ein sehr harmonischer, fröhlicher Abend mit einem guten Tropfen Wein. Dann braut sich jedoch etwas zusammen. In der Ferne hört man schon den Donner. Ich habe den Wunsch nach dem vielen herum liegen noch ein paar Schritte zu gehen und verabschiede mich von diesen wunderbaren Menschen mit dem Wunsch uns bald wiederzusehen.

Zürich ist eine sehr hügelige Stadt. Das war mir in der Form nicht bekannt. Sandra wohnt jedoch auf dem Berg. Für mich heißt es deshalb nur hinab laufen. Finde dank passender App auch den Weg sofort und erfreue mich an den schönen alten Häusern, an denen ich vorbei gehe. Viele in dem grauen Backstein, aber auch gelb gestrichene Villen stehen in diesem Bezirk. Wunderschöne alte Architektur, mit Türmchen, zum Teil in großen Parkanlagen. Auch eine Universität liegt auf meinem Weg zum Limmat. Ein entspannter Abendspaziergang. Vorbei an vielen Brunnen. Sandra erwähnte, dass Zürich an die 300/400 Brunnen haben soll. Ich habe schon viele gesehen auf meinen Spaziergängen.

Einer von vielen der Züri Brunnen. Das Abendlicht war bezaubernd.

Einen kleinen Schauer habe ich dann noch mitbekommen. Doch bin ich fast trocken in meinem Hotel angekommen. Wieder Party! Na, dann bin ich gespannt wie lange die jungen Leute heute feiern. Ich gehe zu Bett, schließe vorsichtshalber das Fenster, obwohl es im Zimmer sehr warm ist. Morgen besucht mich Bettina aus Biel. Es ist toll, dass überall Menschen sind, die mich auf meinen Reisen begleiten und Erlebnisse teilen. Wir möchten die Gerhard Richter Ausstellung im Kunsthaus besuchen. Darauf freue ich mich schon sehr.

https://www.gerhard-richter.com/de/biography

😉 eines meiner Lieblingsbilder von Gerhard Richter

30.07.2021 – Hamburg mit Bettina und Young-Nam

Als Bettina mir am 11.7.21 in Zürich berichtete, dass wieder ein Besuch in Hamburg geplant war, war der Wunsch sie zu besuchen geboren. Viel ist seit dem Tag geschehen. An dem Abend verstarb mein geliebter Papa in Iserlohn im Krankenhaus. Unbegreiflich! Als ich die beiden am Freitag verabschiedet habe, nachdem wir beim Hörgeräteakustiker, Kaffee trinken beim Hellweg und Papa mich in der Garage eingesperrt hatte :-)), war alles tutti in Ordnung und ich bin sehr entspannt nach Zürich gefahren. So schnell kanntest gehen. Am Sonntag dann Bauchschmerzen, Unruhe und Bluthochdruck. Dann ab ins Krankenhaus. Rolli rief mich um 20:30 h an, 21:30 h saß ich bereits im Zug nach Dortmund und um 23:30 h verstarb er dann. Das Aneurysma ist perforiert und er hatte keine Chance mehr. Aber alles gut, er hat nicht gelitten, ist sanft eingeschlafen. Für Mutti ist es unendlich schwer. Die Verabschiedung fehlt. Doch wie sagt man „Auf Wiedersehen“ für immer. Drei schwere, anstrengende Wochen liegen nun hinter uns. Da habe ich gedacht: Tank Energie und fahr nach HH. Rolli ist auf Wanderschaft, Osnabrück- Wuppertal. Er wandert auf dem NRW-Jakobsweg. Heute Tag 5 von 9. Ganz schön mutig und engagiert mit dem dicken Rucksack und Übernachtungen im Zelt.

So habe ich dann gebucht. Durchgehende Züge, da nach den Unwetter Katastrophen um Hagen liegt ja gerade alles brach. Bahnhöfe sind nicht zu erreichen (Hohenlimburg), Strecken komplett abgebrochen. Wer weiß wie lange das noch alles dauert.

Am Morgen frühstücke ich noch mit Mama, nachdem ich im Schleddenhof meinen Kilometer in der Sonne geschwommen bin. Ich verabschiede mich und gehe am Mittag zur Iserlohnerheide zum Zug über Dortmund nach Hamburg. In Dortmund verspätet sich der ICE. Während ich in einer ruhigen Ecke warte, lege ich das Handy auf eine Mauer in der Hoffnung, dass ich die Mitteilung mitbekomme, auf welches Gleis ich wechseln muss. Diese Info kommt frühzeitig über die Lautsprecher und ich wechsle das Gleis. Auf dem Weg die Treppe rauf, gGriff zum Handy um den Wagen zu checken, in dem ich sitze. PANIK – weg! Verloren? Geklaut? Nein: VERGESSEN!!! Auf der Mauer. Ich glaube, dass ich im Sprint gewonnen hätte. Zurück. Treppe unter, Treppe rauf zur Ecke und siehe da: mein HANDY … liegt ruhig und entspannt noch immer auf der Mauer!!! PUH So ehrlich ist Dortmund Hbf. Dann flitze ich wieder zurück ins kann sofort in den Zug nach Hamburg. Jetzt hämmert mein Herz. Es dauert einen Moment bis ich mich beruhige und mich auf den Besuch bei Bettina freuen kann.

18:30 h holt Bettina mich ab und wir fahren direkt zum Restaurant Yu-Garden im Rotherbaum Viertel. Ich fühle mich zurückversetzt nach Shanghai. In der dortigen Altstadt gibt es ein ähnliches architektonisches Gelände. Natürlich größer aber ähnlich mit den Gebäuden und den Wegen über das Gewässer. Das Lokal ist wirklich schön. Die Aussenanlage liebevoll gestaltet und das wichtigste: Service und Essen sehr gut.

https://www.yugarden.hamburg/ …… sogar die Fische sind in den kleinen Kanälen.

Bettina hat sich mit einer Bekannten verabredete, die die auf ihrer Weltreise kennen gelernt hat. Yongi (Young-Nam Lee Schmidt) hat ihre Wurzeln in Korea. Ist als Krankenschwester vor ca 30 Jahren nach Hamburg gekommen, wieder zurück nach Korea. Doch zog es sie wieder nach Hamburg wo sie ihren Mann kennen und lieben gelernt hat. Zwei erwachsene Kinder. Heute schreibt die für die koreanische Zeitung und hat ein Buch veröffentlicht.

Yongi oder die Kunst, einen Toast zu essen (Lee-Schmidt)

Wir verbringen einen genussvollen, sehr fröhlichen Abend miteinander. Später fährt uns Yongi bei strömendem Regen in unsere Wohnung. Müde und voller neuer, gehörten Eindrücken aus Asien fallen wir ins Bett.

9.7.2021 – Zürich – endlich wieder unterwegs

Gerhard Richter stellt im Kunsthaus aus. Sandra habe ich „Ewigkeiten“ nicht gesehen und Bettina auch nicht. Bettina und ich hatten einen Hamburg Aufenthalt geplant mit dem Musical „Tina Turner“. Aber wie so oft in dieser 3. Lockdown Phase, wurde auch die Veranstaltung abgesagt. 😦

So habe ich dann überlegt, geplant, gerechnet und schlussendlich gebucht. Auto 8 h allein war mir zu lang, Bahn komplett waren auch 8 h. Flieger Köln/Bonn – Zürich 1:10 h klingt machbar. Preise: Iserlohn/Köln mit der Bahn 37,- Euro, Flug hin und zurück: 247,- Euro, dann noch ein kleines Appartement über AirB&B 310,95 Euro gebucht und es kann losgehen.

Dieses Prozedere ist „wie immer“! Zeitaufwand „Wie immer“! Es naht der Reisetermin. Nun noch mal der Check: an alles gedacht? Bahn, Flug, Unterkunft, online einchecken. Da haben wir den Salat. Mal eben ist nicht. Was die alles wissen wollen, Personalausweis, Einreiseformular 🇨🇭 Schweiz, nach ca 30/45 Minuten hatte ich dann endlich meinen Sitzplatz und habe hoffentlich alles erledigt. Ach ja: Schnelltest muß ich noch machen lassen. Auf zur „BITS“ in der „Nase rühren lassen“ (diesen Begriff hat Lelia mit ihren drei Jahren passend und realitätsnah erfunden) und Ergebnis abwarten. Mit dem „negativ“ Ergebnis kann ich mich sehen lassen. Handgepäck steht bereit, Badeanzug ist mit eingepackt in der Hoffnung, dass wir im See schwimmen gehen können. Rolli fährt mich zum Iserlohner Bahnhof. Ich buche flugs das schöne Tag Ticket und schon geht es pünktlich los Richtung Hagen. Auch hier rollt der Krefelder Zug pünktlich in den Bahnhof ein.

„Warum fühlt es sich nicht an wie immer?“ denke ich. Unbändige Vorfreude im Bauch war stets mit im Gepäck. Heute bin ich abwartend. Sehe mich um. Das erste mal seit ….. ja, seit wann eigentlich? 2 Jahre? Bestimmt! Das erste mal im Zug, das erste mal wieder am Flughafen. Ja, das ist es: Das erste mal wieder. Die Routine fehlt, alles ist anders. Menschen um mich herum, auf Abstand, mit Maske. Gefühlt, seht viele Menschen, die offensichtlich Migrationshintergrund haben, fremde Sprachen. War das schon immer so? Muß ich mal verstärkt drauf achten. Sitzreihen, die nur von einer Person besetzt werden. Auch ich wähle Abstand. Ich fühle mich schon jetzt wie im Ausland aber nicht wie im Urlaub. Dieses wohlige Urlaubsgefühl stellt sich nicht ein.

Der Himmel ist trüb. Die Häuser, Wälder und Wiesen ziehen am Fenster flott vorüber. Ich komm voran.

Ankunft Köln Deutz… ich mag diesen Bahnhof nicht, da meine Erfahrungen bislang immer mit Problemen verbunden waren, es sei denn, wir sind dort ausgestiegen. Volltreffer!! Gleisänderung bei Ankunft, Abfahrt Gleis Zugang gesperrt! Als ich dann endlich den ganzen Weg am Gleis entlang gelaufen bin, den anderen Aufgang hoch, außer Atem – die FFP2 Maske ist die Hölle – ist der Anschlusszug WEG!!! Schit. Check: wie geht es weiter? Alle 15 Minuten fährt eine S-Bahn o.ä. zum Flughafen!

Köln Deutz

Der Blick auf den Dom versöhnt mich etwas. Denn auch Köln, den Blick auf dem Dom während der Reisen habe ich vermisst. Auf dem Weg zum nächsten Gleis, übrigens den ganzen Weg wieder zurück 🙂 (habe nun schon 7500 Schritte 🙂 auch dem Zähler) fahre ich in einem vollen Zug zum Flughafen. Von wegen Abstand. Unmöglich!!! Meinen besonderen Moment hatte ich dann auch. Eine junge Frau bot mir ihren Sitzplatz an. Natürlich habe ich mich freundlich bedankt, doch wer mich kennt, ahnt möglicherweise meine Reaktion. „Sehe ich schon so alt aus?“ fragte ich lachend und bedankte mich nochmals für die Geste. Die junge Erwachsene wechselte trotz des vergnügten Lachens ihre Gesichtsfarbe in ein leichtes rot. Vielleicht sollte ich die Haare doch färben :-))

Im Flughafen Köln/Bonn muss ich mich tatsächlich orientieren, sortieren. Muß ich zum Schalter oder nicht? Als ich mich für entschieden habe, trotz online-check-in und Handgepäck wurde ich gleich weiter zum Sicherheitscheck geleitet. Die Wartezeit betrug ca 15/20 Minuten. Also alles wie immer. Abstand oK. Fragen nach Testergebnisse: 0

Nun hatte ich noch ausreichend Zeit um ein Baguette zu essen, eine Schorle zu trinken um dann zum Gate zu gehen. Bemerkenswert: KEIN Zeitung- und Bücherladen hatte geöffnet. Am Flughafen???? Warum fragt man sich. Boarding um 17:15 h, 15 Minuten später war Boarding durch. Abflug bereit. Maschine max zu 1/4 gefüllt. Na, ob sich das lohnt? Ich war zufrieden. Um mich herum massenhaft Platz. Dann ging es für mich endlich wieder in die Unendlichkeit des blauen Himmels. Schön, das Bauchkribbeln der Freude machte sich breit. Die Felder und Orte unter mir wurden zu einer bunten Patchworkdecke bevor wir in den Wolken verschwanden und die Sonne in das Boardfenster schien. Nach 45 war das Vergnügen dann schon vorbei. Schwups bin ich 1000 km entfernt und lande sanft in meiner zweiten Heimat, der wunderschönen Schweiz. Zunächst ging ich mit den Mitreisenden zum Ausgang. Nach einem Toilettenaufenthalt war ich gefühlt der einzige Gast im gesamten Terminal. Es war KEIN EINZIGER Fluggast mit mir unterwegs. Gespenstisch. Erst am Gepäckband waren wieder Menschen. Doch kein Zeitsprung 🙂 kein Sience Fiction Film. Corona macht was mit uns, ob wir wollen oder nicht.

Endlich wieder unterwegs

Sandra war auch bald da um mich abzuholen. Wie schön. Nach dieser langer Zeit diese fröhliche, attraktive junge Frau wieder umarmen zu können. Wir freuen uns wie Bolle und haben uns gleich wieder so viel zu erzählen und zu berichten. Die Fahrt in die Zürcher Innenstadt ist kurzweilig. Eine Mini Stadtführung. Schon sind wir mittendrin. Parken und gehen zum Hotel Platzhirsch am Hirschplatz. Zentraler ist kaum möglich. Super! Ich checke ein. Einzelzimmer, 4. Stock Zimmer 44. wir fahren hinauf und …. Schreck Turnschuhe im Mülleimer. Zum Glück steckten keine Füße mehr drin. 🙂 Bett umgemacht. Also Return … missliche Lage beschrieben. Verständnis ind HURRA Upgrate auf ein Komfortzimmer zum Hirschplatz. Doppelbett, modernes miniBad, Dusche im Zimmerflur. Witzig.

Bad im Flürchen

Rechts die Eingangstür, Dusche, links Glastür als Eingang zum MiniBad. alles klein, beengt aber sauber und ordentlich.

Es ist 19: 39 Uhr rum. Daher gehen wir sofort zum Essen. Das Hotel „Platzhirsch“ ist nur zwei Häuser vom Valloraia entfernt. Warme sommerliche Luft lädt ein draußen zu essen. Sandra hat schnell noch einen Tisch für außen bestellt und wir genießen die laue Sommernacht mit köstlichsten essen aus der Toskana. Brotsalat, Lamm mit Beilage. Sepia Soaghetti mit Riesengarnelen habe ich gewählt. Zum guten Schluss haben wir uns noch ein köstliches, fluffiges Tiramisu gegönnt. Herrlich. La Dolce Vita. Dazu einen kühlen, fruchtigen Rosé. Hmmm der Wein wurde in einer Minikaraffe kredenzt und im Kühler versenkt.

Essen war zu gut für Fotos

Nachdem ich Sandra zum Parkdeck gebracht habe verspüre ich noch Lust auf einen nächtlichen Spaziergang um mich von der heiteren ausgelassenen Stimmung einfangen zu lassen. So wandere ich an der Limmat herunter. Am Frauenbad steht eine lange Schlange. Bestimmt 20 wartende Gäste die in die Musik und Party eintauchen möchten, die dort im Frauenbad herrscht. Das hab ich so lange nicht gehört, gesehen, unglaublich.

Die Frauen Badi an der Limmat

Am Zürcher See angelangt habe ich bei den Schwänen, einen nächtlichen Salsa Kurs beobachten können. Dann bin ich auf der anderen Seite des Limmat zurück gegangen und aus den Bars und Restaurants klang laute Musik lachen als wenn es kein Morgen gäbe die Menschen feiern ausgelassen stehen zusammen beisammen undSo wandere ich an der Limmat herunter. Am Zürcher See angelangt, habe ich bei den Schwänen, einen nächtlichen Salsa Kurs beobachten können. Dann bin ich auf der anderen Seite des Limmat zurück gegangen und aus den Bars und Restaurants klang laute Musik lachen als wenn es kein Morgen gäbe die Menschen feiern ausgelassen stehen zusammen beisammen und trinken und unterhalten sich. Die nächtliche Stadt ist voller Menschen.

Zürich schläft nicht
Salsa 💃 Kurs am Zürcher See (rechts) die Schwäne halten sich zurück.

Mein Zimmer geht direkt auf den Hirschplatz. Nachtruhe kennt man hier nicht. Obwohl Tische und Stühle weggeräumt werden sind noch viele Menschen unterwegs. Sandra meint, wenig Touristen. Der Zürcher geht aus. Wer mich kennt weiß, dass Lärm nicht mein Problem ist. Ich schlafe tief und ruhig und habe wahrscheinlich in Gedanken diesen Tag noch immer im Kopf und freue mich auf morgen.

Mein Zimmer 3. von rechts – mitten im Getümmel.

12.3.20 – Riederalp – wir schützen uns vor Corona

Annette und ich sind wieder unterwegs. Seit ca 12/13 Jahren genießen wir die Riederalp, mal allein mal mit Freundinnen.

Dieses Jahr sind wir allein unterwegs. Bahnverbindungen sind pünktlich. So können wir wie gehabt in Brig bei Seilers, Suite und Bayard schauen und shoppen. Immer wieder finde ich hier wunderschöne Lieblingsstücke.

Dann geht es rauf zum Chalet Walker. Es hat viel geschneit, so können wir es kaum erwarten auf die Piste zu kommen.

Viel Schnee ❄️ auf der Alp.
Ein wunderschöner Sonnenuntergang verwöhnt uns.

Dann essen wir zuhause. Leckeres Rösti mit Nüssli-Salat. Dessert haben wir auch: Mövenpick Sorbet und Schoggi. Hmmmmm

Frisches Rösti mit Spiegelei und Salat – hmmmm

Wir haben sehr schöne Tage. Auch wenn es zum Teil sehr nebelig ist. Annette fährt täglich. Ich schone mein im Dezember operiertes Knie. TTrotzdem Schmerzpullen Kochbeutel wenig.

Annette zaubert einen Schnee-Engel mit den herzlichsten Grüßen an unsere Lieben im Himmel und auf Erden. 😘

Annette fährt täglich. Ich versuche es tatsächlich auch. Dich zickt das im Dezember 19 operierte Knie manchmal. So schone ich und erfreue mich an der Wohnung und schneide eine Radiosendung, bzw sortiere mal die Fotos. Auch gut.

Wir genießen die Sonne, die Abfahrten durch unberührte Natur und die Schneefiguren am Wegesrand. Am Abend gönne ich mir im Tonis ein Käse-Fondue. Hmmmmm – man kann es förmlich riechen.

Wir sind am Abend im Tonis, bei Danys und zuhause. Gekniffelt wird auch. so sind die schönen Tage wieder ruckzuck vorbei.

Annette reist allein ab – ich bleibe noch zwei Tage. Sammle Kraft für die vor mir liegenden Fastenwochen . Es schneit unglaublich viel.
Massen an Schnee!

Annette ist weg und es ist soooo neblig. Erst gegen 15 Uhr reist es etwas auf gege15 15etwas auf.

Das Matterhorn trotz Nebel und Schnee im Sonnenlicht. Wolkenfrei! Sieht man nicht oft.

Es ist soooo nebelig. Erst gegen 15 Uhr reißt es auf und ich quäle mich durch den schweren, stoppenden Schnee zur Apotheke auf die Bettmeralp. So bin ich wirklich froh, als ich nach 1,5 h gut wieder in der Wohnung ankomme.

Erst um 9 dann im 13 Uhr – keine Sicht aber Schneefall!

Heute Morgen habe ich noch eine außergewöhnliche Naturerfahrung gemacht.

6:30 h werde ich wach und sehe den Vollmond im Westen über den Bäumen untergehen. Zeitgleich geht im Osten die Sonne auf. Der Himmel färbt sich langsam orange. Es sieht unglaublich aus. Ich weiß gar nicht wohin ich sehen soll.

Oben der untergehende Mond und unten die aufgehende Sonne.

Ich stehe dann auch auf und beobachte die Sonne, die sich den blauen, fast wolkenlosen Himmel erobert.

Die Sonne – endlich wieder nach den trüben Tagen / guten Morgen !

Ein weiteres Phänomen habe ich heute auf der Piste kennengelernt. Es hat gestern getaut. Der unberührte, an sich frische Schnee ist „alt“ geworden. Er hat viele Falten bekommen.

Der Schnee hat „Falten“
Die Natur malt interessante Bilder in die Berglandschaft.
An der Bähnli-Bar auf dem Bettmerhorn wird fleißig gebaut.
Im Hintergrund der Gletscher mit Konkordiaplatz.

Ich war spazieren, als das Wetter nicht so doll war. In unserer kleinen Kapelle habe ich Lichter angezündet und den ruhigen Moment sehr genossen.

Für unsere Lieben, die uns so früh verlassen mussten. Aber auch für alle, die uns auf unserem Weg begleiten.
Der kleine Engel der Riederalp-Kapelle achtet bestimmt auf uns.
Die kleine Hütte habe ich auf dem
Panorama-Weg noch nie gesehen. Ich vermute, dass an Weihnachten hier eine Krippe ihren Platz gefunden hat.

Nach einem sehr sonnigen Skitag neigt sich meine Erholungszeit auch dem Ende.

Voller Kraft starte ich in die Fastenwochen, die ich begleite. Gleichwohl freue ich mich auf zuhause, auf Lelia vor allem aber auch meine Familie :/) und die Freunde, die ich länger nicht gesehen habe. In der Gewissheit bald wieder hier sein zu können fällt das Adieu nicht so schwer.

Und tschüss bis Ostern

Eines noch: CORONA

Ich weiß, keiner kann es noch hören. Status heute: die USA verbieten die Einreise aus dem Schengen/Europa Raum, CH inkl, GB darf noch.

Österreich: schließt alle Geschäfte, Ausreise nur bedingt möglich (Dani betrifft es gerade, da Conni, die Mitarbeiterin aus Österreich zuhause ist für einige Tage) Lebensmittel und Krankenhäuser dürfen weiterhin geöffnet bleiben

Schweiz: Großveranstaltungen werden gestrichen, Einreise Italien nicht möglich.

Italien grenzt sich gerade auch komplett ab. Hier sind auch sehr viele Fälle zu verzeichnen

Deutschland: Fußballspiele ohne Zuschauer, Großveranstaltungen über 1000 Menschen werden abgesagt/verschoben.

Messen werden abgesagt (Wire, Creativa usw) auch Peter Naust hatte eine Großveranstaltung von VW. Dort wurden auch viele „ausgeladen, vor allem die Chinesen. Per Web konnten dann Teilnehmer teilnehmen.

Bislang bin ich noch nicht betroffen von den Einschränkungen bei den Seminaren.

Ich bin sehr gespannt wo das alles noch hingeht. Ich habe gerade ein Buch gelesen: „Der Wal und das Ende der Welt“. In diesem Buch geht es genau um diese Situation. Zusammenbruch der Welt durch einen Grippevirus. Sehr zu empfehlen!

Zuletzt noch etwas positives:-)))
Meine Lieblingshits passt wieder. Da trägt die Fastenzeit hoffentlich noch für etwas mehr Luft im Bund bei. Wir werden sehen: Ostern 🙂

3.11.19 – Capetown – vielleicht Jo‘burg :-))) – FFM

5 Uhr – ich werd verrückt. Bis 7 hätte ich locker schlafen können. Ich werde geweckt von wirklich guter, sehr lauter Musik. Bevor ich reagiere und meinen „Sound Hound“ anwerfen kann, dreht der Hörer leider. Schade. Die tiefe Stimme, vermutlich von einem schwarzen Sänger, verstummt. Doch ich bin wach. Na dann egal.

Mein Blick um 5:30 h – Capetown erwacht. Die Sonne kämpft sich bereits durch die Wolken.

Dann packe ich mein Chaos mal ordentlich ein, koche mir in unserer Küche einen Nespresso und einen Tee.

Schick ist unser Service Appartement. Schade, dass wir es gar nicht genutzt haben.

Sandra erzählte gestern, dass wir sogar einen beheizten Pool auf einer Dachterrasse hätten. Son Mist- wusste ich nicht. Heute lohnt es auch nicht mehr, da wir nochmal zur Waterfront wollen.

Abreisetag! Schade und schön.

Schade, dass ich mich von meiner liebenswerten Reisebegleitung trennen muss. Dankbar, dass ich ich einen neuen Kontinent bereisen durfte und viele gute Erinnerungen in meiner Reiseschublade verwahren darf. Schön, dass ich meine Familie, vor allem meinen ganz kleinen, ganz großen Schatz Lelia an mich kuscheln kann (wenn die Mama nicht dabei ist :-)). Vor allem muss ich schon wieder für zwei Wochen winke winke machen, da die drei nach Spanien in die Sonne fliegen.

Aber gut. Im Moment leben ist die Devise. Gepackt ist alles. Nun wird gefrühstückt und zuletzt freuen wir uns auf die letzten Stunden unter der Sonne Südafrikas.

Zunächst muss ich doch den Pool und die Dachterrasse erkunden, möglicherweise habe ich etwas verpasst.

Der Pool, sogar beheizt entpuppt sich als etwas größer Whirlpool. Die Terrasse ist schön gemacht und bietet sowohl den Blick auf den Ozean als auch auf den Tafelberg.

Nun aber Frühstück und auf in den nahen Bezirk Bo-Kaap – bunte Häuser schauen. Schnell sind wir dort und tatsächlich haben die Bewohner kräftig in die Farbtöpfe gegriffen. Eine Bonbonwelt der Farben macht sich auf. Offenbar ist das ein Bezirk, der von Farbigen bewohnt wird, da uns sonst nur Touristen begegnen.

Diese Farbwelt spricht mich an. Vermittelt Sie mir Lebenslust und Leichtigkeit.

Sogar Müllers sind hier 🙂

Mondrian lässt grüßen.

Kunst in vielfältiger Form. In den Höfen, an den Häusern. Hier würde ich das nächste mal eine Führung buchen wollen.

Ein afrikanisches Café lockt mit frischem Angebot.

Nein, das Plastic Sandwich finde ich an einen nahen Hauswand. Doch ist der original Tierkopf im Fenster des Cafés befremdlich und wir schauen zweimal.

Ich möchte gern in der St. Georges Cathedral. Gerade ist ein Gottesdienst und wir nehmen am Rand Platz und lauschen den Worten des Priesters, hören den Chor, der mir eine Gänsehaut verschafft. Ungewöhnlich ist die Liturgie.

So viel Zeit haben wir nicht, so gehen wir mit einer Spende unseres Weges.

Der Kreis schließt sich in vielfältiger Hinsicht. Zu Beginn unserer Reise sahen wir viele von diesen wunderschönen blau blühenden Jacaranda-Bäumen. Von hier aus ist es ein sehr kurzer Weg in den „Company’s Garden“.

Zunächst sehe ich die „Taubentante“. Es gibt sie immer wieder, zumeist Frauen, die die Tauben füttern und einen Riesenschwarm um sich herum versammeln.

Auch sind die Eichhörnchen sehr zutraulich. Farbige verkaufen am Parkeingang Futter. Da ist es kein Wunder, dass sich in dem kleinen Park so viele Tiere aufhalten. Das Paradies für die Vögel und Vierbeiner.

Schon in dem Malls hält Weihnachten Einzug. Da ist es kein Wunder, dass wir auf den Weihnachtsstern treffen.

Im Gemüsegarten finde ich einen blühende Holunder. Ich könnte Blüten mitnehmenden frischen Sirup aufsetzen.

Der Gemüsegarten war enttäuschend. Es war nichts darin zu finden.

Eine Hecke blühte mit dieser Frucht, die die Mitarbeiter nicht benennen konnten. Maracuja (Passionsfrucht) ist es nicht.

Diesen Spielplatz fand ich besonders. Einmal waren keine Kinder dort am Sonntag morgen, zum anderen war es Natur belassen, mit Geräten und Materialien aus der Natur. Auf der anderen Seite hängt noch ein Kokon. Da müssen wir doch mal anfangen aus Weide zu flechten.

Dieses Bild gab es häufig. Farbige liegen einfach auf den Wiesen, am Straßenrand, z.T. in Arbeitskleidung und schlafen. Die Entenfamilie lässt das kalt.

Das läuft uns noch ein Ibis Hagedash vor die Kamera. Ganz schön groß.

Auf dem Weg zum 6-District Museum sind schon viele Stände mit der südafrikanischen Spezialität „Biltong“ aufgebaut.

Die Stände bieten die getrockneten Fleischstreifen offen an. Berg, checken und Ostrach (Strauß) finden wir und … lassen es liegen.

Am Museum angekommen müssen wir feststellen, dass es am Sonntag geschlossen hat.

Schade. Alle Museen der Welt haben Montags geschlossen. Geht’s noch???

Dieses schöne Bild finde ich noch bevor unser „Uber“ kommt und uns zur Waterfront bringt.

Nochmal Ozean schauen. Blöderweise vergesse ich in diesem Moment die 10 Rand/Cent herauszuholen um die ins Wasser zu werfen mit dem Wunsch um ein Wiedersehen. Doch klappt das möglicherweise auch ohne Glückssymbole. Sandra ist sich sehr sicher.

Nun in die Waterkant-Mall um die allerletzten Einkäufe zu tätigen und das Postamt zu finden, damit wir unsere Postkarten einzuwerfen. Letzter gelingt sehr schnell im 2. Stock der Mall. Postkarten werden zwar noch immer verkauft, doch Briefkästen gibt es immer weniger. Ich glaube doch daran, dass demnächst gebeamt wird. Erst Postkarten, dann Menschen.

Das Willoughby in der Mall wurde mehrfach unterwegs empfohlen, auch im LP. Doch war es immer so voll, so dass die Gäste in langer Line auf einen Platz warteten.

Heute könnten wir direkt etwas essen. Haben jedoch keinen Hunger und keine Zeit. Das Lokal mag gute Qualität bieten, doch ist es IN der Mall. Laut und schlechte Luft. Also bewusste Entscheidung für uns dagegen.

Ein letzter Blick auf den Tafelberg, der heute wieder wolkenlos vor uns liegt.

Überall stehen unterschiedlichen bunte Rhinos.

Heute spielt hier eine afrikanische Band auf Trommeln und Marimbaphones.

So schöne Musik und so fröhliche Menschen, denen man den Spaß an der Musik ansieht.

Sandra braucht noch Zucker. Gestern haben wir hier in der Food-Mall leckere Muffins gekauft. Die sollen es heute auch werden. Einer wird sofort genussvoll verspeist. Lemon-Tarte, hmmm. Der zweite ist Reiseverpflegung.

In diesen beiden kleinen Hallen direkt an der Waterkant werden traditionelle Speisen und Produkte aus kleinen Werkstätten angeboten. So wir hier, schön bedruckte Taschen, Tücher und Wimpel. Am

Besten gefällt mir:

Sag ich doch! Siehe meine Küche!!!

Gestärkt suchen wir ein Uber, welches Bistum letzten Mal auf den Berg bringt.

Wir fahren wieder an der Autobahn ins „nichts“ vorbei. Verrückt!!! Und das mitten in der City.

12 Uhr! Nun aber Gepäck ins Auto und ab auf die N2, die uns so lange begleitet hat auf der Garden Route, Richtung Airport.

Ein letzter Blick auf das Township. Neben ganz hübschen, bunt bemalten Häuschen aber wieder viele, viele Blechhütten.

noch einen Blick zurück auf den Tafelberg, bevor wir nach dem tanken ca 13 km bis zum Flughafen fahren und unseren total verschmutzten Toyota abstellen.

Ca 1500 km hat uns dieses Fahrzeug gut über die Strassen, Pisten, durchs Wasser und über die Fähre begleitet. Doch Sandras Lieblingsauto wird es nicht, trotz Car Plays.

Navi noch abgeben dann in die Abflughalle. Eine Riesen-Schlange am Check-In. Na do viel Zeit bleibt uns nun nicht mehr. 14:10 h ist Abflug. Ich drängle mich zum Priority Schalter und der Mitarbeiter kann mich/uns nicht finden! What???? Ich beorder Sandra zu mir, sie erntet unverständliche Blicke. Das ist uns in diesem Moment herzlich egal :-).

Doch, Sandra ist gebucht. Ich nicht!!! Was ich nicht begriffen habe bei den Reisevorbereitungen ist, dass Teil 1 von einem Reisebüro gebucht war, inkl Inlandflug. Teil 2 jedoch individuell von Sandra. Diese Flüge mussten individuell von UNS jeweils gebucht werden. Fuck! Was nun???

Der Mitarbeiter war sooo freundlich. Sandra hat sich Richtung Gate bewegt. Was sollen wir beide nicht ankommen, während ich mich um einen anderen Flug Richtung Jo’burg kümmere. Die fliegen ja gefühlt 1/4 stündlich. Wir treffen uns dort. Zeit genug habe ich noch.

Zum Last-Minute Schalter. Keine Schlange. Es war immer mein Wunsch mal zum Flughafen zu fahren und einen last-Minute Flug zu buchen, egal wohin. Wieder falsch gewünscht:-))) So war das nicht auf dem Plan. Aber ich habe wieder sooooo viel Glück. Erfolgreich werde ich tatsächlich noch auf den Flug um 14:10 h gebucht obwohl Schalter schon geschlossen sind. Nun wechsel ich von Priority zum Platin-Check-In. Ist nicht anders als beim Economy, bis auf den roten Fußabtreter vor dem Schalter. Auch die Mitarbeiterin wieder super freundlich und zugewandt. Diese Erfahrung haben wir so so oft gemacht. Dienstleistungsorientiert, so wie wir es uns wünschen aber selten erleben.

Dann Beine in die Hände zum Sicherheit-Check und gleich zum Gate. Sandra ist freudig überrascht das alles so gut geklappt hat. Auch der Preis ist mehr als oK. Ca 150,- Euro. Mehr hat Sandra auch nicht bezahlt. In einer ganz neuen großen Maschine schaukeln wir wie auf dem Meer in der Luft kn knapp 2 h nach Jo’burg. Die Landung ist glücklicherweise ganz ruhig.

Sandra pickt ihr Gepäck auf, meins wurde nach Frankfurt durchgecheckt und dann checken wir gemeinsam ein und verbringen die letzten Stunden gemeinsam.

Hier noch Erdmännchen, weihnachtlich dekoriert. Die fehlen in meinen Wildbeobachtungen.

Erst Magnete und anderen Kleinkram kaufen. Die letzten Rand werden auf den Kopf gehauen. Dann, natürlich… etwas essen. Es ist schließlich 17 Uhr. Snack-Time. Hier lassen wir die schöne Zeit ein wenig Revue passieren. Zum Vergleich zeigt mir Sandra noch Kenia-Fotos von ihrem ersten Surf-Trip nach Afrika, inklusive Safari. Viel mehr Tiere gab es dort.

Gab es: das schönste? Nein!

Die Eindrücke sind es, die wir im Herzen bewahren. Fotos können mit eigenen Erlebnissen verknüpft werden. Der Geruch der Zebra-Gehege im Zoo ist doch anders als der Geruch der Steppe bei Morgengrauen. Die Freundlichkeit der Bewohner Afrikas hat uns berührt. Das Essen war wirklich bissig ganz wenige Ausnahmen einfach nur großartig. Der frische Line-Fish, die Muscheln in Wein-Sauce, das Straußen-Steak und die vielen Desserts.

Frühstück eher englisch und immer frisch zubereitet ist eher nicht unser Ding, doch kann man damit leben. Ich leide nächste Woche bestimmt an Eier-Entzug.

Der Ozean, die vielen Tiere in der Natur und nicht zu vergessen die Wal-Sichtungen.

Herzlichen Dank Sandra für die tolle Reisebegleitung, den Privatfahrer-Dienst und die gute Planung (bis auf den einen Rückflug :-)))) ).

Es hat alles so gut geklappt, die gemeinsamen Unterkünfte, die Zeitpläne, die Wünsche u.v.m. Auch individuelle Wünsche konnten erfüllt werden, für spontane Aktivitäten war Zeit und Gelegenheit. Schon bei unserer New York Tour vor 3 Jahren habe ich diesen Eindruck gewonnen und bin so gern mitgereist um neues kennen zu lernen.

Danke für die schöne Zeit und immer wieder gern, egal wohin.

Dann heisst es wirklich Abschied nehmen. Mein Lufthansa Flug startet pünktlich mit einem lauten Krachen um 19:40 h.

Wenn man genau hinsieht, erkennt man den Tafelberg.

Der Flug war verhältnismäßig ruhig. Doch nach dem vorzüglichen Service in Südafrika überall kann ich die Gäste verstehen, die behaupten, dass die Deutschen eher ruppig sind. Freundliche Worte aber die Mimik und Gestik sprechen anderes. Schade.

Meine Sitznachbarn kommen aus Göttingen, der Freund wohnt in Johannesburg und rechts ein junger 29 jährige Doktorand aus Ithaka Staat New York, an den Finger Lakes. Er ist Mykologe und beschäftigt sich neben den Pilzen mit: NEIN m, das Horrortier in der BRD dem Borkenkäfer! Auch die Reise nach Südafrika beschäftige er sich nur mit diesen possierlichen Ambrosiakäfern und Holznagern. Was es alles gibt. Ich habe wieder dazu gelernt.

Dann wird geschlafen, die Nacht wird kurz.

Die Träume werden bestimmt von den Erlebnissen der letzten beiden Wochen.