23.5.2022 Lienz Bye Bye

12 Stunden Zug liegen heute vor mir. Da sitze ich mir den Po platt. Was tun? Am besten früh raus und bewegen. Damit ich am Ende des Tages zufrieden ins Bett falle. Also 5:30 Uhr rauf auf den Platz. Es geht tatsächlich schon ein einzelner Herr vor mir. Abschlag auf Rot. Der Rasen ist ganz nass. Gut, dass ich meine Sportsandalette gewählt habe. Wasser vorn rein – hinten raus. Heute morgen suchen meine Bälle die Wiesen. Neeeiiinnnn! Hoffentlich fange ich mir keine Zecken bei der Suche.

Klassische Blumenwiesen – wunderschön

Die Wiesen erinnern mich so sehr an meine Kindheit. Klee, Gräser, Sauerampfer und die gelbe Sumpfdotterblume. Wie oft habe ich in der Wiese gelegen u d den Sauerampfer gegessen. Ich gebe zu, heute schmeckt er mir noch bitterer.

Loch 9 – die Entenfamilie ist schon da!

Nachdem ich die 9 Löcher in 1:29 h gespielt habe reicht die Zeit noch locker für meinen Schwimm-Kilometer. Hurra! Bewegung für heute gesichert. Nun frühstücke ich mit den Schweizern draußen.

Vögel suchen ein neues Zuhause
Wespen Nest im Giebel

Wir stellen fest, dass das Wespennest bearbeitet wird. Gefährlich! So ein großes Nest habe ich noch nie gesehen. Dann heißt es Abschied nehmen, Picknick einpacken und adieu.

Mein schönes Zimmer 230

Ein freundlicher Mitarbeiter bringt mich nach Lienz zum Bahnhof und ich steige pünktlich um 9:50 Uhr in den Zug nach Fortezza – Franzensfeste / Italien. Habe ich noch nie gehört von der Stadt. Sehr klein und schrammelig rund um den Bahnhof.

Alter historischer Bahnhof
Sonne und Wind in Italien

Von dort geht es nach München, letzter Umstieg in Dortmund. Hier holt rolli mich um 22:30 h ab. Während der Fahrt schreibe ich einen Workshop und genieße einfach die Fahrt durch die schöne Landschaft. Der ICE rast später mit fast 300 h/km durch die Landschaft. Schon ein etwas komisches Gefühl. Nun bin ich froh wieder angekommen zu sein und unsere Enkelmädchen wieder zu knuddeln.

22.5.2022 Lienz – Dolomitenhütte

Endlich habe ich mich richtig eingegroovt , da muß ich auch schon wieder nach Hause. Naja, morgen. Heute noch nicht. 6 Uhr auf den Platz. Passt. Es ist so schön heute morgen. Die ersten Schritte gehe ich mit Glockengeläut aus der kleinen Kapelle in Lavant. Der gute Geist begleitet mich. Der Nebel hängt auf den Gewässern und steigt leise. Das Blesshuhn krakehlt sehr laut und macht auf sich aufmerksam. Die Entenfamilie wackeln mit Kind und Kegel über den Platz.

Der Morgen Nebel steigt wabernd über die kleinen Teiche.

Um 8 Uhr müsste ich eigentlich aufhören, da der normale Spielbetrieb beginnt. So frage ich im Büro, ob ich eine weitere 9er Runde spielen kann. Ja! Das geht. Voll cool, dann ist der Tagespunkt „Golf“ schon mal abgearbeitet.

Die Sonne geht auf! Es ist schon angenehm warm. der ruhige Morgen ist einfach traumhaft.

Beim schwimmen überlege ich mir, dass ich radeln könnte. Rolli erzählte von der Dolomitenhütte. Rad bestellen, frühstücken und rauf auf den Berg. Die App sagt: 9 km bergauf, ca 1,5 Stunden. Mit dem E-Bike schaffe ich es bestimmt schneller. Dann trete mal kräftig in die Pedale.

Dolomitenhütte – Ankunft

Nach 1:15 h bin ich oben angekommen. Die Strecke ist sehr steil. Verschiedene Radler und Wanderer aber auch Autos kommen mir entgegen bzw. überholten mich. Das letzte Stück führt eine Mautstrasse, die offensichtlich Gebühren kostet hinauf zum Parkplatz der wunderschön gelegenen Hütte. Die außergewöhnliche Lage und Architektur zieht offenbar viele Gäste zu Fuß, mit dem Rad und dem Auto an. Auch Hochzeiten finden hier statt, wie ein Hochzeitsbogen und Rosenblätter verraten.

Ein Hochzeitsbogen vom Vortag!
Außergewöhnliche Architektur! Auf Fels gebaut.
Wanderer willkommen
Für Radler wird bestens gesorgt:-)

Nachdem ich die Lage sondiert habe, finde ich einen aussichtsreichen Platz an einem schönen alten Tisch im Shabby chic Style (so sagt man doch heute) in der Sonne. Die Karte verspricht Österreicher Köstlichkeiten denen ich nicht wiederstehen konnte. So bestelle ich neben Sirupschorle einen Kaiserschmarren mit Apfelmus und Preiselbeeren. Er ist köstlich – mit dem Panorama, der frischen Luft und der Anstrengung. Perfekt!

Kaiserschmarren in der richtigen Location – dreimal lecker!

Dann geht es zurück. Ein wenig Bammel habe ich, ob die Bremsen halten. Hoffentlich laufen die nicht heiß.

Auf Wiedersehen auf der Dolomitenhütte in Osttirol in den Dolomiten

Auf der Abwärtsfahrt begeistert mich eine weiße puschelige Pflanze. Ich habe keine Ahnung, was das ist.

Was mag das sein? So kuschelig!

Ich bin versucht eine Naturrodelstrecke hinab zu sausen. Zuletzt traue ich mich doch nicht. Wäre rolli, mein Mountainbike Spezialist dabei, hätte ich womöglich gewagt. So fahre ich weiter die Straße hinab.

Toll – sollten wir im Winter mal runter sausen. Seeehhhrrrr lang!!!!

Dann geht’s weiter, bis ich einen Abzweig sehe zum Tristacher See. mit Badeanstalt. Da muss ich hin! Ein Kleinod. Verrückt! Am gegenüberliegenden Ufer ein Hotel!!! Mitten im Wald. Am See, schön gelegen. Ruhig, romantisch. Ich wähle den ausgewiesenen Trampelpfad rund um den See. Der See ist nicht groß, so bin ich in kurzer Zeit herumgefahren. Natürlich habe ich meine Füße in den See gestellt. Temperatur oK. Ich sehe Standup Paddler und Schwimmer. Herrlich an diesem Sommertag.

Tristacher See – Badeanstalt / Hotel mit schöner Liegewiese

Dann wieder rauf aufs Rad bis die Bremsen glühen

Vorbei an wunderschönen Dolomiten-Blumenwiesen
Blick auf den Golfplatz – Domimitengolf und den kleinen Ortschaften im Drautal.
Ich fahre in Lavant an der kleinen Kapelle vorbei.
Ich bekomme nicht genug von den bunten Blumenwiesen.
Meine heutige Radtour

Eine wunderschöner Tag geht im Pool und im Restaurant mit dem köstlichen Abend Menu und netten Gesprächen mit den Tischnachbarn aus der Schweiz zu Ende.

Hmmmmm – einfach lecker 😋

Gute Nacht – Koffer packen und morgen geht es dann wieder nach Hause.

21.5.2022 Samstag Lienz – Gästewechsel und viel ohm

In der Nacht wütete ein starkes Gewitter. Es knallt dermaßen, dass ich meine Fenster schließe. Das Gewitter ist sehr nah. Am Morgen ist der Himmel das erste mal grau. Ich entscheide mich gegen die 6 Uhr Runde, aber für schwimmen. Dann gemütlich Frühstück und nochmal ausgiebig mit Oswald und Rita plaudern. Die beiden reisen heute ab. Wir lassen das gestrige Turnier nochmal Revue passieren und gratulieren Oswald ein weiteres Mal zu dem Erfolg. Dann berichtet Rita von ihrer Leukämie Erkrankung und Behandlung. 2011 entdeckt, schlafend 2016 Ausbruch und Einweisung nach Heidelberg, dort eigene Stammzellenbehandlung und vierwöchiger Krankenhausaufenthalt. Stand heute: alles gut, alle viertel Jahr zur Nachuntersuchung. Es geht ihr gut. Nebenwirkungen: Essen schmeckt anders, Haut wurde sehr braun (welche Ahnen da wohl heraus kommen) . Spannend. Doch hatte ich einen 10:10 Uhr Abschlag Termin und musste mich von den beiden verabschieden. Am Abschlag traf ich :-)) Thea, Werner und Mecki (witzig diese Namen. Da wir einen „Mecki“ kennen, der Werner heißt) . Hier sind es zwei Personen. Also haben wir uns gefreut zufällig wieder zusammen zu spielen. Nach 9 Loch sind die drei nach Lienz gefahren und ich habe allein weiter gespielt. Bin dann aber auf einen Flight aufgelaufen. So haben mich zwei Damen dann freundlicherweise in ihren Flight aufgenommen und wir spielten die Runde gemütlich zu Ende. Heute ist alles ganz Ohm. Zum Yoga hätte ich am Morgen gehen können. Hatte aber keine Lust. Habe mich lieber ins Wasser geworfen. Eine Massage habe ich mir dann noch gegönnt. Bei André wie sich herausstellte. Seit 14 Jahren ist dieser großartige Physiotherapeut im Hotel tätig, neben seiner Tätigkeit als Freiberuflicher Therapeut. Er ist einfach mega Klasse. Erst mal Körper checken. „Du bist schief !“, musste ich mir anhören. Bäh- heul! Ich will doch nur eine Wellnssbehandlung mit Öl, schön, ohne zu denken, einfach genießen. Das ist nicht André :-). Also gab es Tipps zur Spiraldynamik, Muskelketten-Abfolge und kleine Übungen mit auf den Weg. Dann aber, jetzt Ohmmmm! Nein, er knetet die Aua Stellen so richtig ab. Aua Schulter, Aua Ellenbogen, Aua Hüften, Aua Oberschenkel, Aua Waden – heul. Ich will ohmmm. Das bekomme ich dann auch. 10 von 50 Minuten. :-))) zuletzt stabilisiert er mein Knie mit Tapes in blau. Obwohl Farbe ist Wurscht. 5 x 4 Felder klebt er mit viel Druck auf. Im Anschluss krabbelt André mir unter die Kniescheibe. Ein bisschen seltsames Gefühl. Aber wenn’s wirkt und ich die Orthese nicht mehr bräuchte , wäre das ja eine coole Nummer. Bin mutig und probiere das jetzt aus. Natürlich werde ich auch die Übungen machen. Is klar! 😉

Schickes Knie! Fühlt sich etwas seltsam, ungewohnt an.

Danach verbrachte ich einen gemütlichen Abend mit meinen neuen Tischnachbarn aus Basel. Sehr gesprächig die beiden. Sie, Nicole Krankenschwester, und jetzt kommt es: aus der Intensivpflege Stammzellen-Transplantation. Was konnte ich mich mit Nicole fachgerecht austauschen. 😉 Zufälle gibt es. So hatten wir einen schönen gemeinsamen Abend, saßen warm und trocken, während um uns herum gefühlt die Welt unterging. Schnell ins kuscheliges , warmes Bett und noch einen gute Nacht Kuss abholen von Rolli und den Tag gemeinsam Revue passieren lassen. Gute Nacht und schöne Träume.

20.05.2022 Lienz – 1. Golfturnier

Einmal muß es ja passieren, denke ich bei mir und melde mich mutig an. Heute, das erste Turnier. Was hat mich da bloß geritten. Martin, mein Trainer in Fröndenberg wäre stolz auf mich. Die langen Bälle klappen schon recht gut. Die Weite stimmt. Aber dann! Ich verfüge gefühlt alle Kurzschläge! Da ist noch mächtig Übungspotential. :-)) Aber Wurscht. Wohlan, frisch an den Schläger. 6 Uhr starte ich meine Übungsrunde. Die Idee am Morgen ist PERFEKT. Dann schwimmen und Frühstück.

So schön blühen die Kastanien? Die Farben sind so satt am Morgen.

Wohlgestärkt und sportlich aufgewärmt starten wir drei im Flight auf die grüne Runde. Oswald outet sich als 1. Turnier Spieler und ist offensichtlich etwas nervös. Wir geben unser bestes und spielen zügig durch. Was genau ich vergeige weiß ich nicht. Ball Verlust ist nicht zu beklagen, ausnahmsweise HiHi. Dafür einige Streichergebnisse. Doch auf der Clubhouse Terrasse zählt zuletzt nur eins. Dasein ist alles. Ich werde stolze letzte im Starterfeld und Oswald Sieger aller Klassen. Sein 54 Handicap konnte er herunterspielen. Voller Stolz nimm er den offerierten Wein gern entgegen. Seine Rita ist äußerst stolz auf ihren Gatten. Thea ist stolze Gesamtsiegerin. Sie macht aber auch einen tollen „Job“. Hämmert die Bälle auf‘s Grün. Unglaublich! Verdient gewonnen. Dann geht es zum entspannen nochmal ins Wasser. Danach hole ich mir einen Cappuccino aufs Zimmer weil es auf der Terrasse unten wieder so warm ist.

Genussvolle Kaffee und Kuchen Pause

Direkt vor meinem Zimmer am gegenüberliegenden Dachstuhl haben sich „ein paar“ Bienen bewogen gefühlt einen Stock zu bauen. Diverse Versuche das Bienennest zu eliminieren sind bisher ohne Erfolg geblieben. Somit summt und brummt es noch immer vor meinem Fenster.

Tausende und Abertausende Wespen finden immer wieder zum Ort der Königin.

19.05.2022 Der frühe Vogel …. Lienz – Kosakenkapelle

Donnerstag, 19.05.22

Planänderung im Tagesablauf aufgrund der guten Wetterlage. Der Tag gestern hat mich umgehauen. Die Augen schmerzen noch immer und sind gerötet. Also, wie geht’s weiter? Der Golfkurs ist ab Sonnenaufgang frei zugänglich, ohne Anmeldung. Da ich wie umzurühren wach bin, denke ich: „Perfekt, für mich. Angenehme Temperaturen, keine Regeln. Und los geht‘s“! 6 Uhr stehe ich auf dem Platz!

Allein auf weiter Flur!

Eine Einheimische Dame rutscht noch an mir vorbei, sonst Vogelgezwitscher, ein Häschen rennt übers grün. Ich scheuche ein Rebhuhn auf und sonst sind nur die Greenkeeper mit mir auf Tour. Zweimal versuche ich einen Angriff auf die Wagen. Retourkutsche: ein Ball geschreddert. HaHa. Ein weiterer Vorteil an der Frührunde allein , an den ich anfangs nicht bedacht habe: der Zeitfaktor! 1,30 h im Vergleich zu mindestens 2:15 h zu dritt, pro Runde. Ich kann mal nach Bällen suchen und auch ein Foto machen von den schönen Frühlingswiesen.

Blumenwiesen wie aus dem Bilderbuch.

Auf der grünen Runde geht man nahe Lavant und den Suites vorbei. Diese kleine Kapelle ist so zauberhaft. Vielleicht schaffe ich noch mal hoch zu laufen/radeln.

Wallfahrtskirche Maria Lavant von 1770 – Bekannt für schöne Fresken und die sitzende Muttergottes aus dem 17. Jahrhundert.

https://www.tirol.tl/de/tirol/lienzer-dolomiten-osttirol/lavant/

7:30 h bin ich mit 9 Loch durch! Die Temperaturen sind so angenehm. Alles richtig gemacht! Nun einen Kilometer gemütlich schwimmen, bevor ich dann zum Frühstück gehe. Was passt noch in den Tag, frage ich mich. Nach Lienz radeln! Vorher noch eine Stunde an den PC, einen Workshop (NLP im Alltag – super Thema) für nächste Woche vorbereiten und dann rauf aufs Rad. An der Drau entlang ist Mannen null Komma nix in Lienz.

An der Drau, mit Grillplatz . Wasser erfrischend.

Rolli hatte mir beim Wurzelstock Aufträge mitgegeben. Sauna-Aufgüsse! Erledige ich gern. https://www.wurzelstock.com/fellshop-lienz. Neben Duftölen gibt es hier schöne Fell-Produkte, feste Seifen und andere schöne Dinge. So schlendere ich durch die hübsche Altstadt, die bereits italienischen Flair versprüht. Das noch fast alle kleinen, Inhaber geführten G‘schäftl vor Ort sind, wie vor drei Jahren, freut mich außerordentlich. So Bummelzug durch die Straßen und stoße auf ein neues Eislokal.

Neu – neu – neu in Lienz
Witzige Werbung auf Tellern!

Laden toll dekoriert, die verschiedenen Eissorten klingen vielversprechend. Doch sind wir von „Ella Straccitella“ so verwöhnt, dass mich dieser Geschmack eher enttäuscht. Hier ein Hinweis auf unsere Lieblingseisdiele: https://ellastracciatella.de/. Aber egal, heute Abend werden bestimmt wieder köstliche Erfrischungen serviert. Wieder ist es heiss und es zieht mich zur kühlen Wasserlinie der Drau in den kühlenden Schatten der Bäume auf dem Drauradweg. Ich sause los um fast sofort wieder zu stoppen. Was ist das?

Waschtag in Lienz
Gegenüber der Gaststätte „Zeitlos“ verführt die leicht bekleidete Dame zum Eintritt in das Restaurant.

Raus aus der Stadt bin ich schnell wieder auf dem kühlenden Drauradweg. die Sonne wirft ihre Schatten spielerisch tanzend auf den Wander- und Radweg. Es ist einfach wunderschön. Erstaunt sehe ich, dass ich mich auf dem Jakobsweg befinde!

https://www.osttirol.com/entdecken-und-erleben/sommer/wandern/detail/jakobsweg-osttirol-etappen/

Tja, schon wieder etwas für Geist und Seele getan. Spürt man direkt diese spirituellen Schwingungen. Weiter geht’s. Heute bin ich nicht zum Spaß hier. Schon wieder fällt mir ein außergewöhnliches Gebäude ins Auge. Autsch! Eine kleine Holzkapelle mit Grabanlage. Erfahrungsgemäß tippe ich auf ein kath. Orthodoxe Gotteshaus. Meine Gedanken werden bestätigt. Es handelt sich um ein Mahnmal für gefallene Kosaken. Die Kapelle ist verschlossen.

https://www.kosaken-lienz1945.com/der-kosakenfriedhof–31071064-de.html

In Anbetracht des Ukraine Krieges, der derzeit tobt, weil so ein kleiner russischer Despot seine Macht demonstrieren will macht mich dieser Ort besonders traurig. Hier wird den Toten gedacht und in anderen Teilen der Welt unnötige Familien zerrissen, Kinder umgebracht und Frauen missbraucht. So unnötig und unnütz. 

Meine kleine Genuss-Radtour beende ich am Nachmittag. Noch zeit bis zum Abendessen denke ich. Vielleicht noch eine kleine 9er Runde in der Abendstimmung. Gedacht – gebucht! Auf geht’s. Ich fühle mich richtig gut.

Das Leihset ist von Ping. Echt gutes Material. Zur Info 5 Tage: 80 Euro – wie Skier leihen. Stressfrei reisen.

Immer noch strahlend blauer Himmel. Auch die Temperaturen gehen langsam runter. Nach der roten Runde, 1:31 h entspanne ich noch im Wasser und auf der Liege. Man gönnt sich ja sonst nix. Essen gibt es bis 21 Uhr. Neben mir sitzen Oswald und Rita aus Bayreuth. Wieder ein positives, freundliches älteres Ehepaar. Die Familie hat lange in den Niederlanden gelebt. Geschäftlich war Oswald bei einem Unternehmen für Rohrbefestigungen beschäftigt und kam dann und wann schon mal nach iserlohn um mit einem Handelsvertreter (Volkmar Pott) Geschäfte zu machen. Gewohnt hat er bei: Neuhaus. Die Welt ist klein. Sag ich immer wieder. Wir stellen weiterhin fest, das wir am Freitag ein kleines Turnier gemeinsam mit Ernestine in Flucht spielen. Die Arme. Zwei Anfänger mit 45 und 54 Handicap und 0,0 Turnier Erfahrungen. Das kann ja heiter werden. Aber wir lassen uns nix anmerken und freuen uns auf das gemeinsame Spiel und die neue Erfahrung. Irgendwann müssen wir ja mal auf die Leute losgelassen werden.

Da braut sich was zusammen!

16.5.2022 Drei Jahre Vorfreude auf Lienz, Dolomiten

Vorfreude ist die schönste Freude sagt ein altes Sprichwort. Vor drei Jahren habe ich diesen Urlaub gebucht und wegen Corona immer wieder verschieben müssen. Österreich hatte damals als erstes zugemacht und leider, nicht wirklich im Mai wieder geöffnet. Daher konnte ich meine immer wieder verschobene Buchung erst jetzt realisieren. Hurra! Vor ca vier Wochen entschied Rolli sich gegen die Reise, sodass ich nun allein golfen, schwimmen, radeln und bummeln gehen kann/darf. Es ist ein wenig Prime Time. Ohne Rücksicht auf irgendwen oder irgendetwas Freiheit genießen zu können. Energie tanken, die Tage verstreichen lassen. Also habe ich mir günstige Bahn-Tickets gekauft (hin für 76,60 Euro und zurück für 108,10 Euro – 1. Klasse). Rolli hat nun auch noch Corona (zum Glück ohne Symptome), so dass es gerade passt, dass wir uns aus dem Weg gehen :-). Er hat Haus, Sauna, Werkstatt und Garten dann komplett für sich. Der Kühlschrank ist prall gefüllt, so dass er die Woche gut über die Runde kommen wird. Natürlich hege ich die Hoffnung, dass er sich frei testen kann und ich unbeschwert wieder einziehen kann. Warten wir ab.

Los geht es um 6:45 h als mich mein lieber Herr Hotopp mich abholt und zum Bahnhof bringt. 7:17 h startet der Zug in Iserlohn Richtung Essen, Umstieg in den ICE nach München. Von dort geht es um 14:15 Uhr nach Spital. Das letzte mal Umstieg nach Lienz. 19:34 h holt mich ein Hotelfahrer ab und bringt mich förmlich in den Speisesaal.

Das Essen ist wie immer köstlich. Sehr freundlicher Service, sauber, passt wieder perfekt. Lange halte ich nicht durch. Trotz des ganzen Tages Nichtstun, oder gerade deswegen, falle ich ins Land der Träume ins kuschelige Bett im Zimmer 230.

Dienstag, 17.5.2022

Wie beim kleinen Lord ist die Welt um 7 Uhr in Ordnung

Der Blick aus dem Fenster um 7 Uhr zeigt: Wasser bereit. Hurra! Also Zähne putzen, kurz durch die Haare gefegt und ab ins Wasser. Die Dusche ist brrrr – eisekalt. Der saubere, blaue Pool mit 28/29 Grad gefühlte Badewanne. So ziehe ich in Summe 45 Minuten meine Bahnen, mache Dehnübungen und genieße dieses spektakuläre Panorama. Da wollen doch tatsächlich zwei weitere Personen um die Zeit ins Wasser. Geht ja gar nicht. Habe ich dich für die Woche reserviert.

Die Sonne geht langsam auf und hüllt die Berge in das warme orange Licht. Leichter Nebel steigt aus dem Wasser.

Dann erstmal zum Frühstück und scannen was für Köstlichkeiten im Angebot sind, Großes Teeangebot, verschiedene Brotsorten mit und ohne Gluten, Fisch, Obst, auch zum selber pressen, Müslis und so vieles mehr. Auch an die Veganer wurde gedacht. Es haut mich immer wieder um. Auf meinem Teller landet: Dunkles Brot, Fisch, Käse, Tomate, Gurke, Müsli mit frischem Obst und Tee. Hmmmm – Bauch ist schnell voll. Dann auf zum Golf-Büro mein Leihbag übernehmen und Abschlagszeiten reservieren. Zack Zack – auch erledigt. 14 Uhr geht es los mit Ernestine in Stefan. 4, 5 h später sitze ich „erschlagen“ mit den beiden im Clubhaus und lösche mit einem „Golfer“ meinen Durst. Das erste mal bin ich 18 Loch gegangen. Und das bei einer Affenhitze. Die Sonne sticht richtig. Ich war fix und fertig. Jeden Bunker habe ich auf den Strecken gefühlt mitgenommen:-)). Also vom Ergebnis reden wir nicht. Streichergebnis. 🙂 nochmal kurz in den Pool erfrischen, bevor es zum Abendessen geht. Da sitzen die beiden direkt an dem Tisch schräg vor mir. Die Welt ist klein. Ernestine spielt mit ihrem Handicap (18,) in der 3. Damenliga am „Donnersberg“! Wie sich später herausstellt.

Mittwoch, 18.05.2022

Ein Blütenmeer um den Pool.

7 Uhr leuchtet der Pool inmitten der blühenden Rhododendren als ich den geübten Blick schweifen lasse. Heute muss ich Gas geben. Frühstück und um 10:10 erwartet mich am Rot / Grünen Abschlag eine Familie aus Solingen. Werner, Mecki (Mechthild) :-))) und die 27 jährige Thea. Architekten wie sich herausstellt. Es ist wieder so unendlich heiss. Ich verglühe gefühlt. Mir wird zum Teil schon schwindelig, kann mich kaum konzentrieren. Hat Rolli mir Corona mitgeschickt?

Auf dem Platz gibt es jetzt einen mobilen Kiosk mit Getränken.

Die 18 Loch quäle ich mich bis zum Clubhaus 🙂 um dort noch ein kühles Getränk zu trinken. Urlaubstermine drängen zum Aufbruch. Kurz im Zimmer verweilen, 10 Minuten die Augen schließen, bevor ich mich zur Kosmetik aufmache. Drei Jahre war ich nicht mehr zur Pflege. Das sieht man wohl. WAS? ICH? Haut wie ein Baby, runzelfrei und top in Form. Ausgenommen die Hängebäckchen und Lachfalten um die Augen. :-). Judit legt los. Während der Behandlung bekomme ich eine Hitzewelle, Übelkeit, Herzrasen. Entspannung ist wohl nix mehr für mich. Aber weit gefehlt: Sonnenstich heißt die Diagnose. Mir geht es zum „kotzen“. Also Beine hoch, Kopf runter, tief atmen, ruhig bleiben und dann geht es später auch wieder. Meine neu gewonnene Schönheit kann ich kaum anerkennend würdigen. Nur raus hier, Luft und Sessel / Bett und nochmal ruhen. Kopfschmerzen kommen auch noch dazu, Augen sind verblitzt. Oh Mann! Das trotz Hut und viel trinken. Jetzt „saufe ich wie ein Gaul“ nehme eine IBU und ruhe mich aus. Tatsächlich helfen die Maßnahmen, so dass ich um 20 Uhr essen gehen kann. Ein Glück. Diese Menüs kann ich mir doch nicht entgehen lassen. Bis auf einen Abend habe ich KEINE Essensfotos gemacht das eine schenke ich nun den Lesern.

Ein Beispiel der servierten Köstlichkeiten. Sushi Art des Hauses. Jummy

Ich habe nicht immer das gesamte Menü verputzt. Vorspeise oder Suppen im Wechsel, gern vegetarische Hauptgerichte und wer mich kennt, natürlich Dessert. Gern Eis. Auch hier, täglich wechselndes Angebot. Einmal musste ich auf ein österreichisches Nudelgericht warten, da wurde mir die Wartezeit versüßt mit Apfelsorbet mit Gin 🙂 yummy yummy

März 2022 – Riederalp Perfektes Timing

6.3.22 starten Annette und ich in unseren Mädelsurlaub auf die Alp. Rolli fährt uns um 8 Uhr nach Hagen. Von dort aus geht es für uns beide für 212,60 Euro -. 1. Klasse / Europa Spezial über Basel / Bern nach Mörel und rauf in die autofreie Zone der Riederalp. Ich bin kaputt und schlafe natürlich während der Bahn-Fahrt ein. Per Auto würden wir ca 350 Euro in die Hand nehmen müssen. Sprit, verlade, Parkgebühren usw

Ein kleines Nickerchen

Wie so oft ist es im Tal grün. Doch wir haben keine Sorge, dass es oben keinen Schnee gibt! Das hat bisher immer gepasst! Und tatsächlich ist es weiß als wir aussteigen. Toller, fester Schnee. Den Koffer müssen wir durch den Schnee ziehen! Puh – das heißt Annette. Ich reise mit kleinem Gepäckstück. Mein grauer Rucksack von Carina aus Shanghai ist dabei.

In der Gondel hoch auf die Alp – es ist frisch, alles grün. Doch sehen wir schon den Schnee.

Nachdem wir uns flux eingerichtet haben, kaufen wir im Prima ein. Annette nimmt „ihr Ankleidezimmer“ direkt in Beschlag. Ich gehe an den Kleiderschrank und nehme den Bügel mit Skiklamotten raus. Fertig! Es ist so super, dass alles in der Wohnung ist und wir sofort zuhause sind. Am Abend gibt es Rösti mit Salat und Spiegelei. Hmmmm lecker!

Hurra, wieder da 🙂

Die Tage sind sich alle ähnlich. Start in den Tag bei Sonnenaufgang. Es sind ca minus 7 – / -10 Grad. Recht frisch – brrrr. Der Tag klar, der Himmel strahlend blau.

Eiszapfen hängen von der Dachrinne – guten Morgen

Dann frühstücken, ausgiebig und reichlich. Wir wollen ja gestärkt auf die Piste.

Frühstück – viel Käse, Tomaten, Marmelade, Saft – einfach lecker

Dann sind wir spätestens um. 10 Uhr auf der Riederfurka. Eine neue schwarze Piste ist gespurt worden. Wir erfahren, dass Dani um diese Piste zwei Jahre gekämpft hat, damit die Kinder besser trainieren können.

Annette ist immer ein wenig eher fertig!
Hier kommt die Drömelfurt :-)) langsam und achtsam die Treppe herunter.

Wir starten natürlich auf der Riederfurka bevor wir uns dann gemütlich auf den Weg Richtung Osten / Bettmeralp /Fiescheralp machen.

Gina hat die neue Piste direkt entdeckt! Steil und kurz!

Täglich fahren wir bis 16:30 h Ski. So kommen zwischen 70 und 87 Pistenkilometer (mit Runmeter gemessen) inkl. Liftfahrten zusammen. Der Schnee ist fest aber nicht knüppelhart. Einfach traumhaft. Wir können uns nicht erinnern so tolles Wetter und genialen Schnee gehabt zu haben.

Moosfluh zur Bettmeralp / Aletsch Gletscher – immer wieder ein beeindruckender Anblick!

Pausen haben wir in Heidis Hütte gemacht. Gault Millau CH 12 Punkte hat die Hütte . Wir fragen uns wofür? Suppen sind sehr lecker. Brot auch köstlich. Weibe bis 600 Chf im Angebot und Trüffel Spaghetti. Ob das der Grund ist? Oder die Lage?

Heidis-Hütte, Fiescheralp / Selbstbedienung aber Tulpen an der Theke
Tomatensuppe an Heidis-Hütte – sehr lecker und toll mit Blüten dekoriert

Wir knattern den „Heimat“ Lift und sammeln Ski Kilometer. Die Piste ist wirklich grandios. Auch sind die Gleitschirme am Himmel. Es muss soooo eisekalt dort oben sein. Manche Piloten haben Ski an den Füßen.

Sonne – kleine Wölkchen – Gleitschirmfliegen

Neben Schokolade mit Rahm bestellen wir natürlich auch den Chüestall Teller mit Trockenfleisch und Käse. Auch der Schoggikuchen darf nicht fehlen. Doch den bestellen wir nicht wieder. Nachdem der Pächter gewechselt hat, gibt es unseren Lieblingskuchen nicht mehr in gewohnter Qualität.

Genuss Zeit

Wir haben einige humoristische Momente erlebt mit Skifahren auf der Piste. Verkleidungen wie Häschen, Zebras und Pikatschu sind über die Piste gesaust. Ein kleiner zwei Jahre alter Junge fuhr begeistert mit Mama und Papa die blaue Moosfluh Piste. Ein Bähnli Gast am Moosfluh meinte mit einem Liegestuhl komme man schneller unten an als auf Ski. Ein weiterer Gast wurde kurzerhand von zwei echten Freunden an seinen Ski auf den Kopf gedreht und schaute sich nun hängend die Gegend an. Rückwärts fahrende Kinder und einiges mehr. Da die Schweizer und Hamburger Skiferien hatten, waren viele Kinder auf den Pisten. Kein Platz am Tisch, bau ich mir einen Liegestuhl im Schnee. Gämse verschwunden? Die werden bestimmt vom Service Personal als Pappkameraden zu den touristischen Punkten gezogen oder gestellt. Tatsächlich haben wir die dann aber doch noch gesehen. Fünf n der Zahl. Sogar eine auf der Bettmeralp.

Liegestuhl aus Schnee – Mit 2 Jahren schon begeisterter Skifahrer – mit Liegestuhl die Piste runter – Slalom-Rennerfshrungen sammeln SPASS IM SCHNEE

Wir haben die Tage sehr genossen. Schlafend – Essend – diskutierend – spielend und freuen uns auf das nächste Jahr. Wir haben schon wieder gebucht!

Einen Tag wolkig – auf unserer Abschluss Fahrt Richtung Villa Cassel / Riederfurka
Ruhend – Sonne genießend auf Heidis-Hütte im Liegestuhl
Einmal Matterhorn!!! Schaut genau hin! Zwischen uns das Minitoblerone-Stück
Die Villa Cassel steht natürlich auch noch – ist im Winter jedoch geschlossen.

Nicht, dass wir es vergessen. Dany‘s Restaurant ist leider geschlossen. Auch „ins Dings“ war dicht! Wie Dani uns erzählte, musste er viermal die Mitarbeiter wechseln, da es den meisten zu streng war. 10-14 Stunden Tage sind leider keine Seltenheit. Corona hat wirklich viel verändert, nicht nur im Sozialverhalten sondern auch im Arbeitsverhalten. Wir sind sehr gespannt, wie es im Arbeitsleben, vor allem in der Gastronomie, im Veranstaltungsbereich und Gesundheitswesen weitergeht.

Einfach schön unterwegs zu sein.
Raclette – Trockenfleisch Baguette auf Heidis Hütte
In der kleinen Bahn – lassen wir den Schnee hinter uns und starten in den Frühling

Etwas möchte ich jedoch, ob der Fröhlichkeit und genussvollen, entspannten Zeit nicht vergessen zu erwähnen. Erstens war Weltfrauentag am 8.3. Hier möchte ich ausdrücklich drauf hinweisen. Im Wissen, dass es noch viele unterdrückte, unterbezahlte, misshandelte und nicht beachtete Frauen gibt. Das muss sich doch endlich mal ändern. Wir leben im 21. Jahrhundert! Es hat sich zum Glück ja schon etwas bewegt. Aber es ist noch viel Luft nach oben.

Frauen sind stark!

2. der Krieg in der Ukraine 🇺🇦, den Putin vor 14 Tagen Ende Februar angezettelt hat. Die Bilder gehen nicht aus unserem Kopf. Flüchtlinge, Kinder, verzweifelte Frauen, Mütter , alte Menschen zerbombte Häuser, eine Geburtsklinik die beschossen wurde, Tschernobyl ohne Strom u.v.m.. Sofort kommen die Bilder von 1986 wieder hoch. Wir haben Nachrichten gehört, gelesen, diskutiert das der „Irre“ doch aufgehalten werden muss. 2 Mio Flüchtlinge bis heute. Geschätzte 14000 Soldaten gefallen. All das für einen machtgeilen Despoten. Es macht uns traurig und wütend und fassungslos. Wir wünschen uns nichts sehnlicher als Frieden zwischen den Völkern und dass die Frauen, Kinder und Mütter ihre Söhne, Männer und Väter unversehrt in die Arme schließen können. Unsere Gedanken waren oft in der Ukraine.

Ukraine – ich wünsche alsbald Frieden

Eine wirklich traumhaft schöne Woche, mit bestem Wetter und vielen guten Gesprächen liegt am 10.3.2022 hinter uns. Wir freuen uns nun auf einen sonnigen Frühling der bald den Frieden in die Ukraine bringt.

Diesen Frühlingsgruss schicken wir Richtung Osten Jimi Hendrix hat gesagt: Wenn die Macht der Liebe über die Liebe zur Macht siegt, wird die Welt Frieden finden.

8.1.22 – doof gelaufen … AIDA welcome – Dubai Bye Bye bis nächste Woche

Untertitel: AIDA welcome … fast daneben … ECHT DOOF gelaufen dazu später mehr

Koffer packen – Viola ist durch. In der Nacht fand eine Party in der Wohnung statt. Ich habe Ball spielende, laute Damen und Herren gehört. Aber nur kurz, mein Schlaf ist tief und fest, im Gegensatz zu Villa. Sie benutzte dann Ohrstöpsel. Als wir herausgingen traf uns der Schlag. Es wirkte, als wenn die Truppe die gesamte Wohnung zerstört hätten.

Wohnung beim Einzug – aufgeräumt, freundlich und sauber
Ach du meine Güte – Zerstörungswut? Abrissbirne? Wohnung beim Auszug

Wir schlucken dreimal und denken laut: na, die werden hier wohl nicht mehr lange wohnen bleiben. Einer der Bewohner klärt uns auf. Es ist eine Deko-Installation. Disco-like. CloudKits-Wolkenbilder beleuchtet. Ahhh, deshalb ging die Feuer-Sirene um 5 oder 6 an. Verrückte junge Leute.

Es leuchtet in allen Farben! Cloudy

20.01.2022 – Dubai – Iserlohn

4:15 h ich werde wach, der Blick geht hinaus auf die blinkende Stadt. Hier schläft man nicht. Die Lichter gehen nicht aus. Sterne sind auf der Erde, nicht am Himmel sichtbar. Duschen, Reste in den Koffer. Rucksack. Fertig! Viola ist auch fertig. Noch einen Abschiedsmoment auf dem Sofa mit Aussicht.

Adieu Princess-Tower Fenster mit Aussicht

Noch mal auf die Balkone, den klaren Morgen wahrnehmen, ein Blick in die Runde, vom Riesenrad über die Palme zum Burj Al Arab. Alles blinkt und leuchtet.

Ein letzter Blick auf das Lichtermeer

Aus dem Appartement 8201, unser Zuhause für eine Woche, in wenigen Minuten hinunter auf Ground Zero. 5:30 h steht ein Taxi, wie bestellt, vor dem Princess-Tower. Auf zum Flughafen Terminal 3. 30 Minuten später, um 95 Dirham leichter (ca 25 Euro), betreten wir das riesige Terminal. Sortieren und ab zum Eincheck-Counter. Wir haben ein wenig Übergepäck und Viola muß etwas aus dem Koffer nehmen, damit sie auf das genehmigte Gewicht kommt. Impfungen werden kontrolliert, Einreiseformular für Deutschland angefordert. Ups vergessen auszufüllen. Noch „mal eben“ erledigen. Wird auch gecheckt! Dann bekommen wir Pässe und Bordkarten ausgehändigt. Auf zum Gepäck-Check. Auch hier sind wir flugs durch. Nun zum Gate C3! Wir laufen 3.600 Schritte, gefühlt 10 km, bis wir das Gate erreichen. Die Wege sind hier extrem lang. Ein Fluggast fällt uns auf: komplett in weißem Schutzanzug, mit Kapuze, OP Maske, Faceschild und die durchsichtigen Schutzhandschuhe an. Warum begibt man sich in solche Situationen, wenn man so große Angst vor Ansteckung hat? Das verstehe einer. Um 7:20 sind wir dann gefühlt am anderen Ende des Flughafens und trinken noch einen Kaffee und essen ein Croissant bzw Bagel. Da werden wir schon aufgerufen und es geht ganz pünktlich um 8:30 h auf Richtung Good old Germany.

Mit Bordkamera beim Start live dabei!
Über den Wolken – strahlend blauer Himmel

Auf der Fahrt Richtung Startbahn sehen wir einen ganz bunten Flieger. Das bringt uns direkt zurück zur EXPO zum Emirates Pavillon. Hier durften wir unser persönliches Flugzeug Modell entwerfen. Vielleicht gab es schon einen Gewinner, dessen Maschine umgehend umgesetzt wurde.

Das Gewinner Modell :-)) des Emirates-Pavillon auf der EXPO

Der Flug ist etwas ruppelig. Wir schlafen erst mal eine Runde bevor ich dann Kino schaue. Zuerst verliere ich mich in die 20iger Jahre nach Frankreich an die Côte d’Azur. Herrlich! Wir wüssten so oft dort. Das blaue Meer erinnert mich gleich an meine Kindheit. Der Film heißt: … Moonlight und der Hauptdarsteller ist Colin Firth. Danach endlich Essen. Lecker. Hühnchen, Kartoffelpüree, Gemüse und Soße. Nudelsalat, Brötchen und Creme-Nachtisch (erinnert an AIdA 🙂 ich schreibe ein weniges Blog und sehe mir noch einen Film an: MINARI, koreanische Familie in USA will koreanisches Gemüse anbauen. In Korea heißt die Pflanze Minari ( 미나리 ) und wird als Namul- Gemüse gegessen . Der preisgekrönte Dramafilm Minari aus dem Jahr 2020 ist nach dem Gemüse benannt.

https://breiner-textatur.ch/blog/minari

Der Film endet als das Flugzeug im 12:20 h landet und wir zum Terminal rollen. Gutes Timing. Im Terminal Passkontrolle mit langer Warteschlange. Wir brauchen: Pass, Impfnachweis und Einreiseformular. Schit – meine PDF ist weg. Ich versuche das Formular nochmal auszufüllen. Gelingt aufgrund der schlechten Internet Verbindung nicht. Als ich am Schalter stehe kommt Viola durch und ich muss nochmal den Papierbogen, der weiter hinten liegt ausfüllen. Also zurück, ausfüllen und nochmal Schlange – grrrr! Das ist Deutschland und unser schlechtes Internet-Netz. Zum Glück gibt es jedoch diese Papiermöglichkeit. Zügig sind wir am Gepäckband. Koffer kommen auch schnell. Mit dem Sky Train zum Bahnhof, nachdem wir uns noch mit Kaffee und Brötchen versorgt sind. Zuletzt rennen wir, damit wir den Zug um 14:28h im Schweinsgalopp noch erreichen. Außer Atem sitzen wir 47 Minuten im R1 Richtung Dortmund. Rolli holt uns ab und um 15 Uhr liefern wir Villa bei Peters und Tobi ab.

Nun ist dieser bunte, abwechslungsreiche Urlaub gefühlt quer durch die Welt auch Vergangenheit. Ein kleines Resümee. Positiv denken hilft (Start auf AIDA) wir sparen uns reich 🙂 (im Sukh, Geschenke auf AiDA, Shopping Festival – Angebote satt), EXPO lohnt sich immer, VAE Pavillon – beeindruckend durch die Falken nachempfunden Architektur, in Deutschland schaukeln wir Energie, DP Pavillon zeigt uns die richtungsweisende Mobilität per „Hyperloop one“ in Röhren (mit 1100 km/h in 19-12 Minuten Dubai/Abu Dhabi, ist in Bau, Fertigstellung und Inbetriebnahme 2030) und in der Luft auf, Österreich kommt ohne Großbildleinwände und digitaler Kopfvermüllung aus und schafft Ruhe und Entspannung, das fantastische arabische Essen. Am Morgen und am Abend. Wohnen im 82 Stock, der immerwährende Lärm, Geräuschkulisse die müde macht, Geruch-Bombardements immer und überall, (German? My Brother is Doctor in Frankfurt) , Alkohol und höher (Burj Khalifa), weiter (Marina – Palme -Business-District – Deira) , schneller (Fahrer/innen der Luxuswagen, die bei der Anfahrt zeigen, was das Auto kann) – bunter (gefühlt alle Kulturen der Welt, Mode der Welt, Religionen der Welt), Offenheit und Freundlichkeit.

07.01.2022 – Burj Khalifa -Dubai Mall – 18000 Schritte

8:30 h Guten Morgen klingt es von links im Bett. gut geschlafen? Ja!!! Aufstehen, fertig machen, der Tag schreit förmlich nach uns. Die wärmende Sonne auf dem Balkon tut so gut. Was steht auf dem Plan? Hmmm – nix – Frühstück! Und los. Mich interessieren die flachen sandfarbenen Gebäude, die wir vom Balkon aus sehen.

Flache, sandfarbene Gebäude inmitten der Tower

Wie sich herausstellt, sind das Wohnhäuser und downtown das Sukh Al Bahar / Palace Hotel. Wir gehen auf das Gelände und stehen vor einem Wasserbecken. Erst machen wir Fotos, bis ein Brautpaar kommt und die Kulisse für die Braut-Fotos nutzen. Ist aber auch schön mit dem dicken, runden Pferd. (Künstler: Fernando Botero – Kunstwerk von 2007) – ne nicht ich :-))

Palace Hotel / Sukh al Bahar
Die Braut vor der romantischen, modernen Kulisse

Wir kommen direkt rechts am Place Hotel zu einem sehr gut aussehenden Restaurant vorbei. Ein Pärchen frühstückt. Die Speisen sehen gut aus. bevor wir uns entscheiden, schlendern wir noch ein wenig durch das „Fountain“ Gelände. Es gibt hier etliche Restaurants. Zuletzt gehen wir zu dem zuerst entdeckten Lokal „Arabeska“. In der Sonne nehmen wir Platz und bestellen das gleiche wie die Gäste hinter uns. Es ist wunderbar. Die Speisen werden gebracht. Humus, Falafel, Mini Pizzen, Linsen Salat, Quark, frischer Orangensaft, Kaffee, Tee, Haloumni und mehr.

Arabeska Frühstück für zwei

Essen köstlich, Blick unglaublich, Sonne herrlich – Urlaub! Wir verbummeln die Zeit und nehmen zum Abschluss noch einen türkischen Mokka!

Türkischer Mokka mit Minigebäck

Plan für heute steht: Burj Khalifa / Aussichtsplatform (124 Etage 460 Dirham – 118,- Euro für 2 Tickets), the Dubai Mall, dann sehen wir weiter. Tickets gebucht für den Sonnenuntergang. Frühstück (164,- Dirham – 35,- Euro) bezahlt und auf in die Mall! Gigantisch! Kaufen wollen wir eigentlich nix. Uns berieseln lassen ist der Plan. Das gelingt gut. Sogar das berieseln lassen. Vor dem Wasserfall zB.

22 Meter hoch ist der Wasserfall mit Springern

Mall – Stop and Go ist anstrengend! so bitte ich um eine kleine Entspannungs-Pause in welcher ich die Augen schließen kann. Dem Wunsch wird umgehend entsprochen. Wir kommen an einer Schweizer Spezialität vorbei, lassen diese schwere Herzens links liegen.

Köstliche Schokolade aus der Schweiz! Ich werde nicht schwach und warte bis März, bis wir wieder auf der Alp sind :-))

Direkt vor der Mall am Fountain sind Olivenbäume, die zum verweilen einladen. Wenige Menschen nutzen diesen Ort und wir genießen wirklich die halbe Stunde und entspannen bevor es weiter im Programm geht.

Viola ruht. Info: die gelben Quadrate weisen auf Abstand hin. Eine Person im Feld ist oK, die 2. Person im nächsten Feld. Die ganze Promenade war zugekleistert mit den gelben Quadraten.

Als wir uns auf den Weg auf den Burj Khalifa machen beginnt die blaue Stunde.

Blaue Stunde in Dubai – Downtown , Burj Khalifa spiegelt sich silbern in den Gebäuden.

Wir haben um 17 Uhr den timeslot gebucht. 16 Uhr machen wir uns langsam auf den Weg um rechtzeitig zum Sonnenuntergang oben zu sein. Das ist Primetime. ALLE wollen den Sonnenuntergang von dort erleben. Wartezeiten und Schlangen entsprechend lang. Um 17:15 stehen wir noch immer unten. Dann geht es jedoch weiter und wir sind pünktlich hoch über den von der Abendsonne Golden beschienen Skyscraper und sehen von der 124 Etage auf das Naturschauspiel.

124 /125 Etage Burj Khalifa

Viele Menschen kleben an den Fenstern und bewundern den orangeroten Feuerball wie er im Meer versinkt. Schön!

Oberes linkes Drittel das Burj Al Arab

Wir bleiben noch entspannt, gehen in die 125 Etage, und auf die Dachterrasse und erleben von dort um 18 Uhr das erste Wasserspiel am Ground Floor des Burj Khalifa von oben. Sehr beeindruckend. Zur Info: man könnte noch höher im Gebäude. Preis ca 100/120 Euro pro Person.

Dubai von oben
Angel unterwegs
Abendstimmung in Dubai aus den Wolken

Noch einen Kaffee, Wasser und einen Blaubeermuffin, da mein Magen langsam auf halb acht hängt. Genießen diese Abendstimmung und schlendern nochmals hin und her. Wir erleben die Show im Wasserbecken zum 2. mal. (Von 18 bis 22 Uhr halbstündlich für die Dauer von einem Lied). In Summe erleben wir diese Show 4 oder 5 mal :-))) warum? Die Schlange an den Fahrstühlen nach unten ist natürlich auch wieder extrem lang. Als wir endlich unten ankommen haben wir Hunger!!! Wir gehen sofort in die Foodhalle der Mall und checken die Vielfalt des Angebots. Entscheidung fällt zu Gunsten eines libanesischen Lokals. Wir müssen wieder warten, bekommen dann aber einen Platz draußen. Direkt vor dem Fountain. So sehen wir die Wasserspiele in Summe einmal den ganzen Abend. Oper, arabische Klänge, time to say Good Bye Sarah Brightman / Andrea Bocelli und Thriller mit Michael Jackson – alles dabei. Beeindruckend wie die Riesenfontäne in die Höhe schießt. Was das Energie kostet.

Vom Libanesischen Lokal Fontäne und Skyline

Nachdem mir eine Taube fast auf den Kopf kackt (Kacke landete direkt vor mir), setzen wir uns an einen Tisch direkt an der Hecke zur Promenade. Passt! Welch ein Glück!

Libanesisch / Türkisch

Linsensuppe, Fischgericht mit verschiedenen Fischen, rote Beete Salat (so lecker angemacht), Dal – köstlich!!! Wir haben uns gegen Chinese und Rippchen entschieden. Das Rippchen wurde publikumswirksam serviert. Im ganzen, mit Trockeneis. Der Kellner hantierte mit dem scharfen, langen Messer wie im Zirkus. Gut, das das Ohr noch dran blieb :-). Dann wurden die einzelnen Rippen angeschnitten und als „Berg“ serviert. Der Gast war begeistert. Die Zuschauer auch!

Rippchen als Event serviert
Hier wird gerollt, gefüllt und gefaltet. Die Jiaozi / Dumplings sehen köstlich aus.

Schon wieder neigt sich ein erfüllter, schöner Tag dem Ende. Es gibt noch ein türkisches Eis auf die Hand. Das hat mich nicht überzeugt, obwohl der Eisverkäufer uns beide sehr an die Eisverkäufer in Istanbul erinnerten. Schauspiel pur! Zuletzt noch ein Blick auf den beleuchteten Eingang des Palace Hotels. Die kleinen bunten Autos bringe ich doch bestimmt wieder unter in eine kleine Geschichte für Lelia :-). So werden die kleinen schon an die Autowelt herangeführt. Zuhause ein Blick auf die blinkende Welt der Lichter der Straße und des Burj Khalifa. Morgen geht es dann aufs Schiff! 🙂

Palace-Hôtel / blinkende Autos und Burj Khalifa zum Abschluss dieses Districts.

Ein letzter Blick auf den Tages-Schritt-Zähler: 17.943