18.12.2022 Sonntag Bettina kommt aus Biel

Das Wetter ist wieder super. Ein klein wenig wärmer als gestern. -2 Grad. Das merkt man gleich. Bevor Bettina am Mittag anreist, fahre ich noch Ski, Rolli geht einkaufen für ein Kassler-Apfel-Zwiebel Gericht. Rezept von Fabian- hmmm, lecker!

Eisige Schönheit.

Bettina kommt um 11:51 h an der kleinen Bahn an. Wir gehen noch in die Kapelle und Gedenken unserer Lieben. Dann schleichen wir hinauf zum Chalet. Bettina hat Knie. Ich keine Kondition. Wir verbringen plaudernd einige entspannte Stunden und freuen uns, dass wir uns endlich wieder sehen. Das letzte Mal haben wir uns am 1.8.2020 in Hamburg zum Schweizer Nationalfeiertag der Schweizer getroffen. Am Ohlsdorfer Friedhof wurde eine Führung angeboten.

Matterhorn von der Riederfurka

Wir haben dann ein frühes Nachtesse eingenommen. Zur Bähnli habe ich sie dann gebracht. Wieder ein sehr entspannter Abend. IKZ gelesen, Tee getrunken und ganz viel ohmmmm.

17.12.2022 – Entspannung pur

Nun sind wir schon drei entspannte Tage auf der Riederalp. am Donnerstag und Freitag war so ein Nebel, so dass wir nur zum einkaufen vor der Tür waren. Die Grippe hat uns so stark beeinträchtigt, dass wir nur schleichend den Berg erklimmen können. Völlig fertig kommen wir wieder in der Wohnung an und müssen uns ausruhen. Der Wahnsinn. Wo ist unsere Energie hin?

Juhuu – Wetter passt!
Nochmal juhuuu – meine Hose passt!

Samstag ist es sonnig, -6 Grad, eisekalt.

Ich hole mir meinen Saison Skipass. Der lohnt sich in dieser Saison mal wieder. Dann fahre ich 1,5 h gemütlich meine ersten Runden über die Eispisten. nach den knapp 2 h ist mir jedoch so kalt, dass ich mich im Chüestall mit einer Schoggi mit Rahm aufwärmen muss.

Es ist wirklich sooo schön auf dem Hohfluh
Tisch 59 – Im Chüestall aufwärmen. Wo ist das Schoggi-Plättli? Wird gespart?

Dann geht es zurück ins Chalet. Wärmflasche auf den Bauch und abhängen. Heute ist Rolli auf die Bettmeralp und in der Apotheke Hustenmedikamente und Murmeli-Salbe holen. den Abend lassen wir in Ruhe ausklingen.

Meine Abendstimmung mit Matterhorn
Rolli‘s Ausblick auf das Matterhorn

15.12.22 – endlich auf der Alp

Im 9 Uhr kommen wir am Berner Bahnhof an, kaufen und noch ein kleines Frühstück und starten mit… tädä .. 12 Minuten Verspätung Richtung Brig.

Auch die CH kann Verspätung

Um 11:30 Uhr kommen wir auf der Alp an. Ach bezahlen mussten wir übrigens für die Bahn nochmals 68 CHF pro Person. Ich bin gespannt, ob die DB sich von den Zusatzleistungen etwas annimmt. Wir sind in der Ruhe, im Schnee. Der Himmel ist grau. Später schneit es wieder.

Roberta hat schon wieder für Weihnachtstimmung gesorgt. Die Krippe ist vor dem Hohfluh aufgebaut.

Wir schleichen wie die Schnecken zu Egon und müssen feststellen, dass der Lebensmittelladen erst am Wochenende öffnet. Heißt: nochmal den Weg runter zum CoOp. Hoffentlich schaffen wir das bei unserer Konstitution. Bei der Ankunft freuen wir uns über die warme Wohnung. Zuhause!!! Herrlich. Wir richten uns kurz ein, bereiten einen Tee und ruhen uns aus. War schließlich alles sehr anstrengend. noch einen kleinen Snack in Form von Suppe und dann wieder auf Richtung Dorfmitte.

Das Jesuskind ist schon eingezogen. Ein bisschen früh.

Nach der Ruhepause besuchen wir unsere Corona-betroffenen Freunde Roggis im Le Roi. Vom Balkon aus quatschen wir und freuen uns, das wir wieder hier oben sind. Dann geht es zum Einkauf. Diesmal schleichen wir etwas flotter. Wahrscheinlich weil wir hungrig sind. Es gibt Schweizer Rösti mit Spiegelei und Salat. Hmmmm – köstlich. So gestärkt genießen wir den ruhigen Abend in der kuscheligen Wohnung.

B

2022 Dezember Riederalp

Rollis Geburtstag ist doch ein guter Start Zeitpunkt um auf die Alp zu fahren. Also packen wir unseren großen Rucksack und fahren nach Dortmund zum Frühstück. Die Kinder und Gina erwarten uns schon am Kinderzimmer Fenster. Der Tisch ist festlich gedeckt und wir schlemmen. Zeit ist genug. Der Zug startet um 11:45 h. VORAUSSICHTLICH sind wir um 21 Uhr oben auf der Alp! schon vorbringen Tagen wurde die ursprüngliche Verbindung geändert. Aber egal. 5 / 6 x umsteigen ist normal. Wo doll und egal sein, hoffentlich wir kommen rauf. Soweit der Plan. DO – DUI R1 die erste Verspätung. Hauptsache wir bekommen den Zug nach Frankfurt. Ja, locker. Denn der hat auch Verspätung 30 min. In Köln wird die Verspätung auf der Deutzer Brücke wegen Weichenarbeiten auf 80!!! Minuten ausgebaut. Wir sind noch zuversichtlich. Ankunft mit der letzten Bahn rauf: 23:17 h. Wenn das klappt. Ich fasse mich kurz. NEIN! In Frankfurt warten wir 1 h auf den Zug nach Bern. Dieser verzögert sich nochmals um 15 Minuten. Soll dann in basel Bad enden, fährt zum Glück weiter bis Bern!

Ein Hotel buchen wir von unterwegs. 22 Uhr im Hotel – Nein, auch das klappt nicht. Es wird 22:30 Uhr als wir das Hotel betreten. City-Hotel am Bahnhof. Sauber. 190,- schlappe CHF kostet uns dieser Spaß noch in top. Sowie das Ticket morgen für die Bahn. 34,- CHF pro Person nochmal oben drauf.

Die Bahn macht es auch so positiv denkenden Menschen wie mir das Klima schonende Fahren sehr schwer. So zahlen wir neben den Ticketkosten (ca 300,- Euro) nochmal eben 255,- CHF „Nebenkosten“ für die Nacht. Da wären wir mit dem Auto viel günstiger gefahren. Wie soll man denn noch planen?

Unsere letzte Bahnfahrt nach nach Berlin wurde in Bielefeld jäh gestoppt . Hier waren Idioten, die einen Anschlag auf die Bahn gemacht haben. Klimaverhinderer! Ich weiß es auch nicht. Es wird zunehmend schwerer für mich positiv über die Bahn zu denken.

Rolli und ich sind seit Wochen krank, vergrippt, husten und Schnupfen, was das Zeug hält. Im Zug, wie auch bei anderen Gelegenheiten wurden uns Hustenbonbons angeboten. Witzig, wie sich andere Menschen um einen sorgen. Sehr freundlich und wertschätzend. Vielen Dank an dieser Stelle bei den lieben Menschen, die uns immer weitergeholfen haben mit Hustensäften, Bonbons usw.

Nun noch etwas witziges. Das Zimmer ist sehr klein. Sauber, oK. Wenn ich jedoch denke, dass ich für schlappe 300,- Euro (geteilt durch 2, Bettina war mit) eines der schönsten Hotel Erlebnisse meines Lebens hatte. Singapur Marina Sand Bay mit dem größten Dachpool der Welt. Ist das hier der Witz des Jahres. Ein Wasserkocher steht zur Verfügung mit DEUTSCHEM Stecker. Leider keine Steckdose im Zimmer die passt. Ein Flaschenöffner im BAD, direkt neben dem Klo an der Wand. Sachen gibt es. Kuriositäten der Welt.

Nun geht es endlich nach Hause in unsere Muckelwohnung, die hoffentlich warm ist.

23.5.2022 Lienz Bye Bye

12 Stunden Zug liegen heute vor mir. Da sitze ich mir den Po platt. Was tun? Am besten früh raus und bewegen. Damit ich am Ende des Tages zufrieden ins Bett falle. Also 5:30 Uhr rauf auf den Platz. Es geht tatsächlich schon ein einzelner Herr vor mir. Abschlag auf Rot. Der Rasen ist ganz nass. Gut, dass ich meine Sportsandalette gewählt habe. Wasser vorn rein – hinten raus. Heute morgen suchen meine Bälle die Wiesen. Neeeiiinnnn! Hoffentlich fange ich mir keine Zecken bei der Suche.

Klassische Blumenwiesen – wunderschön

Die Wiesen erinnern mich so sehr an meine Kindheit. Klee, Gräser, Sauerampfer und die gelbe Sumpfdotterblume. Wie oft habe ich in der Wiese gelegen und den Sauerampfer gegessen. Ich gebe zu, heute schmeckt er mir noch bitterer.

Loch 9 – die Entenfamilie ist schon da!

Nachdem ich die 9 Löcher in 1:29 h gespielt habe reicht die Zeit noch locker für meinen Schwimm-Kilometer. Hurra! Bewegung für heute gesichert. Nun frühstücke ich mit den Schweizern draußen.

Vögel suchen ein neues Zuhause
Wespen Nest im Giebel

Wir stellen fest, dass das Wespennest bearbeitet wird. Gefährlich! So ein großes Nest habe ich noch nie gesehen. Dann heißt es Abschied nehmen, Picknick einpacken und adieu.

Mein schönes Zimmer 230

Ein freundlicher Mitarbeiter bringt mich nach Lienz zum Bahnhof und ich steige pünktlich um 9:50 Uhr in den Zug nach Fortezza – Franzensfeste / Italien. Habe ich noch nie gehört von der Stadt. Sehr klein und schrammelig rund um den Bahnhof.

Alter historischer Bahnhof
Sonne und Wind in Italien

Von dort geht es nach München, letzter Umstieg in Dortmund. Hier holt Rolli mich um 22:30 h ab. Während der Fahrt schreibe ich einen Workshop und genieße einfach die Fahrt durch die schöne Landschaft. Der ICE rast später mit fast 300 h/km durch die Landschaft. Schon ein etwas komisches Gefühl. Nun bin ich froh wieder angekommen zu sein und unsere Enkelmädchen wieder zu knuddeln.

22.5.2022 Lienz – Dolomitenhütte

Endlich habe ich mich richtig eingegroovt , da muß ich auch schon wieder nach Hause. Naja, morgen. Heute noch nicht. 6 Uhr auf den Platz. Passt. Es ist so schön heute morgen. Die ersten Schritte gehe ich mit Glockengeläut aus der kleinen Kapelle in Lavant. Der gute Geist begleitet mich. Der Nebel hängt auf den Gewässern und steigt leise. Das Blesshuhn krakehlt sehr laut und macht auf sich aufmerksam. Die Entenfamilie wackeln mit Kind und Kegel über den Platz.

Der Morgen Nebel steigt wabernd über die kleinen Teiche.

Um 8 Uhr müsste ich eigentlich aufhören, da der normale Spielbetrieb beginnt. So frage ich im Büro, ob ich eine weitere 9er Runde spielen kann. Ja! Das geht. Voll cool, dann ist der Tagespunkt „Golf“ schon mal abgearbeitet.

Die Sonne geht auf! Es ist schon angenehm warm. der ruhige Morgen ist einfach traumhaft.

Beim schwimmen überlege ich mir, dass ich radeln könnte. Rolli erzählte von der Dolomitenhütte. Rad bestellen, frühstücken und rauf auf den Berg. Die App sagt: 9 km bergauf, ca 1,5 Stunden. Mit dem E-Bike schaffe ich es bestimmt schneller. Dann trete mal kräftig in die Pedale.

Dolomitenhütte – Ankunft

Nach 1:15 h bin ich oben angekommen. Die Strecke ist sehr steil. Verschiedene Radler und Wanderer aber auch Autos kommen mir entgegen bzw. überholten mich. Das letzte Stück führt eine Mautstrasse, die offensichtlich Gebühren kostet hinauf zum Parkplatz der wunderschön gelegenen Hütte. Die außergewöhnliche Lage und Architektur zieht offenbar viele Gäste zu Fuß, mit dem Rad und dem Auto an. Auch Hochzeiten finden hier statt, wie ein Hochzeitsbogen und Rosenblätter verraten.

Ein Hochzeitsbogen vom Vortag!
Außergewöhnliche Architektur! Auf Fels gebaut.
Wanderer willkommen
Für Radler wird bestens gesorgt:-)

Nachdem ich die Lage sondiert habe, finde ich einen aussichtsreichen Platz an einem schönen alten Tisch im Shabby chic Style (so sagt man doch heute) in der Sonne. Die Karte verspricht Österreicher Köstlichkeiten denen ich nicht wiederstehen konnte. So bestelle ich neben Sirupschorle einen Kaiserschmarren mit Apfelmus und Preiselbeeren. Er ist köstlich – mit dem Panorama, der frischen Luft und der Anstrengung. Perfekt!

Kaiserschmarren in der richtigen Location – dreimal lecker!

Dann geht es zurück. Ein wenig Bammel habe ich, ob die Bremsen halten. Hoffentlich laufen die nicht heiß.

Auf Wiedersehen auf der Dolomitenhütte in Osttirol in den Dolomiten

Auf der Abwärtsfahrt begeistert mich eine weiße puschelige Pflanze. Ich habe keine Ahnung, was das ist.

Was mag das sein? So kuschelig!

Ich bin versucht eine Naturrodelstrecke hinab zu sausen. Zuletzt traue ich mich doch nicht. Wäre rolli, mein Mountainbike Spezialist dabei, hätte ich womöglich gewagt. So fahre ich weiter die Straße hinab.

Toll – sollten wir im Winter mal runter sausen. Seeehhhrrrr lang!!!!

Dann geht’s weiter, bis ich einen Abzweig sehe zum Tristacher See. mit Badeanstalt. Da muss ich hin! Ein Kleinod. Verrückt! Am gegenüberliegenden Ufer ein Hotel!!! Mitten im Wald. Am See, schön gelegen. Ruhig, romantisch. Ich wähle den ausgewiesenen Trampelpfad rund um den See. Der See ist nicht groß, so bin ich in kurzer Zeit herumgefahren. Natürlich habe ich meine Füße in den See gestellt. Temperatur oK. Ich sehe Standup Paddler und Schwimmer. Herrlich an diesem Sommertag.

Tristacher See – Badeanstalt / Hotel mit schöner Liegewiese

Dann wieder rauf aufs Rad bis die Bremsen glühen

Vorbei an wunderschönen Dolomiten-Blumenwiesen
Blick auf den Golfplatz – Domimitengolf und den kleinen Ortschaften im Drautal.
Ich fahre in Lavant an der kleinen Kapelle vorbei.
Ich bekomme nicht genug von den bunten Blumenwiesen.
Meine heutige Radtour

Eine wunderschöner Tag geht im Pool und im Restaurant mit dem köstlichen Abend Menu und netten Gesprächen mit den Tischnachbarn aus der Schweiz zu Ende.

Hmmmmm – einfach lecker 😋

Gute Nacht – Koffer packen und morgen geht es dann wieder nach Hause.

21.5.2022 Samstag Lienz – Gästewechsel und viel ohm

In der Nacht wütete ein starkes Gewitter. Es knallt dermaßen, dass ich meine Fenster schließe. Das Gewitter ist sehr nah. Am Morgen ist der Himmel das erste mal grau. Ich entscheide mich gegen die 6 Uhr Runde, aber für schwimmen. Dann gemütlich Frühstück und nochmal ausgiebig mit Oswald und Rita plaudern. Die beiden reisen heute ab. Wir lassen das gestrige Turnier nochmal Revue passieren und gratulieren Oswald ein weiteres Mal zu dem Erfolg. Dann berichtet Rita von ihrer Leukämie Erkrankung und Behandlung. 2011 entdeckt, schlafend 2016 Ausbruch und Einweisung nach Heidelberg, dort eigene Stammzellenbehandlung und vierwöchiger Krankenhausaufenthalt. Stand heute: alles gut, alle viertel Jahr zur Nachuntersuchung. Es geht ihr gut. Nebenwirkungen: Essen schmeckt anders, Haut wurde sehr braun (welche Ahnen da wohl heraus kommen) . Spannend. Doch hatte ich einen 10:10 Uhr Abschlag Termin und musste mich von den beiden verabschieden. Am Abschlag traf ich :-)) Thea, Werner und Mecki (witzig diese Namen. Da wir einen „Mecki“ kennen, der Werner heißt) . Hier sind es zwei Personen. Also haben wir uns gefreut zufällig wieder zusammen zu spielen. Nach 9 Loch sind die drei nach Lienz gefahren und ich habe allein weiter gespielt. Bin dann aber auf einen Flight aufgelaufen. So haben mich zwei Damen dann freundlicherweise in ihren Flight aufgenommen und wir spielten die Runde gemütlich zu Ende. Heute ist alles ganz Ohm. Zum Yoga hätte ich am Morgen gehen können. Hatte aber keine Lust. Habe mich lieber ins Wasser geworfen. Eine Massage habe ich mir dann noch gegönnt. Bei André wie sich herausstellte. Seit 14 Jahren ist dieser großartige Physiotherapeut im Hotel tätig, neben seiner Tätigkeit als Freiberuflicher Therapeut. Er ist einfach mega Klasse. Erst mal Körper checken. „Du bist schief !“, musste ich mir anhören. Bäh- heul! Ich will doch nur eine Wellnssbehandlung mit Öl, schön, ohne zu denken, einfach genießen. Das ist nicht André :-). Also gab es Tipps zur Spiraldynamik, Muskelketten-Abfolge und kleine Übungen mit auf den Weg. Dann aber, jetzt Ohmmmm! Nein, er knetet die Aua Stellen so richtig ab. Aua Schulter, Aua Ellenbogen, Aua Hüften, Aua Oberschenkel, Aua Waden – heul. Ich will ohmmm. Das bekomme ich dann auch. 10 von 50 Minuten. :-))) zuletzt stabilisiert er mein Knie mit Tapes in blau. Obwohl Farbe ist Wurscht. 5 x 4 Felder klebt er mit viel Druck auf. Im Anschluss krabbelt André mir unter die Kniescheibe. Ein bisschen seltsames Gefühl. Aber wenn’s wirkt und ich die Orthese nicht mehr bräuchte , wäre das ja eine coole Nummer. Bin mutig und probiere das jetzt aus. Natürlich werde ich auch die Übungen machen. Is klar! 😉

Schickes Knie! Fühlt sich etwas seltsam, ungewohnt an.

Danach verbrachte ich einen gemütlichen Abend mit meinen neuen Tischnachbarn aus Basel. Sehr gesprächig die beiden. Sie, Nicole Krankenschwester, und jetzt kommt es: aus der Intensivpflege Stammzellen-Transplantation. Was konnte ich mich mit Nicole fachgerecht austauschen. 😉 Zufälle gibt es. So hatten wir einen schönen gemeinsamen Abend, saßen warm und trocken, während um uns herum gefühlt die Welt unterging. Schnell ins kuscheliges , warmes Bett und noch einen gute Nacht Kuss abholen von Rolli und den Tag gemeinsam Revue passieren lassen. Gute Nacht und schöne Träume.

20.05.2022 Lienz – 1. Golfturnier

Einmal muß es ja passieren, denke ich bei mir und melde mich mutig an. Heute, das erste Turnier. Was hat mich da bloß geritten. Martin, mein Trainer in Fröndenberg wäre stolz auf mich. Die langen Bälle klappen schon recht gut. Die Weite stimmt. Aber dann! Ich verfüge gefühlt alle Kurzschläge! Da ist noch mächtig Übungspotential. :-)) Aber Wurscht. Wohlan, frisch an den Schläger. 6 Uhr starte ich meine Übungsrunde. Die Idee am Morgen ist PERFEKT. Dann schwimmen und Frühstück.

So schön blühen die Kastanien? Die Farben sind so satt am Morgen.

Wohlgestärkt und sportlich aufgewärmt starten wir drei im Flight auf die grüne Runde. Oswald outet sich als 1. Turnier Spieler und ist offensichtlich etwas nervös. Wir geben unser bestes und spielen zügig durch. Was genau ich vergeige weiß ich nicht. Ball Verlust ist nicht zu beklagen, ausnahmsweise HiHi. Dafür einige Streichergebnisse. Doch auf der Clubhouse Terrasse zählt zuletzt nur eins. Dasein ist alles. Ich werde stolze letzte im Starterfeld und Oswald Sieger aller Klassen. Sein 54 Handicap konnte er herunterspielen. Voller Stolz nimm er den offerierten Wein gern entgegen. Seine Rita ist äußerst stolz auf ihren Gatten. Thea ist stolze Gesamtsiegerin. Sie macht aber auch einen tollen „Job“. Hämmert die Bälle auf‘s Grün. Unglaublich! Verdient gewonnen. Dann geht es zum entspannen nochmal ins Wasser. Danach hole ich mir einen Cappuccino aufs Zimmer weil es auf der Terrasse unten wieder so warm ist.

Genussvolle Kaffee und Kuchen Pause

Direkt vor meinem Zimmer am gegenüberliegenden Dachstuhl haben sich „ein paar“ Bienen bewogen gefühlt einen Stock zu bauen. Diverse Versuche das Bienennest zu eliminieren sind bisher ohne Erfolg geblieben. Somit summt und brummt es noch immer vor meinem Fenster.

Tausende und Abertausende Wespen finden immer wieder zum Ort der Königin.

19.05.2022 Der frühe Vogel …. Lienz – Kosakenkapelle

Donnerstag, 19.05.22

Planänderung im Tagesablauf aufgrund der guten Wetterlage. Der Tag gestern hat mich umgehauen. Die Augen schmerzen noch immer und sind gerötet. Also, wie geht’s weiter? Der Golfkurs ist ab Sonnenaufgang frei zugänglich, ohne Anmeldung. Da ich wie umzurühren wach bin, denke ich: „Perfekt, für mich. Angenehme Temperaturen, keine Regeln. Und los geht‘s“! 6 Uhr stehe ich auf dem Platz!

Allein auf weiter Flur!

Eine Einheimische Dame rutscht noch an mir vorbei, sonst Vogelgezwitscher, ein Häschen rennt übers grün. Ich scheuche ein Rebhuhn auf und sonst sind nur die Greenkeeper mit mir auf Tour. Zweimal versuche ich einen Angriff auf die Wagen. Retourkutsche: ein Ball geschreddert. HaHa. Ein weiterer Vorteil an der Frührunde allein , an den ich anfangs nicht bedacht habe: der Zeitfaktor! 1,30 h im Vergleich zu mindestens 2:15 h zu dritt, pro Runde. Ich kann mal nach Bällen suchen und auch ein Foto machen von den schönen Frühlingswiesen.

Blumenwiesen wie aus dem Bilderbuch.

Auf der grünen Runde geht man nahe Lavant und den Suites vorbei. Diese kleine Kapelle ist so zauberhaft. Vielleicht schaffe ich noch mal hoch zu laufen/radeln.

Wallfahrtskirche Maria Lavant von 1770 – Bekannt für schöne Fresken und die sitzende Muttergottes aus dem 17. Jahrhundert.

https://www.tirol.tl/de/tirol/lienzer-dolomiten-osttirol/lavant/

7:30 h bin ich mit 9 Loch durch! Die Temperaturen sind so angenehm. Alles richtig gemacht! Nun einen Kilometer gemütlich schwimmen, bevor ich dann zum Frühstück gehe. Was passt noch in den Tag, frage ich mich. Nach Lienz radeln! Vorher noch eine Stunde an den PC, einen Workshop (NLP im Alltag – super Thema) für nächste Woche vorbereiten und dann rauf aufs Rad. An der Drau entlang ist Mannen null Komma nix in Lienz.

An der Drau, mit Grillplatz . Wasser erfrischend.

Rolli hatte mir beim Wurzelstock Aufträge mitgegeben. Sauna-Aufgüsse! Erledige ich gern. https://www.wurzelstock.com/fellshop-lienz. Neben Duftölen gibt es hier schöne Fell-Produkte, feste Seifen und andere schöne Dinge. So schlendere ich durch die hübsche Altstadt, die bereits italienischen Flair versprüht. Das noch fast alle kleinen, Inhaber geführten G‘schäftl vor Ort sind, wie vor drei Jahren, freut mich außerordentlich. So Bummelzug durch die Straßen und stoße auf ein neues Eislokal.

Neu – neu – neu in Lienz
Witzige Werbung auf Tellern!

Laden toll dekoriert, die verschiedenen Eissorten klingen vielversprechend. Doch sind wir von „Ella Straccitella“ so verwöhnt, dass mich dieser Geschmack eher enttäuscht. Hier ein Hinweis auf unsere Lieblingseisdiele: https://ellastracciatella.de/. Aber egal, heute Abend werden bestimmt wieder köstliche Erfrischungen serviert. Wieder ist es heiss und es zieht mich zur kühlen Wasserlinie der Drau in den kühlenden Schatten der Bäume auf dem Drauradweg. Ich sause los um fast sofort wieder zu stoppen. Was ist das?

Waschtag in Lienz
Gegenüber der Gaststätte „Zeitlos“ verführt die leicht bekleidete Dame zum Eintritt in das Restaurant.

Raus aus der Stadt bin ich schnell wieder auf dem kühlenden Drauradweg. die Sonne wirft ihre Schatten spielerisch tanzend auf den Wander- und Radweg. Es ist einfach wunderschön. Erstaunt sehe ich, dass ich mich auf dem Jakobsweg befinde!

https://www.osttirol.com/entdecken-und-erleben/sommer/wandern/detail/jakobsweg-osttirol-etappen/

Tja, schon wieder etwas für Geist und Seele getan. Spürt man direkt diese spirituellen Schwingungen. Weiter geht’s. Heute bin ich nicht zum Spaß hier. Schon wieder fällt mir ein außergewöhnliches Gebäude ins Auge. Autsch! Eine kleine Holzkapelle mit Grabanlage. Erfahrungsgemäß tippe ich auf ein kath. Orthodoxe Gotteshaus. Meine Gedanken werden bestätigt. Es handelt sich um ein Mahnmal für gefallene Kosaken. Die Kapelle ist verschlossen.

https://www.kosaken-lienz1945.com/der-kosakenfriedhof–31071064-de.html

In Anbetracht des Ukraine Krieges, der derzeit tobt, weil so ein kleiner russischer Despot seine Macht demonstrieren will macht mich dieser Ort besonders traurig. Hier wird den Toten gedacht und in anderen Teilen der Welt unnötige Familien zerrissen, Kinder umgebracht und Frauen missbraucht. So unnötig und unnütz. 

Meine kleine Genuss-Radtour beende ich am Nachmittag. Noch zeit bis zum Abendessen denke ich. Vielleicht noch eine kleine 9er Runde in der Abendstimmung. Gedacht – gebucht! Auf geht’s. Ich fühle mich richtig gut.

Das Leihset ist von Ping. Echt gutes Material. Zur Info 5 Tage: 80 Euro – wie Skier leihen. Stressfrei reisen.

Immer noch strahlend blauer Himmel. Auch die Temperaturen gehen langsam runter. Nach der roten Runde, 1:31 h entspanne ich noch im Wasser und auf der Liege. Man gönnt sich ja sonst nix. Essen gibt es bis 21 Uhr. Neben mir sitzen Oswald und Rita aus Bayreuth. Wieder ein positives, freundliches älteres Ehepaar. Die Familie hat lange in den Niederlanden gelebt. Geschäftlich war Oswald bei einem Unternehmen für Rohrbefestigungen beschäftigt und kam dann und wann schon mal nach iserlohn um mit einem Handelsvertreter (Volkmar Pott) Geschäfte zu machen. Gewohnt hat er bei: Neuhaus. Die Welt ist klein. Sag ich immer wieder. Wir stellen weiterhin fest, das wir am Freitag ein kleines Turnier gemeinsam mit Ernestine in Flucht spielen. Die Arme. Zwei Anfänger mit 45 und 54 Handicap und 0,0 Turnier Erfahrungen. Das kann ja heiter werden. Aber wir lassen uns nix anmerken und freuen uns auf das gemeinsame Spiel und die neue Erfahrung. Irgendwann müssen wir ja mal auf die Leute losgelassen werden.

Da braut sich was zusammen!

16.5.2022 Drei Jahre Vorfreude auf Lienz, Dolomiten

Vorfreude ist die schönste Freude sagt ein altes Sprichwort. Vor drei Jahren habe ich diesen Urlaub gebucht und wegen Corona immer wieder verschieben müssen. Österreich hatte damals als erstes zugemacht und leider, nicht wirklich im Mai wieder geöffnet. Daher konnte ich meine immer wieder verschobene Buchung erst jetzt realisieren. Hurra! Vor ca vier Wochen entschied Rolli sich gegen die Reise, sodass ich nun allein golfen, schwimmen, radeln und bummeln gehen kann/darf. Es ist ein wenig Prime Time. Ohne Rücksicht auf irgendwen oder irgendetwas Freiheit genießen zu können. Energie tanken, die Tage verstreichen lassen. Also habe ich mir günstige Bahn-Tickets gekauft (hin für 76,60 Euro und zurück für 108,10 Euro – 1. Klasse). Rolli hat nun auch noch Corona (zum Glück ohne Symptome), so dass es gerade passt, dass wir uns aus dem Weg gehen :-). Er hat Haus, Sauna, Werkstatt und Garten dann komplett für sich. Der Kühlschrank ist prall gefüllt, so dass er die Woche gut über die Runde kommen wird. Natürlich hege ich die Hoffnung, dass er sich frei testen kann und ich unbeschwert wieder einziehen kann. Warten wir ab.

Los geht es um 6:45 h als mich mein lieber Herr Hotopp mich abholt und zum Bahnhof bringt. 7:17 h startet der Zug in Iserlohn Richtung Essen, Umstieg in den ICE nach München. Von dort geht es um 14:15 Uhr nach Spital. Das letzte mal Umstieg nach Lienz. 19:34 h holt mich ein Hotelfahrer ab und bringt mich förmlich in den Speisesaal.

Das Essen ist wie immer köstlich. Sehr freundlicher Service, sauber, passt wieder perfekt. Lange halte ich nicht durch. Trotz des ganzen Tages Nichtstun, oder gerade deswegen, falle ich ins Land der Träume ins kuschelige Bett im Zimmer 230.

Dienstag, 17.5.2022

Wie beim kleinen Lord ist die Welt um 7 Uhr in Ordnung

Der Blick aus dem Fenster um 7 Uhr zeigt: Wasser bereit. Hurra! Also Zähne putzen, kurz durch die Haare gefegt und ab ins Wasser. Die Dusche ist brrrr – eisekalt. Der saubere, blaue Pool mit 28/29 Grad gefühlte Badewanne. So ziehe ich in Summe 45 Minuten meine Bahnen, mache Dehnübungen und genieße dieses spektakuläre Panorama. Da wollen doch tatsächlich zwei weitere Personen um die Zeit ins Wasser. Geht ja gar nicht. Habe ich dich für die Woche reserviert.

Die Sonne geht langsam auf und hüllt die Berge in das warme orange Licht. Leichter Nebel steigt aus dem Wasser.

Dann erstmal zum Frühstück und scannen was für Köstlichkeiten im Angebot sind, Großes Teeangebot, verschiedene Brotsorten mit und ohne Gluten, Fisch, Obst, auch zum selber pressen, Müslis und so vieles mehr. Auch an die Veganer wurde gedacht. Es haut mich immer wieder um. Auf meinem Teller landet: Dunkles Brot, Fisch, Käse, Tomate, Gurke, Müsli mit frischem Obst und Tee. Hmmmm – Bauch ist schnell voll. Dann auf zum Golf-Büro mein Leihbag übernehmen und Abschlagszeiten reservieren. Zack Zack – auch erledigt. 14 Uhr geht es los mit Ernestine in Stefan. 4, 5 h später sitze ich „erschlagen“ mit den beiden im Clubhaus und lösche mit einem „Golfer“ meinen Durst. Das erste mal bin ich 18 Loch gegangen. Und das bei einer Affenhitze. Die Sonne sticht richtig. Ich war fix und fertig. Jeden Bunker habe ich auf den Strecken gefühlt mitgenommen:-)). Also vom Ergebnis reden wir nicht. Streichergebnis. 🙂 nochmal kurz in den Pool erfrischen, bevor es zum Abendessen geht. Da sitzen die beiden direkt an dem Tisch schräg vor mir. Die Welt ist klein. Ernestine spielt mit ihrem Handicap (18,) in der 3. Damenliga am „Donnersberg“! Wie sich später herausstellt.

Mittwoch, 18.05.2022

Ein Blütenmeer um den Pool.

7 Uhr leuchtet der Pool inmitten der blühenden Rhododendren als ich den geübten Blick schweifen lasse. Heute muss ich Gas geben. Frühstück und um 10:10 erwartet mich am Rot / Grünen Abschlag eine Familie aus Solingen. Werner, Mecki (Mechthild) :-))) und die 27 jährige Thea. Architekten wie sich herausstellt. Es ist wieder so unendlich heiss. Ich verglühe gefühlt. Mir wird zum Teil schon schwindelig, kann mich kaum konzentrieren. Hat Rolli mir Corona mitgeschickt?

Auf dem Platz gibt es jetzt einen mobilen Kiosk mit Getränken.

Die 18 Loch quäle ich mich bis zum Clubhaus 🙂 um dort noch ein kühles Getränk zu trinken. Urlaubstermine drängen zum Aufbruch. Kurz im Zimmer verweilen, 10 Minuten die Augen schließen, bevor ich mich zur Kosmetik aufmache. Drei Jahre war ich nicht mehr zur Pflege. Das sieht man wohl. WAS? ICH? Haut wie ein Baby, runzelfrei und top in Form. Ausgenommen die Hängebäckchen und Lachfalten um die Augen. :-). Judit legt los. Während der Behandlung bekomme ich eine Hitzewelle, Übelkeit, Herzrasen. Entspannung ist wohl nix mehr für mich. Aber weit gefehlt: Sonnenstich heißt die Diagnose. Mir geht es zum „kotzen“. Also Beine hoch, Kopf runter, tief atmen, ruhig bleiben und dann geht es später auch wieder. Meine neu gewonnene Schönheit kann ich kaum anerkennend würdigen. Nur raus hier, Luft und Sessel / Bett und nochmal ruhen. Kopfschmerzen kommen auch noch dazu, Augen sind verblitzt. Oh Mann! Das trotz Hut und viel trinken. Jetzt „saufe ich wie ein Gaul“ nehme eine IBU und ruhe mich aus. Tatsächlich helfen die Maßnahmen, so dass ich um 20 Uhr essen gehen kann. Ein Glück. Diese Menüs kann ich mir doch nicht entgehen lassen. Bis auf einen Abend habe ich KEINE Essensfotos gemacht das eine schenke ich nun den Lesern.

Ein Beispiel der servierten Köstlichkeiten. Sushi Art des Hauses. Jummy

Ich habe nicht immer das gesamte Menü verputzt. Vorspeise oder Suppen im Wechsel, gern vegetarische Hauptgerichte und wer mich kennt, natürlich Dessert. Gern Eis. Auch hier, täglich wechselndes Angebot. Einmal musste ich auf ein österreichisches Nudelgericht warten, da wurde mir die Wartezeit versüßt mit Apfelsorbet mit Gin 🙂 yummy yummy