24.10.19 – Lost in Krüger II Safari – Flug Jo‘burg/Port Elisabeth –

Es war eine sehr unruhige Nacht.

Das Gewitter war sehr heftig, hell, lange und zuletzt auch stürmisch mit Regen.

Das Reetdach hat gehalten und die Türen blieben geschlossen, obwohl es mächtig geprasselt und gerappelt hat.

5:15 werde ich wach und werfe einen Blick heraus. Sunday läuft bereits durchs Camp und grüßt. Pünktlich 5:30 h ist wecken angesagt.

Wir werden trotz aller zeitlichen Bedenken noch mit auf die Frühsafari gehen.

11:20 h geht der Flieger von Hoedspruit. 45 km, 45 Minuten Fahrzeit sagt Mathew. Er muss es ja wissen. 9:30 h Abfahrt reicht dicke. „Wir müssen das Auto auch noch abgeben, was ist wenn wir wegen einer Elefantenherde anhalten müssen?“ Meine Einwände ziehen mit dem Wind in der afrikanischen Steppe. Nun gut. Hakuna Matata. Hab Vertrauen Iris 🙂

Die Hoffnung stirbt zuletzt! Der Wunsch Simba und Nala – Löwen / Leoparden zu sichten ist in der Gruppe groß. Tatsächlich habe ich bereits soviel erlebt, soviel schöne Tiere in der Natur gesehen, das mein Wunsch diesbezüglich nicht so groß ist.

Also rauf auf den Bock. Die Koffer stehen schon fertig im Zimmer.

So fahren wir bei kühler, angenehmer Temperatur in den Sonnenaufgang.

Unsere italienischen Eindringlinge sind sehr ruhig heute morgen.

Der Busch ist wie leer gefegt. Es ist auch wieder windig. Die Tiere hat es vermutlich vom Nachtgewitter weggespült. Eine kleine Gruppe Impalas sichten wir, sowie ein großes Warzenschwein. Es ist wirklich so drollig wenn es dann federnd mit aufgestelltem „Antennen-“ Schwanz lostrabt. Die Disney Zeichner haben ganze Arbeit geleistet und die Tiere so echt dargestellt. Einfach toll. Ansonsten laufen uns „nur noch“ Zebras vor die Linse.

Wunderschöne elegante Tier. Wir treffen auf zwei Gruppen.

Ansonsten finden wir an einem Wasserloch neben der ganzen Kacke :-))) ein !!! buntes Pflänzchen und die ersten grünen Blätter am Butterfly-Tree.

8:40 h wir sollten dann mal Richtung NSALA Camp fahren. Sunday gibt Gas und wir kommen um 9:05 h im Camp an.

Reste in den Koffer schmeißen, ins Auto bringen und zum Frühstück. Sandra beäugt kritisch die Uhr und sorgt sich.

Ich sage: jedes Ziel hat seinen Preis. Verzichtest du auf Eier und Speck? Nein, sagt sie :-)) Hunger!!! Nun gut. Es wird 9:35 h als wir den Tisch fast fluchtartig verlassen. Nun kommt die Pappnase Mathew auch noch mit einer Getränke Rechnung und der Bitte um einen Eintrag ins Gästebuch. Geht’s noch???

Dann aber nix wie weg! 9:45 h sitzen wir im Auto und fahren vorschriftsmäßig und sehen tatsächlich viel mehr Tiere als am Morgen.

Neben der obigen Ausbeute stoßen wir noch die Elefantenherde, die wir bei Ankunft gesehen haben mit den Babies. Leider zu weit entfernt für Fotos. Behalte ich im Herzen. Eine Giraffen-Familie und weitere Giraffen Einzeltiere laufen uns noch über den Weg. Viele der Leoparden Turtles krabbeln über die Straße. Wir müssen sehr achtsam fahren.

Dann endlich kommen wir 10:40 h zum Gate und übergeben ordnungsgemäß unsere „Ein- und Ausreisebescheinigung.

Nun siehe Text unten. Grrrrrrrrrrrrrr Mathew hat uns nichts ausgefüllt zum abgeben. Neeeeeiiiiiiiihhhhhhnnnnnn!!!!!!!

Der Beamte will wissen, warum wir die nicht haben. Ja keine Ahnung! Zum Glück haben wir eine Telefonnummer, da wir Fotos getauscht haben.

Der Beamte kann ihn nicht erreichen. Wie auch. Hier gibt es fast nie Netz.

Paaaaanik! Was nun. Nach gefühlten 15 Minuten kommt eine Lady und lässt uns passieren mit den Worten: das sei nicht unser Problem sondern das des Vermieters. Puh!

Dann gibt Sandra Gas!!! Und wir erreichen den noch 10 km entfernten Flughafen um 10:55 h.

Ich rase mit dem Gepäck zum Check-in. Sandra wirft einem freundlichen Europcar Mitarbeiter kopflos die Schlüssel zu und rennt zum Counter.

Die Flughafen Mitarbeiterin verdreht ob unserer Verspätung die Augen, verweist mich an ihren Kollegen. Er tippt so schnell wie Finger über die Tastatur nur fliegen, unsere Daten in den PC und drückt uns die Boardingkarten in die Hand. Sogar das Gepäck wird noch eingecheckt (hoffentlich auch verladen).

Dann flitzen wir zum Departure Gate durch ein gemütlichen Aufenthaltsraum mit Souveniershop.

Die Sicherheitskontrolle geht Zack-Zack. Sogar mit gefüllter Teeflasche.

Puuuuuuuhhhhhh – das war das schnellste Check-in und Boarding ever.

Im Flieger: 11:06 h

Nach uns kommen übrigens noch zwei Reisende an Bord. Türe zu – Ansprache des Käpt’n und los!

Second lost:-)))) knapp entgangen !!!

Glück muss der Mensch haben und Schinken mit scrambled eggs 🙂

Nun heißt es ohhmmmm.

Beide haben wir Fensterplätze, da die Maschine max. zur Hälfte besetzt ist, und schauen uns die bunte, interessante Landschaft von oben an.

Sandras Wunsch nach Nutella wird tatsächlich erfüllt. Jeah!

Meine Käsesandwich ist eher ihhhhh

Den Krüger Park, nochmal über den Blyde Canyon, dann sind wir in den Wolken und tauchen sehr rubbelig über Jo’burg wieder aus den Wolken ab. Ich wusste gar nicht, dass die Schlaglöcher im Himmel nicht gestopft werden.

Da wir keine Löwen live gesehen haben zeige ich Sandra dieses Bild:

Ich finde das zählt: :-)))) Löwe gesehen!!!!

(PS: Sandra schickt mir von ihrer ersten Safari in Kenia 2016, Löwen, Leoparden, Erdmännchen Fotos. Nun habe ich auch alles „gesehen“.)

wegen des Windes ist der Sinkflug auch sehr rumpelig. Die Landung in Jo’urg erstaunlich ruhig. Sehr gut! 12:20 h

Angekommen vermissen wir unser Gepäck! Neeeeiiiiiinnnnnn. Doch am Lost luggage Schalter werden wir beruhigt und erfahren, dass unser Gepäck durchgecheckt wurde.

Ohmmmmm – jetzt haben wir bis 16 Uhr Zeit. Wir gehen durch die Sicherheitskontrolle. Auch hier können wir alles, bis auf Laptop im Rucksack lassen. Flüssigkeiten, Flaschen, Becher usw. Das bin ich nicht mehr gewohnt.

Wir haben Zeit und lernen bei Sandras Ray-Ban Brillen Kauf – todschick übrigens – eine neue Vokabel:

Look me back Glasses

Sehr pünktlich startet die British Airways Maschine und wir landen gegen 17:30 Uhr in Port Elisabeth. Vom südafrikanischen Mitflieger bekommen wir noch Tipps für die Garden-Route. Vom Rollfeld laufen wir zum Flughafengebäude. Von der Toilette kommend, fließt unser Gepäck schon vom Band.

Nun holen wir von Europcar das neue Auto und es geht zügig in die ca 60 km entfernte Küstenstadt Jeffreys Bay.

Kurt, unser Vermieter fragt schon wo wir sind.

19:45 h erreichen wir in der Dunkelheit das JB Surf View und sind restlos begeistert. 2 Schlafzimmer, Wohnzimmer, Riesen Küche, zwei Bäder, Balkon und einen unglaublich gesprächigen Vermieter.

Sandras Zimmer!

Kurt kann und macht scheinbar alles. Surfen, Rock Musik, Velo fahren (mit Fatbikes über den Strand) und vieles mehr. So alt ist er noch nicht. Arbeit???? Keine Ahnung. Die Wohnung ist wirklich mega!

Mein Zimmer und traumhaftes Bad mit zweilagigem Klopapier. Ich bin happy :-)))

Nun aber flugs zum Supper. Kurt stellt seinen Monolog dann auch ein 🙂

Auf seiner Empfehlung landen wir in Kitchens Window! Top Empfehlung.

Wir essen Hake/ Seehecht und Kabeljau Nachtisch gibt es auch. Churro (scheinbar eine Spezialität hier) und Creme brullee . Köstlich!

http://www.kitchenwindows.co.za/

Dann fahren wir zurück und fallen in die weichen Federn. Gegen 23 Uhr lösche ich das Licht und schlafe nach dem aufregenden Tag sofort ein.

http://www.booking.com/Share-ZsmkZ3

https://www.jbaysurfview.com

20.10.19 – Start über Pilgrims Rest – God‘s Window zur (Happy) Hippo Hollow Lodge

Nach einer etwas holprigen Landung in Johannesburg holt Sandra mich am Flughafen ab.

Auf zu Europcar. Unseren Hundai haben wir schnell. Sandra gewöhnt sich schnell an den Linksverkehr. Vor allem als wir wieder am Terminal stehen. :-)))) einmal um den Pudding. Dann bleiben wir stehen. Beschäftigen uns mit der Navi. So stellen wir erst mal von englisch Elisabeth auf deutsch. Anna beschreibt uns nun den Weg. Macht vieles einfacher.

Die Fahrt dauert schon ein wenig länger und uns überfällt der „kleine Hunger“. An einer netten Raststätte kehren wir ein. Auto parkt direkt vor der Tür, so dass wir einen Blick darauf haben. Wir essen ganz leckere Quiche und trinken einen frisch gepressten Saft. Tolle Auswahl.

So gestärkt finden wir dann auch Pilgrims Rest.

Auf dem Weg dorthin empfinde ich sehr befremdlich das

1. der Mittelstreifen brennt und keinen scheint es zu interessieren.

2. das Menschen auf der Autobahn herumlaufen und per Anhalter fahren. Frauen allein, mit Kindern und Männer. Lebensmüde!

3. auf den Pick-ups Leute. So etwas würde bei uns nicht möglich sein.

Eine Person auf der Ladefläche ist selten. Oftmals sind es etliche Personen!

Die Landschaft ist eher karg. Wir vermissen das Grün.

Pilgrims Rest sind die Überreste einer Goldgräberstadt. Einsam sind wir durchgefahren. Außer uns war kein Gast/Tourist zu sehen. Eine Verkaufshütte reihte sich wie an einer Perlenschnur gezogen die Dorfstrasse hinauf. Wir wollte nicht überfallen werden von den Verkäuferinnen, so sind wir nur vorbeigefahren. Auch gibt es jede Menge Restaurants und Pubs. Ein Mitarbeiter des Pancake-Ladens versuchte uns auf seinen Parkplatz zu locken. Kein Interesse und weiter nach Pinnacle zu dem Aussichtspunkt.

Natürlich kostet es Eintritt. R17 pP (ca 2,- €) für beide. Ist okay. Der „Fels-Finger“ erinnert mich sehr an die Meteora-Klöster in Nord-Griechenland.

Die vor uns liegende Landschaft ist beeindruckend. Mir gefallen die unterschiedlichen Felsfarben sehr. Das Wetter ist gut. Die Sicht okay.

Auf den Parkplätzen gibt es überall Verkaufsstände. Obwohl nicht viele Gäste unterwegs sind, werden wir nicht belästigt. Kurze, übliche Ansprache: Good Price, Lucki lucki :-)), das wars dann aber auch. Die Damen wenden sich ihren Kolleginnen zu und tauschen sich in Africaans aus. Witzig finde ich die Röcke der Ladies. Ich vermute, dass sie die bunten Baumwollröcke nur noch wegen der Touris tragen. Ansonsten kleiden sich die Afrikanischen Ladies sehr westlich.

Weiter geht’s zu dem Nature-Resort

Hier sehen wir den ersten kleinen Affen, der sich über die Schlucht von Baum zu Baum hangelt.

Aufgrund meiner Einschränkung (Knie) geht Sandra allein 300 Stufen hinauf in den kleinen Regenwald.

Währenddessen wandere ich weiter um Gods Window und treffe auf einen liebenswerten älteren Südafrikaner, der einen Strauß Rosen dabei hat. Drei verteilt er unter uns Ladies. Er erzählt von seiner sehr kranken Frau, die diesen Ort sehr liebt und immer Blumen mitgebracht hat, wenn sie hier war. Nun wirft er Blumen in die Schlucht und lässt sich dabei filmen um seiner Frau diesen Film zeigen zu können.

Ich werde das Geschenk hüten und ehren.

Am Aussichtspunkt sind etliche Liebesschlösser angebracht. Köln lässt grüßen.

Bekloppte, lebensmüde gibt es immer wieder. So machen zwei junge Männer halsbrecherische Fotos am Rande des Canyon.

zuletzt sehen wir uns noch die Lisbon Falls an. Eher unspektakulär. Die Verkaufsstände sind auch schon alle abgeräumt. Weiter oben gibt es noch kleinere Mini-Fälle und Pools.

Es geht langsam in den Abend und so steuern wir unser Tagesziel an.

Die (Happy) Hippo Hollow Lodge in Hazyview am Rand des Sabie Rivers.

Das Estate finden wir gut und werden freundlich begrüßt.

Liebevoll aus Gräsern, Blüten und Blättern werden wir im Zimmer empfangen.

Das Wetter ist diesig, doch warm.

Wir machen einen Rundgang durch das Gelände. Ich gehe barfuß! Erst laufe ich auf weichem Rasen doch dann pikst der Belag extrem. Schit! Später hole ich die kleinen Stacheln aus meinen Fußsohlen.

Am Ende der kleinen Brücke gibt es eine Möglichkeit intim zu speisen. Mit Blick auf Hippos? Auf Krokodile?

Wir haben nicht ansatzweise ein Tier entdeckt.

Obwohl Sandra berechtigterweise Angst hat :-)).

Hurraaaaaa ein Pool denke ich. Natürlich springe ich hinein.

Wir essen gut und fallen dann in das gemütliche Bett.

Mein erster Tag in Südafrika. Ich habe den Eindruck schon länger unterwegs zu sein. Der Tag war gefüllt mit vielerlei Eindrücken.

Während der Fahrt hat mir Sandra von ihren Soweto Erfahrungen erzählt. Das ist mir entgangen, da ich erst einen Tag später angereist bin. Aber man muss sich ja auch etwas für später aufheben.

Gute Nacht Sandra – träum schön……, zzzzzzz

https://www.hippohollow.co.za/

3.9.19 Powerscourt Estate, Glendalough Monastry

Wir starten am Morgen zum Flughafen und nehmen unser Reisemobil in Empfang. Es verzögert sich alles, weil wir nicht mit dem Flieger gekommen sind sondern mit dem Taxi. Versteh einer die Struktur. Doch werden alle Flugreisende bevorzugt behandelt. Dann endlich übernehmen wir unseren VW Caddy und die Linksfahrt wird geübt. Rolli macht sich gut. Es geht Richtung Süden an der Küste entlang.

1. Stopp – Powerscourt Estate

https://de.m.wikipedia.org/wiki/Powerscourt_Gardens

Da wir Gärten lieben sind wir hier genau richtig. Zunächst schauen wir uns in dem schlossähnlichen Gebäude um. Ein Souvenir Shop und ein hübsches Café sind in den alten Räumen untergebracht. Total schön und wunderschöne Möbel, Bilder, Schnick-Schnack, Deko und Lebensmittel werden angeboten. Und zieht es in den alten Garten. Viele ca 200 Jahre alte Bäume stehen hier.

Auch bunte Blumen stehen in den Beeten um die kleinen Brunnen.

Hier findet man außergewöhnliche Grabinschriften. Unser treuer Begleiter, der Liebling unserer Kinder ruht hier. Tatsächlich ist das der Tierfriedhof im Gedenken an die treuen Wegbegleiter der Familien. Sogar Kühe wurden hier beigesetzt.

Im Japanischen Garten konnten wir uns unter dem Dach des kleinen Pavillons mit japanischen Gästen vor dem plötzlichen Regenschauer unterstellen.

Witzig: der Euroast. Im Zeichen des Brexits bekommt dieser Ast nochmal eine andere Bedeutung.

Natürlich steigen Rolli und Claudia auf den kleinen Turm und berichten mir von der schönen Aussicht.

Rolli macht auf „Münchhausen“ auf der Kanonenkugel.

Claudia und ich haben Spaß auf den dicken Baumgabeln, die wir als Liegen nutzen. Fehlt der Wein und die Weintrauben.

Zurück im Schloss gönnen wir uns ein ganz leckeren süßen und auch herzhaftes Essen.

Köstlich, außergewöhnlich und sehr lecker.

Gestärkt und sehr zufrieden fahren wir zu unserem heutigen Hotel weiter Richtung Süden. So landen wir in einem sehr kleinen Ort namens Glendalough. Das besondere hier ist ein uraltes (von ca 600 n.Chr.) Kloster mit einem sehr sehr alten Friedhof der aber noch aktuell belegt wird.

Wir bewegen uns nochmal ein wenig bevor wir müde in das Bett sinken mit Blick (fast) auf den alten, mystischen Ort.

Wer weiß welche alten Geister um uns herum sind und unsere Träume begleiten.

21.10.19 – Lost im Krüger Park

16 Uhr – wie geplant sind wir am Gate und checken ein. NSALA Safari lodge steht auf unserem Voucher. Sandra ärgert sich über den Schreibfehler. Auch hat das Reisebüro keine Anfahrtbeschreibung mitgeliefert. Also googlet Sandra und findet für NGALA eine. Wir folgen den Ausführungen des Gate-Mitarbeiters immer geradeaus.

Nach wenigen 100 Metern eine, dann eine weitere Giraffe. Wie angewurzelt steht sie am Zaun. Hier sind wir Autofahrer noch im Gitter.

Ich bin total happy – Tiere in ihrer natürlichen Umwelt. Dann fahren wir nach der Internet-Beschreibung.

Voller Erwartung fahren wir langsam und angemessen und sehen tatsächlich ein Nashorn. Im Hintergrund ein einzelner Elefant. Wahnsinn!!! n

Nun sind wir angefixt und schauen noch genauer. Auf der langen, geraden Asphaltstraße kreuzen uns diverse Antilopen, Impalas, Hasen.

Steine weisen uns den Weg.

Dann geht es auf unbefestigter Rubbelpiste weiter. Sandra sagt: „gewöhn dich schon mal. Im Safari-Jeep ist es schlimmer.

Wir treffen auf Zebras. Die haben so ein schönes Fell. Auch ist „Pumba“ hier mit unterwegs. Doch ist das Warzenschwein do schnell verschwunden wie es aufgetaucht ist.

17:30 h sind wir glücklich an unserem, vermeintlichen, Ziel angekommen!

Wir werden nicht erwartet und es dauert einen Moment bis uns jemand begrüßt. Wir bekommen einen Welcome-Drink und übergeben den Voucher.

Verwunderung! Rücksprache, Check und dann die Aussage: sorry you are in the wring Lodge! Uups! Sandra fertig! Was nun?

Die Mitarbeiter sind super freundlich und bemühen sich eine Nacht-Eskorte zu finden. Sie sagen, dass die gebuchte Unterkubft „nah“ sei. Ca 30/40 km. Ah ja! Im Nachhinein war das wirklich sehr nah, gemessen am Park! Glück im Unglück. Eine Eskorte können wir nicht bekommen. Doch sei das Camp ganz leicht zu finden. Also wieder auf die Piste und zurück zur Asphalt-Straße. An sich liegt eine phantastische Landschaft vor uns.

Die untergehende Sonne zaubert ein traumhaftes Licht auf die afrikanische Landschaft.

Sandra quälen Gedanken wie: hoffentlich fällt uns kein Elefant an! In der Nacht darf man nicht mehr fahren!

Ich mache mir mehr Gedanken über: hoffentlich bekommen wir keinen Platten bei der Straße.

Doch eine Sicherheit haben wir. Die Lodge-Mitarbeiterin hat die Ranger informiert, dass zwei Ladies unterwegs sind zum NSALA Camp. Tatsächlich begegnen uns auch Ranger. Aber keiner hält und fragt uns ob alles okay ist.

So what.

Der Abendhimmel wird immer dunkler. Es kracht und blitzt was das Zeug hält. Nach der heutigen Hitze von 42 Grad ist dieses Gewitter kein Wunder. Begleitet von den hell erstrahlenden Blitzen und der Gewissheit in einem Faradayischen Käfig zu sitzen, kommen wir auf der asphaltierten Straße an. Nun geht es rechts weiter bis zum Ende der Ausbaustrecke.

Haaaaalt schreie ich. Ein Elefant kreuzt die Straße. Nein, eine ganze Elefantenherde. Mit einem sehr kleinen Elefanten-Baby. So schön. Wir müssen noch 2-3 mal halten für wechselnde Hasen und Antilopen und einer Hyäne.

Mit Hilfe der Karte, die wir zum Glück im WLAN im NGALA gefunden haben können wir uns orientieren.

Denn, große Herausforderung, wir haben KEIN Netz im Park. Wir könnten noch nicht mal ein SOS absetzen. Verrückt. Ich sage Sandra: „Wie früher! Wir müssen sehen, dass alles klappt. “

Inzwischen nimmt es Sandra auch gelassener und wir spaßen herum. Wir planen einen Film: „Lost im Krüger!“

Die Kulisse stimmt! Bizarre laubfreie Büsche, der Staub wirbelt auf im Gewitter durchzogenen Abendszenario. Die Hyäne vor uns und eine uns verfolgende Elefantenherde hinter uns. Wohin? Schreie! Kreischen! Tier oder Mensch? Der Himmel verdunkelt sich schnell, die Strasse wird zur Piste! Schatten springen aus dem Dunkel! Antilopen versperren den Weg, ein Auto kommt mit aufgeblendeten großen Scheinwerfern auf uns zu …… dramatische Musik, wir werden verfolgt. Schnell kommt ein Jeep auf uns zu. Auch an der Abzweigung bleibt er dicht hinter uns / Dunkelheit, Regen klatscht an die Scheibe. Die Scheibenwischer gehen gegen den Staub an, alles verwischt. Finale

So geschehen!!!!

Wir sind endlich da. Den kleinen Holzschildchen sei dank.

Zeitgleich kommen wir mit den Safari-Gästen aus dem Jeep an. Ein großes Hallo. Die Mitarbeiter erwarten uns mit Schirm und voller Freude.

Hurra. 18:45 h – Große Erleichterung, dass wir alles gut gefunden haben. Und hier IST ES DUNKEL!!! Keine Lampe an der Straße, wenig Beleuchtung im Camp.

Nach dem Welcome-Drink beziehen wir unsere Rundhütte. Schön, einfach, gemütlich und einladend sind wir sofort zuhause.

Wir machen uns frisch und sitzen mit dem einzigen Ehepaar zusammen, welches heute hier nächtigt. Das Camp hat drei Rundhütten. Also max 6 Gäste. Sehr intim alles. Wir werden gewarnt. Bitte nicht zu weit weg gehen, Fenster und Türen geschlossen halten. Eine Kakerlake schnipse ich gerade von meinem Kissen, sonst ist außer Fliegen wohl nichts an Getier im Zimmer. 🙂

Auf der Terrasse erwartet uns der kleine freche Hausaffe.

Zwei Hyänen sind hier auch oft anzutreffen.

Zu Abend essen wir Steak mit Kartoffelpüree, Süsskartoffeln und Bohnen. Nachtisch gibt es auch. Vanillecreme auf Crumble. Alles gut. Die Gäste, Münchener, berichten von ihren Safaris und das heute Mittag eine Elefantenherde aus dem Pool gesoffen hat und im Anschluss noch ein klein wenig randaliert. Hinter einer Rundhütte ist ein Baum übermütig herausgezogen worden und die Pergola abgerissen.

Schade, dass uns das Schauspiel entgangen ist. Doch morgen ist auch ein Tag.

Wir plaudern noch und sehen die beiden Hyänen um das Camp schleichen. Dann erschrecke ich: Ratten???? Nein, es sind eher putzige Mungos. Eine ganze Herde flitze direkt unter unserer Terrasse her. Die kleinen munteren Tiere haben dann aber mehr Ähnlichkeit mit den Erdmännchen

Während dieser Beobachtung telefoniere ich mit Rolli per WhatsApp. Klar und deutlich können wir miteinander plaudern.

21 Uhr – es ist noch sehr warm in der Hütte. 47 Grad haben die Böden und Wände sehr aufgeheizt. Doch der Ventilator unter der Decke sorgt für erfrischenden Luftzug.

Sandra durchfährt noch ein großer Schreck. Eine unserer beiden Haus-Hyänen steht direkt vor unserer Tür. Sandra schreit auf, dann verschwindet sie in der Nacht. Wir gehen zu Bett und lauschen den Geräuschen der Nacht. Gute Nacht in der Wildnis.

19.10.2019 es geht wieder los … diesmal steht Südafrika auf dem Plan – Tiere und Natur

Vor ca. einem Jahr fragte mich meine erprobte Reisebegleiterin Sandra M. Ob ich nicht Lust hätte mal wieder mit ihr zu reisen. Ich …. immer!!! Wohin soll’s denn gehen? Costa Rica stand zur Debatte oder Südafrika. Ein kleines Oman stand auch im Raum 🙂

Ich kenne nichts davon, ich komme sehr gern mit. Plan mal. Das hat Sandra mit Begeisterung gemacht und eine sehr schöne Rundreise durch Südafrika geplant.

Wir treffen uns morgen in Johannesburg und beheben ein Auto in Empfang. Im Anschluss versuchen wir uns im Linksverkehr um im Krüger Nationalpark „the big Five“ zu sehen. Dann Flügen wir nach Kapstadt und fahren gemütlich über die Garden Route. 14 Tage haben wir Zeit.

Ich bin sehr gespannt und fahre mit wenig Erwartungen und freue mich sehr auf die Zeit mit der jungen Ärztin aus Chur.

Ich habe gefragt, ob sie denn nicht lieber mit ihrer Mama fahren möge, dich fliegt die sehr ungern so weit. Für Conny schade. So habe ich das große Vergnügen.

Heute fahre ich mit der Bahn über Köln zum Frankfurter Flughafen. In Köln fällt der geplante Zug nach FFM aus :-))). Super! Also – welcher Zug fährt dann? Ich habe Glück und werde mit einer 15 minütigen Verspätung in FFM hoffentlich ankommen. Dieser Zug ist total überfüllt. Ich habe echt Glück und bekomme ganz hinten noch einen Sitzplatz. Glück muss der Mensch haben.

Heute habe ich schon in der Nähe des Bahnhofs einchecken können. Lufthansa! Alles digitalisiert. Bordkarte scannen! Schon kommt das Kofferband. Weiter zum Band: drauflegen, Gepäckband wird gescannt. Eine Quittung wird ausgedruckt. Später kommt sms – Gepäck wurde akzeptiert. Also stimmt auch das Gewicht. Nun sitzt keine freundliche Mitarbeiterin und winkt 1/2 kg Übergepäck durch. Eigentlich schade.

Alles digitalisiert!

Dann gehe ich zum Gate „Z“. War ich hier schon mal???

Hier ist Oktoberfest! Alles in blau/weiß, Bierkrüge, Brezen und sogar Dirndl kann man erwerben. Verrückt!

Später merke ich, dass ich schon mal hier war auf dem Gate, vermutlich Richtung Peking oder Shanghai. Ich sitze um 21 Uhr am Gate und es kommen gerade Durchsagen:

1. der Flug ist überbucht!!! Wenn sie 600,- €, Übernachtung in FFM, Frühstück fliegen sie morgen um die gleiche Zeit.

Soll ich Kohle nehmen??? Dann fliege ich kostenneutral. Eine Überlegung wäre es wert. :-)))

2. Angebot: wenn sie Premium Economy/Business fliegen möchten, für 399,- Aufpreis möglich!

Na, da bin ich gleich gespannt ob ich mitkomme :-))) – heute ist mein Glückstag: bin im Flieger auf Platz 35H wie bestätigt. Geht doch.

Dann mal los.

Um 22 Uhr geht es dann ca 8700 km, 9h 50 Minuten Richtung Süden in den afrikanischen Frühling.

Morgen früh beginnt das Abenteuer auf dem schwarzen Kontinent.

2.9.19 Dublin free Guide Tour, St. Patrick, Temple Bar

Am Morgen genießen wir das umfangreiche Hotel-Frühstück. Es gibt zwar keine Brötchen oder kräftiges Schwarzbrot, aber das kennen wir von zuhause ja. Hier gibt es irisch! Lecker!

Bacon, Eggs in jeder Form, baked Beans in Tomatensoße, Toastbrot weiß und dunkel. Einen großen Toaster, Müsli in allen Variationen. Selbstverständlich einen großen Topf mit Porrigde. Pan Cakes und noch vieles mehr. Da überfresse ich mich schon am Morgen. 🙂 Tee und Kaffee und sehr freundliches Personal verwöhnt uns.

So gestärkt haben wir uns entschlossen eine Free Guide Tour mitzugehen. Claudia und ich machen uns auf den Weg, Rolli möchte erst am Nachmittag zu uns stoßen.

So gehen wir wieder an den vielen, vielen bunten Türen vorbei. Ich finde die sehr schön. Da denke ich: richtig gemacht, damals als die Frage kam „Welche Farbe soll unsere Haustür haben?“ GRÜN!!!!

So haben wir noch heute unsere schönen grünen Haustüren. Vielleicht würde ich heute noch mutiger eine gelbe wählen 🙂

Wir gehen mit „Sandeman“ und werden einem jungen Iren zugeteilt der fröhlich und mit viel Liebe zu Dublin ein buntes Bild beschreibt.

Wir starten am Dublin Castle und wandern durch die Stadt vorbei an vielen wichtigen Orten, über die Kathedralen (Bischofssitz ist die die Christ Church Cathedral Nähe Temple Bar), durch Temple Bar und enden nach da 2 h an der Trinity Universität.

Eine spannende Stadtgeschichte kurzweilig und unterhaltsam erzählt. Diese Stadtspaziergänge mag ich sehr.

Besonders ist der Dublin Linn Garden. Ein Kleinod im Getümmel der Stadt.

Hier sitze ich im herrlichen Spätsommer in dem Garten.

An der Molly Malone Statue

„In Dublin’s fair city, where the girls are so pretty, I first set my eyes on sweet Molly Malone“, so beginnt der irische Gassenhauer, der das harte Schicksal der schönen Molly besingt. Nach allem, was man heute weiß, war Molly im 17. Jahrhundert eine Fischverkäuferin, die neben Fisch und Muscheln in Dublins Straßen, wohl auch ihren Körper verkaufte, um überleben zu können. Ihre Statue, die zweifelsohne zu den berühmtesten Statuen Irlands gehört, war nicht unumstritten, als es 1988 enthüllt wurde. Grund für die Entrüstung war das offenherzige Dekolleté Molly Malones. Das Dekolleté wird offensichtlich von den Bewunderern sehr geschätzt.

Diese beiden Marktfrauen führen scheinbar ernsthafte Gespräche. Worüber wohl? Da geht meine Fantasie wieder mit mir durch 🙂

Die Harfe auf dem Fußboden Mosaik. Ich mag das Motiv und erfreue mich auch an den Geldmünzen Irlands. Ein wunderbares Instrument welches man in Deutschland leider viel zu selten hört.

Diese entweihte Kirche bietet außergewöhnliche Ausblicke am Turm. Ein Zweier-Kuschelsitz lädt ein zum Plausch und zum beobachten aber auch beobachtet zu werden. Wer es lieber ruhig mag, setzt sich in den Kirchraum oder bei gutem Wetter auf die Terrasse.

Dublin Castle oben und Claudia im Linn Garden.

Die Stadt wird bevölkert von allen bunten Kulturen der Welt. So bunt die Trinity Uni ist, so bunt sind die Touristen, uns eingeschlossen.

In Temple Bar machen wir Mittags-Pause und finden dieses nette Mini-Lokal. Neben köstlichen Tee Sorten gibt ein kleines Snack Angebot

Die bunten Fassaden der Pubs laden ein. Wir könnten immerzu in eines hineinfallen. Wärme, Musik, Getränke und leckeres Essen neben witzigen Einrichtungen machen neugierig.

Rolli stößt am Nachmittag zu uns und wir besuchen gemeinsam die St. Patrick’s Cathedral.

https://de.m.wikipedia.org/wiki/St._Patrick’s_Cathedral_(Dublin)

https://www.dublin.de/sehenswuerdigkeiten/religion-kirche/st-patricks-cathedral/

Hier lassen wir uns verzaubern von den Geschichten der alten Ritter die noch immer ihren Platz hier haben. Die Familienwappen auf den alten Flaggen, Helme und Schwerter zeugen von der alten Ritterzeit.

Ich setze mich in die Bänke und erfreue mich an den bunten selbst gestickten, geknüpften oder gepatchten Stuhlkissen. Kirchenbesucher gestalten Ihre Sitzkissen und hängen diese an die harten Stühle. So entsteht ein buntes Bild der Handwerkskunst Dublins.

Auch die Böden sind wunderschön.

Hier ist ein Wunschbaum. Wie schön denke ich, nachdem ich bereits eine Kerze für meine liebsten angezündet habe, schreibe ich meine Wünsche auf und hänge diese zu den vielen anderen an diesen Baum.

Benjamin Lee Guiness hat diese Kathedrale wieder aufbauen lassen.

Dann schlendern wir durch die Gassen Dublins und entdecken neue Ecken und interessante Details wie hier die bunt geschmückte Straße.

Dann finden wir diesen hübschen Straßenmarkt. Die Dekoration und das Frische Angebot erinnert uns an den Film „Nottingham Hill“.

Am Abend finden wir wieder ein nettes Lokal mit Live Musik und sehr leckerem Essen. Na, wenn das so weitergeht, Plätze ich wenn ich in zwei Wochen nach Hause komme.

01.09.2019 Irland – Dublin

Mal wieder zieht es uns in die Ferne. Den einen mehr den anderen weniger :-). Claudia P. ist mit an Bord. Von ihr stammt die Idee auf die grüne Insel zu fahren. Super! Kennen wir noch gar nicht. Also Flüge gebucht mit AerLingus und auf geht’s.

Am 1.9.19 starten wir um 18 Uhr in Schwerte. Über Düsseldorf geht es nach Dublin. Durch die Zeitverschiebung sind wir um 21:50 h in Dublin. Zack ist unser Gepäck da. Ab ins Taxi, erste Eindrücke auf der 12 km langen Fahrt ins Maldron Hotel, Parnell Square. 1 km brauchen wir zu Fuß um in das City-Center zu gehen.

https://www.maldronhotelparnellsquare.com/

Preis/Leistung ist oK. Zimmer hat 23 qm, ein Doppelbett und ein schönes Einzelbett. Wir sind gemeinsames Reisen gewohnt. Ankommen und auspacken und dann …. geht es zum Urlaubs-Einstieg noch an die Bar mit der für irische Verhältnisse kleinen Bier-Auswahl. Acht bunte Zapfhähne blinken uns entgegen.

Nach demSchlummertrunk zieht es uns in das gemütliche Bett. Ausgeschlafen frühstücken wir typisch irisch.

So gestärkt starten wir zu Fuß in die nahe City. Eine lange Straße vorbei an roten Backsteinhäusern und vielen bunten Türen geht es über den Fluss Liffey in den „anderen“ Teil Dublins.

Hier bin ich richtig. Post auf irisch.

Die Waterfront am Liffey. Dieser Fluss endet direkt am Meer in der Bucht von Dublin in der Keltischen See.

Wie wir später gelernt haben sagt man Dublin auf irisch: Duwlen 🙂 – hört sich ganz weich an wenn die Iren das aussprechen.

Einen Plan haben wir nicht. Wir lassen uns treiben und landen in der Trinity Universität. Mitten im Fresher Getümmel. Student müsste man noch mal sein. Ein Gewusel der jungen Menschen. Ein ganz buntes Menschenbild. Herrlich!

So viele Kulturen. Gefühlt 100 Angebote und mehr die Freizeit gemeinsam in Clubs zu verbringen. Vom klassischen Fechtclub über Wasser- und Wintersportangeboten bis zu Theater und Fotografierclubs gibt es nix was es nicht gibt. Alle Stände sind ausgestattet mit Laptop und Kasse. Für 3,- € ist man flugs im Club und trifft andere Studenten. Tolle Sache

.

Wir bummeln bei leichtem Regen über das Gelände. Zum Teil muten diese alten Gemäuer an in Hogwarts zu sein und gleich kommen Harry Potter, Hermine Granger und Ron Weasly plaudernd um die Ecke.

Viele bekannte Namen lesen wir: Oskar Wilde, Shaw usw. die Skulptur oben ist von einem meiner Lieblingsbildhauer: Henry Moore. Um etwas mehr zu erfahren schließen wir uns einer Studenten-Führung an. Die Leitung übernimmt Kinea aus Deutschland – Mutter Irin/Vater deutsch.

In der traditionellen Kleidung bringt sie uns etliche Details aus dem Studentenleben und der langen Geschichte des traditionsreichen Lehrort näher.

https://www.dublin.de/sehenswuerdigkeiten/bildung-wissen/trinity-college-und-library/

Am Ende der ca 1 h Tour für 15,- €/Person landen wir vor der Bibliothek.

Der Eintritt in die Bibliothek/ Long Hall würde ohne Führung auch soviel kosten. Also hat sich die persönliche Führung doppelt bezahlt gemacht.

Ein Gebäude ist architektonisch ein Kleinod. Venezianische Fenster. Was sich in dem Gebäude befindet weiß ich nicht.

Die Messingkugel weckt Erinnerungen an Rom. In den vatikanischen Museen findet man eine ähnliche Skulptur. Wunderschön.

Nun stärken wir uns in der Kaffeebar mit den Studenten. Bei dem guten Wetter sitzen wir outside. Wie auf Baltrum gibt es hier freche Silbermöwen, die alles fressen, was nicht niet- und nagelfest ist. Sehr zum Unwillen / Vergnügen 🙂 der Gäste.

Hier schnappt sich eine der kreischenden Möwe eine Bananenschale vom Tisch. Aber wohl nicht so lecker.

Nach dieser Pause, der langen Schlange vor der Ausstellung „Book of Kells“ geschuldet, stellen wir uns in der nun überschaubaren Schlange an um das berühmte Buch „of Kells“ zu sehen.

Auch der Weg zu der Ausstellung ist gespickt mit z.T. witzigen Wanddekorationen. Der Mann in blau gehört zu mir :-).

https://de.m.wikipedia.org/wiki/Book_of_Kells

Das älteste Buch der Welt? Zumindest ist das aus dem 8. oder 9. Jhd stammende Werk eines der schönsten Bücher der Welt. Die Geschichte des mit einem goldenen Einband versehenen Buches steht für mich als die Mutter der Kalligraphie. In der Ausstellung wird die Buchbindekunst beschrieben und etliche Abbildungen aus dem Buch sind an den Wänden vergrößert dargestellt.

Die Genauigkeit und feinen Striche, die Farben … unbeschreiblich schön.

Das ganze Alphabet ist groß dargestellt. Mit figürlichen, tierischen, abstrakten Zeichnungen. Was die Mönche damals händisch geleistet haben ist heute unvorstellbar.

Witzig fand ich den Hinweis, dass man Randbemerkungen gefunden hat wie: ist mir kalt, sinngemäß: ist das langweilig usw. Also kann man die heutige Jugend verstehen, die ähnliche Bemerkungen in ihre Hefte schreiben. Alle gleich ob im 8. oder 21. Jhr.

Unser Familiennamen-Anfangsbuchstabe. Wunderschön und die Farben beeindruckenden in ihrer Leuchtkraft.

Schon damals gab es die arabische Schrift. Die Sprache war Latein. Hier nun endlich macht es auch für mich Sinn diese alte Sprache zu erlernen.

Äußerst beeindruckend ist diese Seite. Mit so unendlich vielen Details, extrem klein und differenziert dargestellt. Das ist Kunst. Diese Abbildungen hier auf einem qm dargestellt ist auch für mich kurzsichtige gut zu erkennen. In dem ca 50 x 30 cm großen Original braucht man eine Lupe um alles erkennen zu können.

Nachdem auch wir einen Blick in die Vitrine mit dem aufgeschlagenen Buch werfen konnten (jeden Tag werden zwei andere Seiten aufgeschlagen) führt die Treppe hinauf in die schönste Bibliothek, die ich je gesehen habe.

1732 erbaut – 62 Meter lang, 2 Etagen

Das ist Lesestoff für 100 Leben. Ich war wirklich baff.

Harry Potter und Hogwarts hatte ich sofort im Kopf. Doch die Filmkulisse stammt aus Oxford.

Viele große Autoren und Wissenschaftler werden mit Büste hier geehrt. Neben Bacon findet man alle bekannten Namen wie Shakespeare, Newton und Platon.

Diese kleine, zierliche 500 Jahre Harfe soll das Vorbild des Wappen Irlands sein. Auch ziert die Harfe die Euro Münzen.

Neben den 200.000 ältesten Büchern der Bibliothek sind im 64 Meter langen und 12 Meter hohen Long Room auch interessante Gegenstände aus dem Besitz des Trinity College ausgestellt. Beispielsweise ein Exemplar der Oster-Proklamation zur Verkündung der Irischen Republik.

Ganz in der Nähe ist der Temple Bar Bezirk. Hier machen wir uns auf die Suche nach einem Pub in dem wie essen wollen.

Nachdem wir den Blick in die außergewöhnliche „Temple Bar“ geworfen haben entscheiden wir uns doch für ein kleineres Pub. Auch hier wird Musik gemacht. Es ist laut, bunt und die Speisenkarte gut..ich probiere das erste mal Fish & Chips und es schmeckt herrlich.

Rolli testet das Lager Bier. Da ich kein Bier mag bleibe ich bei Wein. Überall wird stilles Wasser gereicht. Hahnewasser. Hier leider sehr gechlort.

So gestärkt und voll der ersten Eindrücke laufen wir zurück zum Hotel und schlafen tief und fest. Zumindest ich :-).

Es gibt kleine Beschwerden seitens meiner Mitbewohner. Angeblich gebe ich laute Schlaf-Geräusche von mir. Kann gar nicht sein. Ich hör nix. :-))))

14.9.19 Dublin – Brú na Bóinne Co. Meath – Newgrange – Knowth / 5000 Jahre alte Geschichte

Nach 7 h gutem Schlaf – Hurrah auf zum köstlichen Frühstück. Hmmm alles was das Herz begehrt. Irisch, europäisch, Saft, Cerealien, Toast, Tee, Kaffee, Espresso, frisches Obst. Sehr gut!!

Heute geht es 40 km nördlich zu einer der ältesten prähistorischen Ausgrabungs-Stätte Irlands.

Nach Newgate zu den Gräbern aus den Jahren 3.200 vor Christus. 600 Jahre älter als die Pyramiden von Gizeh und 1000 Jahre älter als Stonehenge

Auf geht’s.

Dort angekommen werden wir freundlich begrüßt und bekommen unseren „Slot“ um 13 Uhr. Eintritt frei, weil das Besucherzentrum gerade under Construction ist. Minimum 30 € gespart.

In der Sonne warten wir bei Kaffee und Knäckebrot bis das der Bus uns einsammelt.

Nachdem wir eingecheckt haben laufen wir durch die schöne Landschaft, vorbei am

Besucherzentrum zum Busparkplatz.

Really nice Place. Flüsschen, Schafe, Hügel Irland pur.

Sieben Minuten Fahrt und wir stehen vor einem ca 5000 Jahre alten Gebäude. Dem Brú na Bóinne / Newgrande.

https://de.m.wikipedia.org/wiki/Newgrange

Zunächst werden wir außen herumgeführt an den großen Schwellenstein, den wir heute nicht mehr überklettern müssen, da für uns Neuzeitlichen eine „Brücke“ gebaut wurde.

Die Zeichen darauf können bis heute nicht gedeutet werden. Es kann nichts oder alles bedeuten. Ich nehme mal Bezug auf Peru / Machu Picchu – Die Unendlichen Kreise der Patcha Mama / der Unendlichkeit der Erde. Aber, so what. Viele Geschichten ranken um diese alte Wirkungsstätte, die im inneren etwas ganz besonderes zu bieten hat. Kopf runter durch den Eingangsbereich. Es ist sehr schmal durch die engen Gänge. Bald wird man den BMI angegeben müssen bevor man hinein darf :-). Auf den Riesen Steinen sind allerlei Zeichen. Kreise, Diamanten, und andere Formen. Im 19 Jhr kamen „Graffitis“ von Besuchern hinzu. Bis zum „heiligen Ort“, dem kreuzförmigen Innenraum mit der 6 Meter hohen Decke, die noch immer komplett wasserdicht schließt, sind es ca 22 Meter. Hier ist alles wie vor 5000 Jahren. Goosebumps!!! Es kribbelt an meinem ganzen Körper.

Ein magischer Ort. Der zweite auf unserer Reise. Unbeschreiblich.

Außen herum befand sich offenbar ein Stein Kreis, der heute nicht mehr komplett ist.

Am Ende der Führung beteiligen sich Claudia und ich uns an der Lotterie, die veranstaltet wird um 60 Personen den Eintritt im Dezember zur Winter-Sonnenwende zu ermöglichen. In diesen sechs Tagen um den 21.12. herum scheint die Sonne ca 15 Minuten durch die Kopföffnung im Eingang fast bis an die Grabwand dieses heiligen Ortes. Die Chancen stehen deutlich besser als beim Lotto. 21.000 Lose wurden 2014 ausgestellt – 60 Gewinne. Wir hoffen das Beste.

Was das für ein Gebäude war, wurde uns nicht erklärt. Rolli hat sich dort mal umgesehen.

Wir möchten uns kaum trennen.

Doch der Bus wartet nach 1 3/4 h auf uns um zum nächsten prähistorischen Ort dem „Hobbithügel“ 🙂 von Knowth zu fahren.

Gut organisiert fahren wir kurz zum Busbahnhof, steigen aus und switchen den Bus nach Knowth.

Hier angekommen erwartet uns wirklich eine Hobbit Landschaft. Viele kleine und ein großer Hügel liegt direkt vor uns.

Auch hier erwartet uns eine Führung um die Tombs. Viele Erklärungen erfolgen zu dieser noch größeren Anlage.

https://de.m.wikipedia.org/wiki/Knowth

Auf der o.g. Seite findet man auch Luftbilder.

Diese Anlage ist weniger restauriert worden und soll somit noch eher Ähnlichkeit mit dem ursprünglichen Bild der Grabstätten / Tempel haben.

Hier wird ein Film von einem der beiden Gänge gezeigt. Besucher dürfen nicht hindurch laufen. Schade. Obwohl sehr beeindruckend fehlt mir hier der Gänsehauteffekt.

Fotografieren durften wir die verschlossenen Gänge.

So steigen wir noch auf den Hügel und genießen den phantastischen Ausblick in die grüne Landschaft Irlands.

Auf dem Weg rund um den 90 Meter im Durchmesser großen Hügel stoßen wir auf weitere außergewöhnliche Bauwerke.

Mahlstein und Herd vielleicht.

Claudia als Priesterin der Neuzeit. Hinten der Schwellenstein mit einer Uhr? Einem Kalender? Auf jeden Fall steht die Sonne regelmäßig auf der Säule und wirft ihren Schatten pünktlich am Nachmittag auf den Eingangsstein.

Rolli auf der Suche nach verbotenem.

Nach einer aufregenden Stunde setzt uns der Bus wieder am Besucherzentrum ab.

Ein letzter Blick in den spätsommerlichen Irischen Abend. Wir setzen uns in den Steinkreis in der Picnic Area und essen unsere Mitbringsel bevor wir zurück nach Dublin fahren.

Zur Info: wenn man in Newgrange nicht in den Innenraum möchte, kommt man mit dem Auto auch an die Anlage. Von außen kann man sich ein Bild dieses außergewöhnlichen Bauwerks machen. 150 Meter weiter runter ist ein Hof auf dem man Essen und trinken bekommt.

Auch kann es passieren, dass alle Tickets verkauft sind. Denn täglich dürfen nur 2000 Gäste die prähistorischen Kulturstätten besuchen.

Dowth

https://de.m.wikipedia.org/wiki/Dowth

Sparen wir auf bis zum nächsten Mal.

Da heute das „SAM“ Pokalspiel Dublin / Kerry im Football stattfindet, essen wir kurzerhand im Hotel.

Rolli möchte das Spiel live erleben im TV, da wir auf der Reise soviel gehört haben von diesem schnellen Spiel. Auch begleiteten uns überall die grün/gelben Flaggen von Kerry auf unserer Reise.

So wird es ein kurzer Abend. Der erste Koffer wird für den Flieger gepackt. Denn morgen geht es wieder Richtung Düsseldorf.

Ich esse wohl die besten Fish and Chips in Irland mit Salt und Vinegar. Lecker, fast typisch mit der „Zeitung“ unter dem Fisch.

Nach dem Spiel sind wir noch zum Grand Canal Square. Ein roter Teppich aus recyceltem Glas führt auf das von Daniel Liebeskind gestaltete Grand Canal Theatre. Es ist sehr schön. Der Vollmond steht über dem Wasser.

Ein klein wenig erinnert mich die bunte Kulisse rund um das Theatre an die „Brilliant City“ in Shanghai. Ein bisschen.

Auch den Schwänen scheint das Panorama zu gefallen. Der Schwarm schwimmt mir entgegen.

Die „Cafebar“ an der Quai-Ecke ist auch empfehlenswert. Sehr freundliches Personalmund köstliche Drinks.

So beschliessen wir den letzten Abend in Dublin und sagen Good Night.

13.9.19 – Freitag :-)) Galway – Dublin

Die Papageien Taucher konnten wir live leider nicht sehen.

Das schlechteste B&B haben wir nach dem schlechtesten Frühstück in Irland um 11 Uhr erleichtert verlassen. Was passte alles nicht? 4 Bett Zimmer war oK, Raumgrösse somit auch iO. Doch ein Bett war so durchgelegen, so dass man jede Sprungfeder am Po zählen konnte. Dann stand noch ein Klappbett im Raum, so dass wir uns letzten Endes kaum drehen und wenden konnten.

Das Sprung-Bett wurde zur Kleiderkammer. D.h. die Koffer wurden geöffnet dort platziert.

Das kleinste Bad ever. 1 Meter breit und 3 Meter lang. Klo an der einen Seite in der Mitte mit Tür im Rücken das Waschbecken und eine Duschtasse die verstoft war. Super!

Auch das Bettzeug war oldfashioned. Im ganzen Haus klebte gefühlt der Muff der 70iger.

Zum Frühstück. Auch hier schrien die 70iger. Plastik Tischdecken, schrill buntes Geschirr. Weihnachtsservietten mit Sternen. Die angebotenen Wurstsorten hatten undefinierbare Farben. Der Pappkäse wellte sich bereits.

So wandten wir uns dem Müsli und frischem Obstsalat zu welches oK war. Sowohl Claudia als auch ich dachten: na dann werden wir wohl hungrig gehen.

Dem war nicht so. Denn der Herbergvater bot irisches Breakfast an. So bestellen wir Rührei mit Tomaten. Toast wurde gereicht. Orangenmarmelade und anderes Jam war in verpackten Frühstücksgrössen vorhanden.

Nichts wie weg. Was machen wir heute?

Zur Wahl steht:

Galway, Conmarra County und nochmal zurück in den Burren.

Da die beiden letztgenannten Ziele für heute doch zu zeitaufwändig sind entschieden wir uns für einen Stadtspaziergang.

Gesagt getan. Koffer in den Wagen und ab in die lange Schlange Richtung City-Center.

Wir erreichen den Hafen ohne besondere Vorkommnisse und parken günstig.

Im Hafenbecken erstaunte mich schon gestern ein gesunkenes Segelschiff.

Warum das wohl nicht gehoben wird? Auch direkt vor einer kleiner Schleuse. Seltsam!

Wir gehen um die Hafenbecken und dem schnell daherfliegenden Fluss Corrib. Dieser „entspringt“ im Westen Irlands und fließt vom See Lough Corrib durch die Stadt Galway und mündet in die Galway Bay. An seiner Mündung ist er einem starken Tidenhub ausgesetzt. Die Länge des Flusses beträgt lediglich 15 Kilometer und damit soll er der kürzeste in Europa sein.

Die Fliessgeschwindigkeit ist beeindruckend. Auch heute sitzen wieder viele junge Menschen am Ufer.

Die Stadt war schon wieder sehr voll. Unglaublich viele junge Leute bevölkern die City schon um die Zeit.

Mehr als 10 Künstler machen Musik, mal besser mal schlechter.

Dieser Musiker hat eine sehr sonore Stimme. Nach jedem Lied wirft er die blaue Frisbee Scheibe für seinen Hund in die Fußgängerzone. Dieser schnappt die Scheibe sicher und bringt sie stolz zurück.

Wir gehen hinauf zum Eyres Square und sehen das „Lynch Fenster“ und den trockenen Brunnen mit den dargestellten Segeln aus rostigem Blechen.

das Wetter ist sonnig und wir kommen zu einer interessanten kleinen Kirche. Hier Predigt der Kathole neben den griech. Orthodoxen. Habe ch so auch noch nie erlebt. 1320 wurde dieses Kleinod geschaffen.

Auch dem Weg zurück finde ich eine Säule mit den Händen, die das gekrönte Herz tragen.

Wir genießen den Sonnenschein und die quirlige Stadt. Ich würde eine Empfehlung für junge und jung gebliebene Menschen aussprechen, die Pubs, Bars und viel Musik mögen. Hier findet man alles auf kleinem Raum.

Es heißt Abschied nehmen von der Westküste. Zügig fahren wir über die Autobahn in 3 h nach Dublin zurück. Rolli fährt inzwischen sehr sicher als wenn er im Linksverkehr groß geworden wäre.

In Dublin angekommen finden wir unser Muldron Hotel beim ersten Versuch und checken ein. Rolli nicht Parkgarage für 15 € pro Tag, perfekt und das tolle Frühstück für 11 € extra. So ist der nächste morgen gerettet. Claudia telefoniert mit Victoria. Sie verlässt heute das Nest und zieht zum Studium nach Karlsruhe. Grumffff – das wird für Claudia auch komisch in das leere Haus zurück zu kehren.

ROLLI und ich genießen auf der Hotelterrasse das herrliche Wetter bei einem (nicht alkoholischen) Getränk.

Dann stößt Claudia wieder zu uns und wir machen uns auf den Weg etwas essbares zu finden. Das ist ja in Dublin nicht besonders schwer.

Zunächst arbeiten wir das 1. „must do“ ab. Die Samuel Beckett Bridge (1969 Literaturnobelpreisträger / warten auf Godot / gest. 22.12.1989 in Paris).

Die Brücke erinnert an eine Harfe. Sehr schön und leicht gebaut.

Auch die Möwen mögen den Blick auf den Hafen.

Das Licht ist wunderbar.

Wir schlendern durch ein neues, sehr modernes Wohn- und Arbeitsgebiet. Doch es ist nun alles geschlossen und sehr einsam. Ich sehe zwei vermutlich homeless Kinder. Das erschreckt mich schon sehr, macht mich betroffen. Die beiden Jungs sind höchstens 10 Jahre alt. Das ist die Kehrseite der Grossstädte weltweit.

Der Abend neigt sich dem Ende und wir finden dann ganz in der Hotelnähe ein einladendes Pub. „The Lombard“.

Das Essen stellt sich jedoch als sehr mäßig heraus. Mein Gin „Hendriks“ & Tonic war köstlich. Dekoriert mit Gurke und Limette in einem Glas mit rosa Boden. Lecker. Meine Chowder (legierte Suppe mit Fish aus der Dublin Bay) erweist sich als sehr gute Wahl. Claudia bestellt Nudeln mit Huhn. Fertigsauce und keine leckeren Nudeln stillt lediglich den Hunger. Rolli entscheidet sich für Chicken Wings. Leider auch Fertigfutter. Aber oK. Dazu noch Chips mit Vinegar und Salt. Lecker. Da helfen wir fleißig mit.

So gehen wir zurück ins Hotel lesen noch in den gemütlichen guten Betten. Claudia hat den Bonus gezogen. Ein Oversize Singl-Bett.

Ein bisschen war heute tatsächlich Freitag der 13. – obwohl ich nicht an diesen Quatsch glaube. :-))

31.5.19 – Aridaia – Agrinio durch das Pindos Gebirge

Obwohl ich nach dem Bade-Erlebnis gestern Nacht in der Therme etwas Zeit brauchte um einschlafen zu können weckte mich die aufgehende Sonne.

Es ist doch wirklich verrückt, dass mein innerer Wecker so zuverlässig funktioniert. Gut konditioniert.

Natürlich springe ich in den … eiskalten … Pool und schwimme meinen Kilometer. Herrlich! Danach bin ich durchgefroren und wärme mich unter der heißen Dusche wieder auf, bevor wir das leckere Frühstück genießen.

Hurra: Kirschen 🙂

Dann bezahlen wir, bewundern noch mal die schöne Bar und witzigen Leuchten. Einfach aber cool!

Ich gehe nochmal raus um die Kirschbäume festzuhalten mit den dicken, dunkelroten Herzkirschen.

Auf zum Laden von Anastassia das Hochzeitsgeschenk für Alexandros und Karina machen lassen. Das ist praktisch, dass wir nichts einfliegen lassen mussten.

Rolli beobachtet die Herstellung nachdem wir uns entschieden haben. Und hier Tadahhh die schön gestalteten Windlichter. Auch hier: Multi Kulti!

Eine in Deutschland aufgewachsene Griechin dekoriert Gefäße aus Dänemark. Die Welt wächst zusammen und wird immer bunter. Dazu später noch mehr.

Nachdem wir das Geschenk eingepackt haben bummeln wir noch durch Aridaia (gesprochen übrigens: Ari-the-a – wie das englische the).

Wir lernen den Freddo Espresso/ Cappuccino Medro (eiskalt, geschäumt mit einem Löffelchen Zucker) kennen. Super lecker und so erfrischend.

Eine Kirchentür steht auf, wir gehen hinein um uns einen Eindruck der griech. Orthodoxen Kirche zu verschaffen. Ganz anders als wir Kirchen sonst kennen gelernt haben. Bunt, Malereien wohin man schaut, Jesus Leidensweg, Propheten u.v.m. sind abgebildet. Heilige wohin man schaut. Eine Frau kommt hinein und küsst alle Ikoben, Heiligen Bilder. Hygienisch??? aber das ist ein anderes Thema.

Riesige!!!!! Leuchter hängen von der Decke. Der Marmorboden ist blitzeblank gescheuert und glänzt wie ein Spiegel.

Nachdem wir Kaffee getrunken, den Großvater von Anastassia getroffen haben, wechseln wir mit ihm ein paar Worte. Er spricht deutsch :-). Anastassia selbst ist überrascht. Er erzählt, dass er bei Alfred THIELE gearbeitet hat und später noch bei anderen Unternehmen und in Kalthoff gewohnt hat. So witzig. Die Welt ist klein!

Dann heißt es Abschied nehmen. Anastassia ist gerührt, haben wir ein wenig deutsche Heimat mitgebracht.

Wir fahren durch das Pindos Gebirge. Unglaublich schön. Auf der Autobahn sind Schilder mit ….. einer

Bären Warnung!

kein Scherz!!!!

Diese Warnung kam 2-3 mal. Verrückt. Tanken mussten wir dann auch. Wir fanden die bunteste Tankstelle ever.

Die Besitzer mögen Blumen. Überall blühte die bunte Pracht. Sogar in den Schubkarren. Da sehen wir Störche auf den Straßenlaternen. Stooooooop! Foto. Schade, das der eine gerade wegfliegt.

Es ist eine Strecke von ca 4 / 5 Stunden und wir machen noch eine Tank und Snackpause mitten in der Pampa.

Die Menschen sind unglaublich freundlich und fröhlich. Die Inhaberin, offensichtlich, sitzt gemütlich mit am Tresen und quatscht mit den Gästen. Diese Bilder habe ich noch immer von meiner Oma vor Augen, die mit Freude und viel Kommunikation ihre Gaststätte „Schmitz“ in Barendorf geführt hat.

Auch hier steht ein Trecker. Jedoch ein Modell, welches wir von zuhause auch kennen. In Aridaia fuhren „Cabrios“ rund von der Bauweise, kleiner und ohne die Fahrerkabine. Die kommen dann bestimmt besser durch die Obstplantagen zum ernten und bestellen.

Gegen 17:30 h sind wir in Agrinio und finden direkt am Appartement einen Parkplatz. Check! Das Appartement ist gut! Mit Balkon! Perfekt. Fast direkt in der City.

Wir packen aus und bewegen uns noch ein wenig und erkunden Agrinio. Links aus dem Haus, Straße runter dann rechts und wir sind direkt an einer Bäckerei, Supermarkt und zwei Minuten später stehen wir in der kleinen Fußgängerzone im Gewusel der Griechen auf einem Platz. Schön hier. Natürlich Kirche 🙂