
Heute waren wir auf Erkundungstour.
Diese Sehenswürdigkeiten werden im Internet empfohlen: die meisten davon haben wir erkundet.
https://www.tripzaza.com/de/destinations/sehenswurdigkeiten-in-san-marino
Nach einem guten Frühstück, das Rührei war besonders lecker, sind wir langsam los gestiefelt. Mit meinen Wanderstöcken bin ich langsam die steile Rampe hoch zum Torre zwei auf dem Monte Titano. Der Turm liegt direkt vor unserer Haustür.

Das Ticket kostet für Hotelgäste acht Euro, für Tagesgäste 12 Euro. Also überschaubar vom Preis her. Es wird wirklich viel geboten für den Preis. In Summe sind acht Museen und Sehenswürdigkeiten in diesem Eintrittspreis enthalten.

Ein bisschen hat mich das Museum an die Burg Altena erinnert.

Viele Waffen, ein Kettenhemd sind dort zu sehen, Ritter Rüstungen und all das, was man damals auf den Burgen gebraucht hat um sich vor Feinden zu schützen. Davon gab es damals viele, die Anspruch auf das kleine freie Land erhoben haben. Die Römer, die Kirche, alle wollten teilhaben! Mit viel Liebe ist die Ausstellung erstellt worden. Wer mehr erfahren möchte liest die ausführlichen Informationstafeln.

Ausblicke, wunderschön bei allerbestem Wetter. Vom Torre zwei sind wir dann einen kurzen Wanderweg hinüber zum Tor drei gelaufen. Ein Mountainbiker kam an uns vorbeigefahren. Das hätte Rolli auch gern gemacht. Dieser Turm 3 kann nicht bestiegen werden. Über eine Leiter erreicht man die Turmöffnung in der Mitte des Turms. Uns erinnerte der Turm an Rapunzel, die in einem Turm eingeschlossen war. Sie musste ihr langes Haar herunter fallen lassen, um den Prinzen in ihr Gemach zu lassen.

Zurück sind wir dann am Turm zwei vorbei über einen Weg, eine Treppe, die auf dem Bergkamm angelegt wurde, zum Tor eins. Hier wartete ein Riesenschlange geduldig vor dem Tor und bat um Einlass. An dieser Schlange konnten wir zum Glück vorbeigehen, da wir die Tickets bereits an Tor 2 gekauft hatten. Mit diesen Tickets kommt man in ganz viele Museen und in die Türme. Eine Schlange in dieser Anlage hat uns tatsächlich abgeschreckt. Die zum Glockenturm. Da waren wir dann gar nicht drin. Wir haben uns in dem kleinen Gärtchen und in den Ausstellungsräumen der Burganlage aufgehalten.

Und von dort aus sind wir dann zur Basilika von San Marino gegangen. Die Kirche hat uns sehr überrascht. Sehr hohe Decke, schlicht gestaltet, haben eine Kerze angezündet und an unsere Lieben gedacht, bevor wir dann unseren Altstadt-Rundgang fortgesetzt haben.

Kaffeedurst meldet sich. Auf der Suche nach einem kleinen Café sind wir an unendlich vielen Souvenirshops vorbeigekommen, die immer die gleichen Produkte angeboten haben. Angefangen von den typischen Sachen wie Magnete, Karten, Handtaschen, Nippes haben wir einen Shop gefunden, der sogar Weihnachtsartikel feilbot.

Überrascht hat uns das Angebot an Waffen. Kein Scherz! Etliche Waffenläden gibt es in der Stadt. Angefangen von kleinen Victorinox Taschenmesserchen über Schwerter, Bögen, Pistolen bis hin zu Gewehren und Munition. Es war alles zu finden. Das irritiert mich etwas. Warum bietet ein Land, eine Stadt solche Artikel an, wo die Welt grundsätzlich nach Frieden schreit?

Dann haben wir ein Café gefunden. In dem kleinen Park, mit dem Freiheits-Brunnen war auch ein Szene, welche sich mir irgendwie eingebrannt hat.

Zwei kleine Kinder vielleicht 2,3, 4 Jahre alt spielen. Das Mädchen sitzt auf der Wiese und pflückt der Mama kleine Gänseblümchen und rollert mit ihrem pinkfarbenen Mini Roller davon. Der Junge hat ein Kunststoffschwert, mit welchem er unsichtbare Gegner bekämpft. Das erschreckt mich einfach.


Einige junge Menschen sitzen in Gruppen an den Tischen. Zumeist in schwarz gekleidet mit Kapuzen. Da frag ich mich. Wo sind sie? Die gut gekleideten hübschen Italiener mit ihren tollen Kleidungsstücken, chicken Lederschuhen? Irgendwie fehlt mir dieser Blick, den ich früher so genossen habe, auf die chicken Italiener. Von dort aus gehen wir noch zum Palazzo Publico.

Das ist der Ort, in welchem Stadtrat beziehungsweise die Landesregierung tagt. Man kommt auch in den Sitzungssaal mit der modernen Technik. Die Wände und Decken sind mit edlen Hölzern dekoriert und aufwändig bemalt. Unten in der Haupthalle hängt das Wappen von San Marino, die drei Türme mit den Federn und der Krone oben drüber. Was die drei Federn bedeuten, weiß ich bis jetzt immer noch nicht. Das muss ich noch mal nach recherchieren.

Der Tag geht vergeht wie im Fluge. Man weiß gar nicht, wo die Zeit bleibt. Die zu bewältigende Strecke in der Altstadt ist überschaubar, maximal zwei, drei Kilometer. Mehr nicht! Schlendert man doch so rum, verbringt man gemütlich den ganzen Tag in der Altstadt.

Huch, was ist das? Eine Seilbahn, die ca. 40 Personen transportieren kann! Vom Parkplatz 1, wie wir herausgefunden haben, bringt sie die Besucher von unten aus dem Tal hinauf in die Altstadt. Macht Sinn. Es gibt in Summe sechs Parkplätze und die Möglichkeit an den Straßen außerhalb der Altstadt zu parken. Diese sind jedoch schnell ausgelastet, so dass es günstig ist, unten auf Parkplatz 1 zu parken und dann mit der Bahn hinauf zu fahren. Vor allem, wenn man nur einen Tag in der Stadt verbringen möchte.

Tatsächlich war der Tag schnell vorbei und wir haben eine wirklich schöne Zeit dort verbracht. Nachmittags haben wir ein bisschen verbummelt und sind zum Abschluss am Abend wieder im Hotel Cesare essen gewesen. Die Speisekarte war ansprechend und wir werden vermutlich im Verlauf der nächsten Woche noch etliche Pasta und Pizza essen. So genießen wir heute noch mal die sehr leckere und gute Küche.

Wer noch mehr Information wünscht: