26.10.2019 – Wasser marsch I … Wanderung Big Tree – Nature Valley – Plettenberg Bay

5:30 h Guten Morgen Surfers Welt in JB. Ich schaue mir den traumhaften Sonnenaufgang an.

Dann erst geht der Blick zum den Surfern. Wirklich sind die ersten Surfer bereits im Wasser. Unglaublich! Ich gehe zurück ins Bett.

Wieder ist packen angesagt. Plettenberg Bay heißt unser heutiges Ziel.

Beim Frühstück erhalten wir von Kurt noch eine wirklich schöne Danke WhatsApp

Ein köstliches Frühstück im Tasty Table mit Blick auf Strand und Surfer.

Ich bleibe bei meiner Bowl mit warmen Müsli. Sandra wählt wieder Egg, Bacon und Brown Toast. Die superleckeren Torten in der Vitrine locken. So gibt es zur Tagesstärkung noch ein Stück fluffigen Möhrenkuchen.

Am Nebentisch wird gefeiert. Zur Feier des Tages gibt es eine Glitzer-Schoko-Torte. Der Wahnsinn, aber bildschön.

Zurück zum Auto tauschen wir uns noch mit Surf-Lehrer und Inhaber des Waveschule Matthew aus Essex aus.

Der Tagesablauf könnte so klingen:

6 Uhr auf der Welle reiten. Wahrscheinlich ist er einer derjenigen, die vor unserem Appartement gesehen werden. Dann duschen und 7:30 h die ersten Schüler/innen begrüßten. Von da an spielt er auf seiner Bank sitzend mit den vorbeigehenden Menschen. Heute ist es das alte Hüpfspiel auf dem Boden. Gestern war es eine Gummischlange die für Aufregung gesorgt hat. Schade, dass wir seine Idee morgen nicht mehr mitbekommen. So fängt er seine Kunden. Wie der Tag weiter verläuft weiß ich nicht. Essen – sitzen – surfen – feiern? Zum surfen beschreibt er eine Destination in Indonesien (heute Malaysia). Auch diskutieren wir kurz über den Brexit. Doch er ist weit weg aus seinem Heimatland.

Wir fahren die Garden Route N2 Richtung Westen. Wolkenverhangene Berge, alles grau in grau, die Scheibenwischer arbeiten fleißig. Die Landschaft ist hügelig und sehr grün. Wieder sind Kiefernplantagen rechts und links der N2. Zum Teil abgeholzt. So weit das Auge reicht Baumstümpfe. Diese geraden Baumstämme würden sich für den Bau von Holzhäusern eignen, so gerade sind sie. Was damit gemacht wird wissen wir nicht. Papierindustrie?

Der erste Stopp ist der „Big Tree“

https://de.m.wikivoyage.org/wiki/Tsitsikamma_National_Park

Höhe 37 Meter – 800 Jahre alt ist dieser Yellowwood Baum. Mich beeindruckt immer wieder wie alt Bäume werden können. Was sich in ihrem Leben alles ereignet hat an Weltgeschichte. USA wurde besiedelt, Apartheid in Afrika, Kriege und so vieles mehr.

Das erste mal, dass wir etliche Busse antreffen. Bus wird ausgekippt, Touris aus …. Deutschland / Sachsen … überschwemmen den Holzsteg bis zum Baum. So wandern wir zunächst durch den Regenwald. Zum Glück hat es aufgehört zu regnen. Es tröpfelt nur aus dem Blätterdach. Eine laute Kakophonie umgibt uns. Auch hier stehen alte Yellowwood Trees. Vielleicht keine 800 Jahre alt, doch auch wunderschön anzusehen. Wir üben uns im „Waldbaden“ . Ist ja gerade total angesagt in der Entspannungs Szene. Umarmen Bäume

Und haben Freude an der Natur und dem Spaziergang über die nassen Wurzeln und genießen die natürliche Ruhe. Die Farben sind kräftig und die Pilze sprießen. Die frischen, samtigen Blätter der Bäume sehen für mich aus wie Engelflügel. Sandra sieht Tänzerinnen in Ihnen.

Nach 1,5 h sind wir die 4 km lange gelbe Route gelaufen. Alle Busse sind wieder unterwegs und wir sind allein am Baum.

Im Anschluss fahren wir noch mal 1 km zurück. Die Brücke über den Storms River bietet einen beeindruckenden Blick in den tiefen Canyon. Sandra traut sich kaum hinunter zu sehen. Hier wachsen weiße große Calla. Wunderschön. Hier entdeckt Sandra die ersten F.C. Hansa Aufkleber. Sie hatte sie schon vermisst.

Canyoning müsste hier auch Spaß machen.

Weiter geht es. Denn wir wollen ja eine 22 km lange Radtour machen.

So fahren wir ins nahe Storms River und suchen in dem Kaff das vom lonely planet beschriebene Backpacker mit Rad-Verleihstation. Wir werden auch fündig. Doch überzeugt uns das Ganze gar nicht mehr. Zum einen das Naturschutzgebiet zum andern ist auch das Material nicht zu empfehlen.

Die Blue Lilies stehen hier überall. Auch die zarten Mini-Orchideen begeistern mich.

Dann fahren wir lieber weiter ins Nature Valley.

Zum zweiten Mal treffen wir auf wild lebende Affen. Bonobos? Kleine Familien laufen am Strassenrand vorbei. Die Babies auf dem Rücken.

Eine kleine Straße schlängelt sich dann hinunter zum Ocean Richtung Nature’s Valley. Links die Lagune, rechts Felsen und der Ozean , wild und blau vor uns. Die Wellen rauschen nur so auf den leeren Strand. Wir passieren eine mit Wasser überflutete Stelle. Links Lagune, rechts See. Na, ob das gut geht? Sandra fährt langsam durch und wir kommen mit Unterbodenwäsche am Strandparkplatz an und sind restlos begeistert. Traumhafte Landschaft. Die Wellen rollen mit lautem Grollen zum Strand, wo sie sanft brechen.

Wir gehen zum Ende der Lagune. Hier hat eine Vater mit seinen drei Kindern viel Spaß im einlaufenden Wasser. Einlaufendes Wasser????? Hey – gleich ist unsere Passage durch das Wasser evtl. gefährdet. Lass uns lieber noch mal in den „Ort“ fahren und von dort aus auf den Strand.

Ein Vogelschutzgebiet wird ausgewiesen. Auf dem Strand sind kleine Holzhäuschen aufgestellt mit der Bitte die Vogelbrut hier zu schützen.

Auch wachsen Pflanzen, die gelbe Blüten haben auf dem Strand. Die 5-tägige Otter-Wanderroute endet hier laut Karte offensichtlich.

Ich bin mit meiner Krücke gut unterwegs 10.000 Schritte habe ich heute schon geschafft!

Da komm ich mit meinem dritten Bein :-))

Dann machen wir uns auf den Rückweg. Sandra sitzt am Lagunenufer und reinigt die Füße.

Dieses Bild könnte auch an einem Schweizer Bergsee entstanden sein.

Nun sind wir sehr gespannt, wie die Rücktour durchs Wasser gelingt.

Doch wir lassen erst Wanderer vorbei. Fußgänger haben den Vortritt, im wahrsten Sinne des Wortes.

Wir warten das hereinfahrende Fahrzeug ab, bevor wir die Durchfahrt wagen.

Wir lachen uns kaputt! Fastet is better than slowly :-))) Das hörten wir schon auf der Safari beim durchfahren der Ramblers.

Nun hat das Auto eine Komplettwäsche erhalten.

Wir durchfahren diese Geisterstadt. Von dem Sitznachbar im Flieger erfuhren wir bereits, dass hier Ähnlichkeit mit der Riederalp-CH besteht. 50 Sesshafte und 30.000 Feriengäste die das Örtchen dann in der Saison überspülen. Wir halten Ausschau nach einem Café und werden am anderen Ende des Örtchens fündig.

Witzig ist zunächst der Baum, in welchem die Otter-Wanderer ein Souvenir hinterlassen. Neben Tellern, durchgelaufenen Nikes finde ich die gelbe Unterhose am ausgefallensten.

Hier fühle ich mich wohl. Hier habe ich den Eindruck, dass die Welt stimmt. Der Laden wird von farbigen geführt. Es ist einfach und freundlich. Wir sind willkommen und alle lächeln.

Ich bestelle Hake mit Chips. Fish and Chips hatten wir doch gerade in Irland. Lecker. Ganz frisch und gegrillt hat es mir sehr gut gemundet.

Dann gehen wir noch mal zum Strand. Hier angeln die Männer während die Frauen zusehen.

Satt sehen können wir uns nicht. Doch ist es Zeit weiter zu reisen.

Doch auf der Rückfahrt erleben wir so eine schöne, urwaldähnliche Landschaft, so dass wir anhalten.

Wir sind echt baff. So viele alte Bäume, den Ozean im Hintergrund – wow!

Leider kommt die Schönheit dieses Ortes nicht annähernd auf Fotos zu ihrem Recht. Für alle, die das mögen: hinfahren und selber schauen!

Wir trennen uns und sind bald in Plettenberg Bay. Kommen an einer Ziegelei vorbei und kreuzen noch etliche River mit Ausblicken, die atemberaubende Aussichten bieten.

Dieser Ausblick gehört für zwei Tage uns! Wir nächtigen im La Vista hoch über dem Ozean. Plettenberg Bay ist eine sehr moderne Stadt und besteht offensichtlich aus vielen Bergen und Hügeln. Es ist sehr grün und sauber. Schicke Häuser, Villen um uns herum.

Ein tolles Zimmer hat Sandra ausgewählt.

Auch das Bad lässt keine Wünsche offen. 2 Duschköpfe, so dass man ggf gemeinsam duschen könnte. Zimmer No 5 ist das unsere.

Wir kommen an und ein freundlicher Mitarbeiter erklärt uns in epischer Breite das Haus, die Nutzung aller Einrichtungen und gibt Empfehlungen für das Abendessen. „The FAT Fish“ haben wir schon mehrfach empfohlen bekommen. Also zur Harbour-Kante zum speisen.

Wir entscheiden uns für eine Fisch-Platte zu zweit. Richtige Entscheidung.

Muscheln in Weißwein Sauce. Großartig! Line Fish, Prawns und Mini-Calamari. Dazu Reis, Gemüse, Garlic Sauce und zuletzt eine schärfere Cocktail-Sauce.

An sich waren wir platt. Doch wer uns kennt weiß: Nachtisch Karte ist wichtig.

Ich entscheide mich für Eis mit Karamell, Espresso und Cones. Sandra wählt Rosa Merengue mit Cream, Eis und Obst und erhält einen “ Pilates“ Berg. :-))

Das Essen ist unvergleichlich. Top Qualität und top Service. Preis auch oK. Mit Wein 900 Rand (65,- Euro)

Der Parkplatzwächter nimmt noch seine 2 Rand und will uns beim ausparken auf dem leeren Parkplatz unterstützen. Wir schaffen das allein.

So gut gesättigt fahren wir durch die inzwischen wie ausgestorben daliegende Stadt auf unseren Berg.

Den Blick in die unter uns liegende Bucht genießen wir noch einen Moment und fallen dann mit guten Träumen in das weiche Bett.

Mein Traum dreht sich gewiss um die schönen Landschaften heute. Auch die Natürlichkeit im Nature’s Valley (wie vor 35 Jahren in Puerto Rico, Gran Canaria). Es wäre sehr schön, wenn dieser Ort noch länger seine Beschaulichkeit erhalten würde. Bislang war es mein Highlight Tag.

25.10.19 – Jeffreys Bay – surfen and more – Kabeljous – Paradies Beach

6 Uhr – Safari Time. Ich habe sehr gut geschlafen. Die Sonne weckt mich und der Blick aus dem Fenster ist berauschend.

Ich kann es nicht glauben. Liege in den weichen Federn den indischen Ozean direkt vor der Nase. Awesome!!!

Nachdem ich mich aus dem Plümmo herausgeschält habe, schaue ich aus dem Fenster und sehe keinen Fliegenschiss auf der Scheibe sondern tatsächlich schon die ersten Surfer IM Wasser. Einer geht mit seinem Board die Straße zum Ocean hinunter.

Ich höre es klappern. Auch Sandra ist schon wach. Sie setzt sich direkt auf die Terrasse und schaut den Surfern zu, wie sie die Wellen reiten.

Unser Mitbewohner Bruce sitzt auch wenig später bereits mit Fernglas in der Pergola und grüßt freundlich. Er ist ein „alter Hippi-Surfer“. Grauer Bart bis auf die Brust, Hut auf, orangefarbene Leinenpumphose, Flip-Flops! Witziger Typ.

Dann geht es unter die Dusche. Hurra. Wasser fließt normal, heiß aus dem ordentlichen Duschkopf. Hier gibt es „Hansgrohe“ Armaturen. Derweil habe ich hier unten schon sehr viel „Grohe“ entdeckt. Immer wieder ein Stück Heimat in der Ferne.

Nachdem wir so frisch und schick sind, fahren wir zum Frühstück ins Tasty Table Café. Endlich Müsli Frühstück und perfekter Cappuccino. Hmmmmm

So viele liebevolle Details umgeben uns hier, so dass wir uns nicht satt sehen können doch satt essen schaffen wir.

Allein der Weg ins Café ist mit Herzen bemalt. Sandra freut sich sehr über das freundliche „Grüezi“ über der Theke.

Mich begeistern die vielen unterschiedlichen Girlanden. Mit alten Bücherblättern, gehäkelte Ketten, z.B. mit Herzmotiven oder kleine „Topflappen“ mit Herzen. Ganz zu schweigen von den netten Texten an den Wänden.

Während ich hier sitze und gleich zu Sandra an den Strand gehe, wo sie zum ersten Mal surft

steht plötzlich und total unerwartet jemand vor mir:

Steffi iiiiiiiiii – was machst du denn hier?????

Awesome!!!!!!!

Was für ein Zufall. Ich zahle und treffe die vier draußen. Sie frühstücken hier und wohnen Nähe Port Elisabeth bei Freunden aus Iserlohn die sich dort niedergelassen haben.

Wolfgang, Leonie, Steffi, Lennart und ich! Echt verrückt! Die Welt ist mal wieder Mega klein.

Während Sandra ihre ersten Versuche auf dem Surfbrett startet,

quatsche ich mit den vieren und wir tauschen uns über unsere bisherigen Erlebnisse aus. Steffi und Co reisen morgen wieder Richtung Heimat.

Wir verabschieden uns – auf Wiedersehen in Iserlohn – und nun endlich gehe ich ins Wasser und sehe Sandra zu, welche Erfolge sie inzwischen erzielt hat.

Voller Stolz kommt sie nach zwei Stunden aus dem Wasser und ist erschöpft von der muskelzehrenden sportlichen Betätigung.

Wir sind übrigens am Dolphins Beach. Total hübscher Badeort, ein wenig freeky. Es laufen oder sitzen schon verrückte Typen unterwegs herum.

Nach der Dusche machen wir uns erst auf den Weg ins Surf Village. Alle namhaften Bekleidungshersteller sind hier vertreten. Billabong, Rip Curl und etliche mehr haben hier schöne Shops. Wir probieren Bikinis und Badeanzüge, werden jedoch nicht fündig.

Nach den Anstrengungen brauchen wir ein kleines Dinner. Es ist auch schon 14 Uhr.

Fündig werden wir in einer Kaffee-Rösterei. Eine tolle Tomatensuppe wird uns von einer sehr sehr freundlichen und bildhübschen Mitarbeiterin serviert. Heute ist für mich fleischfrei und ich esse Falafel-Waffle mit Avocado. Natürlich mit einem sehr guten Cappuccino.

In der Stadt begeistern mich mal wieder die vielen, liebevoll gestalteten Graffiti. Überall begegnen uns in der sauberen Staft für Wandbilder. Ganze Gebäude sind bemalt.

Gesättigt und voller Tatendrang fahren wir zum anderen Ende von JB zur Lagune nach Kabeljous.

Kaum eine Menschenseele am Strand. Unglaublich! Im Wasser niemand, am Strand treffen sich die Angler.

Mit kleinen Wagen fahren sie zum Strand. Kühlbox und Angelbox im Gepäck. Riesig lange Angeln stehen gespannt in Metallzylindern und warten auf reichen Fang.

Die Weite dieser Sandbank macht Lust auf witzige Fotos.

Auf der Suche nach einem von Kurt empfohlenen Wasserfall. Doch auch auf dem Bild des Naturschutzparks ist kein Wasserfall eingezeichnet. Dort soll man sich von einer Liane in einen Pool stürzen können.

Was nun – zurück über die Straße am Beach zum anderen Ende zum Paradies Beach.

Auf dem Weg dorthin philosophieren wir über die schwarzen Bewohner JBs. Wo die wohl wohnen? Denn in den Gebieten, in welchen wir bislang waren, sieht man nur Weiße. Sowohl im Service (ausgenommen Kaffee-Rösterei) als auch in den Geschäften. Auf der Straße verrichten die Farbigen Kehrdienste, Reinigungsarbeiten in Läden und darum herum. In Bauarbeiterkleidung oder Sicherheitskleidung finden wir auch viele. Etliche stehen in Gruppen oder sitzen in Gruppen herum. Was ist das?

Wir fahren bis zum Ende der Strandstrasse und sind plötzlich im Township.

Geteerte Straßen werden zu Schotterpisten.

Das kann’s doch nicht sein. Keine 500 Meter und andere Welt. Dreck überall! Der Müll fliegt umher, die Plastiktüten fliegen herum. Menschen und Kinder sind auf den Straßen reden und spielen miteinander. Wohngebiet. Hier findet man Häuschen und das Gebiet wird ausgebaut. Weitere kleine Steinhäuser sind im Bau. Ich erinnere mich an die kleinen, einfachen Häuser in Sri Lanka von Lutz Malaschöwski.

Wir sind entsetzt. Zwei Welten so dicht beieinander.

Mit fiesen Gedanken erreichen wir einen Ort, der scheinbar überwiegend als Wochenend Domizil genutzt wird. Kein Mensch auf der Straße, Häuser groß, schick derzeit scheinbar leer.

Zum Paradies Beach fährt man über eine Brücke über die Lagune. Rechts die kleinen weißen Flamingos und Berge im Hintergrund und links der Ozean. Der Strand ist naturbelassen. Stöckchen und Muscheln findet man hier. Wie wir später hören, ist dies auch Surf-Revier. Die Häuser sind bis an den Strand gebaut. Traumhafter Blick! Sandra sichtet ein Schild am Ausgang mit dem Hinweis, dass sich hier wohl ein Naturschutzgebiet befindet, in welchem man auch etliche Wildtiere sieht.

Zurück über die Brücke, rechts weiter an der Küstenstraße entlang. Autos stehen am Strand. Wir fahren auch drauf.

Hier machen wir noch lustige Sprungfotos. Ich bin raus – Knie :-)))

Auf der weiteren Fahrt finden wir noch ein Restaurant am Ende einer Sackgasse direkt am Strand. Leider sind wir weder durstig noch hungrig. Es sieht toll aus. Auf dem Weg dorthin säumt eine Palmenallee den Weg.

Nun zurück ins Surf View.

Auf der linken Seite fahren wir über die mit Türmchen gestalteten Brücke. Eingezäunt liegt die luxuriöse Marina Martinique rechts. Vor uns direkt angrenzend das Township mit Wellblechhütten. Krasser geht’s nimmer.

In der Marina kein Mensch zu sehen, außer Zaun, verrammelte Tore und Sicherheitskräfte. Im Township Menschen, die hin und her wuseln, Kinder die spielen, mit Gocarts fahren und Spaß haben.

In was für einer Welt sind wir.

Gedankenverloren fahren wir für wenigen Kilometern zum Surf View und genießen den Blick aufs Meer und den Sundowner mit den unermüdlichen Surfern.

Die Wellen werden geritten bis die Sonne versinkt.

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von Kurt bekommen wir noch eine Papaya geschenkt und lassen uns diese schmecken.

Vor unserer Haustür reifen noch mehr.

Dann werden wir von Marcel aus Zürich (seit 7 Jahren in JB surfend und mit eigenem kleinen Business hier lebend) abgeholt. So können wir beruhigt ein Glas Wein trinken. Wir essen wieder im Kitchens Window und werden wie alte Stammgäste sehr freundlich begrüßt. (PS sich hier nur weiße, Personal und Gäste, seltsam. Doch später sehe ich drei farbige)

Wir speisen wieder vorzüglich. Wir teilen uns einen köstlichen Gemüsesalat und Foccaccia, dann gibt es ein kleines „Matterhorn“ und ich habe Mini- Calamari asiatisch mit Ingwer. Zuletzt Cheescake with Cream. So gesättigt werden wir von Marcel mit anderen deutschen Gästen aus Münster und Berlin zur Wohnung gefahren. Toller Service vom Restaurant.

Dann heißt es gute Nacht und schlaf gut.

24.10.19 – Lost in Krüger II Safari – Flug Jo‘burg/Port Elisabeth –

Es war eine sehr unruhige Nacht.

Das Gewitter war sehr heftig, hell, lange und zuletzt auch stürmisch mit Regen.

Das Reetdach hat gehalten und die Türen blieben geschlossen, obwohl es mächtig geprasselt und gerappelt hat.

5:15 werde ich wach und werfe einen Blick heraus. Sunday läuft bereits durchs Camp und grüßt. Pünktlich 5:30 h ist wecken angesagt.

Wir werden trotz aller zeitlichen Bedenken noch mit auf die Frühsafari gehen.

11:20 h geht der Flieger von Hoedspruit. 45 km, 45 Minuten Fahrzeit sagt Mathew. Er muss es ja wissen. 9:30 h Abfahrt reicht dicke. „Wir müssen das Auto auch noch abgeben, was ist wenn wir wegen einer Elefantenherde anhalten müssen?“ Meine Einwände ziehen mit dem Wind in der afrikanischen Steppe. Nun gut. Hakuna Matata. Hab Vertrauen Iris 🙂

Die Hoffnung stirbt zuletzt! Der Wunsch Simba und Nala – Löwen / Leoparden zu sichten ist in der Gruppe groß. Tatsächlich habe ich bereits soviel erlebt, soviel schöne Tiere in der Natur gesehen, das mein Wunsch diesbezüglich nicht so groß ist.

Also rauf auf den Bock. Die Koffer stehen schon fertig im Zimmer.

So fahren wir bei kühler, angenehmer Temperatur in den Sonnenaufgang.

Unsere italienischen Eindringlinge sind sehr ruhig heute morgen.

Der Busch ist wie leer gefegt. Es ist auch wieder windig. Die Tiere hat es vermutlich vom Nachtgewitter weggespült. Eine kleine Gruppe Impalas sichten wir, sowie ein großes Warzenschwein. Es ist wirklich so drollig wenn es dann federnd mit aufgestelltem „Antennen-“ Schwanz lostrabt. Die Disney Zeichner haben ganze Arbeit geleistet und die Tiere so echt dargestellt. Einfach toll. Ansonsten laufen uns „nur noch“ Zebras vor die Linse.

Wunderschöne elegante Tier. Wir treffen auf zwei Gruppen.

Ansonsten finden wir an einem Wasserloch neben der ganzen Kacke :-))) ein !!! buntes Pflänzchen und die ersten grünen Blätter am Butterfly-Tree.

8:40 h wir sollten dann mal Richtung NSALA Camp fahren. Sunday gibt Gas und wir kommen um 9:05 h im Camp an.

Reste in den Koffer schmeißen, ins Auto bringen und zum Frühstück. Sandra beäugt kritisch die Uhr und sorgt sich.

Ich sage: jedes Ziel hat seinen Preis. Verzichtest du auf Eier und Speck? Nein, sagt sie :-)) Hunger!!! Nun gut. Es wird 9:35 h als wir den Tisch fast fluchtartig verlassen. Nun kommt die Pappnase Mathew auch noch mit einer Getränke Rechnung und der Bitte um einen Eintrag ins Gästebuch. Geht’s noch???

Dann aber nix wie weg! 9:45 h sitzen wir im Auto und fahren vorschriftsmäßig und sehen tatsächlich viel mehr Tiere als am Morgen.

Neben der obigen Ausbeute stoßen wir noch die Elefantenherde, die wir bei Ankunft gesehen haben mit den Babies. Leider zu weit entfernt für Fotos. Behalte ich im Herzen. Eine Giraffen-Familie und weitere Giraffen Einzeltiere laufen uns noch über den Weg. Viele der Leoparden Turtles krabbeln über die Straße. Wir müssen sehr achtsam fahren.

Dann endlich kommen wir 10:40 h zum Gate und übergeben ordnungsgemäß unsere „Ein- und Ausreisebescheinigung.

Nun siehe Text unten. Grrrrrrrrrrrrrr Mathew hat uns nichts ausgefüllt zum abgeben. Neeeeeiiiiiiiihhhhhhnnnnnn!!!!!!!

Der Beamte will wissen, warum wir die nicht haben. Ja keine Ahnung! Zum Glück haben wir eine Telefonnummer, da wir Fotos getauscht haben.

Der Beamte kann ihn nicht erreichen. Wie auch. Hier gibt es fast nie Netz.

Paaaaanik! Was nun. Nach gefühlten 15 Minuten kommt eine Lady und lässt uns passieren mit den Worten: das sei nicht unser Problem sondern das des Vermieters. Puh!

Dann gibt Sandra Gas!!! Und wir erreichen den noch 10 km entfernten Flughafen um 10:55 h.

Ich rase mit dem Gepäck zum Check-in. Sandra wirft einem freundlichen Europcar Mitarbeiter kopflos die Schlüssel zu und rennt zum Counter.

Die Flughafen Mitarbeiterin verdreht ob unserer Verspätung die Augen, verweist mich an ihren Kollegen. Er tippt so schnell wie Finger über die Tastatur nur fliegen, unsere Daten in den PC und drückt uns die Boardingkarten in die Hand. Sogar das Gepäck wird noch eingecheckt (hoffentlich auch verladen).

Dann flitzen wir zum Departure Gate durch ein gemütlichen Aufenthaltsraum mit Souveniershop.

Die Sicherheitskontrolle geht Zack-Zack. Sogar mit gefüllter Teeflasche.

Puuuuuuuhhhhhh – das war das schnellste Check-in und Boarding ever.

Im Flieger: 11:06 h

Nach uns kommen übrigens noch zwei Reisende an Bord. Türe zu – Ansprache des Käpt’n und los!

Second lost:-)))) knapp entgangen !!!

Glück muss der Mensch haben und Schinken mit scrambled eggs 🙂

Nun heißt es ohhmmmm.

Beide haben wir Fensterplätze, da die Maschine max. zur Hälfte besetzt ist, und schauen uns die bunte, interessante Landschaft von oben an.

Sandras Wunsch nach Nutella wird tatsächlich erfüllt. Jeah!

Meine Käsesandwich ist eher ihhhhh

Den Krüger Park, nochmal über den Blyde Canyon, dann sind wir in den Wolken und tauchen sehr rubbelig über Jo’burg wieder aus den Wolken ab. Ich wusste gar nicht, dass die Schlaglöcher im Himmel nicht gestopft werden.

Da wir keine Löwen live gesehen haben zeige ich Sandra dieses Bild:

Ich finde das zählt: :-)))) Löwe gesehen!!!!

(PS: Sandra schickt mir von ihrer ersten Safari in Kenia 2016, Löwen, Leoparden, Erdmännchen Fotos. Nun habe ich auch alles „gesehen“.)

wegen des Windes ist der Sinkflug auch sehr rumpelig. Die Landung in Jo’urg erstaunlich ruhig. Sehr gut! 12:20 h

Angekommen vermissen wir unser Gepäck! Neeeeiiiiiinnnnnn. Doch am Lost luggage Schalter werden wir beruhigt und erfahren, dass unser Gepäck durchgecheckt wurde.

Ohmmmmm – jetzt haben wir bis 16 Uhr Zeit. Wir gehen durch die Sicherheitskontrolle. Auch hier können wir alles, bis auf Laptop im Rucksack lassen. Flüssigkeiten, Flaschen, Becher usw. Das bin ich nicht mehr gewohnt.

Wir haben Zeit und lernen bei Sandras Ray-Ban Brillen Kauf – todschick übrigens – eine neue Vokabel:

Look me back Glasses

Sehr pünktlich startet die British Airways Maschine und wir landen gegen 17:30 Uhr in Port Elisabeth. Vom südafrikanischen Mitflieger bekommen wir noch Tipps für die Garden-Route. Vom Rollfeld laufen wir zum Flughafengebäude. Von der Toilette kommend, fließt unser Gepäck schon vom Band.

Nun holen wir von Europcar das neue Auto und es geht zügig in die ca 60 km entfernte Küstenstadt Jeffreys Bay.

Kurt, unser Vermieter fragt schon wo wir sind.

19:45 h erreichen wir in der Dunkelheit das JB Surf View und sind restlos begeistert. 2 Schlafzimmer, Wohnzimmer, Riesen Küche, zwei Bäder, Balkon und einen unglaublich gesprächigen Vermieter.

Sandras Zimmer!

Kurt kann und macht scheinbar alles. Surfen, Rock Musik, Velo fahren (mit Fatbikes über den Strand) und vieles mehr. So alt ist er noch nicht. Arbeit???? Keine Ahnung. Die Wohnung ist wirklich mega!

Mein Zimmer und traumhaftes Bad mit zweilagigem Klopapier. Ich bin happy :-)))

Nun aber flugs zum Supper. Kurt stellt seinen Monolog dann auch ein 🙂

Auf seiner Empfehlung landen wir in Kitchens Window! Top Empfehlung.

Wir essen Hake/ Seehecht und Kabeljau Nachtisch gibt es auch. Churro (scheinbar eine Spezialität hier) und Creme brullee . Köstlich!

http://www.kitchenwindows.co.za/

Dann fahren wir zurück und fallen in die weichen Federn. Gegen 23 Uhr lösche ich das Licht und schlafe nach dem aufregenden Tag sofort ein.

http://www.booking.com/Share-ZsmkZ3

https://www.jbaysurfview.com

20.10.19 – Start über Pilgrims Rest – God‘s Window zur (Happy) Hippo Hollow Lodge

Nach einer etwas holprigen Landung in Johannesburg holt Sandra mich am Flughafen ab.

Auf zu Europcar. Unseren Hundai haben wir schnell. Sandra gewöhnt sich schnell an den Linksverkehr. Vor allem als wir wieder am Terminal stehen. :-)))) einmal um den Pudding. Dann bleiben wir stehen. Beschäftigen uns mit der Navi. So stellen wir erst mal von englisch Elisabeth auf deutsch. Anna beschreibt uns nun den Weg. Macht vieles einfacher.

Die Fahrt dauert schon ein wenig länger und uns überfällt der „kleine Hunger“. An einer netten Raststätte kehren wir ein. Auto parkt direkt vor der Tür, so dass wir einen Blick darauf haben. Wir essen ganz leckere Quiche und trinken einen frisch gepressten Saft. Tolle Auswahl.

So gestärkt finden wir dann auch Pilgrims Rest.

Auf dem Weg dorthin empfinde ich sehr befremdlich das

1. der Mittelstreifen brennt und keinen scheint es zu interessieren.

2. das Menschen auf der Autobahn herumlaufen und per Anhalter fahren. Frauen allein, mit Kindern und Männer. Lebensmüde!

3. auf den Pick-ups Leute. So etwas würde bei uns nicht möglich sein.

Eine Person auf der Ladefläche ist selten. Oftmals sind es etliche Personen!

Die Landschaft ist eher karg. Wir vermissen das Grün.

Pilgrims Rest sind die Überreste einer Goldgräberstadt. Einsam sind wir durchgefahren. Außer uns war kein Gast/Tourist zu sehen. Eine Verkaufshütte reihte sich wie an einer Perlenschnur gezogen die Dorfstrasse hinauf. Wir wollte nicht überfallen werden von den Verkäuferinnen, so sind wir nur vorbeigefahren. Auch gibt es jede Menge Restaurants und Pubs. Ein Mitarbeiter des Pancake-Ladens versuchte uns auf seinen Parkplatz zu locken. Kein Interesse und weiter nach Pinnacle zu dem Aussichtspunkt.

Natürlich kostet es Eintritt. R17 pP (ca 2,- €) für beide. Ist okay. Der „Fels-Finger“ erinnert mich sehr an die Meteora-Klöster in Nord-Griechenland.

Die vor uns liegende Landschaft ist beeindruckend. Mir gefallen die unterschiedlichen Felsfarben sehr. Das Wetter ist gut. Die Sicht okay.

Auf den Parkplätzen gibt es überall Verkaufsstände. Obwohl nicht viele Gäste unterwegs sind, werden wir nicht belästigt. Kurze, übliche Ansprache: Good Price, Lucki lucki :-)), das wars dann aber auch. Die Damen wenden sich ihren Kolleginnen zu und tauschen sich in Africaans aus. Witzig finde ich die Röcke der Ladies. Ich vermute, dass sie die bunten Baumwollröcke nur noch wegen der Touris tragen. Ansonsten kleiden sich die Afrikanischen Ladies sehr westlich.

Weiter geht’s zu dem Nature-Resort

Hier sehen wir den ersten kleinen Affen, der sich über die Schlucht von Baum zu Baum hangelt.

Aufgrund meiner Einschränkung (Knie) geht Sandra allein 300 Stufen hinauf in den kleinen Regenwald.

Währenddessen wandere ich weiter um Gods Window und treffe auf einen liebenswerten älteren Südafrikaner, der einen Strauß Rosen dabei hat. Drei verteilt er unter uns Ladies. Er erzählt von seiner sehr kranken Frau, die diesen Ort sehr liebt und immer Blumen mitgebracht hat, wenn sie hier war. Nun wirft er Blumen in die Schlucht und lässt sich dabei filmen um seiner Frau diesen Film zeigen zu können.

Ich werde das Geschenk hüten und ehren.

Am Aussichtspunkt sind etliche Liebesschlösser angebracht. Köln lässt grüßen.

Bekloppte, lebensmüde gibt es immer wieder. So machen zwei junge Männer halsbrecherische Fotos am Rande des Canyon.

zuletzt sehen wir uns noch die Lisbon Falls an. Eher unspektakulär. Die Verkaufsstände sind auch schon alle abgeräumt. Weiter oben gibt es noch kleinere Mini-Fälle und Pools.

Es geht langsam in den Abend und so steuern wir unser Tagesziel an.

Die (Happy) Hippo Hollow Lodge in Hazyview am Rand des Sabie Rivers.

Das Estate finden wir gut und werden freundlich begrüßt.

Liebevoll aus Gräsern, Blüten und Blättern werden wir im Zimmer empfangen.

Das Wetter ist diesig, doch warm.

Wir machen einen Rundgang durch das Gelände. Ich gehe barfuß! Erst laufe ich auf weichem Rasen doch dann pikst der Belag extrem. Schit! Später hole ich die kleinen Stacheln aus meinen Fußsohlen.

Am Ende der kleinen Brücke gibt es eine Möglichkeit intim zu speisen. Mit Blick auf Hippos? Auf Krokodile?

Wir haben nicht ansatzweise ein Tier entdeckt.

Obwohl Sandra berechtigterweise Angst hat :-)).

Hurraaaaaa ein Pool denke ich. Natürlich springe ich hinein.

Wir essen gut und fallen dann in das gemütliche Bett.

Mein erster Tag in Südafrika. Ich habe den Eindruck schon länger unterwegs zu sein. Der Tag war gefüllt mit vielerlei Eindrücken.

Während der Fahrt hat mir Sandra von ihren Soweto Erfahrungen erzählt. Das ist mir entgangen, da ich erst einen Tag später angereist bin. Aber man muss sich ja auch etwas für später aufheben.

Gute Nacht Sandra – träum schön……, zzzzzzz

https://www.hippohollow.co.za/

3.9.19 Powerscourt Estate, Glendalough Monastry

Wir starten am Morgen zum Flughafen und nehmen unser Reisemobil in Empfang. Es verzögert sich alles, weil wir nicht mit dem Flieger gekommen sind sondern mit dem Taxi. Versteh einer die Struktur. Doch werden alle Flugreisende bevorzugt behandelt. Dann endlich übernehmen wir unseren VW Caddy und die Linksfahrt wird geübt. Rolli macht sich gut. Es geht Richtung Süden an der Küste entlang.

1. Stopp – Powerscourt Estate

https://de.m.wikipedia.org/wiki/Powerscourt_Gardens

Da wir Gärten lieben sind wir hier genau richtig. Zunächst schauen wir uns in dem schlossähnlichen Gebäude um. Ein Souvenir Shop und ein hübsches Café sind in den alten Räumen untergebracht. Total schön und wunderschöne Möbel, Bilder, Schnick-Schnack, Deko und Lebensmittel werden angeboten. Und zieht es in den alten Garten. Viele ca 200 Jahre alte Bäume stehen hier.

Auch bunte Blumen stehen in den Beeten um die kleinen Brunnen.

Hier findet man außergewöhnliche Grabinschriften. Unser treuer Begleiter, der Liebling unserer Kinder ruht hier. Tatsächlich ist das der Tierfriedhof im Gedenken an die treuen Wegbegleiter der Familien. Sogar Kühe wurden hier beigesetzt.

Im Japanischen Garten konnten wir uns unter dem Dach des kleinen Pavillons mit japanischen Gästen vor dem plötzlichen Regenschauer unterstellen.

Witzig: der Euroast. Im Zeichen des Brexits bekommt dieser Ast nochmal eine andere Bedeutung.

Natürlich steigen Rolli und Claudia auf den kleinen Turm und berichten mir von der schönen Aussicht.

Rolli macht auf „Münchhausen“ auf der Kanonenkugel.

Claudia und ich haben Spaß auf den dicken Baumgabeln, die wir als Liegen nutzen. Fehlt der Wein und die Weintrauben.

Zurück im Schloss gönnen wir uns ein ganz leckeren süßen und auch herzhaftes Essen.

Köstlich, außergewöhnlich und sehr lecker.

Gestärkt und sehr zufrieden fahren wir zu unserem heutigen Hotel weiter Richtung Süden. So landen wir in einem sehr kleinen Ort namens Glendalough. Das besondere hier ist ein uraltes (von ca 600 n.Chr.) Kloster mit einem sehr sehr alten Friedhof der aber noch aktuell belegt wird.

Wir bewegen uns nochmal ein wenig bevor wir müde in das Bett sinken mit Blick (fast) auf den alten, mystischen Ort.

Wer weiß welche alten Geister um uns herum sind und unsere Träume begleiten.

21.9.19 – Lost im Krüger Park

16 Uhr – wie geplant sind wir am Gate und checken ein. NSALA Safari lodge steht auf unserem Voucher. Sandra ärgert sich über den Schreibfehler. Auch hat das Reisebüro keine Anfahrtbeschreibung mitgeliefert. Also googlet Sandra und findet für NGALA eine. Wir folgen den Ausführungen des Gate-Mitarbeiters immer geradeaus.

Nach wenigen 100 Metern eine, dann eine weitere Giraffe. Wie angewurzelt steht sie am Zaun. Hier sind wir Autofahrer noch im Gitter.

Ich bin total happy – Tiere in ihrer natürlichen Umwelt. Dann fahren wir nach der Internet-Beschreibung.

Voller Erwartung fahren wir langsam und angemessen und sehen tatsächlich ein Nashorn. Im Hintergrund ein einzelner Elefant. Wahnsinn!!! n

Nun sind wir angefixt und schauen noch genauer. Auf der langen, geraden Asphaltstraße kreuzen uns diverse Antilopen, Impalas, Hasen.

Steine weisen uns den Weg.

Dann geht es auf unbefestigter Rubbelpiste weiter. Sandra sagt: „gewöhn dich schon mal. Im Safari-Jeep ist es schlimmer.

Wir treffen auf Zebras. Die haben so ein schönes Fell. Auch ist „Pumba“ hier mit unterwegs. Doch ist das Warzenschwein do schnell verschwunden wie es aufgetaucht ist.

17:30 h sind wir glücklich an unserem, vermeintlichen, Ziel angekommen!

Wir werden nicht erwartet und es dauert einen Moment bis uns jemand begrüßt. Wir bekommen einen Welcome-Drink und übergeben den Voucher.

Verwunderung! Rücksprache, Check und dann die Aussage: sorry you are in the wring Lodge! Uups! Sandra fertig! Was nun?

Die Mitarbeiter sind super freundlich und bemühen sich eine Nacht-Eskorte zu finden. Sie sagen, dass die gebuchte Unterkubft „nah“ sei. Ca 30/40 km. Ah ja! Im Nachhinein war das wirklich sehr nah, gemessen am Park! Glück im Unglück. Eine Eskorte können wir nicht bekommen. Doch sei das Camp ganz leicht zu finden. Also wieder auf die Piste und zurück zur Asphalt-Straße. An sich liegt eine phantastische Landschaft vor uns.

Die untergehende Sonne zaubert ein traumhaftes Licht auf die afrikanische Landschaft.

Sandra quälen Gedanken wie: hoffentlich fällt uns kein Elefant an! In der Nacht darf man nicht mehr fahren!

Ich mache mir mehr Gedanken über: hoffentlich bekommen wir keinen Platten bei der Straße.

Doch eine Sicherheit haben wir. Die Lodge-Mitarbeiterin hat die Ranger informiert, dass zwei Ladies unterwegs sind zum NSALA Camp. Tatsächlich begegnen uns auch Ranger. Aber keiner hält und fragt uns ob alles okay ist.

So what.

Der Abendhimmel wird immer dunkler. Es kracht und blitzt was das Zeug hält. Nach der heutigen Hitze von 42 Grad ist dieses Gewitter kein Wunder. Begleitet von den hell erstrahlenden Blitzen und der Gewissheit in einem Faradayischen Käfig zu sitzen, kommen wir auf der asphaltierten Straße an. Nun geht es rechts weiter bis zum Ende der Ausbaustrecke.

Haaaaalt schreie ich. Ein Elefant kreuzt die Straße. Nein, eine ganze Elefantenherde. Mit einem sehr kleinen Elefanten-Baby. So schön. Wir müssen noch 2-3 mal halten für wechselnde Hasen und Antilopen und einer Hyäne.

Mit Hilfe der Karte, die wir zum Glück im WLAN im NGALA gefunden haben können wir uns orientieren.

Denn, große Herausforderung, wir haben KEIN Netz im Park. Wir könnten noch nicht mal ein SOS absetzen. Verrückt. Ich sage Sandra: „Wie früher! Wir müssen sehen, dass alles klappt. “

Inzwischen nimmt es Sandra auch gelassener und wir spaßen herum. Wir planen einen Film: „Lost im Krüger!“

Die Kulisse stimmt! Bizarre laubfreie Büsche, der Staub wirbelt auf im Gewitter durchzogenen Abendszenario. Die Hyäne vor uns und eine uns verfolgende Elefantenherde hinter uns. Wohin? Schreie! Kreischen! Tier oder Mensch? Der Himmel verdunkelt sich schnell, die Strasse wird zur Piste! Schatten springen aus dem Dunkel! Antilopen versperren den Weg, ein Auto kommt mit aufgeblendeten großen Scheinwerfern auf uns zu …… dramatische Musik, wir werden verfolgt. Schnell kommt ein Jeep auf uns zu. Auch an der Abzweigung bleibt er dicht hinter uns / Dunkelheit, Regen klatscht an die Scheibe. Die Scheibenwischer gehen gegen den Staub an, alles verwischt. Finale

So geschehen!!!!

Wir sind endlich da. Den kleinen Holzschildchen sei dank.

Zeitgleich kommen wir mit den Safari-Gästen aus dem Jeep an. Ein großes Hallo. Die Mitarbeiter erwarten uns mit Schirm und voller Freude.

Hurra. 18:45 h – Große Erleichterung, dass wir alles gut gefunden haben. Und hier IST ES DUNKEL!!! Keine Lampe an der Straße, wenig Beleuchtung im Camp.

Nach dem Welcome-Drink beziehen wir unsere Rundhütte. Schön, einfach, gemütlich und einladend sind wir sofort zuhause.

Wir machen uns frisch und sitzen mit dem einzigen Ehepaar zusammen, welches heute hier nächtigt. Das Camp hat drei Rundhütten. Also max 6 Gäste. Sehr intim alles. Wir werden gewarnt. Bitte nicht zu weit weg gehen, Fenster und Türen geschlossen halten. Eine Kakerlake schnipse ich gerade von meinem Kissen, sonst ist außer Fliegen wohl nichts an Getier im Zimmer. 🙂

Auf der Terrasse erwartet uns der kleine freche Hausaffe.

Zwei Hyänen sind hier auch oft anzutreffen.

Zu Abend essen wir Steak mit Kartoffelpüree, Süsskartoffeln und Bohnen. Nachtisch gibt es auch. Vanillecreme auf Crumble. Alles gut. Die Gäste, Münchener, berichten von ihren Safaris und das heute Mittag eine Elefantenherde aus dem Pool gesoffen hat und im Anschluss noch ein klein wenig randaliert. Hinter einer Rundhütte ist ein Baum übermütig herausgezogen worden und die Pergola abgerissen.

Schade, dass uns das Schauspiel entgangen ist. Doch morgen ist auch ein Tag.

Wir plaudern noch und sehen die beiden Hyänen um das Camp schleichen. Dann erschrecke ich: Ratten???? Nein, es sind eher putzige Mungos. Eine ganze Herde flitze direkt unter unserer Terrasse her. Die kleinen munteren Tiere haben dann aber mehr Ähnlichkeit mit den Erdmännchen

Während dieser Beobachtung telefoniere ich mit Rolli per WhatsApp. Klar und deutlich können wir miteinander plaudern.

21 Uhr – es ist noch sehr warm in der Hütte. 47 Grad haben die Böden und Wände sehr aufgeheizt. Doch der Ventilator unter der Decke sorgt für erfrischenden Luftzug.

Sandra durchfährt noch ein großer Schreck. Eine unserer beiden Haus-Hyänen steht direkt vor unserer Tür. Sandra schreit auf, dann verschwindet sie in der Nacht. Wir gehen zu Bett und lauschen den Geräuschen der Nacht. Gute Nacht in der Wildnis.

19.10.2019 es geht wieder los … diesmal steht Südafrika auf dem Plan – Tiere und Natur

Vor ca. einem Jahr fragte mich meine erprobte Reisebegleiterin Sandra M. Ob ich nicht Lust hätte mal wieder mit ihr zu reisen. Ich …. immer!!! Wohin soll’s denn gehen? Costa Rica stand zur Debatte oder Südafrika. Ein kleines Oman stand auch im Raum 🙂

Ich kenne nichts davon, ich komme sehr gern mit. Plan mal. Das hat Sandra mit Begeisterung gemacht und eine sehr schöne Rundreise durch Südafrika geplant.

Wir treffen uns morgen in Johannesburg und beheben ein Auto in Empfang. Im Anschluss versuchen wir uns im Linksverkehr um im Krüger Nationalpark „the big Five“ zu sehen. Dann Flügen wir nach Kapstadt und fahren gemütlich über die Garden Route. 14 Tage haben wir Zeit.

Ich bin sehr gespannt und fahre mit wenig Erwartungen und freue mich sehr auf die Zeit mit der jungen Ärztin aus Chur.

Ich habe gefragt, ob sie denn nicht lieber mit ihrer Mama fahren möge, dich fliegt die sehr ungern so weit. Für Conny schade. So habe ich das große Vergnügen.

Heute fahre ich mit der Bahn über Köln zum Frankfurter Flughafen. In Köln fällt der geplante Zug nach FFM aus :-))). Super! Also – welcher Zug fährt dann? Ich habe Glück und werde mit einer 15 minütigen Verspätung in FFM hoffentlich ankommen. Dieser Zug ist total überfüllt. Ich habe echt Glück und bekomme ganz hinten noch einen Sitzplatz. Glück muss der Mensch haben.

Heute habe ich schon in der Nähe des Bahnhofs einchecken können. Lufthansa! Alles digitalisiert. Bordkarte scannen! Schön kommt das Kofferband. Weiter zum Band: drauflegen, Gepäckband wird gescannt. Eine Quittung wird ausgedruckt. Später kommt sms – Gepäck wurde akzeptiert. Also stimmt auch das Gewicht. Nun sitzt keine freundliche Mitarbeiterin und winkt 1/2 kg Übergepäck durch. Eigentlich schade.

Alles digitalisiert!

Dann gehe ich zum Gate „Z“. War ich hier schon mal???

Hier ist Oktoberfest! Alles in blau/weiß, Bierkrüge, Brezen und sogar Dirndl kann man erwerben. Verrückt!

Später merke ich, dass ich schon mal hier war auf dem Gate, vermutlich Richtung Peking oder Shanghai. Ich sitze um 21 Uhr am Gate und es kommen gerade Durchsagen:

1. der Flug ist überbucht!!! Wenn die 600,- €, Übernachtung in FFM, Frühstück fliegen sie morgen um die gleiche Zeit.

Soll ich Kohle nehmen??? Dann fliege ich kostenneutral. Eine Überlegung wäre es wert. :-)))

2. Angebot: wenn sie Premium Economy/Business fliegen möchten, für 399,- Aufpreis möglich!

Na, da bin ich gleich gespannt ob ich mitkomme :-))) – heute ist mein Glückstag: bin im Flieger auf Platz 35H wie bestätigt. Geht doch.

Dann mal los.

Um 22 Uhr geht es dann ca 8700 km, 9h 50 Minuten Richtung Süden in den afrikanischen Frühling.

Morgen früh beginnt das Abenteuer auf dem schwarzen Kontinent.