Wenn man im Flieger sitzt und viele Zeitzonen überfliegt, hat die Seele viel zu tun um nachzukommen. Air China bringt uns nach Peking.


Das Entertainment funktioniert nicht. Wir bekommen WiFi und so kann ich am Handy einen ! Deutschen Film schauen. Lelia hätte ihre Freude an „Ponyherz“ gehabt. Ein 11 jähriges Mädchen, Anni, ist Pferdeflüsterin und verliebt sich in ein Wildpferd namens Ponyherz. Zwei/drei so schusselige Darsteller wie bei „Kevin allein zu Haus“, die versuchen die Wildpferde zu stehlen. Nette, einfache Unterhaltung.

Erster Zwischenstopp ist Peking. Dort haben wir 2 Stunden Aufenthalt und werden noch mal voll durchgecheckt. Getränke raus, Akkus raus usw , das ganze Programm . Leider geht mein Lieblingsschal durch diese Hin- und Herpackerei verloren 😦 Wir holen uns einen ganz leckeren Costa Kaffee und setzen uns in die „Window Lounge“ Gate B 36, ganz am Ende des Terminals. Von dort aus geht es dann in dreieinhalb Stunden weiter nach Tokio. Eine kleine Maschine bringt uns zu unserer ersten Destination. Ich schlafe gefühlt komplett durch. Leon kann gar nicht schlafen. Deutsche Zeit 6:40 Uhr erreichen wir das Taxi und haben alles erledigt. Fingerabdrücke, Zettel zur Einreise, Zettel zur Warendeklaration. Dank des netten Mitarbeiters von „Green Tomato“ haben wir ganz schnell Bargeld und die Suica Card für die öffentlichen Verkehrsmittel. Das war sehr einfach, dank seiner Hilfe am Schalter! Nun sitzen wir im klimatisierten Taxi, welches uns in die Innenstadt ins Hotel bringt. Vermutlich wird Leon dann erst mal ein zwei Stündchen schlafen, da er überhaupt nicht geschlafen hat. In Summe werden wir 23 Stunden unterwegs gewesen sein und freuen uns auf den Tag in Tokio.

Tokio liegt leicht grau, bewölkt vor uns. 40 Millionen Einwohner hat die Stadt. Zumeist weiße Hochhäuser sehe ich. Es herrscht hier Linksverkehr. Die Fahrer sitzen auf der rechten Seite, wie in England. Das war mir nicht bewusst.

Wir kommen an im Dai Ichi Hotel, im Stadtteil Ryogoku. Direkt neben uns ist eine U-Bahn-Station und das Edo Tokyo Museum (wegen Umbau bis 2025 geschlossen). Das Sumo Stadion liegt ebenfalls hinter diesem Museum.

Wir checken in aller Ruhe ein. Unser Zimmer ist im 18. Stock mit fantastischen Blick über die Stadt in Richtung Sky Tree. Leon möchte nicht schlafen und so überlegen wir, was wir den Tag noch unternehmen können und legen sofort los. Nach der langen Sitzerei ist Bewegung angesagt.


Direkt neben dem Hotel ist ein kleiner Park mit einem kleinen Schrein.

Dann geht’s weiter zum Asakusa Schrein, welcher sehr voll ist. Überraschenderweise tragen hier unglaublich viele Menschen sowohl weiblich als auch männlich Kimonos.

Wie wir später erfahren, sind es alles geliehene Kimonos, die die Leute nutzen um Fotos zu machen und Spaß zu haben.

Der Schrein ist sehr groß also direkt am Maintor hängt ein 3,3 m hoher Lampion. Von dort aus gelangt man zu einer ca 200 Meter langen Shopping-Straße mit allerlei touristischen Angeboten. Flip-Flops, Tee, Kitsch bunt und cute.
Hier noch ein interessanter Blog über die Tempelanlage: https://backpacker-buddies.de/reiseziele/asien/japan/senso-ji-tempel
Der Sensō-ji Tempel – auch als Asakusa-Schrein – ist einer der ältesten und wichtigsten buddhistischen Tempel in ganz Japan. Erbaut wurde der Tempel bereits im Jahr 628. Als Symbol für die Geschichte und Kultur des Landes wurde er dem Bodhisattva Kannon – einer Gottheit des buddhistischen Glaubens – gewidmet.
Während der letzten 1.400 Jahre wurde der Sensō-ji Tempel, der zeitweise einer der mächtigsten und reichsten Tempel Japans war, mehrfach zerstört. Der beeindruckende, rot-goldene Haupttorbogen wurde schließlich im 19. Jahrhundert ergänzt und prägt bis heute das Bild des Tempels. Während des zweiten Weltkrieges wurde der Sensō-ji Tempel leider erneut zerstört, glücklicherweise anschließend aber wieder aufgebaut. Seither ist er ein fester Bestandteil der Stadt und ein beliebter Ort bei Touristen und Einheimischen zugleich.

Langsam durchwandern wir den Tempelkomplex, und lassen uns berieseln von den ersten japanischen Eindrücken.
Man kann sein Glück im Sensō-ji Tempel herausfordern. Zwischen dem eigentlichen Tempel und dem Hōzōmon Tor stehen vier kleine Häusschen mit vielen hölzernen Schubladen. Dort kannst du gegen eine Spende von 100 Yen, umgerechnet etwa 70 Cent, ein Omikuji ziehen.
Omikuji sind geschriebene Glücks-Vorhersagen ähnlich zu denen in chinesischen Glückskeksen. Die 100 Yen wirfst du in den dafür vorgesehenen Behälter, bevor du eine Metallbox in die Hand nimmst und diese so lange schüttelst, bis ein kleiner Stab rauskommt. Auf dem Stab stehen japanische Zahlen, die sich auch auf den Schubladen wiederfinden. Sobald du die Schublade mit der passenden Zahl gefunden hast, kannst du dein Omikuji daraus entnehmen und lesen. Gute Vorhersagen kannst du dann mit nach Hause nehmen, um das Glück zu behalten. Wenn dir die Vorhersage nicht gefällt, kannst du sie stattdessen an einen der Omikuji Ständer knoten und den schlechten Inhalt so zurücklassen. Gut investierte 100 Yen für einen kleinen Spaß.

Nachdem wir dort durch geschlendert sind, neigt sich der Tag schon und wir überlegten spontan zum Skye zu laufen.

Doch Stop: HUNGER!!! Leon googeln ein kleines Restaurant, welches sehr gut bewertet wurde. Nur elf Plätze!. Es liegt direkt am Ausgang des Park. Wir stellen uns dort an eine kleine Schlange. Ca. zehn Personen warten mit uns und kurze Zeit später kommt eine Mitarbeiterin und fragte uns nach unserem Wunsch. Es gibt nur ein Rindfleischgericht in unterschiedlicher Menge. Dann wurden wir eingelassen. Es ging eine sehr kleine, schmale Treppe in einem wirklichen Mini Raum. Der Raum mag 6 m lang gewesen sein, ungefähr 3 m breit, und dort fanden dann eben in Länge die elf Personen Platz. Wir bekamen eine Schale Miso-Suppe. Das Fleisch und ein Weisskohlsalat, auf welchem eine Käsesauce serviert wurde. Das Fleisch wurde auf einem Mini Öfchen von uns selbst zubereitet. Ähnlich wie Raclette. Zu diesem Fleisch wurden unterschiedliche Saucen gereicht. Eine Sojasoße und eine etwas schärfere Sauce. In Summe eine tolle Erfahrung und es hat Mega geschmeckt und es war so günstig. Also dieses Restaurant kann man wirklich weiter empfehlen


Nun brauchen wir Bewegung. Auf zum Skytree. Dort angekommen hatten wir großes Glück noch Tickets ziehen zu können. Es war leer am Eingang. Wir kamen sofort durch und konnten dann in 350. Stock binnen Sekunden hinauf sausen. Dort haben wir einen Rundgang gemacht.

Weiter geht’s in einem weiteren Fahrstuhl in den 450. Stock. Der gesamte Turm hat 643 Meter und ist als Fernseh- und Radioturm ausgelegt. Es war sehr schön von oben die bunte Stadt zu sehen.

In Fuji haben wir leider nicht gesehen.

Vom Skytree aus sind wir dann noch durch die Mall gewandert und haben uns berieseln lassen von der Lautstärke, aber auch von den Produkten, die da so gibt. Bunt. Witzige T-Shirts. Was der Mensch nicht braucht.

Vom Skytree aus sind wir dann gemütlich zurück zum Hotel geschlendert. Über erstaunlich leere Straßen wenig Ambulanz, kaum Feuerwehr also die Geräusche, die man aus New York oder anderen Großstädten könnte, sind hier völlig weg. Entweder ist Tokio eine ganz ruhige Stadt oder beziehungsweise Stadtteil oder es ist etwas anderes. Das hat uns doch sehr, sehr erstaunt.

Gegen 22:00 Uhr Ortszeit 22:30 Uhr sind wir dann wirklich in die kühlen Betten gefallen. Das Zimmer ist sehr klein, aber völlig ausreichend und ich bin sofort eingeschlafen. Leon hat ein bisschen Probleme mal sehen wie’s morgen aussieht auch mit dem Jetlag dann freuen wir uns auf morgen.

