30.5.19 Aridea – Stadt der Kirschen und Pfirsiche in Mazedonien, Griechenland und Loutra Pozar – Thermen

Zur Information warum es uns in den Norden Griechenland verschlägt.

Ich besuchte Anfang des Jahres 2019 einen Deko-Workshop in der Altstadtblüte bei Sabrina. Anastassia arbeitete schon eine ganze Weile hier, doch hat sie bei mir noch nicht „richtig“ vorgestellt. In dem Workshop berichtet sie, dass sie ca. 2004 eine Ausbildung bei Naust Hunecke zur Steuerfachangestellten erfolgreich absolviert hat. Die Welt ist klein. Tja, es fehlte ihr aber etwas in dem Beruf und als sie nach einigen Jahren auf der Suche war nach Natur und Kreativität machte sie eine Ausbildung zur Floristin. So kam sie dann zu Sabrina in die Altstadtblüte.

https://m.facebook.com/Altstadtbluete/?locale2=de_DE

Nun kommt die Liebe! Amors Pfeil traf Anastassia in der Heimatstadt ihrer Eltern in Aridea. So packte sie in kürzester Zeit die Koffer und eröffnete in Aridaia ihr modernes, kleines Floristen-Paradies.

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G●●D MORNING & HAPPY JUNE

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Mutig! Wir kommen! Habe ich gesagt. Und versprochen ist versprochen! Rolli freut sich auch seine ehemalige Mitarbeiterin zu treffen.

Erstmal ums Eck, kleine Stärkung bevor wir starten. Frischer O-Saft und so eine leckere mit Käse gefüllte Teigtasche und einen kräftigen griechischen Kaffee steht auf unserem Frühstückstisch.

So gestärkt machen wir uns von Athen mit unserem Ferienflitzer auf den Weg.

Wir sind froh, dass wir unseren Fiat weiß und strahlend Wiedersehen. Die Gegend, obwohl nur zehn Minuten Fußweg von der City entfernt, macht einen etwas „kritischen“ Eindruck auf uns.

Wir sahen in der Gegend etliche von den „kreativ gestalteten“ Vans.

Ausgeruht und frisch machen wir uns auf den Weg über die neue Autobahn Richtung Norden. 800.000.000 € hat die Europäische Union investiert. Puh! Das ist mal eine Summe. Aber schafft Arbeit und macht die Wege kürzer!

Durch wunderschöne Gegenden führt der Weg. An Seen und am Meer vorbei.

Hügelige Landschaften grün bewachsen. Oleander in weiß und rosa sowie gelb blühende Büsche säumen den Weg. Wir kommen nicht auf den Namen. Später am Abend: es waren keine Forsythien sondern Ginsterbüsche soweit das Auge reicht.

Dann Überraschung: schneebedeckte Berge. Google klärt auf: einige Berge sind ca 2.500 hoch. Skigebiete hat Griechenland auch zu bieten. Tatsächlich haben wir bei unserem ersten Griechenland Besuch vor 20 Jahren Karpenisi kennen gelernt. Hier könne man im Winter Ski laufen würde uns auf einer Wanderung vor 20 Jahren berichtet. Kleiner als unser Winterberg-Skikarussell.

Wir fahren weiter durch ein Minidörfchen durch extrem schmale Gässchen, bis wir an vom Navi ausgerechneten Ziel stehen:

Schön hier, hoch oben in den Bergen! Zwischen Aridais und Loutra Pozar. Aber am Ende der Welt 🙂 weiter geht es nur über Schotterpiste. Mein Gott, was das Navi für einen Quatsch errechnet. Zum Glück können wir drehen.

Auch gibt es hier keinen Fluss in den wir stürzen können. 🙂 ich war so stolz, dass Google-Maps die griech. Anschrift so bedingungslos angenommen hat. Nun gut. Nach einem Telefonat mit Anastassia wissen wir, dass wir durch den Geburtsort des Vaters gefahren sind und in ca 15 Minuten in unserem Hotel sein werden.

Google -Maps hat nun auch die richtige Anschrift. Der Weg führt uns wieder zurück durch die ca 2,5 Meter breiten Dorfgässchen. Sehr eng! Kleine „Cabrio-Trecker“ begegnen uns oft. Bevor wir ankommen weichen wir noch einer Ziegenherde aus.

Dann endlich, nach ca 6 h Fahrt sind wir am Hotel.

Es liegt inmitten der Kirschplantagen und Weinreben. Das rote Dach in der Bildmitte ist das Hotel.

http://www.m.irenesresort.gr

Nachdem wir unser Zimmer bezogen haben, erwartet uns Anastassia mit einem Gastgeschenk in der Lobby.

In dem liebevoll gestalteten Karton befindet sich ein lokaler Auszug aus den Köstlichkeiten, die die Region zu bieten hat.

Frische Kirschen, Pfirsich Marmelade, Honig und Grappa (versteht sich von selbst, Selbstgebrannt:-) ).

Die Kirschen waren Gedankenübertragung. Rolli wollte nicht halten an der Straße. Da hoffte unauffällig frische Kirschen zum Frühstück. Aber nun kann ich gleich zugreifen. Köstlich sage ich!

Nun erkunden wir gemeinsam die Gegend. Wir sind überrascht, dass es hier so viele, zum Teil große, schicke Hotels gibt. Wir erfahren, dass es hier zum einen Thermen gibt, die sehr bekannt sind. Daher auch die Massage Angebote überall. Ein Skigebiet liegt direkt vor unserer Nase. Wandergebiet und vieles mehr.

https://web-greece.gr/de/destinations/loutra-pozar-griechenland/

Auf dieser Seite erfährt man noch viel mehr von diesem schönen Gebiet.

Zwei Kilometer von unserem Hotel sind die Thermen. Nix wie hin.

http://www.loutrapozar.com.gr/en/Gallery/

Wer mich kennt weiß sofort, Wasser – rein. Ich wusste ja von nix und habe meinen Badeanzug im Hotel. Heuulll!

Aber mit den Füßen ist auch schon schön.

Neben dem Fluss mit den vielen Wasserfällen liegen seitlich die Quellen, die sowohl die künstlich angelegten als auch die natürlichen Becken speisen.

Anastassia und Rolli beobachten mich, wie ich durch die Kneipp-Wasser zum Wasserfall balanciere.

Ganz warm das Thermalwasser und eiskalt der Wasserfall. Viele Menschen hängen in den Becken. Ich ärgere mich nicht dazu hüpfen zu können. Doch nakkelig geht nur in den Kabinen.

Kabine Nr. 12!!!

Ist das schön ?! Hier kann man, ähnlich wie in einer Sauna, eine Kabine für eine Stunde mieten, 10 Euro kostet der Spass. 20 Minuten Badezeit wird empfohlen, danach ruhen. Kurort eben. Dann Entspannung. Die Räume werden gebucht von Personen, die sich hier gesund baden möchten.

Wir buchen für heute Nacht eine Kabine. 0:30 h – kein Scherz. Die Anlage ist 24 h geöffnet.

Hier noch ein paar Impressionen von dem magischen Ort. Es ist wirklich mystisch. Das grün, das Wasser, die warmen Becken und die kühle Wasserfall-Luft. Im Hochsommer soll hier angenehmes Klima herrschen, so dass viele Einheimische hierher kommen um zu entspannen. Leider verfallen gerade ehemalige Hotelanlagen. Das ist sehr schade. Man sollte doch meinen, dass der Kurbetrieb auch hier gut laufen könnte. Doch liegen die Hotels alles außerhalb des Geländes. Hier findet man nur Gastronomie und Bäder.

Hunger!!! Jetzt gehen wir essen.

Anastassia führt uns in das Heimat-Dorf ihrer Mutter. Name vergessen, doch von der Therme aus gesehen 100 Meter, erste Straße rechts und 2 km geradeaus. Da landen wir auf einem Dorfplatz mit uralten Platanen. Rolli ist begeistert. Viele Tische stehen unter den Platanen. Heute ist nichts los. 2-3 Tische sind besetzt. Doch könnte ich mir vorstellen, dass während der Hochsaison alles besetzt sein wird.

Die griechische Küche bietet so viel Vielfalt. Wir können uns nicht entscheiden.

Zatziki, Bohnen, Zicklein, Calamari, Salat und u.v.m. Natürlich haben wir nicht alles geschafft. Leckeren, heimischen Wein haben wir auch getrunken. Alles zusammen für keine 75 Euro.

Erstaunlich ist es, dass ein Wind weht, der ziemlich frisch ist. Rolli ist froh, dass er seine Jacke mitgenommen hat. Auch ich habe mir eine Jacke übergezogen. Später ist es windstill und ich genieße die laue Frühlingsnacht.

Hier noch ein Foto an den uralten dicken Platanen. Dann fährt uns Anastassia zum Hotel!

Rolli ist müde. Wir verabschieden uns bis morgen und ich gehe jetzt schwimmen! Endlich!!!

Ins Auto, Bademantel nicht vergessen und auf zur Therme. Die Nacht ist fantastisch. Da ich etwas eher als geplant vor Ort bin, ist „meine Kabine“ No 12 noch besetzt. Dann nehme ich die No 10. wir haben uns alle angesehen, die beiden gefielen uns am besten.

Rein ins Vergnügen.

Nach der Auszeit in der Kabine bin ich nochmal den Fluss hinaufgelaufen um mir einen Eindruck des nächtens zu verschaffen. Ich bin nicht lernfähig. Keine Ahnung warum, aber der Badeanzug war wieder im Hotel. Mist! Denn ich hätte auch jetzt noch baden gehen können. Damit habe ich nicht gerechnet.

0:30 h Beweissfoto:

Hier tummeln sich, wie Anastassia später sagte die Touristen. Einheimische baden Nachts nicht. Die Nacht-Atmosphäre hatte etwas ganz besonderes. Gedämpfte Stimmen, leises plätschern der Gäste und das etwas lautere Tosen der Wasserfälle.

So habe ich diese Stunde sehr genossen und bin dann entspannt, voller Gesundheit wieder ins Hotel.

Nur mit dem einschlafen klappte es nicht so. Hier plätscherte das Wasser des Brunnens direkt vor unserer geöffneten Balkontür.

Gute Nacht und schöne Träume.

PS – während wir in Griechenland sind ist Deutschland um einen Erdenbürger reicher 🙂

Matteo ist in Bremen Mittags geboren worden. Herzlich willkommen, kleiner Mann. Und der Familie Elisa, Alex und Louise alles Gute.

Ist der süß!

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