13.9.19 – Freitag :-)) Galway – Dublin

Die Papageien Taucher konnten wir live leider nicht sehen.

Das schlechteste B&B haben wir nach dem schlechtesten Frühstück in Irland um 11 Uhr erleichtert verlassen. Was passte alles nicht? 4 Bett Zimmer war oK, Raumgrösse somit auch iO. Doch ein Bett war so durchgelegen, so dass man jede Sprungfeder am Po zählen konnte. Dann stand noch ein Klappbett im Raum, so dass wir uns letzten Endes kaum drehen und wenden konnten.

Das Sprung-Bett wurde zur Kleiderkammer. D.h. die Koffer wurden geöffnet dort platziert.

Das kleinste Bad ever. 1 Meter breit und 3 Meter lang. Klo an der einen Seite in der Mitte mit Tür im Rücken das Waschbecken und eine Duschtasse die verstoft war. Super!

Auch das Bettzeug war oldfashioned. Im ganzen Haus klebte gefühlt der Muff der 70iger.

Zum Frühstück. Auch hier schrien die 70iger. Plastik Tischdecken, schrill buntes Geschirr. Weihnachtsservietten mit Sternen. Die angebotenen Wurstsorten hatten undefinierbare Farben. Der Pappkäse wellte sich bereits.

So wandten wir uns dem Müsli und frischem Obstsalat zu welches oK war. Sowohl Claudia als auch ich dachten: na dann werden wir wohl hungrig gehen.

Dem war nicht so. Denn der Herbergvater bot irisches Breakfast an. So bestellen wir Rührei mit Tomaten. Toast wurde gereicht. Orangenmarmelade und anderes Jam war in verpackten Frühstücksgrössen vorhanden.

Nichts wie weg. Was machen wir heute?

Zur Wahl steht:

Galway, Conmarra County und nochmal zurück in den Burren.

Da die beiden letztgenannten Ziele für heute doch zu zeitaufwändig sind entschieden wir uns für einen Stadtspaziergang.

Gesagt getan. Koffer in den Wagen und ab in die lange Schlange Richtung City-Center.

Wir erreichen den Hafen ohne besondere Vorkommnisse und parken günstig.

Im Hafenbecken erstaunte mich schon gestern ein gesunkenes Segelschiff.

Warum das wohl nicht gehoben wird? Auch direkt vor einer kleiner Schleuse. Seltsam!

Wir gehen um die Hafenbecken und dem schnell daherfliegenden Fluss Corrib. Dieser „entspringt“ im Westen Irlands und fließt vom See Lough Corrib durch die Stadt Galway und mündet in die Galway Bay. An seiner Mündung ist er einem starken Tidenhub ausgesetzt. Die Länge des Flusses beträgt lediglich 15 Kilometer und damit soll er der kürzeste in Europa sein.

Die Fliessgeschwindigkeit ist beeindruckend. Auch heute sitzen wieder viele junge Menschen am Ufer.

Die Stadt war schon wieder sehr voll. Unglaublich viele junge Leute bevölkern die City schon um die Zeit.

Mehr als 10 Künstler machen Musik, mal besser mal schlechter.

Dieser Musiker hat eine sehr sonore Stimme. Nach jedem Lied wirft er die blaue Frisbee Scheibe für seinen Hund in die Fußgängerzone. Dieser schnappt die Scheibe sicher und bringt sie stolz zurück.

Wir gehen hinauf zum Eyres Square und sehen das „Lynch Fenster“ und den trockenen Brunnen mit den dargestellten Segeln aus rostigem Blechen.

das Wetter ist sonnig und wir kommen zu einer interessanten kleinen Kirche. Hier Predigt der Kathole neben den griech. Orthodoxen. Habe ch so auch noch nie erlebt. 1320 wurde dieses Kleinod geschaffen.

Auch dem Weg zurück finde ich eine Säule mit den Händen, die das gekrönte Herz tragen.

Wir genießen den Sonnenschein und die quirlige Stadt. Ich würde eine Empfehlung für junge und jung gebliebene Menschen aussprechen, die Pubs, Bars und viel Musik mögen. Hier findet man alles auf kleinem Raum.

Es heißt Abschied nehmen von der Westküste. Zügig fahren wir über die Autobahn in 3 h nach Dublin zurück. Rolli fährt inzwischen sehr sicher als wenn er im Linksverkehr groß geworden wäre.

In Dublin angekommen finden wir unser Muldron Hotel beim ersten Versuch und checken ein. Rolli nicht Parkgarage für 15 € pro Tag, perfekt und das tolle Frühstück für 11 € extra. So ist der nächste morgen gerettet. Claudia telefoniert mit Victoria. Sie verlässt heute das Nest und zieht zum Studium nach Karlsruhe. Grumffff – das wird für Claudia auch komisch in das leere Haus zurück zu kehren.

ROLLI und ich genießen auf der Hotelterrasse das herrliche Wetter bei einem (nicht alkoholischen) Getränk.

Dann stößt Claudia wieder zu uns und wir machen uns auf den Weg etwas essbares zu finden. Das ist ja in Dublin nicht besonders schwer.

Zunächst arbeiten wir das 1. „must do“ ab. Die Samuel Beckett Bridge (1969 Literaturnobelpreisträger / warten auf Godot / gest. 22.12.1989 in Paris).

Die Brücke erinnert an eine Harfe. Sehr schön und leicht gebaut.

Auch die Möwen mögen den Blick auf den Hafen.

Das Licht ist wunderbar.

Wir schlendern durch ein neues, sehr modernes Wohn- und Arbeitsgebiet. Doch es ist nun alles geschlossen und sehr einsam. Ich sehe zwei vermutlich homeless Kinder. Das erschreckt mich schon sehr, macht mich betroffen. Die beiden Jungs sind höchstens 10 Jahre alt. Das ist die Kehrseite der Grossstädte weltweit.

Der Abend neigt sich dem Ende und wir finden dann ganz in der Hotelnähe ein einladendes Pub. „The Lombard“.

Das Essen stellt sich jedoch als sehr mäßig heraus. Mein Gin „Hendriks“ & Tonic war köstlich. Dekoriert mit Gurke und Limette in einem Glas mit rosa Boden. Lecker. Meine Chowder (legierte Suppe mit Fish aus der Dublin Bay) erweist sich als sehr gute Wahl. Claudia bestellt Nudeln mit Huhn. Fertigsauce und keine leckeren Nudeln stillt lediglich den Hunger. Rolli entscheidet sich für Chicken Wings. Leider auch Fertigfutter. Aber oK. Dazu noch Chips mit Vinegar und Salt. Lecker. Da helfen wir fleißig mit.

So gehen wir zurück ins Hotel lesen noch in den gemütlichen guten Betten. Claudia hat den Bonus gezogen. Ein Oversize Singl-Bett.

Ein bisschen war heute tatsächlich Freitag der 13. – obwohl ich nicht an diesen Quatsch glaube. :-))

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