29.10.19 – Mosselbaaii – Self- Bridge – Te Hoop – Wale – Massage im Auto

Guten Morgen liebe Welt. Ich liege im Bett und denke wieder: was für eine geile Wohnung. Hier würde ich einfach einziehen! Die Kreativität der Inhaberin springt über. Will auch!!!!

So unendlich viele schöne Dinge umgeben mich hier. Bilder, Stoffe, Quilting und Keramik.

André versorgt uns noch mit letzten Tipps für die weitere Reise und verabschiedet sich von uns wie von alten Freunden. Es kommt mir auch bald so vor.

Da André und Minda in eine Künstlerstadt ziehen möchten, ist die Frage ob dieses außergewöhnliche Domizil noch lange zu buchen ist.

High-View, Mossel-Bay

Der neue Ort ist: Grayton – da sollte ich dann mal hinfahren, wenn ich mal wieder nach Südafrika kommen sollte.

https://www.google.de/search%3Fq=grayton,+S%C3%BCdafrika&ie=UTF-8&oe=UTF-8&hl=de-de&client=safari%23dest_bgc=4285F4&dest_mid=/m/09g125&fpstate=trfpi&tcfs=EhYKCS9tLzA5ZzEyNRIHR3JleXRvbigJ&trifp=cxt%253Do%2526t%253Do

Nun heißt es Abschied nehmen und frühstücken bei Carrol-Ann.

Hier treffen wir wieder auf Mindas Kunst.

Außergewöhnliche Speisen sind im Angebot. Köstlich. Ich wähle Granola, Double Cream und Fruits. Habe jedoch nicht mit der unten abgebildeten Tarte gerechnet. Toll und lecker. Müsli mal anders. Sandra nimmt Ei und Brot und Smoothie. Später noch einen Schokomuffin. So gestärkt finden wir auch einen ATM bevor wir in den Nature Park Te Hoop fahren. Heute sitzen wir viel im Auto.

Wir verlassen Mossel-Baaii. Entlang der Townships geht es zunächst wieder auf die Garden-Route, N2

Also los. Ich bin wieder das Navi. NAVIRIS heiße ich inzwischen. Sandra fährt zügig zu den von mir genannten Punkten. Es geht über Schotterpiste Richtung MALGAS. Dort gibt es eine von Hand betriebene Fähre. Sandra ist aufgeregt und etwas besorgt. Sie äußert Bedenken, dass die Überfahrt klappt, und das die Fährleute rudern müssen. Entschuldige bitte Sandra … ich bekomme bald einen Lachflash. Doch hat sie eine Erfahrung in Peru auf einem Holzbrett ähnlichem Fährgerät gemacht und ist nun in Sorge.

Die Landschaften, die wir durchfahren sind so unterschiedlich und schön, so dass wir uns kaum satt sehen.

Verfahren????? Wir stehen in Heidelberg! Wo ist bitte das Schloss? Der Necker? Bismarck-Platz, die Uni?

Schon witzig, all die deutschen, holländischen und englischen Ortsnamen. Später kommen wir noch durch Stanfort. Wieder so eine große Universitätsklinik-Stadt, wie Heidelberg. Doch nix zu sehen von Studenten.

Nach einiger Zeit sind wir dann auch an der Fähre. Wenige Häuser stehen am Breede River. Ein kleines verschlafenes Örtchen liegt vor uns.

Dann geht es rauf ins Abenteuer. Ich liebe es! Gibt es was zu erzählen 🙂

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Natürlich schafft das Holzfloss einiges. Drei Fahrzeuge fasst die Fähre. LKW’s bis 10 to ! werden transportiert.

Für die Sicherheit wird gesorgt: eine Schwimmweste, die schon etwas in die Jahre gekommen ist, und etliche Rettungsringe hängen an der Bordwand.

Ein Mechaniker ist an Bord. Drei Mitarbeiter ziehen die Fähre geschickt an einem Stahlseil über den Fluss.

Für 100 Rand (die wir freiwillig gezahlt haben) war das ein unvergessliches Erlebnis.

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Am anderen Ufer sicher angekommen sehen wir, vermutlich, die neue Fähre liegen. Orange und groß. Schade, dass es dieses Erlebnis bald in der Form nicht mehr gibt. Wieder Arbeitsplätze wegrationalisiert.

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Nach diesem abwechslungsreichen Abenteuer geht es über die Piste, die Sandra großartig meistert, „schwimmen“ wir bei 80 km/h nach Ouplass in den Nature Park: Te Hoop.

Eine Anmerkung für spätere Planungen: Ouplass mittig gesehen…

Westlich ist der Eingang nach Koppie Allen!

Östlich befinden sich die Eingänge von Vaalkranz, Lekkerwater und Hamerkop.

Eine Piste führt ca 15 km zur Riesendüne und dem Strand. Wir fahren nach Koppie Allen. Nicht weil wir wollen, sondern, weil wir es nicht besser wissen.

1/4 Tankfüllung ist noch drin und wir sind noch der Meinung, dass man alle Orte von hier erreichen kann. Tanken: hier KEINE Option. Das hätten wir in Ouplas erledigen müssen. Wird schon gut gehen.

So liegen wir entspannt in unseren komfortablen Autositzen und bekommen eine weitere kostenfreie Massage über die ausgefahrenen Schotterpisten.

Wir sind wieder auf Safari. Denn auch hier sehen wir Tiere.

Bonteboks kreuzen unseren Weg

Und mehrere Rudel Anubis-Paviane :'(ich denke, dass es die Rasse ist)

Ich bin mal wieder begeistert, dass wir überall auf Tiere in der Natur stoßen.

Bevor ich es vergesse, auf der gesamten Fahrt sehen wir riesige Herden Schafe, Kühe auch Pferde und Strauße.

Was uns erstaunt ist, dass die großen Herden in dieser kargen Landschaft überhaupt Futter finden. Es ist alles grau/gelb von der sandigen Erde und dem Stroh!! was wächst. Grüne, saftige Weiden suchen wir vergeblich.

Auf der Fahrt durch das Gelände, Eintritt muss man selbstverständlich auch zahlen, sehen wir in der Ferne die Riesendüne, die nicht betreten werden darf.

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Also, auf dem Foto, das ist nicht der Ozean, sondern Sand!

Wir kommen zum Parkplatz. Dieser ist gut gefüllt, obwohl wir auf dem Weg nur einem LKW begegnet sind. Bepackt mit Wasserflasche und Fernglas gehen wir zum Strand und wandern eine Weile, setzen uns und beobachten die Wellen. Immer in der Hoffnung Wale zu entdecken. Tatsächlich sehe ich schwarze Schatten auf und nieder. Doch nicht wirklich.

die Weite ist einfach faszinierend. Die Wellen brechen so laut, dass man kaum das eigene Wort versteht. So wandern wir durch die Landschaft und entdecken hübsche Blumen am Wegesrand und Muscheln über Muscheln. Hier wird neuer Sand produziert von den Mächten des Meeres.

Dann endlich sehen wir SIE. Die Wale! Vier zählen wir. Zwei ganz gemütliche, Riesen Baumstämme im Wasser, blasen aus, kommen und verschwinden. Weitere zwei spielen scheinbar, toben, haben ihren Spass. Oft sehen wir die Schwanzflossen aufklatschen. Es ist eine Freude. Neben uns stehen vier weitere Personen mit Fernglas und Fotoapparat auf dem Felsvorsprung und sind wie erstarrt. Es ist ein Wunder!

Ein Eindruck von dem Meer, in welchem wir die Wale ausfindig gemacht haben. Doch leider schafft das Handy es nicht, den Wal einzufangen. Aber egal – im Herzen bewahren wir diese beeindruckenden Bilder.

Irgendwann heißt es dann aber auch wieder Abschied nehmen. Das Hochwasser ist inzwischen da, so dass wir den Strandweg nicht nehmen können. Sandra wollte schon viel eher umkehren weil sie Sorge hatte, dass wir nicht zurück kommen. Doch gibt es einen Weg durch die Düne.

Beseelt kehren wir dieser phantastischen Landschaft den Rücken und fahren zum letzten Tagespunkt. L’Agulhas – dem südlichsten Punkt Afrikas.

Aber vorher müssen wir tanken. Also nach Ouplas in die Tankstelle. Drei Straßen! Und wir verfahren uns 🙂 und stehen vor der Schule. Fairerweise muss ich sagen, dass man die Tankstelle nicht direkt erkennt. Wir sind hier schließlich im Outback. Doch dann stehen wir an der Tanzsäule. Ein farbiger Mitarbeiter betankt unseren Toyota und Ei gehen diesmal mit zur Kasse, da wir noch eine Flasche Wasser kaufen möchten. Ein Laden wie im wilden Westen. Hier gibt es alles. Sprit, Öl Zigaretten. Chips, Fleisch, Getränke und Werkzeug sowie Ersatzteile für den Trecker. Während wir warten, das ein Kunde seine 50 Rollen Klopapier bezahlt unterhält sich ein weiterer mit Riesenkeilriemen über der Schulter mit einem Kumpel. Unser Tankwart rechnet über Zähler Rand genau ab.

Schade, dass ich do beeindruckt war von der Szenerie, dass ich verpasst habe ein Foto zu schießen. Wild West lässt grüßen.

Mit guten Gedanken und einem witzigen Erlebnis immGepäck geht es zurück auf die Massage-Strecke.

Wieder haben wir ein so schönes Spät-Nachmittag-Licht. Das ist hier in Afrika auch ganz besonders. Wir erreichen das Cape L’Agulas. Den südlichsten Zipfel Afrikas.

Wir kommen an und betreten die Schwelle vom indischen zum Atlantischen Ozean.

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Sandra hüpft von einem in den anderen Ozean.

Mir fliegen fast die Haare weg, so windig ist es noch immer.

Dann entdecken wir nochmals große Afrika Symbol mit den vier Himmelsrichtungen.

Die Sonne wird bald unter gehen. 80 km liegen noch vor uns. Da es nicht so toll ist im dunklen zu fahren, machen wir uns auf den Weg. Noch ein Foto vom Leuchtturm und ab die Post.

Sandra wird angestrahlt von der untergehenden Sonne während wir mal wieder 35 km Schotterpiste Richtung Elim vor uns haben.

Irgendwo regnet es mal wieder. Ein schöner Regenbogen bildet sich über der Steppe Afrikas. Es ist sogar ein Doppelbogen.

Wir fahren mit der Sonne Richtung Hermanus.

Ein hübsches Dorf durchfahren wir. Reetgedeckte Häuser, alles sauber und ordentlich. Farbige sitzen vor den Türen und grüßen uns.

Nun geht es mit den letzten Sonnenstrahlen nach Hermanus.

Wir beziehen das Zimmer im One Marine Boutique Hotel mit Blick auf den Ozean.

Sehr klein und hübsch mit liebevollen Details, wie z.B. Die Wale auf dem Bett.

Den Abschluss machen wir im Lemon Butta. Es gibt Line Fish. Von Hand geangelter Fisch nach Tagesfang. Sehr frisch und köstlich. In Hermanus dürfen wir endlich wieder zum Essen laufen. Es ist eine hübsche kleine Stadt mit netten Geschäften. So bekommen wir noch unseren Abendspaziergang. Das tut gut nach der langen Autofahrt.

Angeschmiegt an den Kuschel-Wal träumen wir uns in die Welt der Wale.

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