22.09.2021 Paris Tag 3 – Christo und Local Guide Ellen (Paris-Greeter)

Früh aufstehen, einen Tee trinken, die Zeitung online lesen, so starte ich gern in den Tag. Dann juckt es mich wieder. Um ca. 7:30 h geht die Sonne auf. Also auf in den Tag. Was steht an? Christo – natürlich :-)) Um 11:15 h treffe ich Ellen Berger von den Paris-Greeters. Dann sehe ich weiter.

Sonnenaufgang, keine Wolke, Spaß

So quatsche ich wieder mit den Volunteers. Sie erfüllen meine Fotowünsche. Ich bin mal wieder überrascht mit welcher Begeisterung sie bei der Sache sind. Super!!! Nachdem ich diese Stimmung in mir aufgesogen habe, zieht es mich wie ein Magnet zum Café Le Cristal. Dort ist wieder ein Platz in der Sonne mit Blick auf den Triumphbogen frei. Wie bestellt. :-))

Das ist life / live plus plus 🙂

Da ich pünktlich vor Ort sein möchte, fahre ich mit der Metro Richtung Eiffelturm. Es ist sehr zeitig und so gönne ich mir noch einen Café au lait für 5,20 Euro. Die spinnen, die Pariser. Mein Papa dreht sich im Grab um bei den Preisen. Ich stelle mir als Knigge Trainerin die Frage (Schubladendenken): wie sieht eine Ellen Berger aus? Alt, jung, warum lebt sie Paris, wie lange? Viele Fragen. Wir winken uns über die Straße zu. Sie ist eher klein, Mitte 70 (wie ich später erfahre) und Pariserin. Der Name Berger (Übersetzung: Schäfer) ist hier häufig. Sie hat als Übersetzerin – deutsch / englisch / französisch – freiberuflich u.a. drei Jahre in Hamburg gearbeitet. Eine sehr nette flotte Dame. Sie zeigt mir ihr 7. Arrondissement rund um (nicht auf) den Eiffelturm. Für mich ist alles ganz neu und ich freue mich. Start ist die Miltitärschule, dann geht es kreuz und quer durch das typisch französische Viertel. Wir kaufen Brot, köstlich aussehende Törtchen mit Himbeeren und Feigen, verschiedene Käsesorten hat Ellen mitgebracht. So wandern wir durch kleine Parks, wunderschönen, architektonisch interessanten Häusern. Hier eine kleine Info: die Häuser wurden um 1900 erbaut. Der Krieg hat hier wenig Schaden angerichtet. Bis auf die Einschusslöcher, die man auch während der Restaurierung erhalten hat, sieht man Kleintiere im Stein. Muscheln, Schnecken usw. die Architekten und Steinmetze haben sich meist mit Baujahr auf den Fassaden verewigt.

Militärschule in Sichtachse zum Eiffelturm
Einschusslöcher aus dem Weltkrieg und kleine Einschlüsse von Muscheln / Schnecken.

Anders als in England-London / Berlin gibt es hier keine Minigärtchen hinter dem Haus. Auch nur wenige Parks, Gärten finde ich. Für Kinder eine Katastrophe. Oftmals sehen wir Nannys vorwiegend mit dunkler Hautfarbe, die mit Klein-Kindern durch die Straßen fahren. Sie treffen sich auf den Spielplätzen. Mir erscheint Paris in den Ecken, wo ich aufhalte sauber. Doch da widerspricht Ellen kategorisch.

Heller Stein aus der Gegend und französische kleine Balkone wohin der Blick auch geht.

Wir gehen an ihrem Zuhause vorbei und landen zum Picknick im Garten des Museums für „indigene Kunst“. Museum Quai Branly, Jaques Chirac – 37 quai Branly, 75007 Paris Frankreich Ein unglaublich interessantes, kubisches, mit Grün bewachsenen Wänden. Vor allem aber: endlich ein zauberhafter, kleiner Garten mit Sitzmöglichkeiten und einem Brunnen mit Trinkwasser. Der Mitarbeiter im Café war sehr stoffelig. Zur Toilette durften wir NICHT! Aber wir haben diese Auszeit mit den Köstlichkeiten sehr genossen. Himbeertörtchen, Baguette, Käse, Schinken – hmmmmm

Genuss im Museumsgarten mit Ellen Berger. Um uns herum ganz viele Gräser und Bambus

Abschließend waren wir am Invalidendom (Eintritt 15-20,- Euro). Reingegangen sind wir nicht. Der Dom ist zweigeteilt. Vom Exerzierplatz, an welchem heute gefühlt Hundertschaften Polizei mit MPs im Anschlag marschieren. Wir gehen vorsichtig vorbei in den dort liegenden Domteil – kostenfrei!

Napoleon Bonaparte lassen wir in Ruhe in seiner Gruft ruhen. Wir werfen einen Blick in den für uns nicht zugänglichen Domteil (da nicht bezahlt) und setzen uns in die Sonne und lassen den Tag nochmal Revue passieren. Ich bedanke mich für die außergewöhnliche Gastfreundschaft und Führung mit den vielen Eindrücken. Markt mit Köstlichkeiten aus der Region, Architektur mit den unterschiedlichen Stilen Art Deco, Jugendstil, Architekt Haussmann. Man nannte die Zeit: Belle Epoche. Warum gibt es keine Graffitis hier frage ich noch. Das wünschen die Bewohner nicht. Häh?? Komische Antwort. Aber tatsächlich ist hier nichts!!!! beschmiert. Zum einen wird es hoch bestraft Wände zu besudeln und zum anderen gibt es Arrondissements wo sich niemand dran stört. Da sieht man dann mehr. Ich habe in diesem Revier nur etwas an einem Bauzaun gesehen.

Bauzaun Graffiti
Strassenpoesie – Love it

Wir sagen schon mal tschüss und danke für die Zeit. Denn nun fahren wir mit dem Bus zurück. Heißt, wenn einer kommt. Tatsächlich wandern wir von Station zu Station, da wir nicht im Wartehäuschen bleiben wollen und zu guter letzt ist Ellen zuhause angekommen und ich hechte in den Bus. So konnten wir uns nur noch zuwinken. Den Spaziergang mit einer Bewohnerin kann ich nur empfehlen. https://greeters.paris/en/. Ich komme geschafft – wieder über 20000 Schritte :-))) wieder am Arc de Triomphe an und gehe natürlich nochmal zum Platz, wandere ein wenig umher und kehre in mein „Stammlokal“ „Le Cristal“ ein. Christo am Abend ist zauberhaft. Das Wetter so mild, dass man wunderbar die Luft draußen genießen kann. Der Kellner kennt mich schon :-))) . Ein Glas Sancerre bitte. Mein Nachbarn bekommen ein Enten Gericht serviert, welches mir das Wasser im Mund zusammen laufen lässt. Das bestelle ich auch. In Wein und Gewürzen eingelegte Entenkeule (Mini) und Kartoffelecken dazu. Sehr lecker. Der Tag war so ausgefüllt, so dass ich gut gesättigt, etwas strubbelig im Kopf Zähne putze uns ins Bett plumpse. Bon nuit Paris.

Am Abend in pink
Le Cristal in Sonnenuntergang
Ave le grand Armee am Abend

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