8.1.22 – doof gelaufen … AIDA welcome – Dubai Bye Bye bis nächste Woche

Dann zieht es uns wieder ins Arabeska zum Frühstück. Die flache, sandfarbene Gebäudestruktur reizt mich. So suchen wir einen Eingang in das Wohnviertel. „The old town/ Manzin“. Es ist sehr sauber, wunderschön, grün und ruhig hier. Es könnte auch auf Mallorca sein, wenn nicht die arabischen Elemente sichtbar wären. Wir schauen in einen Hausflur. Mega edel, Marmor, Beleuchtungen wie in 1001 Nacht! Sehr schön. Pool natürlich, Brunnen vor der Tür. Die roten und weißen zarten Bouganvillen ranken an und über den Mauern. Burj Khalifa als Hintergrund. Dieser kleine entspannte Spaziergang bringt Ruhe in die unruhige und äußerst laute Stadt.

In The old town / gegenüber des Palace-Hotels

Dann aber Frühstück. Es ist wieder super! Die Sonne ist herrlich. Dann heißt es aber Abschied nehmen und auf zum Schiff! Ich höre schon AIDA. Wir wollen einchecken und dann noch mal ohne Koffer los.

Fernando Botero – 2007, Colombia

Koffer schnappen, ein Taxi gabelt uns sofort auf und 15 Minuten später sind wir am Schiff. Kein Gast zu sehen, nur ein Aida Mitarbeiter, der unsere Papiere sehen möchte. Wir haben vergessen den Gesundheitsbogen auszufüllen und wollen das eben erledigen. da wird unser Gepäck schon abgeholt. Wir fragen, ob wir noch mal in die Stadt können. Es ist 13 Uhr. Da sagt er: „sobald sie die Rolltreppe betreten, nicht mehr!“ Wir sehen ihn an und sagen, dann können wir noch mal los? Er sagt nichts gegenteiliges. Wir stehen vor der Rolltreppe und entscheiden uns für eine Tour zum Creek. Der AIDA Mitarbeiter wird noch von einer AIDA Dame abgelöst. Verwundert bin ich über die gähnende Leere und darüber, dass Klapptische eingepackt werden. Wir machen uns keine Gedanken und nehmen das Taxi, welches vor der Tür steht und fahren zum Creek. Direkt im Herzen des Sukhs lässt uns der Fahrer raus. Einen Auftrag habe ich von zuhause. Gewürze mitbringen. So schlendern wir durch den Gewürze Sukh. Die Verkäufer sprechen großteils ein hahnebüchenes Deutsch: Aldi, billig, Backe Backe Kuchen, Safran macht den Kuchen gehl usw. Nervtötend. Einer gewinnt dann doch unsere Aufmerksamkeit. Er erklärt uns viele Produkte, die er anbietet: Alaun, Ginger, Eukalyptus Kristalle, Weihrauch, langen Pfeffer, Chili und vieles, vieles mehr. Eine bunte Mischung. Farbexplosion für Auge und Geruchsvariationen für die Nase. Violas Nase ist deutlich besser als meine.

Eine große bunte Mischung an Gewürzen und Heilkräuter

Wir wandern weiter. Gehen dann aber wieder zurück und geben unsere Bestellung auf. Preise werden verlangt jenseits von gut und böse. 100 Gramm Tee: 100 Dirham / 25 Euro (wir handeln auf 35,- Dirham runter) so geht es mit allen anderen Produkten auch. Ein langwieriger und quälender, auch witziger Prozess durch den Viola sich durcharbeitet. Die Übung in China war der beste Lehrmeister. Doch nerven tut es doch. Zum Ende gehen wir mit einem guten Gefühl. Der Verkäufer ist der Verzweiflung nahe. Unter den arabischen Preisen. Viele Araber kaufen hier während wir in der Verhandlung sind. Mein bester Moment heute, als Viola und der Händler sich die Hand auf den Handel geben. Wie er sagt: Du bist eine gute Händlerin und bald Tränen vergießt. Ich kann nicht mehr. Des öfteren muss ich das Grinsen verkneifen und ernst bleiben. Viola ist neben Carina die beste Händlerin die ich kenne. Ende Gut alles gut. Diesen Spruch nenne ich bald noch öfter 🙂

„Mein Tagesmoment“ – gute Geschäfte gemacht!

Entspannt und glücklich ziehen wir durch die überdachten Gassen der Gewürze, Kleidung, Töpfe, Haushaltwaren und des Gold-Sukhs. Schade! Ein Bild habe ich vergessen zu knipsen: von den Kochtöpfen so groß wie riesige Palmen-Blumentöpfe in botanischen Gärten wurden hier angeboten. Nicht einmal, vielfach. 100 Portionen gehen bestimmt in so einen Kochtopf. die Gucci, Prada und Chanel Taschen, Uhren usw Angebote nerven wie die Händler, die uns sofort mit ihren Mini-Deutsch-Kenntnissen anquatschen.

Gold Sukh – Lampen-Angebot, hier kauft der Araber, eine kleine Moschee im Sukh

Nachdem wir die Händler wirklich nicht mehr ertragen können, planen wir die Überfahrt in das Viertel Bur Dubai.

Auf der Fähre über dem Creek
Ein wenig wie Venedig über den Creek- 1 Dirham kostet die Überfahrt. Nix – wie in Hongkong

Hier schlendern wir herum, viele kleine Geschäfte aber auch wieder Händler, die uns Taschen und Uhren usw. anbieten wollen und uns in die kleinen Läden führen möchten. Wie lehnen ab. Langsam haben wir Hunger und wir suchen ein Lokal, sprechen Passanten an, die aussehen, als wenn sie uns behilflich sein könnten. Nachdem Viola dann in ein Geschäft für Luxusuhren geht werden wir gut beraten und landen bei DEM Restaurant für die besten Biryanis im Ort. Das Lokal heißt PAK LIYARI. Das Lokal sehr einfach, Personal freundlich und hilfsbereit. Aber das wichtigste. Das Essen war wirklich sehr lecker. Birynais ist Reis mit Huhn oder anderem Fleisch. Nichts für Viola, doch ich habe das getestet. Aber alles andere auch köstlich. Vor allem der Quark – hmmmm.

Biryani probieren – eine sehr gute Bewertung! Einfach und gut

Nun wird es auch langsam Zeit zum Schiff zu fahren. Die Sonne geht langsam unter. Das Licht ist wieder wunderbar. Es ist Wochenende. Man merkt es daran, dass viele Menschen im Park sind. Sie liegen und machen Picknick. Man sieht es ihnen an, dass sie den Tag genießen. Ansonsten ist es sehr ruhig auf der Promenade des Creeks. In der Heritage laufen wenig Menschen. Wir sehen in der Marina ca. 3 / 4 Kreuzfahrer liegen. Die „paar Mennekes“ merkt man in der großen Stadt nicht. Ein Museum direkt dort am Creek, welches die erste Schule Dubais, wie Viola erwähnt, ist bedauerlicherweise geschlossen. Wir fahren mit der Metro Richtung Marina. Einmal umsteigen und ca. 45 Minuten später sind wir an der Metro Station DMCC. Eine kleine Stadtrundfahrt in der Dunkelheit. Schön. Von dort aus geht es dann weiter mit dem Taxi zur Marina zum Schiff. Am Schiff angekommen ist alles sehr ruhig. Keine AIDA Mitarbeiter, nur eine Mitarbeiterin und ein Mitarbeiter der Marina. Sie schicken uns die besagte Rolltreppe hinauf – keine Umkehr möglich. Ha! na warte ab. Wir gehen durch die Passkontrolle, das Gepäck wird durchleuchtet und wir können direkt an Bord über die Gangway auf Deck 5 marschieren. Um 19 Uhr sind wir an Bord und freuen uns schon. Zu früh gefreut, wie sich später herausstellt. Der AIDA Mitarbeiter verlangt selbstverständlich unsere Bord-Karte, die wir ja noch nicht haben. Wir erklären die Situation und er ruft die zuständige Mitarbeiterin. Nadja Keese, Offizierin, kommt und klärt uns auf, dass das Check-In um 17 Uhr abgeschlossen wurde und warum wir erst nun kommen würden? Wo denn unser Gepäck sein? Auch wir klären auf. Das der Mitarbeiter am Mittag uns diese Information nicht mitgeteilt hätte. Tja, meint sie, nun könnte sie uns ohne PCR Test nicht an Bord lassen und holt noch ihren Vorgesetzen dazu, der diese Sachlage bestätigt. Ups – was nun? Wir sind sehr lösungsorientiert und fragen nach, bis wann denn der PCR Test vorliegen müsse, so dass wir mit an Bord dürften. Tja sagt er. Hier ist nichts mehr möglich. Um 12 Uhr am nächsten Tag müssen alle Unterlagen bei den Hafenbehörden in Dubai und Muscat (unser 1. Ziel vorliegen). Das ist eine kurze Zeit für eine PCR Test. In Deutschland gefühlt unmöglich. Mal sehen was sich in Dubai machen lässt. Wir googlen und finden tatsächlich eine Clinic, die Tests in 6 Stunden zur Verfügung stellen kann. Kurz Information zwischendurch. In der gesamten Zeit während wir durch Malls gelaufen sind, an offiziellen Stellen gewesen sind haben wir nicht einmal eine Teststation gefunden. Sonst hätten wir uns tatsächlich schon eher testen lassen. Das war unser Plan. Aber auch in Hotels war es gefühlt nicht möglich. Aber nun haben wir die Clinic gefunden. Dank Violas Englisch Kenntnissen war dann auch bald klar, dass Mitarbeiter heraus zur Marina kommen würden und uns gegen 21:30 Uhr den Abstrich abnehmen könnten. Ein Wunder, wenn ich das heute schreibe, dass das alles so gut geklappt hat. Wir sind telefonisch durchgekommen, die haben uns verstanden, die kommen raus. Einen kleinen Wehmutstropfen gab es. Die Kosten. Exorbitant teuer. Aber eine weitere Woche in Dubai wäre teuer geworden mit Übernachtung, Beköstigung und Getränken. Hier auf der AIDA ist ja schon alles bezahlt. Also wie heißt es: Augen zu und Karte durch und hoffen, dass wir nicht über den Leisten gezogen werden und alles wie vereinbart klappt. Wir verabschieden uns von Frau Keese und sagen fröhlich: Bis morgen früh! Sie lächelt und lässt uns unser Gepäck aushändigen und in die Dunkelheit ziehen. Inzwischen ist es gegen 20 Uhr.

Das toll beleuchtete Riesenrad

In der Dunkelheit warten wir am einsamen Pier. Hinter uns die AIDA, neben der AIDA liegt ein weiterer Kreuzfahrer, der dann ausläuft. Wir werden verwöhnt mit einem Bilderbuch Feuerwerk aus LED Lichtern am Riesenrad. Toll – unser Silvesterfeuerwerk. Wow – so ein Spektakel. Das Riesenrad leuchtet auch in den buntesten Farben und so warten wir bis 21:30 h etwas aufgeregt, ob denn auch wirklich jemand kommt und den Abstrich abnimmt. Verrückt – völlig verrückt. Viola schreibt noch ab und an mit dem zuständigen Mitarbeiter der Clinc, der uns auf dem laufenden hält, wann die Nurse denn kommen wird. So ganz trauen wir dem Braten ja nicht :-). Aber die Hoffnung stirbt zuletzt. Schlafen müssen wir auch noch irgendwo. Also schaue ich bei Booking.com um eine preiswerte Unterkunft zu ergattern, in welcher wir heute Abend spät noch anreisen können. Ich finde fast sofort gegenüber des Kais eine Unterkunft für 45,- Euro zuzüglich Gebühren. So dass wir für 89 Euro die Nacht gut in einem Appartement untergebracht sind. Perfekt. Umgehend bekommen wir die Bestätigung und eine Nachricht vom Vermieter. Wahnsinn. Auch hier traut Viola dem Braten nicht und denkt, dass wir mit einer hohen Reinigungs-Summe rechnen müssen. Ich bin wie immer etwas blauäugig und vertraue meiner App mit der ich schon viele Buchungen vorgenommen habe, und solche Nachbuchungen noch nie in Rechnung gestellt wurden. Also Zimmer haben wir auch. Ein einsames Taxi wartet auf uns, damit wir nachher auch wegkommen. Das hat Viola besorgt. Von den Schiffen kommt ja nur mit geführten Touren in sogenannten „Bubbeln“ runter. Alleiniger Landgang ist nicht möglich. Daher ist so extrem ruhig hier an der Pier. Aber tatsächlich – mein Telefon bimmelt. Die Nurse kommt gegen 22 Uhr und ist fröhlich und nimmt uns die Tests ab.

PCR Test auf der Bank mit AIDA Kulisse – so was hätten wir uns nicht erträumt

JEAH – Die Dubai Bewohner scheinen 100 % zuverlässig und freundlich zu sein. Nun muss nur noch das Ergebnis pünktlich eintreffen, so dass wir morgen wirklich und wahrhaftig an Bord dürfen. Welche Aufregung. Ich gebe zu, dass auch ich nervös geworden bin und sich eine kleine Enttäuschung breitmachte. Aber was habe ich beim NLP gelernt. Stelle dir mit allen Sinnen die Zukunft vor. Das habe ich dann auch gemacht. Ich habe mich auf der AIDA mit einem Drink an der Bar gesehen. Der Wind streicht uns durch die Haare, die Sonne wärmt unsere Haut, es riecht nach Meer und der Kellner fragt nach einem weiteren Drink. Perfekter Moment. Viola stößt mit mir an. Alles wird gut. Wir schnappen uns die Koffer und der wartende Taxifahrer bringt uns zum Marina Inn, Marina Diamond 2 Appartement House. Perfekt gelegen. Innen wartet tatsächlich ein junger Mann auf uns mit den Schlüsseln vom Appartement und bringt uns hoch. Perfekt. 2 Räume, ein Doppelbett im Schlafzimmer und noch zwei Einzelbetten vorn im Raum. Viola wählt das vorn liegende Einzelbett, da es ruhiger ist. Vom Balkon aus sehen wir rechts auf die 19!!! spurige Hauptverkehrsader Dubais und links direkt in die Marina und auf das Riesenrad. Sehr schön. Nachdem wir das Gepäck abgestellt haben müssen wir nochmal raus. Wir sind viel zu aufgeregt um nun zu schlafen. Das Gebiet lädt ein zum bummeln. So schlagen wir uns in das Marina Gebiet ohne zu wissen, wo wir uns wirklich befinden. Nach kurzem Weg über einen breiten Kanal, ich erinnere mich sehr deutlich an Shanghai (Brilliant City Marina) und sende Florian und Carina erst mal ein Foto.

Brilliant City in Shanghai, hier die Dubai Marina – am Strand
Florian schickt mir ein Foto aus Shanghai/ Brillant City.

An Hotels vorbei mit sehr hübschen Mädchen, die sich „anbieten“ , kommen wir an einer lauten Bar mit Namen BlaBla Bar vorbei. Hier würde ich mir schon einen Drink gönnen. Jedoch finden wir den Eingang nicht. Tatsächlich sind wir am Eingang schon lange vorbei wie wir auf dem Rückweg feststellen. So gelangen wir an den breiten Strand. Herrlich, die Lichter und der Vergnügungspark mit dem großen Riesenrad. So weit gehen wir dann nicht mehr, sondern kehren in einer Strandbar ein und gönnen uns ein alkoholisches Getränk. Das gibt es hier nicht häufig. Stoßen an und freuen uns des Lebens und hoffen beide auf das pünktliche eintreffen des PCR Test Ergebnis, welches spätestens in 6 Stunden vorliegen soll. Nachdem wir den Drink gemütlich genossen und die Gegend bestaunt haben, sind wir bereit zu schlafen. So gehen wir langsam durch den sommerlichen Abend zurück zum Appartement und schlafen mit kreisenden Gedanken um die Anreise auf AIDA ein. Um 3 Uhr brummt mein Handy. Ich werde wach und sehe DAS ERGEBNIS DES PRC Tests ist da. Viola teile ich dann umgehend mit – beide NEGATIV! Hurra – die Aufregung legt sich und wir sind so glücklich und nun auch entspannt, so dass wir uns auf morgen freuen, wenn wir dann an Bord können.

Welch Aufregung. Am Ende wird alles gut ! Und wenn es nicht gut ist, ist es noch nicht das Ende. Das hat Oscar Wilde schon gesagt. Gute Nacht und noch ein paar ruhige Stunden.

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