13.9.19 – Freitag :-)) Galway – Dublin

Die Papageien Taucher konnten wir live leider nicht sehen.

Das schlechteste B&B haben wir nach dem schlechtesten Frühstück in Irland um 11 Uhr erleichtert verlassen. Was passte alles nicht? 4 Bett Zimmer war oK, Raumgrösse somit auch iO. Doch ein Bett war so durchgelegen, so dass man jede Sprungfeder am Po zählen konnte. Dann stand noch ein Klappbett im Raum, so dass wir uns letzten Endes kaum drehen und wenden konnten.

Das Sprung-Bett wurde zur Kleiderkammer. D.h. die Koffer wurden geöffnet dort platziert.

Das kleinste Bad ever. 1 Meter breit und 3 Meter lang. Klo an der einen Seite in der Mitte mit Tür im Rücken das Waschbecken und eine Duschtasse die verstoft war. Super!

Auch das Bettzeug war oldfashioned. Im ganzen Haus klebte gefühlt der Muff der 70iger.

Zum Frühstück. Auch hier schrien die 70iger. Plastik Tischdecken, schrill buntes Geschirr. Weihnachtsservietten mit Sternen. Die angebotenen Wurstsorten hatten undefinierbare Farben. Der Pappkäse wellte sich bereits.

So wandten wir uns dem Müsli und frischem Obstsalat zu welches oK war. Sowohl Claudia als auch ich dachten: na dann werden wir wohl hungrig gehen.

Dem war nicht so. Denn der Herbergvater bot irisches Breakfast an. So bestellen wir Rührei mit Tomaten. Toast wurde gereicht. Orangenmarmelade und anderes Jam war in verpackten Frühstücksgrössen vorhanden.

Nichts wie weg. Was machen wir heute?

Zur Wahl steht:

Galway, Conmarra County und nochmal zurück in den Burren.

Da die beiden letztgenannten Ziele für heute doch zu zeitaufwändig sind entschieden wir uns für einen Stadtspaziergang.

Gesagt getan. Koffer in den Wagen und ab in die lange Schlange Richtung City-Center.

Wir erreichen den Hafen ohne besondere Vorkommnisse und parken günstig.

Im Hafenbecken erstaunte mich schon gestern ein gesunkenes Segelschiff.

Warum das wohl nicht gehoben wird? Auch direkt vor einer kleiner Schleuse. Seltsam!

Wir gehen um die Hafenbecken und dem schnell daherfliegenden Fluss Corrib. Dieser „entspringt“ im Westen Irlands und fließt vom See Lough Corrib durch die Stadt Galway und mündet in die Galway Bay. An seiner Mündung ist er einem starken Tidenhub ausgesetzt. Die Länge des Flusses beträgt lediglich 15 Kilometer und damit soll er der kürzeste in Europa sein.

Die Fliessgeschwindigkeit ist beeindruckend. Auch heute sitzen wieder viele junge Menschen am Ufer.

Die Stadt war schon wieder sehr voll. Unglaublich viele junge Leute bevölkern die City schon um die Zeit.

Mehr als 10 Künstler machen Musik, mal besser mal schlechter.

Dieser Musiker hat eine sehr sonore Stimme. Nach jedem Lied wirft er die blaue Frisbee Scheibe für seinen Hund in die Fußgängerzone. Dieser schnappt die Scheibe sicher und bringt sie stolz zurück.

Wir gehen hinauf zum Eyres Square und sehen das „Lynch Fenster“ und den trockenen Brunnen mit den dargestellten Segeln aus rostigem Blechen.

das Wetter ist sonnig und wir kommen zu einer interessanten kleinen Kirche. Hier Predigt der Kathole neben den griech. Orthodoxen. Habe ch so auch noch nie erlebt. 1320 wurde dieses Kleinod geschaffen.

Auch dem Weg zurück finde ich eine Säule mit den Händen, die das gekrönte Herz tragen.

Wir genießen den Sonnenschein und die quirlige Stadt. Ich würde eine Empfehlung für junge und jung gebliebene Menschen aussprechen, die Pubs, Bars und viel Musik mögen. Hier findet man alles auf kleinem Raum.

Es heißt Abschied nehmen von der Westküste. Zügig fahren wir über die Autobahn in 3 h nach Dublin zurück. Rolli fährt inzwischen sehr sicher als wenn er im Linksverkehr groß geworden wäre.

In Dublin angekommen finden wir unser Muldron Hotel beim ersten Versuch und checken ein. Rolli nicht Parkgarage für 15 € pro Tag, perfekt und das tolle Frühstück für 11 € extra. So ist der nächste morgen gerettet. Claudia telefoniert mit Victoria. Sie verlässt heute das Nest und zieht zum Studium nach Karlsruhe. Grumffff – das wird für Claudia auch komisch in das leere Haus zurück zu kehren.

ROLLI und ich genießen auf der Hotelterrasse das herrliche Wetter bei einem (nicht alkoholischen) Getränk.

Dann stößt Claudia wieder zu uns und wir machen uns auf den Weg etwas essbares zu finden. Das ist ja in Dublin nicht besonders schwer.

Zunächst arbeiten wir das 1. „must do“ ab. Die Samuel Beckett Bridge (1969 Literaturnobelpreisträger / warten auf Godot / gest. 22.12.1989 in Paris).

Die Brücke erinnert an eine Harfe. Sehr schön und leicht gebaut.

Auch die Möwen mögen den Blick auf den Hafen.

Das Licht ist wunderbar.

Wir schlendern durch ein neues, sehr modernes Wohn- und Arbeitsgebiet. Doch es ist nun alles geschlossen und sehr einsam. Ich sehe zwei vermutlich homeless Kinder. Das erschreckt mich schon sehr, macht mich betroffen. Die beiden Jungs sind höchstens 10 Jahre alt. Das ist die Kehrseite der Grossstädte weltweit.

Der Abend neigt sich dem Ende und wir finden dann ganz in der Hotelnähe ein einladendes Pub. „The Lombard“.

Das Essen stellt sich jedoch als sehr mäßig heraus. Mein Gin „Hendriks“ & Tonic war köstlich. Dekoriert mit Gurke und Limette in einem Glas mit rosa Boden. Lecker. Meine Chowder (legierte Suppe mit Fish aus der Dublin Bay) erweist sich als sehr gute Wahl. Claudia bestellt Nudeln mit Huhn. Fertigsauce und keine leckeren Nudeln stillt lediglich den Hunger. Rolli entscheidet sich für Chicken Wings. Leider auch Fertigfutter. Aber oK. Dazu noch Chips mit Vinegar und Salt. Lecker. Da helfen wir fleißig mit.

So gehen wir zurück ins Hotel lesen noch in den gemütlichen guten Betten. Claudia hat den Bonus gezogen. Ein Oversize Singl-Bett.

Ein bisschen war heute tatsächlich Freitag der 13. – obwohl ich nicht an diesen Quatsch glaube. :-))

31.5.19 – Aridaia – Agrinio durch das Pindos Gebirge

Obwohl ich nach dem Bade-Erlebnis gestern Nacht in der Therme etwas Zeit brauchte um einschlafen zu können weckte mich die aufgehende Sonne.

Es ist doch wirklich verrückt, dass mein innerer Wecker so zuverlässig funktioniert. Gut konditioniert.

Natürlich springe ich in den … eiskalten … Pool und schwimme meinen Kilometer. Herrlich! Danach bin ich durchgefroren und wärme mich unter der heißen Dusche wieder auf, bevor wir das leckere Frühstück genießen.

Hurra: Kirschen 🙂

Dann bezahlen wir, bewundern noch mal die schöne Bar und witzigen Leuchten. Einfach aber cool!

Ich gehe nochmal raus um die Kirschbäume festzuhalten mit den dicken, dunkelroten Herzkirschen.

Auf zum Laden von Anastassia das Hochzeitsgeschenk für Alexandros und Karina machen lassen. Das ist praktisch, dass wir nichts einfliegen lassen mussten.

Rolli beobachtet die Herstellung nachdem wir uns entschieden haben. Und hier Tadahhh die schön gestalteten Windlichter. Auch hier: Multi Kulti!

Eine in Deutschland aufgewachsene Griechin dekoriert Gefäße aus Dänemark. Die Welt wächst zusammen und wird immer bunter. Dazu später noch mehr.

Nachdem wir das Geschenk eingepackt haben bummeln wir noch durch Aridaia (gesprochen übrigens: Ari-the-a – wie das englische the).

Wir lernen den Freddo Espresso/ Cappuccino Medro (eiskalt, geschäumt mit einem Löffelchen Zucker) kennen. Super lecker und so erfrischend.

Eine Kirchentür steht auf, wir gehen hinein um uns einen Eindruck der griech. Orthodoxen Kirche zu verschaffen. Ganz anders als wir Kirchen sonst kennen gelernt haben. Bunt, Malereien wohin man schaut, Jesus Leidensweg, Propheten u.v.m. sind abgebildet. Heilige wohin man schaut. Eine Frau kommt hinein und küsst alle Ikoben, Heiligen Bilder. Hygienisch??? aber das ist ein anderes Thema.

Riesige!!!!! Leuchter hängen von der Decke. Der Marmorboden ist blitzeblank gescheuert und glänzt wie ein Spiegel.

Nachdem wir Kaffee getrunken, den Großvater von Anastassia getroffen haben, wechseln wir mit ihm ein paar Worte. Er spricht deutsch :-). Anastassia selbst ist überrascht. Er erzählt, dass er bei Alfred THIELE gearbeitet hat und später noch bei anderen Unternehmen und in Kalthoff gewohnt hat. So witzig. Die Welt ist klein!

Dann heißt es Abschied nehmen. Anastassia ist gerührt, haben wir ein wenig deutsche Heimat mitgebracht.

Wir fahren durch das Pindos Gebirge. Unglaublich schön. Auf der Autobahn sind Schilder mit ….. einer

Bären Warnung!

kein Scherz!!!!

Diese Warnung kam 2-3 mal. Verrückt. Tanken mussten wir dann auch. Wir fanden die bunteste Tankstelle ever.

Die Besitzer mögen Blumen. Überall blühte die bunte Pracht. Sogar in den Schubkarren. Da sehen wir Störche auf den Straßenlaternen. Stooooooop! Foto. Schade, das der eine gerade wegfliegt.

Es ist eine Strecke von ca 4 / 5 Stunden und wir machen noch eine Tank und Snackpause mitten in der Pampa.

Die Menschen sind unglaublich freundlich und fröhlich. Die Inhaberin, offensichtlich, sitzt gemütlich mit am Tresen und quatscht mit den Gästen. Diese Bilder habe ich noch immer von meiner Oma vor Augen, die mit Freude und viel Kommunikation ihre Gaststätte „Schmitz“ in Barendorf geführt hat.

Auch hier steht ein Trecker. Jedoch ein Modell, welches wir von zuhause auch kennen. In Aridaia fuhren „Cabrios“ rund von der Bauweise, kleiner und ohne die Fahrerkabine. Die kommen dann bestimmt besser durch die Obstplantagen zum ernten und bestellen.

Gegen 17:30 h sind wir in Agrinio und finden direkt am Appartement einen Parkplatz. Check! Das Appartement ist gut! Mit Balkon! Perfekt. Fast direkt in der City.

Wir packen aus und bewegen uns noch ein wenig und erkunden Agrinio. Links aus dem Haus, Straße runter dann rechts und wir sind direkt an einer Bäckerei, Supermarkt und zwei Minuten später stehen wir in der kleinen Fußgängerzone im Gewusel der Griechen auf einem Platz. Schön hier. Natürlich Kirche 🙂

30.5.19 Aridea – Stadt der Kirschen und Pfirsiche in Mazedonien, Griechenland und Loutra Pozar – Thermen

Zur Information warum es uns in den Norden Griechenland verschlägt.

Ich besuchte Anfang des Jahres 2019 einen Deko-Workshop in der Altstadtblüte bei Sabrina. Anastassia arbeitete schon eine ganze Weile hier, doch hat sie bei mir noch nicht „richtig“ vorgestellt. In dem Workshop berichtet sie, dass sie ca. 2004 eine Ausbildung bei Naust Hunecke zur Steuerfachangestellten erfolgreich absolviert hat. Die Welt ist klein. Tja, es fehlte ihr aber etwas in dem Beruf und als sie nach einigen Jahren auf der Suche war nach Natur und Kreativität machte sie eine Ausbildung zur Floristin. So kam sie dann zu Sabrina in die Altstadtblüte.

https://m.facebook.com/Altstadtbluete/?locale2=de_DE

Nun kommt die Liebe! Amors Pfeil traf Anastassia in der Heimatstadt ihrer Eltern in Aridea. So packte sie in kürzester Zeit die Koffer und eröffnete in Aridaia ihr modernes, kleines Floristen-Paradies.

Mutig! Wir kommen! Habe ich gesagt. Und versprochen ist versprochen! Rolli freut sich auch seine ehemalige Mitarbeiterin zu treffen.

Erstmal ums Eck, kleine Stärkung bevor wir starten. Frischer O-Saft und so eine leckere mit Käse gefüllte Teigtasche und einen kräftigen griechischen Kaffee steht auf unserem Frühstückstisch.

So gestärkt machen wir uns von Athen mit unserem Ferienflitzer auf den Weg.

Wir sind froh, dass wir unseren Fiat weiß und strahlend Wiedersehen. Die Gegend, obwohl nur zehn Minuten Fußweg von der City entfernt, macht einen etwas „kritischen“ Eindruck auf uns.

Wir sahen in der Gegend etliche von den „kreativ gestalteten“ Vans.

Ausgeruht und frisch machen wir uns auf den Weg über die neue Autobahn Richtung Norden. 800.000.000 € hat die Europäische Union investiert. Puh! Das ist mal eine Summe. Aber schafft Arbeit und macht die Wege kürzer!

Durch wunderschöne Gegenden führt der Weg. An Seen und am Meer vorbei.

Hügelige Landschaften grün bewachsen. Oleander in weiß und rosa sowie gelb blühende Büsche säumen den Weg. Wir kommen nicht auf den Namen. Später am Abend: es waren keine Forsythien sondern Ginsterbüsche soweit das Auge reicht.

Dann Überraschung: schneebedeckte Berge. Google klärt auf: einige Berge sind ca 2.500 hoch. Skigebiete hat Griechenland auch zu bieten. Tatsächlich haben wir bei unserem ersten Griechenland Besuch vor 20 Jahren Karpenisi kennen gelernt. Hier könne man im Winter Ski laufen würde uns auf einer Wanderung vor 20 Jahren berichtet. Kleiner als unser Winterberg-Skikarussell.

Wir fahren weiter durch ein Minidörfchen durch extrem schmale Gässchen, bis wir an vom Navi ausgerechneten Ziel stehen:

Schön hier, hoch oben in den Bergen! Zwischen Aridais und Loutra Pozar. Aber am Ende der Welt 🙂 weiter geht es nur über Schotterpiste. Mein Gott, was das Navi für einen Quatsch errechnet. Zum Glück können wir drehen.

Auch gibt es hier keinen Fluss in den wir stürzen können. 🙂 ich war so stolz, dass Google-Maps die griech. Anschrift so bedingungslos angenommen hat. Nun gut. Nach einem Telefonat mit Anastassia wissen wir, dass wir durch den Geburtsort des Vaters gefahren sind und in ca 15 Minuten in unserem Hotel sein werden.

Google -Maps hat nun auch die richtige Anschrift. Der Weg führt uns wieder zurück durch die ca 2,5 Meter breiten Dorfgässchen. Sehr eng! Kleine „Cabrio-Trecker“ begegnen uns oft. Bevor wir ankommen weichen wir noch einer Ziegenherde aus.

Dann endlich, nach ca 6 h Fahrt sind wir am Hotel.

Es liegt inmitten der Kirschplantagen und Weinreben. Das rote Dach in der Bildmitte ist das Hotel.

http://www.m.irenesresort.gr

Nachdem wir unser Zimmer bezogen haben, erwartet uns Anastassia mit einem Gastgeschenk in der Lobby.

In dem liebevoll gestalteten Karton befindet sich ein lokaler Auszug aus den Köstlichkeiten, die die Region zu bieten hat.

Frische Kirschen, Pfirsich Marmelade, Honig und Grappa (versteht sich von selbst, Selbstgebrannt:-) ).

Die Kirschen waren Gedankenübertragung. Rolli wollte nicht halten an der Straße. Da hoffte unauffällig frische Kirschen zum Frühstück. Aber nun kann ich gleich zugreifen. Köstlich sage ich!

Nun erkunden wir gemeinsam die Gegend. Wir sind überrascht, dass es hier so viele, zum Teil große, schicke Hotels gibt. Wir erfahren, dass es hier zum einen Thermen gibt, die sehr bekannt sind. Daher auch die Massage Angebote überall. Ein Skigebiet liegt direkt vor unserer Nase. Wandergebiet und vieles mehr.

https://web-greece.gr/de/destinations/loutra-pozar-griechenland/

Auf dieser Seite erfährt man noch viel mehr von diesem schönen Gebiet.

Zwei Kilometer von unserem Hotel sind die Thermen. Nix wie hin.

http://www.loutrapozar.com.gr/en/Gallery/

Wer mich kennt weiß sofort, Wasser – rein. Ich wusste ja von nix und habe meinen Badeanzug im Hotel. Heuulll!

Aber mit den Füßen ist auch schon schön.

Neben dem Fluss mit den vielen Wasserfällen liegen seitlich die Quellen, die sowohl die künstlich angelegten als auch die natürlichen Becken speisen.

Anastassia und Rolli beobachten mich, wie ich durch die Kneipp-Wasser zum Wasserfall balanciere.

Ganz warm das Thermalwasser und eiskalt der Wasserfall. Viele Menschen hängen in den Becken. Ich ärgere mich nicht dazu hüpfen zu können. Doch nakkelig geht nur in den Kabinen.

Kabine Nr. 12!!!

Ist das schön ?! Hier kann man, ähnlich wie in einer Sauna, eine Kabine für eine Stunde mieten, 10 Euro kostet der Spass. 20 Minuten Badezeit wird empfohlen, danach ruhen. Kurort eben. Dann Entspannung. Die Räume werden gebucht von Personen, die sich hier gesund baden möchten.

Wir buchen für heute Nacht eine Kabine. 0:30 h – kein Scherz. Die Anlage ist 24 h geöffnet.

Hier noch ein paar Impressionen von dem magischen Ort. Es ist wirklich mystisch. Das grün, das Wasser, die warmen Becken und die kühle Wasserfall-Luft. Im Hochsommer soll hier angenehmes Klima herrschen, so dass viele Einheimische hierher kommen um zu entspannen. Leider verfallen gerade ehemalige Hotelanlagen. Das ist sehr schade. Man sollte doch meinen, dass der Kurbetrieb auch hier gut laufen könnte. Doch liegen die Hotels alles außerhalb des Geländes. Hier findet man nur Gastronomie und Bäder.

Hunger!!! Jetzt gehen wir essen.

Anastassia führt uns in das Heimat-Dorf ihrer Mutter. Name vergessen, doch von der Therme aus gesehen 100 Meter, erste Straße rechts und 2 km geradeaus. Da landen wir auf einem Dorfplatz mit uralten Platanen. Rolli ist begeistert. Viele Tische stehen unter den Platanen. Heute ist nichts los. 2-3 Tische sind besetzt. Doch könnte ich mir vorstellen, dass während der Hochsaison alles besetzt sein wird.

Die griechische Küche bietet so viel Vielfalt. Wir können uns nicht entscheiden.

Zatziki, Bohnen, Zicklein, Calamari, Salat und u.v.m. Natürlich haben wir nicht alles geschafft. Leckeren, heimischen Wein haben wir auch getrunken. Alles zusammen für keine 75 Euro.

Erstaunlich ist es, dass ein Wind weht, der ziemlich frisch ist. Rolli ist froh, dass er seine Jacke mitgenommen hat. Auch ich habe mir eine Jacke übergezogen. Später ist es windstill und ich genieße die laue Frühlingsnacht.

Hier noch ein Foto an den uralten dicken Platanen. Dann fährt uns Anastassia zum Hotel!

Rolli ist müde. Wir verabschieden uns bis morgen und ich gehe jetzt schwimmen! Endlich!!!

Ins Auto, Bademantel nicht vergessen und auf zur Therme. Die Nacht ist fantastisch. Da ich etwas eher als geplant vor Ort bin, ist „meine Kabine“ No 12 noch besetzt. Dann nehme ich die No 10. wir haben uns alle angesehen, die beiden gefielen uns am besten.

Rein ins Vergnügen.

Nach der Auszeit in der Kabine bin ich nochmal den Fluss hinaufgelaufen um mir einen Eindruck des nächtens zu verschaffen. Ich bin nicht lernfähig. Keine Ahnung warum, aber der Badeanzug war wieder im Hotel. Mist! Denn ich hätte auch jetzt noch baden gehen können. Damit habe ich nicht gerechnet.

0:30 h Beweissfoto:

Hier tummeln sich, wie Anastassia später sagte die Touristen. Einheimische baden Nachts nicht. Die Nacht-Atmosphäre hatte etwas ganz besonderes. Gedämpfte Stimmen, leises plätschern der Gäste und das etwas lautere Tosen der Wasserfälle.

So habe ich diese Stunde sehr genossen und bin dann entspannt, voller Gesundheit wieder ins Hotel.

Nur mit dem einschlafen klappte es nicht so. Hier plätscherte das Wasser des Brunnens direkt vor unserer geöffneten Balkontür.

Gute Nacht und schöne Träume.

PS – während wir in Griechenland sind ist Deutschland um einen Erdenbürger reicher 🙂

Matteo ist in Bremen Mittags geboren worden. Herzlich willkommen, kleiner Mann. Und der Familie Elisa, Alex und Louise alles Gute.

Ist der süß!

28.5.2019 Agrinio – Hochzeit auf Griechisch

Ja ist es wirklich wahr? Im Februar 2019 krächzte eine kaum verständliche Stimme in mein Telefon. Häh??? Wer ist dort. Irgendwas an der Stimme kam mir bekannt vor. Athanasios? Ja richtig! Ein Anruf aus Wien. Wie sich später herausstellt arbeitet unser „alter“ Freund Teilzeit in Österreich. Welch eine Freude. Wir tauschten uns aus und nach dem griechisch/deutsch Genuschel war bald klar: Alexander, der „kleine“ Sohn heiratet. Ob wir Lust hätten mit zu feiern.

Na klar! Da brauchten wir nicht lange überlegen. Es folgte die schriftliche Einladung und wir buchen eine Woche Griechenland.

Am 29.5. starten wir um 9:30 h Richtung Düsseldorf. Mit großer Freude machen wir uns auf den Weg.

Athanasios lebte vor da 30 Jahren mit seiner Familie in Iserlohn. Hier gründete er die erste Praxis für Kieferorthopädie für Erwachsene. Rolli war Patient No 4, ich No 10. Rolli hatte noch einen Milchzahn oben quer im Kiefer liegen. Diesen hat Athanasios heruntergeholt. Noch immer leistet dieser „neue“ Zahn Rolli sehr gute Dienste. Mit meinem damals 6 Monate alten Sohn quälte ich mich regelmäßig die Treppen zur Praxis rauf, denn es gab keinen Fahrstuhl in den 2. und 3. Stock. Athanasios verhalf mir zu einem geraden Biss. Noch heute bin ich sehr dankbar für mein schöne nun gerade stehenden Zähne.

Nun sind wir sehr gespannt auf Athanasios und seine Familie, die wir zuletzt vor ca 10 Jahren live erlebt haben in Iserlohn. Auch auf die „Jungs“ sind wir gespannt. Unsere Kinder können sich noch so gut an den ersten Besuch in Agrinio erinnern. An den großen Pool in dem sie do viel mit den beiden Söhnen getobt haben, den Schildkröten im Garten und nicht zuletzt an den lauten gute Nacht Ruf von Alexander: Kalinichta, wenn es am Abend zu Bett ging. Ich freue mich auf den griechischen süßen Kaffee den Efrosini immer frisch zubereitet hat.

Hmmm.

Na dann – auf ins griech. Hochzeitsabenteuer.

Gina, Fabi und Lelia sind gerade 10000 km unter uns unterwegs.

Die drei sind in ihrem Mückimobil fünf Wochen auf Europatour. Morgen setzen Sie von Bar über nach Italien.

Hier mein Lieblingsbild aus dem Mückimobil.

Bei herrlichsten Wetter fliegen wir über die Ägäis. Blaues Wasser, Inseln liegen wie im Bilderbuch unter uns.

Wir landen pünktlich in Athen und finden auch unseren Leihwagen Anbieter CENTAURO, den ich über MietwagenCheck gebucht habe.

Mit einem Kleinbus werden wir zu der in der Nähe liegenden Station gefahren. Wir müssen noch eine Vollkasko Versicherung abschließen, 154.- €. An sich hatte ich gedacht, dass in dem vorab gezahlten Betrag ALLES enthalten ist. Diese Geschäfts-Art gefällt mir nicht. Das nächste mal gehe ich zum ADAC in Iserlohn.

Aber gut. Wir bekommen statt des georderten Peugeot einen nagelneuen Fiat.39 km gelaufen. Also gut. Für 250,- € eine Woche ein neues Auto ist dann auch oK.

Wir finden dank Google Maps den Weg zu unserem Airbnb mitten in Athen. Beschreibung des Vermieters perfekt. Wohnung total schön.

Kurz Zähne putzen frisch machen und auf ins Getümmel. Nach wenigen Minuten bin ich wieder in meinem Element. Kunst – Graffitis wohin das Auge reicht. Hier bin ich richtig. Ich kann mich gar nicht satt sehen.

Rolli ist nicht begeistert über die vielen Stopps für Fotos. Doch scheint hier eine richtige Szene unterwegs zu sein.

Wir schlendern durch das Bar und Restaurant Viertel. Es ist noch hell und früh. Die Werber wollen uns für Ihr Restaurant begeistern. Wir ziehen erst mal durch die romantischen Gassen in Richtung Acropolis.

Immer den Menschenmassen hinterher. Da liegt die Ruinenstadt auf dem Berg vor uns.

Ich erwische noch eine Foto Position ein wenig abseits des Touristentrubels. Es ist der Wahnsinn. Wir haben Mai und es ist schon so voll. Rosenkinder und dunkelhäutige Männer mit Flechtarmbänder versuchen ihre Waren anzupreisen. Die Männer mit Kompliment schönen Worten. Kennen wir alles. Wir sehen zu hier so schnell wie möglich zu verschwinden.

Also zurück in die Bar-Street.

Hier finde ich wieder Engelsflügel.

In Hongkong habe ich das erste mal dieses schöne Motiv entdeckt.

Dann aber – Hunger. Wir lassen uns überzeugen in einem Restaurant mit Garten. Schön hier, Küche sauber und alles ansprechend. Bei der Bestellung ist das gewünschte leider schon aus. Doch die Alternativen sind auch gut.

Katzen schwirrten zum Teil sehr zutraulich um die Gäste herum.

Zurück ging es dann in der Dunkelheit.

Es ist wirklich schön mal wieder in Griechenland zu sein, obwohl wir das Festland viel besser kennenlernen durften als die Inseln.

Die Inseln sind wir auf unseren Aida reisen angelaufen. Kreta, Rhodos, Santorini nur um einige zu nennen. Aber auf dem Festland haben wir durch Athanasios und seiner Familie so schöne Orte kennen gelernt.

Delphi, Olympia. Karpenisi, Agrinio und nicht zu vergessen Kefkas mit dem Hotel „Red Towers“. Unvergessliche Tage am Wasser.

In der Appartement Nähe ist diese riesige Bougainvillea. Ein immer wieder schönes Bild aus dem Süden Europas. Trotz einiger Versuche zuhause gelingt es nicht diesen Urlaubszauber mit nach Deutschland zu bringen. Hier wächst dieses große Exemplar auf einem Schrottgrundstück.

Reisen ohne zu reisen

Ein Wochenende mit allen Sinnen genießen. Im Literaturhotel in Iserlohn haben wir das Erlebnis „Reisen ohne zu reisen“ auf wunderbare Art entspannt erlebt. Wir wollten ein entspanntes Wochenende im Sauerland verbringen. Kreativ sein und die Seele im Waldhotel baumeln lassen. Das ist uns mehr als gelungen.
Als wir ankommen empfängt uns die Masseurin und unterbreitet ein Angebot, welches wir direkt angenommen haben. Eine Kräuterstempelmassage befördert mich gleich in den Entspannungshimmel. Meine Begleiterin wird in einen japanischen Massagesessel gesetzt, welcher alle Sinne anspricht. Während der automatischen Massage, führt eine Traumreise über Kopfhörer sie in eine Traumwelt. Verstärkt wird der Effekt durch eine Brille, welche Stroboskopartige Lichteffekte zur Hinanregung visualisiert.

Ein köstliches Abendessen rundet den heutigen Tag ab.
Am folgenden Tag erleben wir eine spezielle Entspannung mit Düften und Klängen. Mit verbundenen Augen werde ich von der Hotellobby über den Parkplatz in den duftenden Garten geführt. Ein fehlender Sinn sensibilisiert alle anderen Sinne extrem. Der Weg erscheint mir sehr kurz. Die Anweisungen erfolgen kurz und klar. Ich lasse mich darauf ein. Die duftenden Kräuter entführen mich in die Küche. Ich stelle mir Kartoffeln mit Rosmarin vor, einen frischen Pfefferminztee und Tomate mit Basilikum. Herrlich. Weiter geht es in einen Duftraum mit, wie ich hinterher erfahre sehr alten Duftgeranien und anderen duftenden Pflanzen. Es ertönen Klänge die ich nicht kenne. Nachdem erst helle Töne klingen wird es zunehmend zu einem dumpfen Brummen. Mir ist das angenehm. Das Wasser des nahen Baches plätschert leise. Weiter geht es zu einem Klangsessel. Ich sitze, die Hände auf tellerformigen Holzablagen. Schon erklingen Harfeklanfe und der Stuhl vibriert leicht. Meine Seele fliegt.
Das lösen der Hände von den Holztellern fällt mir erstaunlicherweise sehr schwer. Ich bin scheinbar in einer sehr tiefen Entspannung. Herrlich.
Nachdem ich es geschafft habe, mich von dieser Erfahrung zu trennen geht es weiter in einen Klangraum. Später sehe ich, dass der gesamte Raum mit weißen Flauschteppuchen versehen ist. Daher ist der Schall extrem gedämpft als ich auf einem Bett in der Klangpyramide liege.
Die Klänge um mich herum führen mich in eine weitere, aber andere Entspannung.
Hier fällt mir das Lösen leichter.
Burn-Out Prophylaxe kann in diesem Hotel gebucht werden. Diese Räume sind Bestandteil des Gesamtprogramms.

So entspannt „fliegen“ wir förmlich durch den Tag.
Aber das Wochenende ist noch nicht vorbei. So gewahrt uns Dr. Holzauer Einlass in den Kreativbereich. Nachdem er uns alles erklärt und

21:04 – Kurz nach neun Bürgerradio – Fölok, Iserlohn – Kunst und Kultur

21:04 Kurz nach neun 

Musik einspieler Bürgerfunk
Bürgerfunk / der Fölok feiert Silbernes Jubiläum. Hurra, die spannendste Sache der Welt! Nach Angaben der Branche gab es zunächst 125 ? Radiowerkstätten in NRW.

Nach dem politischen Abverkauf 2007? sind noch 14 ? im Bestand, die allen Wiedersachern Mutter ig die Stirn bieten.

Zunächst gab es Minutenförderung – heute einen warmen Händedruck. 

Früher sass in Büro eine nette Dame ein netter Herr welche Organisation usw übernommen haben – gegen Bares. 

Heute ist das Engagement des FölokVorstand – Wahres. 

Früher hörten wir Sendungen wie Gänseblümchen und Mausezahn für Kinder und …. Für Erwachsene. Musik von Shantys über Rock bis Raggae und Magazine. 

Manchmal sagte einem der Bürgerfunk Jingl – Radio aus / abstellen. 

Doch alles Gute überdauert und das schöne ist, dass man heute dank Internet Radio in der ganzen Welt zu hören ist. Nach den ernsten Zeiten haben Moderatoren die Chance genutzt und sitzen unerkannt seit 25 Jahren unerschütterlich am Mikro

Jah Lion / Stefan Schmidt

Carsten Becker / Studio 78

Der Shantyman / Lutz Klemer 

Holm Roch – 

Charlotte Kroll – Glashaus

Thomas Brenck – kulturzeit / Kurz nach neun
Heute leiern wir der LFM – Technik aus dem Kreuz die wir in Projekten wir Schule oder VHS Radio nutzen können um noch besser zu werden. Wir, die Moderatoren / innen unterscheiden uns durch nichts mehr von den Profisendern.  

Nein im Gegenteil, wir machen Programm von Bürgern für Bürgern mit Themen, die abseits vom Mainstream sind. Sitzen im Glashaus, Interessieren uns für Lebenswege und Berufe, machen Wohnzimmercomedy, blicken auch gern zurück. Während Roland Kaiser und Alexandra ihre emotionalen Noten über den Äther schmalzen, scratched das Studio 78 den Plattenspieler um das neueste aus der Rock und Raggae Branche an die Radio MK Hörer weltweit zu senden. 

Es ist Kulturzeit: klassische Musik geschnipselt, passend zum Wort. Sendung Life im Radio verpasst – kein Hörverlusst. Wir erleben den Iserlohner Stadtspaziergang der anderen Art mit Holm Roch per Podcast auf Radio-Iserlohn.de.